Eine Erfolgsgeschichte im eCommerce – Magento

Kategorie: News

Geschrieben von Ana-Maria Birsan

Eine Erfolgsgeschichte im eCommerce – Magento

Der erste Teil der Gastbeitrags-Reihe von Wolfgang Posch über die eCommerce Software Magento

Magento Shopsystem im Überblick

Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit …

Sie hatten es einfach satt. Damals. osCommerce war schlichtweg zu instabil, der Funktionsumfang für umfangreiches E-Commerce zu gering und Flexibilität für mehr Geschäftsmöglichkeiten kaum gegeben. Damals. 2001. Als Roy Rubin und Yoav Kutner sich zusammenschlossen, um die Firma Varien Inc. zu gründen. Varien ist die Geburtsstätte für eine der verbreitetsten E-Commerce Software-Lösungen weltweit. Heute gehört diese Open Source E-Commerce Lösung der Firma Magento mit ebengleichen Produktnamen und zirka 400 Mitarbeitern in Los Angeles und Kiew.

Im Jahr 2008 wurde Magento in der Version 1.0 in zwei Varianten auf den Markt gebracht. In der kostenfreien Community Edition (CE) ohne Supportanspruch bei Magento und in der kostenpflichtigen Enterprise Edition (EE). Letztere bietet neben direktem Software-Support durch Magento auch zusätzliche Features für mehr Funktionsumfang und gesteigerte Performance.

2011 wurde Magento von eBay erworben und in deren Abteilung eBay Enterprise eingegliedert. Die beiden Gründer haben später Magento verlassen und erneut Software im Bereich CRM und Produkt Information Management (PIM) im Magento-Technologie nahen Umfeld entwickelt. Doch schon 2015 entschied sich eBay auf Grund der Abspaltung von PayPal auch eBay Enterprise samt Magento wieder zu verkaufen. Erst vor wenigen Wochen ging dieser Deal über die Bühne. Der Kaufpreis lag bei stattlichen $925 Mio. Käufer von eBay Enterprise ist Permira, ein international tätiges Private Equity Unternehmen. Welche Strategie Permira mit dem Kauf von eBay Enterprises im Detail verfolgt, kann derzeit noch nicht schlüssig beantwortet werden. Doch auch der Kauf des damals maroden Modellabels „Hugo Boss“ im Jahr 2007, zeigte die Absichten Permira’s erst später auf. Heute ist „Hugo Boss“ profitabel und Permira hat mit geschätztem doppelten Einsatz in 2015 verkauft. Das lässt sich auch für Magento mit positivem Blick in die Zukunft sehen.

Magento etabliert sich als führendes Shopsystem

240.000 Shops können nicht irren

Magento ist mit 240.000 installierten Webshops mit Abstand die meist genutzte E-Commerce Software der Welt. Magento kann sich Dank der von den beiden Gründern angestrebten und umgesetzten Flexibilität der Software somit auf eine sehr breite Erfahrungsbasis im E-Commerce-Lösungsbereich stützen. Magento deckt die Anforderungen weltweit führender Herstellern wie Olympus oder Nike ebenso ab, wie die des klassischen Mittelstands z.B. bei KWB-Ketten von pewag oder Zgonc im Fachmarkt-Handel. Auch bei Kleinunternehmen ist Magento erfolgreich im Einsatz, wobei sich hier bereits einfachere Out-of-the-Box Software Systeme als nützlich erweisen.

Die folgende Grafik zeigt einen guten Überblick, mit welcher Marketing- bzw. IT-Budgetgrößen-Erwartung Magento im Vergleich zu seinen Wettbewerbern ins Rennen geht.

Magento als etabliertes Shopsystem

Die Menschen im Netzwerk von Magento

Die Kraft der Gemeinschaft

Weltweit haben sich über 2.800 Entwickler und über 260 System-Integratoren prüfen und für entweder CE oder CE+EE zertifizieren lassen. Vor allem im größeren Betriebsumfeld von Unternehmen erfordert oftmals E-Commerce die Zusammenarbeit mit professionellen und zertifizierten Lieferanten. Der unglaubliche Erfolg von Magento basiert jedoch auch auf dem aktiven Mitwirken der Open Source-Entwickler Community. Diese liefert durch unzählige Erweiterungen zu Magento ein erweitertes Spektrum an Funktionen und Spezifika für diverse Branchen.

