Pierre Bechler im A-COMMERCE Interview
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Job Title:

Head of E-Commerce & Retail

Firma:

Kleine Zeitung Gruppe

Über dich:

Ich bin in München geboren und arbeite seit fünf Jahren bei der Kleinen Zeitung. Zuerst im Werbemarkt dann drei Jahre als Assistent und  seit Ende 2015 habe ich das Thema Shop übernommen

Über dein Geschäfts- / Tätigkeitsfeld:

Verantwortlich für den stationären Verkauf in 17 Regionalbüros in Kärnten, Steiermark und Wien und für den Online-Shop der Kleinen Zeitung (shop.kleinezeitung.at)

Vor allem Medienhäuser suchen immer stärker nach Möglichkeiten, die Reichweite ihrer Medien und Internetpräsenz auszuweiten und somit in Umsatz zu konvertieren. Mit dem Kleine Zeitung Online Shop seid ihr ja seit ca. 1 Jahr live. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, den Leser auch zum Kunden zu machen?

Wir haben damit bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Mittlerweile haben wir rund 65.000 registrierte Kunden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Davon sind 37.000 auch Abonnenten der Kleinen Zeitung. Bei insgesamt 270.000 Abonnenten ist das eine sehr gute Entwicklung, aber es ist natürlich noch viel Luft nach oben und wir werden in diesem Jahr weiter intensiv daran arbeiten, noch mehr Abonnenten auch zu Käufern zu machen.

Als regionales Medium habt ihr auch den Online Shop der Kleinen Zeitung regional ausgerichtet. Die Grundidee vom Online Business aber vor allem im eCommerce ist es, international für Besucher offen zu sein. Welche Strategie verfolgt ihr hier?

Wie schon eingangs erwähnt, war es uns vor allem zu Beginn des Projekts sehr wichtig, als erstes unsere Leser zu erreichen und zu Käufern zu machen, um eine solide finanzielle Basis für den internationalen Markteintritt zu schaffen.
Wir konnten aber rasch feststellen, dass die Marken „Steiermark“ und „Kärnten“ gerade im DACH-Raum großes Ansehen genießen und wir dadurch auch jetzt schon regionale Produkte über die Landesgrenzen hinweg verkaufen. Auch hier werden wir dieses Jahr weiterhin einige Akzente setzen, um in Kooperation mit anderen Medienhäusern den deutschsprachigen Raum noch effizienter bedienen zu können.

Als technische Basis habt ihr das bewehrte System von Niceshops im Einsatz. Wie kam es zu dieser Kooperation zwischen dem Kleine Zeitung Online Shop und Niceshops? Wie geht es euch damit?

Wir sind beide steirische Unternehmen und agieren in direkter Nachbarschaft, so kam das Eine zum Anderen.

Niceshops ist für uns ein sehr wichtiger Partner und zwar von Beginn an. Nachdem wir als Medienhaus keine Erfahrung im Handel und mit Logistik hatten, wäre das rasante Wachstum ohne Niceshops nicht möglich gewesen. Wir profitieren täglich von deren Weiterentwicklungen, seien es in der Logistik, bei unserer Shop-Plattform oder durch Synergien zwischen deren und unserem Online Shop.

In unserer Branche ist es schwierig, gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden. Wie geht es euch in Graz damit? Man muss dazu anmerken, dass eCommerce Unternehmen sehr wohl ihren Sitz in der Steiermark haben, aber der eCommerce Hotspot in Österreich nicht im Süden liegt.

Nachdem das Thema eCommerce, zumindest für die Kleine Zeitung, absolutes Neuland war und erst im letzten Jahr von einem Projekt zu einem eigenen Bereich transformiert worden ist, haben wir uns selbst viel Knowhow durch „Learning by doing“ beigebracht. Aus meiner Sicht war das auch gut und wichtig, da es gerade im Verlagswesen noch keine geeigneten Vorbilder gibt und wir dadurch sicherlich wieder eine Vorreiterrolle einnehmen werden.

Wenn man sich die Entwicklung von uns bzw. die von Niceshops im letzten Jahr ansieht, bin ich sehr zuversichtlich, dass der Süden in den kommenden Jahren aufholen wird.

Um beim Thema Weiterbildung und Talentscouting zu bleiben. Welche Ausbildung würdest du dir für deine zukünftigen Mitarbeiter wünschen? Wie würde diese im perfekten Fall aussehen?

Ich habe gemerkt, dass wir unsere Produkte am besten über Geschichten, sprich Content verkaufen. Das ist auch ein USP, den wir im Gegensatz zu anderen Onlinehändlern haben und, wenn man sich den Erfolg der Kleinen Zeitung in den letzten Jahrzehnten ansieht, auch sehr gut können.

Was uns hingegen fehlt sind die klassischen Kniffe, die ein guter Händler haben muss. Damit meine ich Dinge wie Verhandlungsgeschick, Einkaufsstrategie, Kategorie-Management sowie auch den gewissen Riecher bzw. die Sensorik für Trends zu haben. Daher würde ich mir eine Ausbildung wünschen, welche die vorher  genannten Fähigkeiten miteinander kombiniert.

Wenn du einen Wunsch an den eCommerce in Österreich bzw. an Konsumenten und Dienstleister hättest … Welcher wäre das?

Zum einen würde ich mir wünschen, dass der eCommerce in Österreich mehr zusammenwächst und sich konkurrenzfähige Marktplätze bilden und nicht unzählige kleine Einzelshops. Ich sehe es äußerst kritisch, wenn jeder Produzenten seinen eigenen Onlineshop eröffnet, da sich sehr viele nicht im Klaren darüber sind, welche zusätzliche Bürde sie sich aufhalsen.

Ich habe mit einigen unserer Lieferanten persönlich darüber gesprochen, wie erleichtert sie darüber sind, dass wir für Sie den Vertrieb, die komplette Logistik und das After-Sales Management übernehmen und sie sich wieder um ihr Kerngeschäft kümmern können.

Zum anderen habe ich unlängst gelesen, dass die Österreicher im vergangenen Jahr für rund 2,3 Milliarden Euro im Internet eingekauft haben, wobei ein Großteil des Geldes bei ausländischen Onlineshops gelandet ist. Mein Wunsch ist es daher, diesen Kaufkraftabfluss einzudämmen und die Konsumenten darauf aufmerksam zu machen, dass es sich auch lohnt in der Heimat einzukaufen.