Bernhard Aichinger im A-COMMERCE Interview

Bernhard Aichinger

Unternehmer, Obmann der Jungen Wirtschaft, StartUp Investor, Papa in spe – du bist sehr umtriebig und hast es in den letzten Jahren geschafft, dir Österreichweit einen Namen zu machen. Aber wie waren die Anfänge – was hat dich ganz zum Beginn deiner Karriere bewegt, dich selbstständig zu machen?

Ich wollte immer schon meine eigenen Ideen und Träume umsetzen. Im E-Commerce Bereich war ich bereits parallel zur Schulausbildung und Studium tätig und hab dann auch in diesem Bereich ein Studium absolviert mit Fokus auf Management, Marketing etc.

Kurz vor Abschluss des ersten Studiums habe ich das Unternehmen gegründet und parallel zum Studium aufgebaut – zu meinem Master-Diplom (2012) waren wir dann bereits 4 Mitarbeiter. Aktuell beschäftigen wir 17 Vollzeitmitarbeiter bei E-CONOMIX.

Für mich stand bereits mit 16 Jahren fest, dass ich mein eigener Chef sein möchte und somit mein Tun und Handeln nicht fremdbestimmt sein soll. Mittlerweile habe ich es geschafft, für unser Team ein Umfeld zu schaffen in dem ich es mir selbst vorstellen könnte, als „Nicht-Chef“ zu arbeiten – das war immer mein Ziel, so eine Umgebung zu schaffen. Wir pflegen sehr lockere Umgangsformen und eine absolut intensive Einbindung sämtlicher Teammitglieder in unsere Geschäftsprozesse.

Oberösterreich wird immer wieder als das eCommerce Mekka von Österreich bezeichnet – warum sind gerade in deinem Bundesland so viele Agenturen und Online Händler angesiedelt?

Um ehrlich zu sein gibt es zwar einige Agenturen, aber wenige mit der gleichen, absoluten Spezialisierung in der technischen Umsetzung. Im Bereich der Konzeption und Strategieentwicklung gibt es natürlich mehrere Mitbewerber, insbesondere auch aus dem klassischen Agenturumfeld. Bei Angebotspräsentationen begegnet man durchaus auch immer wieder den gleichen Mitbewerbern. Bei größeren Projekten und Ausschreibungen wird die Anzahl der Mitbewerber dann schon relativ dünn – da es nur wenige Internetagenturen gibt mit mehr als 10 Mitarbeitern – denn insbesondere bei größeren Projekten werden auch entsprechende Verfügbarkeiten, Strukturen, Ausfallsicherheit, Erreichbarkeit etc. benötigt. Es geht natürlich auch nicht nur um die Quantität der Mitarbeiter, sondern vielmehr auch um die Qualität mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung bzw. einem entsprechenden Eigenengagement.

In diesem Bereich können wir ebenfalls sehr gut punkten, da wir äußerst hochqualifizierte Fachkräfte haben, darunter auch Co-Founder von erfolgreichen E-Commerce Startups wie Stefan Weixlbaumer oder Anna Völkl als eine von 20 Magento-Master weltweit etc. Mit einem so schlagkräftigen Team kann man dann auch schon den ein oder anderen Award gewinnen, so wie beispielsweise 2016 den TYPO3-Award für die beste E-Commerce Website Europas (unter 100 Einreichungen).

Wie sind Österreichische Unternehmen deiner Erfahrung nach im Vergleich zu ihren internationalen Mitbewerbern im Bereich Digitalisierung aufgestellt?

Wir sind in Österreich auf alle Fälle auf dem richtigen Weg, auch wenn wir natürlich wie immer vielen anderen Ländern hinterherhinken. Insbesondere was die Digitalisierung und die damit einhergehende Entbürokratisierung von öffentlichen Einrichtungen anbelangt. Es wird von den unterschiedlichsten Organisationen (WKO, Acommerce etc.) sehr viel Aufklärungsarbeit für die Unternehmen geleistet – das ist auch sehr gut so! Man merkt es auch in unserem Kundenumfeld, dass in den letzten Jahren die Investitionen in die Digitalisierung stark gestiegen sind. Ich sehe es auch selbst im eigenen Unternehmen, wie stark digitale Prozesse die Geschwindigkeit erhöhen können – diese Power kann man dann nutzen, um sich stärker auf die Kernkompetenzen zu fokussieren.

Du bist auch als StartUp Investor bzw. Business Angel tätig – was sind in diesem Bereich die grössten Herausforderungen, wenn jemand heutzutage überlegt, mit einem neuen Business durchzustarten?

Begonnen hat die Idee, bei anderen Unternehmen einzusteigen damit, als ich mir gedacht habe, ich würde meine Erfahrungen und mein Wissen gerne teilen und jungen Unternehmen zur Verfügung stellen. So bin ich auch bspw. seit einigen Jahren ehrenamtlich als Mentor für Ein-Personen-Unternehmen tätig und teile meine Erfahrungen im Rahmen dessen jedes Jahr mit einer Gruppe von ca. 3 „EPUs“ alle 4-5 Wochen für ca. 3 Stunden.

Die schwierigsten Hürden am Anfang eines jeden neuen Business ist definitiv die Akquisition der ersten Kunden und die damit einhergehende Behauptung am Markt in Form von Referenzen. Die ersten Kunden musste ich bei E-CONOMIX auch äußerst mühsam in Form von Kaltakquise akquirieren – in den letzten 3-4 Jahren ist Kaltakquise bei uns überhaupt kein Thema mehr. In den letzten Jahren hat sich durch die Referenzen (ich hab vorhin bereits auszugsweise ein paar erwähnt) ein entsprechendes Grundrauschen an Anfragen entwickelt und man nimmt uns als einen der wesentlichsten Player im E-Commerce wahr. Aber der Weg dahin ist natürlich ein mühsamer

Zusätzlich ist natürlich der persönliche Zeiteinsatz auch ein sehr wesentlicher Erfolgsfaktor – so ist mein Motto immer: „Am Anfang heißt’s einihackeln“

Wenn du einen Wunsch für die österreichische eCommerce Branche hättest, welcher wäre das?

Ich würde mich über eine intensivere Vernetzung unter den unterschiedlichsten E-Commerce Ansprechpartnern freuen, da durch den Erfahrungsaustausch die Digitalisierung bestimmt schneller vorangetrieben werden kann.

Über Bernhard Aichinger

Schon parallel zu meiner Schulausbildung bzw. Studium war ich bereits im E-Commerce Bereich bei DiTech tätig. Kurz vorm Ende meines Studiums gründete ich E-CONOMIX. Zusätzlich bin ich bei der Jungen Wirtschaft in OÖ ehrenamtlich als Landesvorsitzender tätig, um mich für die Interessen der Jungunternehmer einzusetzen.



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