Snapchat als neuer Vertriebskanal im eCommerce?

Kategorie: News

Geschrieben von Ana-Maria Birsan

Snapchat als neuer Vertriebskanal im eCommerce?

Die „neue“ Plattform treibt zurzeit jeden Marketing- und Social Media Manager in den Wahnsinn. SNAPCHAT. Der weisse Geist umhüllt von einem gelb-schwarzen Rahmen, der als QR-Code dient. Somit macht man sich Freunde – Scannen und los gehts! Aber wie sie es mit Snapchat im eCommerce aus?

Snapchat Erklärung

Was ist Snapchat?Was ist Snapchat?

Die Plattform ist der aufsteigende Stern am Social Media Himmel. Gary Vaynerchuck, das weisse Haus, diverse Investoren (aus dem Silicon Valley) und Blogger nutzen die Plattform um sich zu positionieren. Womit wir auch schon mitten im Geschehen sind. Das Ziel der Plattform war von Beginn aus nur „Spaß“. Besonders viel wollten die Gründer 2010 nicht damit machen. Sie wussten ja gar nicht wohin die Reise gehen würde. Aber dazu bei Ana-Maria im Blog ein anderes mal mehr dazu. Snapchat ist die App, mit der man Bilder und Videos verschicken kann und sich diese nach 24 Stunden von selbst verflüchtigen. Ja, das ist auch die App, die mit dem Ruf als „Sexting-App“ gestartet hat. Nutzer können sich aufgrund von Videos und Fotos ihre Timeline (hier genannt STORY) einfach selbst zusammenstellen. Jeder Snap ist maximal 10 Sekunden lang – unabhängig davon ob es sich um ein Video oder Bild handelt. Diverse Filter ermöglichen Usern auch einen gewissen Spaß Faktor dem Ganzen beizufügen. Die Geo-Filter zeigen dann ebenso wo man sich gerade befindet auf eine spielerische Art und Weise.

Snapchat als neuer Vertriebskanal

Snapchat für eCommerce

Welchen Mehrwert bringt Snapchat dem eCommerce?

In unserem Team ist Ana-Maria die enzige, die Snapchat wirklich aktiv (und absolut hardcore) nutzt. Sie schwärmt immer davon und ist überzeugt davon, dass die Plattform noch richtig groß wird. Aber auch für den eCommerce? Ist diese Plattform für Online Händler relevant?

Hier ein ganz klares JEIN.

So wie bei jeder Social Media Plattform stellt man sich als Händler die Frage, welchen Nutzen hat diese bzw. welcher Kosten-Nutzern-Vergleich steht dahinter. Wir glauben ja nicht wirklich an Social Commerce – also an den Verkauf von Produkten über Social Media Kanäle? Dafür ist Österreich noch nicht bereit. In Deutschland sieht die Akzeptanz bei diesem Thema schon etwas besser aus. Uns ist noch keine Erfolgsstory aus dem deutschsprachigen Raum zu Ohren gekommen, die Facebook-, Instagram- oder Twitter Commerce effektiv eingesetzt hätte. Facebook scheint noch eher den beste Ansatz dazu zu haben. Auf Instagram funktioniert es nichtmal in den vereinigten Staaten richtig und Twitter ist bis auf Downloads absolut zu vernachlässigen.

Snapchat ist aber auch die Plattform, die junge Nutzer am häufigsten verwenden. In der Reihenfolge Snapchat – Instagram – Facebook werden die Social Media Plattformen gescreent und bespielt. Dementsprechend sind auch die Aufmerksamkeitsspannen auf Letzterer geringer. Eine Nachricht und ein Statement darf also nicht länger als ein Snap sein. Man darf diesen Aspekt nicht vernachlässigen, vor allem wenn man bedenkt, dass die User von heute die Käufer von morgen sind. Klingt jetzt klischeehaft, aber beim zweiten Mal darüber nachdenken, definitiv nachvollziehbar!

Marken auf Snapchat

Andere machen es bereits vor!

