Storytelling – Weshalb faszinieren Geschichten?

Kategorie: News

Geschrieben von Ana-Maria Birsan

Storytelling – Weshalb faszinieren Geschichten?

Wir bedienen Buzzwords immer sehr gerne. Sprechen und schreiben darüber aber wollen vor allem mit dem Zirkus und dem Zauber dahinter reinen Tisch machen. Dieses Mal haben wir Stephan Kreissler von der twyn group gebeten, uns einen kurzen Essay zum Thema Storytelling zu verfassen. DANKE an dieser Stelle.

Was ist dieses Storytelling?

Jeder liebt Geschichten. Wir lernen von klein auf die Welt durch Geschichten kennen und jedes Kind wünscht sich vor dem Schlafen gehen eine. Warum nur? Ein Grund dafür ist, dass wir gute Geschichten mit eigenen kreativen Gedanken ausschmücken können und dadurch jeder seine eigenen Bilder erhält, die für sie/ihn passend sind. Das geschieht auch beim Lesen eines Buches. Dadurch ist auch praktisch jeder von der Verfilmung eines Buches enttäuscht, weil diese nicht exakt seiner Vorstellung entspricht.

 Über das Geschichten erzählen.

Ein zweiter Grund ist, dass wir uns Geschichten einfach gut merken. Wie schaffen es diese Genies im Fernsehen, die sie sich die Zahl Pi mit mehreren Hundert Stellen merken können. Indem sie sich eine Geschichte der Zahlen zurechtlegen, die sie dann gedanklich durchgehen. Angeblich kann man jede Disney Geschichte folgendermaßen erzählen bzw. zusammenfassen:

Disney erzählt Geschichten immer gleich

Was ist Storytelling?

Wie geht das Geschichten erzählen?

Alles was uns emotional berührt, geht in unser Langzeitgedächtnis über und dort in das Unterbewusstsein. Der Traum jeder Marke also: Loyale, glückliche Kunden, die die Marke weiterempfehlen und sich mit ihr identifizieren und wohlfühlen. Eine Konstante ist ein wichtiger Aspekt vom Geschichten erzählen. Deswegen begleitet uns eine Familie Putz nun schon seit Jahren. Und obwohl die meisten die Abverkaufswerbung öd finden, wurde in sozialen Netzwerken heftig um den Austausch der Oma Putz diskutiert – denn das Thema hat Leute bewegt.

Was ist nun neu am Geschichten erzählen? Zumindest Mal das Wort „Storytelling“. Auf Englisch klingt’s gleich mal interessanter, innovativer und trendiger. So wie Advertorials heute in Native Advertising umformuliert wurden. Neu ist auf jeden Fall die Möglichkeiten eines digitalen Storytellings, also die mögliche Ansprache von zwei Sinneswahrnehmungen, nämlich Audio und Video. Und die Möglichkeit der Interaktion, sowie der Social Media Aspekt, also das schnelle Teilen und Sharen.

Aufmerksamkeit ist heutzutage das wichtigste Gut, und das schwierigste zu erhalten. Wie vielen Tausend Werbeeindrücken wir täglich „ausgesetzt“ sind weiß keiner so genau. Es sind auf jeden Fall sehr viele. Hier gilt es, sich abzusetzen. Und wenn man sich nur ein paar Momente mit einem Thema oder einer Marke beschäftigt, ist dies schon viel wert. Hier ein nettes Beispiel der Zeitung „Die Welt“ zum Thema Urlaubsorte:

Emojis erzählen Geschichten

Emojis erzählen Geschichten und definieren Urlaubsorte

Red Bull betreibt seit Anfang an Storytelling. Die Geschichte ist folgendermaßen: Wenn du Red Bull trinkst, bist du auch so cool, wie der BMX Fahrer mit dem tripple Looping, wie der Surfer auf der 30 Meter Welle, wie der Base Jumper auf der Christus Statue in Rio, wie der Typ der aus dem Weltall springt. Du bist jung, unangepasst, frei, dynamisch und zeigst es. In den Videos und Storys geht es klarerweise nie um Red Bull selber, sondern was diese Daredevils tolles tun. Die haben dann halt zufällig und sehr subtil einen Red Bull Helm auf, oder trinken irgendwann Mal kurz ein Red Bull.

Werbung soll also so wenig wie möglich als Werbung wirken, aber trotzdem mehr als ein Product Placement sein. Hornbach schafft dies schön mit der Linie „mach es zu deinem Projekt“, Coca-Cola mit „share-a-coke“, und auch ein paar one-hit wonders wie die „christmas miracle“ Kampagne von der Fluglinie WestJet.

Storytelling in der Werbung

Kann man auch mit banalen Bannern Geschichten erzählen? Ja man kann. Die twyn group bietet eine patentierte Lösung mit einem Adserver übergreifenden Targeting an. Der User, so wird ein Mensch vor einem Computer oder Smartphone genannt, erhält dann hintereinander Banner in einer bestimmten, vorher definierten Reihenfolge und Abfolge angezeigt, egal auf welchen Portalen er/sie surft. Man kann also auch mit Bannern Menschen auf eine Reise mitnehmen, und die verschiedenen Seiten und Möglichkeiten eines Tourismusgebietes vorstellen, Kandidaten einer politischen Partei und deren Programm vorstellen oder die Geschichte einer Marke erzählen. Interessiert das wen? Hier ist Relevanz gefragt, denn je relevanter Werbung für mich ist, desto interessierter bin ich. Und gutes Targeting ist die Königsdisziplin im Kampf um die Aufmerksamkeit.

Storytelling ist also nicht neu und wurde schon von den Höhlenmenschen praktiziert. Aber damals vor dem Lagerfeuer hat noch jeder zugehört. Das ist heute mit durchschnittlich 2,5 Smartphones pro Mensch, mehreren Fernsehern und Tablets zuhause und sonstigen technischen Geräten schwieriger denn je. Aber auch spannender denn je. Stellen wir uns also der Herausforderung!

Unternehmen nutzen Storytelling zu ihrem Vorteil


twyn group ist A-COMMERCE Partner

Über Stephan Kreissler:

Stephan Kreissler twyn groupStephan Kreissler ist seit über 10 Jahren in unterschiedlichen Positionen in der digitalen Branche tätig. Aktuell zeichnet er bei twyn group als Leiter Partner Management für die Betreuung des Agentur-Partnernetzwerkes und der Vertriebsmultiplikatoren verantwortlich. Des Weiteren ist er seit vier Jahren im Vorstand des Forum Mediaplanung aktiv. Davor war er 4 Jahre lang Digital Director der MediaCom Wien.

Weitere Stationen in seiner Laufbahn waren die digitale Verkaufsleitung der Russmedia GmbH und das Key Account Management bei ORF Online und Teletext GmbH sowie bei Young Enterprises

Über den Autor

„Ich hab’ die Kampagne schon vorher gekannt“. Mit einigen Jahren in der Werbe- und viel Zeit in der Kommunikationsbranche darf man sich das schon auf die Fahnen schreiben. Ana-Maria ist in diesem Gebiet mit Begeisterung dabei und liebt es, sich mit kreativen Köpfen und Inputs zu umgeben aber noch mehr genießt sie es, solche schaffen zu dürfen und damit einen Mehrwert zu erzeugen. Was dabei raus kommt? – Muss man gesehen haben. Ihr Ziel ist es, das digitale Netzwerken weiter zu bringen und zu zeigen, was man mit Sozialen Netzwerken alles erreichen kann. Ein Bildungsauftrag so zu sagen. Eine Herzensangelegenheit eben.

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