Sichtbarkeitsverluste von Österreichischen Online Shops

Sichtbarkeits-Verluste in Österreich: Offline, Strukturumstellung, unnatürliche Backlinks

Google ist das Fenster zum Internet. Wer da nicht rankt, hat quasi verloren und ist in der digitalen Welt einfach nicht existent. Der Sichtbarkeitsindex gibt dabei Auskunft über die – wie der Name schon sagt – Sichtbarkeit bei Google. Was komisch klingt, meint folgendes: Der Sistrix Sichtbarkeitsindex ist eine Kennzahl für die Sichtbarkeit der Domain auf den SERPs von Google. Je höher also der Wert, umso wahrscheinlicher ist es, das die Besucher auf eine Seite der Domain stoßen. Kurz: Hoher Sichtbarkeitsindex = erwartungsgemäß viele Besucher über die organische Suche.

Nun ändert sich bei Google bekanntermaßen immer wieder etwas im Algorithmus. Die Updates namens Panda, Penguin und Pirate haben sich oft auf den Sichtbarkeitsindex ausgewirkt. Aber auch sogenannte Penalties (Strafen) von Google gegenüber einzelnen Domains sorgen immer wieder für Überraschungen. Die SEO-Experten von Sistrix haben sich nun mal die größten Verlierer und Gewinner in puncto Sichtbarkeit aus Österreich angeschaut und dabei eine erstaunliche Top-10 zusammengestellt. Für uns der perfekte Zeitpunkt, um uns mal anzusehen, weswegen man bei Google so alles verlieren kann. Kleiner Teaser: Die Top-3 Verlierer haben alle aus unterschiedlichen Gründen an Sichtbarkeit eingebüßt.

Die Top-3 Verlierer

Platz 1 – apodirekt.at

Mit Abstand den größten Sichtbarkeitsverlust hat apodirekt.at. Um ganze 92 Prozent ist die Domain gefallen.

Grafik – Sichtbarkeit apodirekt.at – © Sistrix

Gründe für so einen herben Verlust gibt es eigentlich nicht viele. Ein vermasselter Relaunch oder eine Google Penalty wären durchaus denkbar, doch ist der Grund für den Sichtbarkeitsverlust bei weitem banaler: Apodirekt.at ist einfach offline gegangen. Seit dem 30. Juni werden User auf der Website darauf hingewiesen, dass der Betrieb eingestellt wurde. Eigentlich schade, da man sich seit Mitte 2014 eigentlich in puncto Sichtbarkeit einen ordentlichen Wert aufgebaut hatte. Der Entschluss die Seite komplett vom Netz zu nehmen, erschließt sich uns ohnehin nicht. Aber vielleicht war für den Österreichische Apothekenverband der Online-Service zu viel. Interessierte können aber immer noch auf die App zugreifen.

Platz 2 – sportcheck.at

Der Sportartikel-Händler Sportcheck bastelt nach Ansicht von Sistrix aktuell an der Umstellung von http auf https. Reichlich spät, wenn man bedenkt, dass Google bereits im August 2014 https als Ranking-Faktor eingeführt hat und zudem auch die Browser Firefox und Chrome explizit vor unsicheren Seiten warnen. Allerdings ist das noch nicht alles. Der Verlust von 40,93 Prozent bei der Sichtbarkeit wird zudem damit erklärt, dass Sportcheck zum Erhebungszeitraum neben der Protokollumstellung auch gleich noch eine solide Umstrukturierung vorgenommen hat.

Vielleicht ist es dabei gar keine so schlechte Idee, ein Redesign und eine Protokollumstellung parallel durchzuführen. So verliert man einmal zwar erheblich an Sichtbarkeit, doch kann es gut sein, dass wenn man beides nacheinander durchführt, man zwei Mal zu den Verlieren gehört. Sportcheck geht also ganz nach der Devise „Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ vor.

Platz 3 – spiels.at

Bei spiels.at handelt es sich um eine Plattform für Online-Spiele. Der Verlust der Seite liegt bei 40,70 Prozent. Für die Seitenbetreiber war ein Verlust in größerem Umfang nicht der erste. Die Einschätzung der Sistrix-Experten ist klar: spiels.at war schon in der Vergangenheit mit Google Updates und vor allem mit Penguin konfrontiert und musste entsprechend Einbußen hinnehmen. Ein Blick auf die Ziele der Backlinks offenbart zudem ein deutliches Ungleichgewicht: Ganze 99,3 Prozent der Links verweisen auf die Startseite. Und auch die Anzahl der Backlinks, die zum größten Teil aus dem Ausland (28,68 Prozent USA) stammen, dürften auf Google nicht gerade den besten Eindruck machen.

Doch ob die aktuelle Sichtbarkeitsentwicklung und das – wie es bei Sistrix heißt – unnatürlich wirkende Backlink-Profil in einem Zusammenhang stehen, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Tatsache ist aber, dass spiels.at nicht gerade in eine rosige Sichtbarkeitsindex-Zukunft blickt.

 



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