Regionale Marktplätze – eCommerce ad absurdum geführt

Kategorie: News

Geschrieben von Stephan Grad

Regionale Marktplätze – eCommerce ad absurdum geführt

Regionaler MarktplatzEin persönlicher Kommentar von Stephan Grad zum Trend „Regionale Marktplätze„:

Regionale Marktplätze schiessen seit einigen Monate nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich aus dem Boden – Bundesländer, Regionen und sogar Städte versuchen, ihre Einzelhändler dazu zu motivieren, ihre Produkte auf regionalen Marktplätzen online anzubieten – quasi ein erster Schritt in den eCommerce. Heute wurde bekannt, dass auch Tirol mit seinem Tirol.shop Marktplatz diesen Weg für regionale & einheimische Güter gehen möchte.

Dies führt aber gerade den Grund-Gedanken des eCommerce ad absurdum: Der Internet-Handel soll genau jene regionale Beschränktheit, dass nämlich nur Kunden aus meinem Ort, meiner Region, meinem Land meine Produkte kaufen können, aufheben und somit dem Online Händler ein wesentlich weiteres Kundenspektrum eröffnen.

Natürlich sind regionale Kunden für den Händler, egal ob in der Offline oder Online Welt tätig, wichtig und interessant – dennoch sollte man sich nicht nur auf jenen Zielkundenkreis beschränken.

Und aus der wichtigsten Sicht – der des Konsumenten – gesprochen: Regionale Produkte sind im Bereich Spezialitäten / Handwerk nett, dennoch werden 70-80% der Online Bestellungen bei grossen Marktplätzen wie Amazon, ebay oder Rakuten getätigt. Denn hier weiss ich als Konsument, dass der Versand, die Bezahlungs-Abwicklung und der Kundenservice passt – und sollte bei einer Bestellung einmal etwas daneben gehen, wird mir zu 100% geholfen, damit ich als Konsument eben nicht im Regen stehen gelassen werde.

Daher mein persönlicher Tipp an (Online) Händler, die gerade überlegen, auf regionalen Marktplätzen ihre Produkte zu listen:

Schaut euch die Angebote genau an – wägt den Aufwand ab, den ihr nicht nur an Kosten, sondern auch an Zeit und potentiellem Umsatz habt und vergleicht dies mit den selben Faktoren, wenn ihr eure Produkte auf den drei grossen und vor Allem bereits bekannten Marktplätze einstellt – und ein Grossteil von euch wird zur Erkenntnis kommen, dass man es doch lieber gleich dort probieren sollte – denn ein Marktplatz ist auch ein Ressourcenthema für den Händler – und dann lieber gleich auf das richtige Pferd setzen!

 

 

Über den Autor

Mit dem Satz "How hard can it be" lässt sich die Arbeitsweise von Stephan Grad am Besten beschreiben: Moderne eCommerce & Digitalisierungs Strategien werden mit Innovations-Anspruch sowie Hands On Mentalität erarbeitet und anschliessend in mittelständischen Unternehmen in ganz Europa implementiert. Durch die professionelle Arbeitsweise, welche zukunftssichere Lösung für Kunden ermöglicht, hat Stephan A-COMMERCE zu einer der führenden Marken im Bereich eCommerce & Digitalisierung in Europa gemacht.

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