Um diese Vernetzung unter den Entwicklern und Usern zu fördern veranstaltet eBay seit 2011 einmal jährlich in Las Vegas die „Magento Imagine“ Konferenz an der sich das Who is Who der Branche trifft. Zusätzlich bietet die Meet Magento Association seit 2012 als non-profit Organisation in 17 Ländern regionale Events und Messen an. Weiters gibt es in nahezu jeder größeren Stadt Magento-Stammtische oder „Meetups“, welche durch die Community organisiert werden.

Magento Community weltweit vertreten

Mehr aus dem Webshop holen

Mit „Magento Connect“ war ein Marketplace geschaffen worden, der durch die Community entwickelte Module als kleine funktionale Erweiterungen für Magento Webshops teils kostenfrei und teils gegen Entgelt anbietet. Etwa 2.100 Anbieter nutzen in mehr als 7.000 entwickelten Modulen (Stand 2015) diese Möglichkeit, um eine unglaubliche Vielzahl an funktionalen E-Commerce Erweiterungen für Magento zur Verfügung zu stellen. Der Marktplatz erlaubt somit dem Anwender, dass er nicht jede seiner Anforderungen individuell entwickeln muss, sondern auch auf bereits vorgefertigte Module zurück greifen kann. Leider lässt die Code-Qualität in manchen Fällen für die unternehmerischen Anforderungen zu wünschen übrig, weshalb sich immer ein vorheriger Review vor der 1-Click-Installtion des Moduls empfiehlt.

Magento Upgrade neu im Herbst 2016

Grundstein und Ausblick auf Magento2

Magento hat erkannt, dass die uneinheitliche, oftmals fehlende Qualität in den Entwicklungen der Module zu teils hohen Performance-Problemen und anderen Auswirkungen im laufenden Betrieb führen. Auch die Wartung und Weiterentwicklung der Module gestaltet sich teils sehr aufwendig. Diese Herausforderungen haben bereits 2010 den Grundstein für Magento2 gelegt, welche Ende 2015 auf den Markt kommt. Magento2 wird dabei erneut E-Commerce tiefgreifend verändern und stützt sich deshalb auf die Prinzipien der objektorientierten Entwurfsmuster. Dies sorgt unter anderem für eine verbesserte Code-Qualität und leistungsfähigere Performance. Allerdings sind vor dem sehnlichst erwarteten Upgrade sorgsame Überlegungen anzustellen, ehe man frohen Schrittes an die Umsetzung des Upgrades geht. Die tiefgreifenden Veränderungen im Software-Aufbau und der Architektur bedürfen durchdachter Abwägungen, ob und wie sich das Hochrüsten auf Magento2 für das Geschäftsmodell des Kunden lohnt.

Genau diese Unterschiede werden in den folgenden Blog-Beiträgen genauer behandelt und erörtert, ob und wie diese Vorteile durch ein Upgrade auf Magento2 genutzt werden können.

Wolfgang Posch ist Verfasser dieses Gastbeitrages


Wolfgang Posch, Senior Sales Consultant bei Unic

Über den Autor dieses Textes:

Wolfgang Posch über Magnet

Wolfgang Posch ist Senior Sales Consultant bei Unic und damit Ansprechpartner für Unternehmensführung, Marketingleitung sowie digitale Fachabteilungen bei österreichischen Groß- und Mittelstandsunternehmen. Seine Expertise aus knapp 20 Jahren Vertriebs- und Marketingerfahrung in Deutschland, Schweiz und Österreich bringt er in komplexen E-Business-Projekten zu Gunsten hochwertiger und wirtschaftlicher Lösungsaufbauten im Digital Marketing und Digital Commerce ein. Bei Unic liegt sein Schwerpunkt auf der Kundenbetreuung und strategischen Beratung im Retail- und Manufacturing-Umfeld mit leistungsfähigen E-Commerce Lösungen.

Über den Autor

„Ich hab’ die Kampagne schon vorher gekannt“. Mit einigen Jahren in der Werbe- und viel Zeit in der Kommunikationsbranche darf man sich das schon auf die Fahnen schreiben. Ana-Maria ist in diesem Gebiet mit Begeisterung dabei und liebt es, sich mit kreativen Köpfen und Inputs zu umgeben aber noch mehr genießt sie es, solche schaffen zu dürfen und damit einen Mehrwert zu erzeugen. Was dabei raus kommt? – Muss man gesehen haben. Ihr Ziel ist es, das digitale Netzwerken weiter zu bringen und zu zeigen, was man mit Sozialen Netzwerken alles erreichen kann. Ein Bildungsauftrag so zu sagen. Eine Herzensangelegenheit eben.

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