Frauen kämpfen selten um Macht

Kategorie: News

Geschrieben von Ana-Maria Birsan

Frauen kämpfen selten um Macht

Sie trauen sich nicht und nehmen somit in Kauf, dass ihr Karriereweg sie ins Abseits führt. Sie geben sich damit zufrieden, dass sie hin und wieder ein wenig Verantwortung im Job tragen dürfen – aber bloß nicht zu viel. Dann entsteht Druck. Sie trauen sich vor allem nicht, Tätigkeiten auszuführen, bei welchen Unsicherheit herrscht bzw. wo sie fehleranfälliger sind als ihre männlichen Kollegen.

Women in Tech / Women in eCommerce …

Dieses Thema scheint gerade eben wieder zu florieren. Wir stolpern zumindest immer öfter darüber. Möglicherweise auch aufgrund des Weltfrauentag vor einigen Tagen, aber besonders deshalb, weil die Tech & eCommerce Branche erkennen muss, dass der Frauenanteil in Unternehmen noch immer nicht gestiegen ist. Weshalb ist das so? Wieso trauen sich Frauen nicht, auch in den technisch-lastigen Unternehmen Fuß zu fassen bzw. zumindest versuchen sich in diesen Bereich einzuarbeiten. Liegt ihnen das Tätigkeitsfeld nicht oder liegt es einfach daran, dass Stereotypen erneut Einkehr halten und somit das Interesse und die Neugierde drosseln?

Stereotypen ist ein tolles Stichwort – Wann hat es die westeuropäische Gesellschaft verpasst, Frauen in den technischen Bereichen zu integrieren? Wir sind mittlerweile schon soweit, dass in der digitalen Branche (Mediaagenturen, etc.) der Frauenanteil überwiegt. Trotzdem stehen an der Spitze von Unternehmen, Konzernen, Abteilungen und sogar Teamleiter meistens Männer. Verrückt. Es scheint, als gäbe es nach wie vor einen Wettbewerb, den Männer zumindest für Führungspositionen eindeutig gewinnen.

By the way … Digitale Branche ist nicht gleich eCommerce Branche.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Es gibt Unternehmen und Start Ups, in welchen Frauen auch Führungspositionen einnehmen. An dieser Stelle möchten wir nicht darauf eingehen, ob diese Stellen aufgrund von Fortschritten und Kompetenz eingenommen werden oder ein Team hinter einem weiblichen Gesicht die Fäden zieht. Es gibt nämlich beides 😉

Frauen machen keine Karriere

Haben Frauen genügend Macht im Job?

Der Machtbegriff und die Frau

Setzt man diese beiden Begriffe gegenüber hat Macht in Verbindung mit Frauen entweder einen negativen oder (nicht „und“ !!) politischen Charakter. Der Begriff Macht bei einer Frau wird in 90% der Fälle als negativ empfunden. Macht per se ist aber nicht negativ, sie wird nur sehr oft mit Dominanz und Unterdrückung gleich gestellt und somit negativ verwendet.

Wieder ein Stereotyp, der bedient wird. Der Punkt hier ist aber, dass sich die meisten Frauen selbst im Weg stehen. Nicht nur in der Tech Branche sondern generell in Unternehmen betrachtet, leuchten bei dem Begriff Macht in den Köpfen vieler Frauen die Alarmglocken. Es wird Entscheidungskraft (Macht und Kraft sind wieder zwei Ebenen, über die man lange und breit diskutieren könnte – in einem anderen Beitrag) gefordert aber zu viel Motivation ist dann doch nicht gewünscht? „Wenn ich mich hier zu viel einbringe und jemanden auf den ‚Schlips‘ trete, könnte es ja sein, dass ich aus der Reihe tanze“ … Diese Gedankenstränge gehen bei einigen Frauen soweit, dass sie sogar an die Entlassung denken. Bloß nicht zu viel Initiative zeigen.

Eine weitere Frage tut sich hier auf – wer steckt hinter den Entscheidungen in einem Unternehmen oder einem Team? Wer sitzt am Hebel und drückt die notwendigen Knöpfe? Wer beweist Durchhaltevermögen und besondere Affinität um Probleme zu lösen? Wenn man sich diese Aussagen zu Gemüte führt, kommt man nicht daran vorbei, dass Frauen in vielen Bereichen oft die besseren Anknüpfungspunkte haben.

Die Mischung macht’s eben!

Geschlechterkampf im JobFrauen beweisen sich täglich

Ein anderer Ansatz zeigt, dass sich Frauen in Alltagssituationen (Familie und Co.) besser schlagen als Männer. Teamfähigkeit legen sie alle Mal an den Tag – man möge sich Familien ansehen – Teambuilding Kunst, die in einem Unternehmen nur selten bewiesen wird. An dieser Stelle möchten wir nicht näher darauf eingehen, welches Geschlecht kreativer ist oder analytischer denkt, etc …

Auf der Hand liegt jedoch, dass Frauen mit Zuckerbrot und Peitsche in vielen Situationen besser umgehen können. Eine Eigenschaft, welche auch in Top-Management Funktionen gefragt ist. Man muss eben wissen, wann welcher Ton angeschlagen werden muss. Auf jeden Fall müssen sowohl Frau als auch Mann im Management verstehen, dass es um Beharrlichkeit geht und in einer solchen Position Kernkompetenzen und besondere Eigenschaften / Fähigkeiten erforderlich sind. Frauen können das auch!

Nur trauen sich eben die meisten nicht. Es könnte ja sein, dass man Erfolg hat. Demut am falschen Ort? Fakt ist, dass Frauen gemocht werden wollen. Schiefe Blicke, weil man als Frau erfolgreich ist, erntet man genügend … Aber aus den eigenen Reihen will man Anerkennung und Zuspruch erfahrne. Deshalb auch die oft unangebracht Zurückhaltung – dabei würde hier etwas mehr Egoismus & Egozentrik sehr gut tun!

Frauen kämpfen zu selten um Macht. Macht, mit der sie tadellos umgehen können – keine zu große Herausforderung! Immerhin hat man in Großteil der Fälle ein Team hinter sich stehen, das einen unterstützt. Frauen müssen lernen präsent zu sein und offensiv stärke zu verkaufen – aber noch mehr, diese zu verkörpern. Frauen gehören ins Rampenlicht um zu präsentieren, was Sie und ihr Team geleistet haben. Mehr Mut zu Risiko und zu Erfolgen!

Über den Autor

„Ich hab’ die Kampagne schon vorher gekannt“. Mit einigen Jahren in der Werbe- und viel Zeit in der Kommunikationsbranche darf man sich das schon auf die Fahnen schreiben. Ana-Maria ist in diesem Gebiet mit Begeisterung dabei und liebt es, sich mit kreativen Köpfen und Inputs zu umgeben aber noch mehr genießt sie es, solche schaffen zu dürfen und damit einen Mehrwert zu erzeugen. Was dabei raus kommt? – Muss man gesehen haben. Ihr Ziel ist es, das digitale Netzwerken weiter zu bringen und zu zeigen, was man mit Sozialen Netzwerken alles erreichen kann. Ein Bildungsauftrag so zu sagen. Eine Herzensangelegenheit eben.

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