Alibaba wer? Der Gigant aus dem Osten gegen König Amazon | A-COMMERCE
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Am 11.11. war es mal wieder so weit. In China wurde der Singles Day gefeiert. Bereits in den letzten Jahren sorgte das Shopping-Event für Schlagzeilen. 2016 brach der Singles Day, der bereits seit den 1990er Jahren in China gefeiert wird, von Alibaba jedoch erst seit weniger als zehn Jahren auf dem Programm steht, alle Rekorde. 2016 setzte der chinesische Konzern in den ersten fünf Minuten des Tages eine Milliarde US-Dollar um. Wer glaubt, dass man das nicht mehr toppen kann, hat sich geirrt und musste sich vom diesjährigen Singles Day eines Besseren belehren lassen: In 24 Stunden wurden 25,3 Milliarden Dollar ausgegeben. Es dauerte keine 15 Minuten, bis  der Internet-Riese bereits die ersten fünf Milliarden Dollar erzielt.

Der Singles Day ist das weltgrößte Shopping-Event

Nach dem Singles Day steht auch schon das zweite große Shopping-Event in den Startlöchern. Am Freitag nach Thanksgiving wird in den USA traditionell der Black Friday und am Montag darauf der Cyber Monday zelebriert. Amazon macht jetzt schon auf allen Kanälen für die Cyberweek Werbung und Ebay hat diese zumindest in Deutschland einfach mal schon auf den 16. November vorverlegt. Ob das was bringen wird? Ein Vergleich der Umsätze zwischen dem Singles Day von Alibaba und den Thanksgiving-Online-Umsatz in den USA spricht Bände. Mit „gerade einmal“ 8,3 Milliarden Dollar Umsatz hinkt das Thanksgiving-Wochenende dem Singles Day weit hinter her.

Aber woher kommt das eigentlich? Warum überraschen uns die Zahlen von Alibaba (und auch JD.com, deren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um über 50 Prozent auf 19,1 Milliarden Dollar wuchs, so sehr? Der Grund liegt wahrscheinlich daran, dass alle nur nach Westen blicken. Die USA und vor allem Amazon dominieren Europa, während sich sowohl Alibaba als auch JD.com auf dem europäischen Markt noch immer ziemlich schwer tun.

Alibaba zeigt den E-Commerce von Morgen

Dabei sind die Chinesen das weitaus größeres Schwergewicht in Sachen E-Commerce. Der Umsatz im chinesischen E-Commerce beläuft sich auf rund eine Billion Euro und macht damit 39 Prozent des weltweiten E-Commerce-Umsatzes aus. Die Wachstumsrate zwischen 2013 und 2017 liegt bei unglaublichen 246 Prozent. Wie sieht es da bei den USA aus? Laut der auf den Statistiken der US-Statistikbehörde beruhenden Prognose der Mintel Group soll der Umsatz im E-Commerce in den USA  2017 auf 574,2 Milliarden Dollar ansteigen. Im Vergleich zu China fast ein Witz.

Doch wie sieht es bei Amazon vs. Alibaba aus? Was machen die beiden Konzerne aus den Shopping-Events? Alibaba hat in diesem Jahr gezeigt, wie der Online-Handel der Zukunft aussehen kann. Davon abgesehen, dass E-Commerce in China mittlerweile M-Commerce bedeutet – innerhalb der ersten 30 Sekunden wurden 97 Prozent aller Bestellungen über mobile Geräte generiert, am restlichen Tag waren es immerhin noch stattliche 90 Prozent – hat sich Alibaba auch so einige „Spielerein“ einfallen lassen. Neben mehr als 100.000 sogenannten „Smart Stores“, in den Kunden per Gesichtserkennung zahlen und Services wie Scan-and-Deliver ausprobieren konnten, eröffnete Tmall 60 Pop-Up-Stores. In diesen konnten Kunden beispielsweise Kosmetika in AR-Apps ausprobieren. Besonderes Highlight war aber wohl die große „See-now, Buy-now“ Fashion Show, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand.

Der Kampf der Giganten hat eben erst begonnen

Und was macht Amazon? Wie gesagt, auf sämtlichen Länder-Plattformen wird es Schnäppchen geben und wahrscheinlich werden die Amazon eigenen Geräten auch wieder mit ordentlichen Rabatten an den Mann und die Frau gebracht… Und doch ist Amazon für Amazon das Thanksgiving-Wochenende nur ein Event, das mitgemacht wird. Anders verhält es sich da beim Prime Day. Der von Amazon kreierte Tag (der dieses Jahr übrigens 30 Stunden ging) soll ein Shopping-Fest sein und doch unterscheidet er sich von den Aktionen, die Amazon macht, kaum von den bald anstehenden. Es gibt Rabatte und das war es am Ende auch. Ein wirkliches Feuerwerk, so wie es Alibaba veranstaltet, gibt es nicht. Der US-Händler mutet da fast schon langweilig an und ist doch für Europa das Maß aller Dinge.

Solche und andere Zahlen, wie beispielsweise die Umsätze und Gewinne der beiden Unternehmen, lassen die Frage aufkommen, wer eigentlich wessen Konkurrent ist. Ja, Alibaba wurde nach Amazon gegründet und beiden Konzernen liegen unterschiedliche Modelle zu Grunde und doch wirkt es so, also ob Alibaba Amazon den Rang abläuft. Noch gehen sich die beiden Giganten weitestgehend aus dem Weg, doch zunehmend wird der eine auch in den Gefilden des anderen wildern wollen – in einzelnen Ländern treffen sie bereits aufeinander. Es bleibt also spannend, denn in den kommenden Jahren werden wir eine Schlacht zwischen Amazon und Alibaba erleben, wie es sie so vorher noch nicht gegeben hat.

Übrigens eine sehr spannende und auch unterhaltsame Infografik zu Amazon vs. Alibaba hat winfuture.de erstellt. Auch mit dem Hinweis, dass Amazon und Alibaba unterschiedliche Geschäftsmodelle zu Grunde liegen, ist sie äußerst sehenswert und wir wollen sie euch nicht vorenthalten.