Mobile First VS mobiler Shoppingwahn

Kategorie: News

Geschrieben von Stephan Grad

Mobile First VS mobiler Shoppingwahn

Mobile First ist nicht für alle B2C Unternehmen geeignet„Mobile First“ ist für viele Unternehmen, die im eCommerce arbeiten, zu einem Credo geworden – egal ob Agenturen, APP-Entwickler oder mehr und mehr auch Online Händler. Dies ist auch bei der steigenden Verbreitung von Smartphones und der immer exzessiveren Nutzung auch durchwegs nachvollziehbar.

Jedoch wie bei so vielen Dingen im Leben, wenn nicht auf die Bedürfnisse des Kunden (oder Händlers) eingegangen wird, kann es durchaus zu Verwendungen von „Mobile first“ kommen in Bereichen, in denen es absolut keinen Sinn macht – und dies möchte ich heute mit einem Beispiel erläutern:

In den vergangenen Wochen hatte ich immer wieder Gespräche mit Investoren, welche mir die App- & Business Ideen ihrer StartUps erzählt haben – eine davon war zb, Wohnungen am Smartphone anzusehen und bei Gefallen sofort online zu kaufen.

Nein, wir reden hier nicht davon, dass man sich via App einen Termin für eine Besichtigung vereinbaren kann, sondern dass man diese Wohnungen & Häuser tatsächlich rechtsbindend via App erwerben kann.

Wie wir alle wissen, bekommt man derzeit für jede Idee, sofern man sie nur gut verkauft, einen Investor – aber gerade eine Immobilie ist das 1.000%ige Gegenteil dessen, was Konsumenten am Smartphone kaufen.

Mobile Shopping kann nur dann erfolgreich als Strategie eingesetzt werden, wenn es darum geht, Impuls- & Spontan-Käufe schnell und einfach abzubilden – damit eben jeder Kauf-Impuls ausgenutzt wird und nicht verfliegt, zb wenn man erst darauf wartet, bis der Kunde seinen Laptop aufgeklappt hat oder noch schlimmer am PC in der Arbeit sitzt.

Diese Möglichkeit ist aber nicht bei allen Produkten oder Dienstleistungen möglich … auch wenn an neuen Dienstleistungen eben für jene Impulse gearbeitet werden (zb. soll es bald möglich sein, Versicherungen nur für kürzeste Zeiträume abschliessen zu können…quasi einem Impuls folgend)

Daher möchte ich Online Händlern Folgendes ans Herz legen: „Mobile first“ ist gut und wichtig, aber nicht für jeden von euch. Überlegt euch, ob euer Sortiment eine Impulskauf entspricht oder ob eure Kunden nicht doch eher eine Anschaffung planen werden.

…bitte versteht mich jetzt nicht falsch, auch dann ist eine mobile Shopping-Möglichkeit als Informations-Basis sehr wichtig, aber eben eure Strategie muss dann heissen: „Mobile Second“

Über den Autor

Mit dem Satz "How hard can it be" lässt sich die Arbeitsweise von Stephan Grad am Besten beschreiben: Moderne eCommerce & Digitalisierungs Strategien werden mit Innovations-Anspruch sowie Hands On Mentalität erarbeitet und anschliessend in mittelständischen Unternehmen in ganz Europa implementiert. Durch die professionelle Arbeitsweise, welche zukunftssichere Lösung für Kunden ermöglicht, hat Stephan A-COMMERCE zu einer der führenden Marken im Bereich eCommerce & Digitalisierung in Europa gemacht.

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