Shöpping.at - Der Beta Test des regionalen eCommerce Markplatzes
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Erster Eindruck der shöpping Beta

Die Österreichische Post hat derzeit im Bereich eCommerce ein spannendes Projekt im Aufbau: shöpping – ein von Österreichischen Händlern für […]

Die Beta von shöpping im ersten TestDie Österreichische Post hat derzeit im Bereich eCommerce ein spannendes Projekt im Aufbau: shöpping – ein von Österreichischen Händlern für Österreichische Konsumenten aufgebauter Regionaler Marktplatz (hier ein Kommentar von mir zur Thematik „Regionale Marktplätze„) und am 23.11.2016 war es soweit. Die Public Beta Phase wurde gestartet, und natürlich habe ich mich mit A-COMMERCE sofort als Beta Tester registriert.

Wir wurden auch schon am 25.11. freigeschalten und hier nun unser erster Eindruck des Marktplatzes … Ja, es ist mir bewusst, dass sich das Projekt in einer frühen Phase befindet, dies wird in der Bewertung von mir auch immer wieder berücksichtigt.

Ein erster Blick aus der Branche auf den neuen regionalen Marktplatz der Österreichischen Post: Shöpping

Der shöpping Marktplatz

Beim ersten Besuch bei dem neuen Marktplatz Shöpping sieht man einen ganz normalen Online Shop auf den ersten Blick. Es fällt auf, dass man sich gerade im Header Bereich sehr viel Mühe bei der Gestaltung der Icons bezüglich Lieferung und Warenkorb gemacht hat. Ansonsten jedoch ist das hier Gebotene absolute Hausmannskost. Themen-Slider die den Konsumenten empfangen, darunter einige Produkt-Empfehlungen aus dem Sport & Freizeit Bereich sowie einige Top Angebote welche dargestellt werden.

Übersichtlich, einfach – alles sehr unaufgeregt und etwas nüchtern gestaltet. Gerade bei den Top-Empfehlungen gibt es auch nur eine Preisangabe, hier ist man es von alternativen Marktplätzen durchaus auch gewohnt, schon auf den ersten Blick gewisse Rabatte & Preisersparnisse zu erblicken.

Die ganze Seite ist noch extrem langsam im Aufbau – auch jeder Klick benötigt einige Zeit, bis die dazugehörige Aktion ausgeführt wird. Dies ist im Beta Modus durchaus nachvollziehbar, muss aber auf jeden Fall für den Livebetrieb als kritischer Punkt beachtet werden. Dadurch dass Shöpping noch nicht frei zugänglich ist, können wir derzeit noch keinen Speedtest durchführen – diesen werden wir aber beim Go Live umverzüglich nachholen – versprochen!

Die Such Funktion von Shöpping erkennt Ski als Artikelgruppe nichtDa ein Marktplatz von der Fähigkeit der Produktsuche lebt, ist dies gleich der erste Punkt, auf den wir uns im Test stürzen wollen und erleben hier leider den ersten Fehler. Die Suche ist nicht fehlertolerant (zb. „luafen“ wird nicht als „laufen“ erkannt). Dieses Feature muss noch dringend implementiert werden, um ein vernünftiges Einkaufserlebnis für Konsumenten bieten zu können. Aber es gibt noch weitere Probleme mit der Suchfunktion: Sobald man „Ski“ eingibt, werden zwar Treffer mit artverwandten Begriffen gezeigt (zb. Ski-Unterwäsche), jedoch die Produktgruppe „Ski“ selbst nicht – und das, obwohl am Start Screen ein eigener Reiter mit „Ski“ vorhanden ist.

Als Vorbild, wie eine exzellente Suche funktionieren und für den Konsumenten aufbereitet wird, möchten wir den Verantwortlichen bei Shöpping den Online Shop und Anton Award Gewinner 2016 Douglas Österreich empfehlen. Die Fehlertolerante Suche war mitunter einer der (fast) perfekt umgesetzten Punkte bei dem Multichannel Unternehmen.

