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Direct-to-Consumer im Bausektor – Hersteller setzen zunehmend auf digitale Vertriebswege

Der Bausektor gehört traditionell zu den Branchen, in denen die Beratung, die Produktpräsentation und die Kaufentscheidung fast ausschließlich analog erfolgten. Sowohl der Fachhandel als auch der Montagebetrieb oder der stationäre Showroom prägten das klassische Modell über viele Jahrzehnte. Seit einigen Jahren zeichnet sich jedoch eine Veränderung ab. Das Marktgefüge befindet sich im Wandel.

Immer mehr Hersteller von Bauprodukten setzen auf Direct-to-Consumer-Modelle, also den direkten Verkauf an Endkundinnen und Endkunden. Zwischengeschaltete Handelsinstanzen braucht es kaum mehr. Im Lifestyle-Segment ist das schon lange etabliert, nun gewinnt es auch im traditionell konservativen Umfeld eine strategische Bedeutung. 

Die Erwartungen der Kunden ändern sich 

Die Grundlage für die aktuelle Transformation ist ein verändertes Nutzerverhalten. Sowohl Immobilienbesitzer als auch Modernisierungswillige oder Sanierungsbetriebe informieren sich heute primär digital. Dazu nutzen sie Produktvergleiche, Erfahrungsberichte, Videos oder auch Online-Konfiguratoren. Selbst komplexe Bauprodukte wie Fenster, Türen oder Beschattungssysteme werden längst online recherchiert, miteinander verglichen und bewertet. Somit verschieben sich die Entscheidungsprozesse an den Anfang der digitalen User Journey. Hersteller, die den Kunden bereits dort abholen, steigern so ihre Sichtbarkeit und behalten die Kontrolle über den gesamten Kaufprozess. 

Transparenz und Personalisierung treiben das Wachstum voran

wachstum bausektor

Einer der wesentlichen Vorteile von D2C-Modellen ist die direkte Kommunikation zwischen den Produzenten und den Kunden. Die Hersteller erhalten Zugang zu den wertvollen Nutzungsdaten, den Präferenzen der Kunden und zu produktbezogenen Fragen. Diese Informationen ermöglichen es, die Beratungsstrecken zu personalisieren. Ebenso gelingt es, dank der Daten, Produkte zielgerichteter zu entwickeln. Digitale Konfiguratoren spielen hierbei eine zentrale Rolle, denn sie erlauben es, Maße, Materialien, Sicherheitsoptionen oder Energieeffizienzklassen individuell zusammenzustellen. Das ist ein wichtiger Faktor, gerade bei Bauprodukten, die maßgenau gefertigt werden müssen. 

Die Fenster- und Bauelementbranche zeigt sich als Vorreiter

In der Fensterbranche zeichnen sich die aktuellen Trends besonders deutlich ab. Anbieter wie fensterversand.at zeigen, wie effizient der direkte digitale Vertrieb funktioniert. Kunden haben online die Möglichkeit, Produkte zu konfigurieren, die Preise transparent zu vergleichen und Lieferoptionen klar nachzuvollziehen. Das stärkt das Vertrauen der Konsumenten, und hinzukommt, dass moderne Shopsysteme detaillierte technische Informationen bereitstellen, die bislang nur dem Fachhandel zugänglich waren. So eröffnet sich ein Markt, der früher stark betreuungsabhängig war. 

Voll digitale Prozessketten und eine optimierte Logistik

Damit das Konzept D2C im Bausektor funktioniert, müssen die Logistik und die Produktionssteuerung nahtlos ineinandergreifen. Immer mehr Hersteller setzen deshalb auf einen automatisierten Bestellprozess, die digitale Qualitätssicherung und optimierte Verpackungs- und Versandlösungen für schwere oder sperrige Waren. Mittels der Digitalisierung dieser Wertschöpfungsketten führt das zu effizienteren Arbeitsabläufen, zu geringeren Fehlerquoten und deutlich besser planbaren Lieferzeiten. So steigert sich die Kundenzufriedenheit und es verschafft den Herstellern zudem Wettbewerbsvorteile. 

Direkter Kundenzugang führt zur stärkeren Marke

Die wirtschaftlichen Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Hersteller bestimmen die Preisstrukturen selbst, sie schützen ihre Margen und positionieren die Markenidentität direkt gegenüber dem Endkunden. So verringert sich die Abhängigkeit vom stationären Handel und der Zugang zu neuen Zielgruppen wächst.

Die Zukunft des Bauproduktvertriebs wird deutlich digitaler, datengetriebener und kundenzentrierter. Direct-to-Consumer-Modelle bieten hier entscheidende Vorteile. Hersteller, die frühzeitig auf diesen Wandel reagieren, sichern sich nicht nur neue Wachstumschancen, sondern prägen die Standards eines Marktes, der sich schneller entwickelt, als viele erwartet hätten.  

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