Sie verkaufen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – aber die Logistik ist ein Albtraum? Drei Länder, unterschiedliche Zollbestimmungen, verschiedene Mehrwertsteuersätze und Kunden, die schnelle Lieferungen erwarten. Der DACH-Raum mit einem E-Commerce-Volumen von über 115 Milliarden Euro bietet enormes Potenzial, doch die logistische Komplexität schreckt viele Händler ab. Cross-Border-Fulfillment kann die Lösung sein – wenn Sie den richtigen Ansatz wählen.
Herausforderungen im DACH-Raum – Verschiedene Länder, Zoll, MwSt
Der DACH-Markt klingt homogen, ist es aber nicht. Deutschland dominiert mit 88,8 Milliarden Euro Umsatz, gefolgt von Österreich mit 10,6 Milliarden Euro und der Schweiz mit dem höchsten Pro-Kopf-Umsatz von 2.667 Euro. Doch jedes Land bringt eigene Hürden mit.
Die Schweiz als Nicht-EU-Land erfordert zwingend DDP-Lieferungen (Delivered Duty Paid), um Kunden Zollgebühren zu ersparen. Wer das ignoriert, verliert Käufer. Der niedrige Mehrwertsteuersatz von 8,1 Prozent ermöglicht zwar attraktive Margen, doch die Zollabwicklung muss sitzen. Österreich nutzt zwar Amazon.de, doch Grenzüberquerungen treiben die Kosten in die Höhe – eine Lieferung von München nach Salzburg kann dreimal so teuer sein wie von München nach Hamburg.
Ab 2026 verschärfen EU-Reformen die Lage weiter: Neue Handling-Gebühren von 2 Euro auf Nicht-EU-Pakete unter 150 Euro, das Ende von Zollbefreiungen und Plattformhaftung für Mehrwertsteuer und Produktsicherheit. Händler ohne EU-Lager werden es schwer haben. Gleichzeitig erwarten Kunden in allen drei Märkten Next-Day-Delivery als Standard – besonders in der Schweiz ist das längst Normalität.
Ein Fulfillment-Center für alle drei Märkte – Zentrale Lagerung, schnelle Lieferung

Die Lösung liegt nicht in drei separaten Lagern, sondern in einem strategisch platzierten Fulfillment-Center. Zentrale Lagerung reduziert Komplexität, senkt Kosten und vereinfacht das Bestandsmanagement erheblich. Statt drei Lagerbestände zu pflegen, arbeiten Sie mit einem Pool, der alle Märkte bedient.
Der Schlüssel liegt in der geografischen Positionierung. Ein Standort, der Deutschland, Österreich und die Schweiz gleichermaßen schnell erreicht, eliminiert die typischen Cross-Border-Verzögerungen. Moderne Fulfillment-Anbieter bieten zudem Shop-Integrationen mit Systemen wie Shopify, PrestaShop, Magento oder WooCommerce sowie Marktplatz-Anbindungen an Amazon, Zalando und eBay.
Entscheidend ist die Expertise im grenzüberschreitenden Versand. Zollabwicklung für die Schweiz, korrekte Mehrwertsteuerbehandlung für Österreich (20 Prozent) und Deutschland (19 Prozent) sowie die Wahl der richtigen Carrier für jedes Zielland – all das muss reibungslos funktionieren. Anbieter mit etablierten Prozessen für IOSS und OSS-Registrierungen nehmen Händlern diese Last ab. Die Integration verschiedener Kurierdienste wie DPD, DHL, GLS oder DHL Express ermöglicht zudem die optimale Carrier-Auswahl je nach Zielmarkt und Sendungsart.
Polen als strategischer Hub für DACH – Geografische Vorteile, Kosteneffizienz
Warum Polen? Die Antwort liegt in der Kombination aus Geografie und Wirtschaftlichkeit. Westpolnische Standorte liegen nur 100 bis 130 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt – näher an Berlin als manches deutsche Fulfillment-Center. Von dort erreichen Sendungen Deutschland innerhalb eines Tages, während Österreich und die Schweiz in zwei bis drei Tagen bedient werden können.
Die Kostenersparnis ist substanziell. Polnische Fulfillment-Lösungen bieten die gleiche Qualität wie lokale Anbieter bei 30 bis 40 Prozent niedrigeren Kosten. Das betrifft Lagerhaltung, Personal und operative Prozesse gleichermaßen. Für DACH-Manager bedeutet das: mehr Budget für Marketing und Produktentwicklung statt für Logistikkosten.
Moderne polnische Fulfillment-Center entsprechen höchsten Standards. Klasse-A-Lager mit BREEAM-Zertifizierung erfüllen auch strenge Nachhaltigkeitsanforderungen deutscher und schweizerischer Kunden. Arbeitszeiten von 6:00 bis 22:00 Uhr und Kurierabholungen bis nach 20:00 Uhr garantieren, dass Bestellungen noch am selben Tag das Lager verlassen. In Spitzenzeiten wie Black Friday oder Weihnachten wird auch an Wochenenden gearbeitet.
Omnipack: Cross-Border-Expertise – 40+ Länder, VAT-Unterstützung, 1-Tag nach DE
Omnipack hat sich seit 2016 auf genau diese Herausforderung spezialisiert. Mit zwei Logistikzentren in Polen – darunter ein Standort in Gorzów Wielkopolski, nur 130 Kilometer von Berlin und 100 Kilometer von Szczecin entfernt – bedient das Unternehmen über 40 Länder weltweit. Die 1-Tages-Lieferung nach Deutschland ist dabei Standard, nicht Ausnahme.
Die Zahlen sprechen für sich: 10 Millionen versendete Pakete, eine Perfect Order Ratio von 99,96 Prozent und 30 Prozent niedrigere Logistikkosten im Vergleich zum eigenen Lager. Über 250 Mitarbeiter auf 30.000 Quadratmetern Lagerfläche sorgen für reibungslose Abläufe. Das Onboarding neuer Kunden kann in nur zwei bis vier Wochen erfolgen – schnell genug, um vor der nächsten Hochsaison startklar zu sein.
Für Fashion-, Beauty- und Supplement-Marken bietet Omnipack spezialisierte Services wie Bügeln und Qualitätskontrolle. Das Merchant Portal ermöglicht 24/7 Zugang zu allen Logistikoperationen in Echtzeit. Die Integration mit allen gängigen Shop-Systemen und Marktplätzen – von Shopify über Amazon bis Zalando – macht den technischen Anschluss unkompliziert. Für DACH-Manager, die Österreich, Schweiz und Deutschland aus einer Hand bedienen wollen, bietet dieser Ansatz eine praktikable Alternative zu fragmentierten Lösungen.
Fazit
Ein Partner, drei Märkte. Cross-Border-Fulfillment im DACH-Raum muss nicht kompliziert sein. Die Kombination aus zentraler Lagerung, strategischer Standortwahl und einem erfahrenen Fulfillment-Partner löst die typischen Probleme: Zollkomplexität, Mehrwertsteuer-Chaos und langsame Lieferzeiten. Polen als Smart-Hub für EU-Fulfillment bietet dabei die seltene Kombination aus Qualität und Kosteneffizienz. Wer Deutschland, Österreich und die Schweiz erfolgreich bedienen will, sollte diese Option ernsthaft prüfen – bevor die Konkurrenz es tut.