Nun verlassen wir den Suchbereich und gehen direkt über die Kategorie-Auswahl und suchen ein passendes Test-Produkt, um auch in diesem Bereich das Verhalten von Shöpping feststellen zu können. Bei der Produkt-Übersicht in den einzelnen Kategorien gibt es die Möglichkeit, über die linke Navigation nach dem anbietenden Händler sowie nach Marke und Preis zu filtern. Weiters jedoch gibt es eine Filternavigation auch direkt über den angezeigten Produkten mit der Möglichkeit, nach Farbgruppen, Größe, Modelljahr, Farbe und Geschlecht zu filtern.

Die Filtergruppen bei Shöpping sind für den Konsumenten verwirrend angeordnet und auch nicht besonders sinnvoll

shöpping.at BETA Test

Hier gleich die erste Frage meinerseits: Warum gibt es zwei farbabhängige Filter? Die meisten Konsumenten sind es gewohnt, direkt nach einer Farbe zu suchen und das sollte ihnen auch möglich gemacht werden. Was jedoch noch eigenartiger ist: Die beiden wichtigsten Filter für Konsumenten – Geschlecht & Größe – sind nicht logisch und nach UX Gesichtspunkten angesiedelt und werden vom Käufer erst nach oftmaligem Suchen gefunden. Die Grundeinstellung Mann / Frau / Kind gehört klar als erste Filtermöglichkeit angezeigt und umgehend im Anschluss daran die Größeneinteilung. Es macht keinen Sinn, Produkte angezeigt zu bekommen, die man womöglich schön findet, wenn diese jedoch dann nicht in der benötigten Größe verfügbar sind. Auch die Filtermöglichkeit nach Händlern sehe ich persönlich als vernachlässigbar – als Kunde von Shöpping ist mir dies erst im zweiten Schritt wichtig.

Die Produktdarstellung von Shöpping ist sehr einfach und übersichtlich gehalten

shöpping.at – Marktplatz der österreichischen Post AG

Die Produktdarstellung selbst bei Shöpping ist sehr klar und einfach gegliedert: Im oberen Bereich wird der Händler angezeigt, bei dem der Kunde das Produkt beziehen kann inklusive der Möglichkeit, weitere Informationen über den Händler einzuholen. Die meisten Produkte, die ich mir für den Test angesehen habe, werden derzeit nur mit einem Photo dargestellt. Hier muss im Bereich Content noch vor dem GoLive aufgearbeitet werden. Die Produktdetails werden im Textfeld sehr übersichtlich dargestellt. Das graue Feld darunter sollte noch überarbeitet werden, denn mit den Überschriften „Bezeichnung“ und „Wert“ können Konsumenten nichts anfangen, diese Informationen sollte man vielleicht auch in einem Textfeld wie bei den Produktdetails darstellen.

Über dem „In den Warenkorb“ Button findet man die voraussichtliche Versand-Dauer. Ich rechne es dem Beta Test zu, dass der durchschnittliche Versand (dieser Text wird am 27.11.2016 um 18:00 Uhr geschrieben) mit 5 Tagen berechnet wird. Im rechten Bereich kann man als Konsument seine Postleitzahl eingeben, um alternative Versandoptionen dargestellt zu bekommen. Habe ich versucht, scheint jedoch im Beta Test noch nicht zu funktionieren.

Bei den vier grünen Hacken darunter wird es ein spannendes Thema sein, wie Shöpping das Problem mit den Versandkosten lösen wird. Die hier angegebene Versandkostenfreigrenze von EUR 33,00 ist pro Händler gerechnet und wird bei gemischten Warenkörben noch für einige Verwunderung und unerwünschten Überraschungen bei den Konsumenten sorgen. Weiters ist die Angabe der 100% sicheren Verschlüsselung sehr mutig. Wir wissen doch heutzutage durch einige Beispiele sehr gut, dass es online keine 100%-ige Sicherheit geben kann.

Der Checkout

Der Checkout bei Shöpping

Das Wunschprodukt ist gefunden. Also ab durch den Checkout und hier fällt gleich auf, dass es zwar die Möglichkeit gibt, als Gast den Einkauf fortzusetzen, dennoch möchte man schon hier von mir eine eMail Adresse wissen. Sehr spannend, denn dies wird etliche Erstkäufer von der Nutzung abhalten. Der Einkauf ist auch mittels Post Account möglich, aber ich kenne niemanden, der einen solchen Post Account hat. Warum hier nicht auch die Möglichkeit gegeben wurde, mittels Social Media Login den Einkauf fortzusetzen, ist mir unbekannt.