Händler machen es bereits vor. Die einen besser, die anderen eher weniger gut. ASOS zum Beispiel stellt hinter den Kulissen dProdukte und Shooting schon vor dem Going Live vor, aber promotet auch aktuelle Artikel aus ihrem Sortiment mit Artikelnummer und Beschreibungen. Burberry hatte den Mut um die neueste Kollektion vorab auf Snapchat zu zeigen. Erst danach wurde die aktuelle Fashionshow abgehalten. Coca Cola und Taco Bell (USA) machen es bereits ebenso vor. Snapchat im eCommerce funktioniert also hierbei nur bedingt. Bei großen Unternehmen wird die App nur dazu verwendet um sich zu positionieren oder den Usern des Kanals eine gewisse Exklusivität zu geben. Der direkte Verkauf über Snapchat funktioniert aber ebenso nicht.

ASOS auf Snapchat
Snapchat im eCommerce

Hier zeigt ASOS den Schneider-Prozess eines Oberteils.

Beispiele Snapchat im eCommerce

Vor allem Blogger und Celebrities sind heiß begehrtes Filmmaterial auf Snapchat. Kylie Jenner ist ein perfektes Beispiel, wie man Snapchat als Vertriebskanal nutzen kann. Die 18-Jährige Stilikone hat es geschafft, ihre eigene Kosmetiklinie (erstmals nur Lipglosses und Lippenstifte) auf den Markt zu bringen. Sie spricht darüber offen auf ihrem Snapchatkanal, zeigt die Produktionsstätte und zeigt ebenso vor Launch neuer Produkte ihre Kollektionen, Farben und Ausführungen diverser Produkte. Authentisch, fast hautnah und uferfreundlich zeigt sich die junge  erfolgreiche Frau aus dem Kardashian Klan. Fazit, ihr Online Shop ist STÄNDIG „out-of-stock“. Sie produziert horrende Massen an Lippenstiften, Lipglosses und Co. Das Problem hier ist nur, sobald sie auf Snapchat verkündigt hat, dass sie ein „restock“ plant, sitzen ihre Follower und treuen Kunden stundenlang vor den Endgeräten um ihre Produkte zu kaufen, bevor sie weg sind. Beim letzten Launch waren innerhalb der ersten Stunde über 14.000 Lipgloss-Kits weg! Einfach so.

Snapchat im eCommerce hilft Positionierung

Wofür ist Snapchat gedacht?

  • Positionierungskanal
  • Gesicht zeigen – authentisch sein
  • Unternehmen als innovative Vorreiter
  • gezielte Kommunikation mit User
  • Kunden über Prototypen entscheiden lassen
  • Storytelling (!!)
  • Teaser für Promotions & Angebote
  • direktes Feedback möglich
  • Neugierde wecken

Kriterien wie man Snapchat macht

2016 wird das Livestream Jahr

Facebook Live scheint nun ständig an der Live Funktion zu arbeiten. Nun ja, nachdem CEO Spiegel von Snapchat das Kaufangebot von Facebook (auch bei 3 Milliarden USD) dreimal abgelehnt hat, muss der Social Media Riese ansetzen. Periscope, Beam und wie sie alle heissen sind unserer Meinung nach dem Untergang geweiht. Nach dem neuesten Update von Snapchat „Chat 2.0“ kann man über die App sogar kostenlos (vorausgesetzt man hängt am Internet dran) telefonieren & Videoanrufe tätigen.

Da das Thema noch sehr viel mehr birgt, wird es in Zukunft eventuell noch den einen oder andern Beitrag zu Snapchat geben 😉

Über den Autor

„Ich hab’ die Kampagne schon vorher gekannt“. Mit einigen Jahren in der Werbe- und viel Zeit in der Kommunikationsbranche darf man sich das schon auf die Fahnen schreiben. Ana-Maria ist in diesem Gebiet mit Begeisterung dabei und liebt es, sich mit kreativen Köpfen und Inputs zu umgeben aber noch mehr genießt sie es, solche schaffen zu dürfen und damit einen Mehrwert zu erzeugen. Was dabei raus kommt? – Muss man gesehen haben. Ihr Ziel ist es, das digitale Netzwerken weiter zu bringen und zu zeigen, was man mit Sozialen Netzwerken alles erreichen kann. Ein Bildungsauftrag so zu sagen. Eine Herzensangelegenheit eben.

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