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Die Medienbranche im digitalen Wandel

Die Digitalisierung verändert sehr viele Branchen, und dies macht schon gar nicht vor der Medienbranche halt.

Die Digitalisierung verändert sehr viele Branchen, und dies macht schon gar nicht vor der Medienbranche halt. Die Musikbranche war die Erste, die neue Geschäftsfelder erlebte und nun ist es an den Zeitungen sowie Magazinen, sich neu zu erfinden und das bisherige Kanaldenken aufzugeben. Dazu freut es uns sehr, ein Interview mit dem Medien Manager Markus Posset zu führen.

Wie kann man den deutschen mit dem österreichischen Online Medienmarkt vergleichen?

Die Strukturen wandeln sich sehr schnell, viele klassische Medienhäuser in Österreich haben sich im Digitalbereich auch schwer verspekuliert. Eines ist aber ganz klar: An der Digitalisierung führt auch bei uns kein Weg vorbei. Die deutschen Medienhäuser sind technisch, inhaltlich und auch strategisch sehr gut aufgestellt. Manche Medienhäuser in Deutschland betreiben fast ausschließlich Generalredaktionen, welche gemeinsam für Print & Online zuständig sind. Die Medienunternehmen in Deutschland machen im Onlinesegment nicht nur Umsatz, sondern ein wirklich gutes Ergebnis. Ebenfalls ist der Onlineanteil der deutschen Medienhäuser fast 30-60% höher als in Österreich. Hierzulande ist lediglich der Standard.online eine Ausnahmeerscheinung am österreichischen Mediensektor.

Smart Data ist die Weiterentwicklung der stupiden Datenansammlung. Daten effektiv zu nutzen wird immer wichtiger und bildet einen der vielen Grundsteine der Digitalisierung. Je mehr Kontakte zu potenziellen Kunden vorhanden sind, umso leichter tun sich Unternehmen, diese anzusprechen bzw. kennenzulernen. Wie siehst du das Thema?

Stimmt! Wobei die beste Datensammlung nichts bringt, wenn die Inhalte nicht passen. Man muss dabei schon auch um die Ecke denken. Das Nutzerverhalten ist dynamisch und die Menschen und Unternehmen sind nach Datenskandalen und Datenschutzverordnung und Co. zu Recht sehr sensibel, was den Umgang mit Informationen betrifft. Datenschutz ist daher auch bei uns das oberste Gebot. Optimal ist eine Mischung aus spannenden Geschichten, guten Angeboten und dem Service-Aspekt. Damit holt man die Menschen immer noch am besten ab, egal ob analog oder digital.

Du berätst auch zwei große Medienkonzerne in Deutschland. Wie kann man den deutschen mit dem österreichischen Medienmarkt im Print vergleichen?

Natürlich gibt es ähnliche Problemstellungen wie in Österreich – Reichweitenrückgänge, Auflagenrückgänge, Rückgänge bei Werbe- und Anzeigenumsätzen, Ausrichtung im Printsegment neue Erlösmodelle und Ecosysteme. Die deutschen Medien sind aber sicherlich weniger von politischen Inseraten & Förderungen getrieben (u.a. Ministerien, Stadt Wien etc.)  wie die österreichischen Medien – wo diese Inserate fast schon überlebenswichtig für manche Medien sind. Außerdem gibt es in Deutschland valides Zahlenmaterial, wo manche österreichischen Medienmacher bei Reichweiten und Auflagen – oft nicht ganz die Wahrheit sagen. Ebenfalls ist in Deutschland der Verkauf der Magazine und Zeitungen nach wie vor gute Einnahmequelle, die Remissionen in Deutschland sind prozentuell geringer als in Österreich.

Wie man aus der Start up Szene hört, hast du dich gerade mit zwei namhaften deutschen Medienunternehmen zu 75,1% und einem größeren Investment an einem Start-up Unternehmen im Bereich Social Media Network beteiligt.

Es ist richtig, dass meine Partner und ich, sich derzeit einige Firmen im Onlinebereich uns näher ansehen und Investmentmöglichkeiten überprüfen.  Wir investieren aber nicht nur Geld, sondern bringen auch Management know how und unser gesamtes Netzwerk im Bereich Medien, Handel, Politik, Wirtschaft und Industrie ein.

Wäre es nicht ein logischer Schritt, wenn sich Medienkonzerne bzw. Verlagshäuser und Händler an Start-up´s beteiligen?

Viele deutsche Verlags- und Medienhäuser wie u.a. Burda, Axel Springer, Bauer und viele andere Unternehmen sind auf den Zug bereits vor einigen Jahren aufgesprungen und haben sich bei Start up´s erfolgreich beteiligt. Da gibt es einige tolle Erfolgsgeschichten wie z.B. von XING, welches jetzt zu 100% in der Burda Medienwelt verschmolzen ist. Solche Partnerschaften sind eine Win-win-win-Situation für Werbekunden, Medien und vor allem für die Konsumenten.

Wenn du einen Wunsch an die österreichische Digitalisierungsbranche frei hättest? Welcher wäre das?

Mut zu mehr Offenheit. Und auch die Kultur des Scheiterns salonfähiger zu machen. Wenn nach einer gewissen Zeit klar ist, das wird nichts mehr, dann Schwamm drüber, neues Projekt, neue Ziele. Ein bisschen mehr „Just do it“-Mentalität würde uns allen guttun.

Über Markus Posset

Markus Posset

Mag. Markus G. Posset ist ein erfolgreich vernetzter Medien Manager, Lobbyist & StartUp Investor. Der Medienmanager startete seine Laufbahn als Lehrling bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und hat berufsbegleitend insgesamt drei Studien in Betriebswirtschaft, Arbeits- und Prozesspsychologie sowie Marketing abgeschlossen. 

Der Medienprofi – Posset war unter anderem Chief Operating Officer (COO) der ECHO Medienhaus Gruppe, Managing Director der beiden österreichischen Leitmedien profil & trend, sowie zuletzt Geschäftsführer der Mediengruppe Österreich. Aktuell berät Markus Posset zwei deutsche Medienkonzerne (Hamburg & München) hinsichtlich neuer Erlösmodelle (Print & Digital) und im Bereich Ecosysteme. Weiters ist er als Gastvortragender auf der Fachhochschule Wien und auf der UCAM tätig.

Der Lobbyist – Es auch kein Geheimnis, das Markus Posset den deutschen Carsharing-Anbieter „car 2 go“ vor einigen Jahren in Österreich erfolgreich etabliert hat und auch hinter anderen namhaften Projekten als Lobbyist steht.

Der Investor – Markus Posset ist auch in der Start-up Szene kein Unbekannter. So war er auch Herausgeber & Gründer des Start-up Magazins „Seeds“, sowie Board Member beim niederländischen Investmenthaus „Clever Clover“. Mittlerweile ist Markus Posset selbst als Investor bei rund 8 Start-up Unternehmen in Österreich, Deutschland, Schweiz und in Belgien beteiligt und immer auf der Suche nach weiteren spannende Investmentmöglichkeiten.