Im nächsten Checkout Schritt kann ich meine Daten eingeben und man merkt klar, dass es ein österreichisches Unternehmen ist, welches diesen Checkout gebaut hat: In keinem mir bekannten Checkout ist die Auswahlmöglichkeit von Titeln so umfangreich wie hier bei Shöpping. Man wollte wohl um jeden Preis politisch korrekt bleiben. Weiters ist die Anordnung der einzugebenden Informationen des Konsumenten scheinbar wahllos gewählt und hält sich an keine von Kunden gewohnte Abfolge

Die Titel-Auswahl bei Shöpping im Checkout

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Wenn man nun seine Daten eingegeben hat, muss man sich als Konsument aktiv für die Bestellung als Gast durch einen OptIn Button entscheiden – dies ist wieder ein zusätzlicher Klick für Kunden, der die Conversion Rate sicherlich nicht positiv beeinflussen wird. Vor Allem wenn man trotzdem als Pflichtfeld ein Passwort eingeben muss. Wenn ich als Konsument den Guest Checkout wähle, will ich genau DAS nicht tun!

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Im nächsten Schritt können nun die Versandoptionen ausgewählt werden. In unserem Versuch war hier noch nichts zum Auswählen, scheinbar kommt dies erst in einer späteren Version von Shöpping zum Einsatz.

Bei der Auswahl der Zahlungsmittel gibt es derzeit SOFORT Überweisung sowie die Kreditkarten Mastercard & VISA. Es fehlen also noch zumindest Rechnungskauf sowie PayPal, um ein gesundes Zahlungsarten-Portfolio für Kunden anbieten zu können. Sehr spannend finde ich den Hinweis bei den Zahlungsmitteln „EUR 0,00 Transaktionsgebühr“ – ja klar doch, schließlich ist es in Österreich im Handel immer noch verboten, Aufschläge auf Zahlungsmittel zu verrechnen. Somit kann dieser Hinweis wegfallen – auch wenn der Payment Provider von Shöpping ein deutscher Anbieter ist.

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Sonstige Besonderheiten

Was ist mir sonst noch im ersten Beta Test aufgefallen:

  1. Die Händler Übersicht bei Shöpping ist sehr lieblos gestaltet – hier hätte man zumindest die Logos der einzelnen Händler nutzen können, wenn diese schon auch in den Produktdetail-Seiten verwendet werdenha%cc%88ndleru%cc%88bersicht_sho%cc%88pping-at_-_2016-11-27_17-09-19
  2. Im Impressum von Shöpping fehlt noch der Hinweis auf eine Streitschlichtungsstelle ODRimpressum_sho%cc%88pping-at_-_2016-11-27_17-14-32

Fazit

Was kann man nun über Shöpping nach dem ersten Durchlauf sagen: Ja, die Grundfunktionen sind vorhanden, erste Händler sind live und das Produktsortiment ist für einen Beta-Test schon gut eingepflegt. Man merkt noch einige Ecken und Kanten, welche vom Shöpping Team bis zum GoLive sicherlich ausgebügelt werden können.

Dennoch bleibt ein kleiner aber fahler Beigeschmack. Die Österreichische Post hätte mit Shöpping tatsächlich die Chance gehabt, einen interessanten und vor Allem reichweitenstarken Marktplatz für Österreich aufzubauen. Auch wenn ich selbst regionalen Marktplätzen sehr kritisch gegenüber stehe, so wäre die Post meiner Meinung nach der einzige Player, der so ein Projekt tatsächlich auf die Beine stellen könnte. Wir wissen, dass dazu sehr fähige Mitarbeiter rekrutiert wurden. Aber wir haben November 2016 – die Ansprüche der Konsumenten als auch der Händler in Österreich haben sich in den letzten Jahren enorm und sehr schnell weiterentwickelt und sind durch internationale Mitbewerber gestiegen.

Die derzeitige Beta Version von Shöpping könnte allerdings genauso 2013 schon auf den Markt gebracht worden sein – es fehlen neue, innovative Features, es fehlt ein bahnbrechendes Design und Konzept. So ist es einfach ein weiterer Online Marktplatz, der zwar von einer sehr marketingstarken Mutter befeuert werden wird, ob dies jedoch für ein erfolgreiches und langfristiges Überleben genug sein wird, bleibt abzuwarten.