Beratungsgebühr offline - how hard can it be? - A-COMMERCE

Beratungsgebühr offline – how hard can it be?

Dass der stationäre Handel immer wieder über den Online Handel schimpft, ist seit Langem schon bekannt – man versucht mit dem Argument, dass der Online Handel Artikel günstiger anbietet über die Versäumnisse bei Themen wie gutem Kundenservice oder Retourenpolitik hinwegzutäuschen.

Anstatt sich nun bei der eigenen Nase zu nehmen, suchen viele Offline Händler nach einer Möglichkeit Konsumenten, die sich in der Filiale beraten lassen und im Anschluss online die Produkte bei einem Konkurrenten kaufen ans eigene Unternehmen zu binden.

Den Vogel abgeschossen mit seiner Idee hat nun Beat Zürcher, der Geschäftsführer einer Intersport Filiale in der Schweiz: Er möchte zukünftig von Kunden, die sich in der Filiale beraten lassen, eine Beratungsgebühr verrechnen – dies soll je nach Erfahrung des Verkaufspersonals gestaffelt werden und geht von 24,00 bis 74,00 Franken.

Lt. Herrn Zürcher soll seine Idee auch als Inspiration für viele weitere Filial-Organisationen wie zb. Optiker, Banken und Autohäuser dienen, also all jenen Geschäftsbereichen, die durch einen aggressiven Online-Wettbewerb aus ihrem Dornröschenschlaf endlich aufgeweckt werden und nun erkennen, dass schlechter Service keine Grundlage für Stammkunden ist.

Ob dieses Modell der Beratungsgebühr Erfolg haben wird – ich bezweifle es sehr, denn es ist der falsche Ansatz, um Kunden an ein Unternehmen bzw. eine Marke zu binden – mich wundert jedoch, dass Intersport diese Geschäftspraktik zulässt!



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