Social Media & die Kunst relevant zu sein

Kategorie: News

Geschrieben von Ana-Maria Birsan

Social Media & die Kunst relevant zu sein

Von Ana-Maria Birsan lesen und hören wir in der letzten Zeit immer öfter. Am A-COMMERCE Day hat sie einen Workshop zum Thema „Buzzword Alarm – Content Management und der Risk of Ignoring von Kommunikation im Web“ gehalten. Wie bei den meisten Workshops war der Raum randlos gefüllt, was deutlich zeigt, dass auch die eCommerce Branche nach wie vor starkes Interesse für die Social Media Front zeigt.

Social Media is no overnight Success

Mit diesem Statement ging es auch schon direkt an die Sache! Viele Unternehmen (nicht nur im Online Handel) stellen sich unter Social Media ein (meist großes) Wunder vor. Ein Wunschdenken und eine sehr hohe Erwartungshaltung, die an den Tag gelegt wird. Vergleichbar mit dem Ritt auf einem Einhorn. Sobald man sich als Marke dazu entscheidet, über soziale Netzwerke nach außen zu kommunizieren, muss der Erfolg adhoc sichtbar sein. Nun, leider ist dem nicht so. Eine der größten Schwächen von Kommunikation (nicht nur online) ist die tatsächliche Messbarkeit des Impacts, welcher auf User und / oder Kunden wirkt.

Social Media ist ein Prozess, für den man sich aktiv entscheiden und ein Weg, den man als Unternehmen konsequent und mit einer klaren Strategie gehen muss. Blitzerfolge gibt es in den seltensten Fällen.

Social Media besteht nicht nur aus Facebook, Twitter und Co. Viel mehr ist es ein Zusammenspiel von: Community, Connectedness, Participation, Openess und Conversation. Vor diesem spannenden Mix haben die meisten Angst? „Völlig unbedgründet,“ so Ana-Maria, „Immerhin hat auch keiner von uns instant schwimmen gelernt – so viel zum Vergleich des Sprunges ins kalte Wasser“.

Digital Behaviour

Der Medienkonsum und somit auch die Informationsbeschaffung von Usern lässt sich nicht mehr in eine einfache Formel bzw. in ein simples Denken zusammenfassen. Die Zeit, in der Unternehmen nur einseitig kommunizieren ist schon lange vorbei. Social Media hat unter anderem stark dazu beigetragen, dass ein, kaum beschränkter, Dialog zwischen beiden Seiten erfolgen kann. Und darauf stehen die User!

Entertain – Inform – be useful. Ein Leitfaden, der zeigen soll, dass die Zielgruppen und Kunden von Marken oder Unternehmen individuell angesprochen werden wollen. Einen Mehrwert bieten, um zwischen dem Information-Overload zu bestehen und relevant zu bleiben ist wichtiger denn je. Ein häufig aufgetretenes Buzzword war Storytelling. Ohne Geschichten im Internet zu erzählen, schwindet das Sexappeal von Marken mit einer ungemeinen Sicherheit und Schnelligkeit. Als Beispiel wurde hier der #Bendgate genannt. Als das iPhone 6 rauskam, war die „Flexibilität“ des Gerätes in aller Munde. Viele Unternehmen haben sich diese ungünstige Eigenschaft des Apple Produktes zu Nütze gemacht und damit eine Vielzahl an Kunden aber auch potenziellen Kunden angesprochen.

#bendgate

heineken Beispiel bendgate

Kit Kat bendgate Beispielbendgate Heineken Beispiel

Heineken Beispiel bendgate

Die neue Form der Kreativität

In einer Zeit, wo Whatsapp und Co. Kommunikation einfacher gestalten, als es bisher möglich gewesen wäre, verändert sich das Mediennutzungsverhalten immer wieder. Man möchte meinen, dass bei einer unbegrenzten Anzahl an Zeichen (außer auf Twitter) die Wortgewandtheit präziser ist. Falsch gedacht.

TLA – Three Letter Articulation. Effizienz wird in sozialen Netzwerk anders geschrieben! WTF / OMG / FYI / LOL – so kommunizieren User und Kunden heute.

Um das Nutzungsverhalten von Kunden zu kennen, muss man sich mit ihnen auseinander setzen. People Discovery ist das neue Stalking im Web. Nur wenn man seine Kunden (vor allem im eCommerce) gut kennt, kann man sie individuell ansprechen. Wir leben in einer Welt der Freethinkers, Extroverts und Revolutionaries – eine world Changing audience, die es nicht mehr erlaubt Content „einfach so“ zu gestalten. Man kann es nur noch einmal und nicht oft genug betonen – Relevanz und der Informationsgehalt werden darüber entscheiden, ob User und Kunden das Interesse an dem Unternehmen oder einem Produkt beibehalten.

Der Information Overload war noch nie so groß und es wird auch nicht weniger werden. Minütlich werden Informationen herausgegeben und für Produkte geworben. Bei den Algorithmen von Facebook und Co. steuern Firmen schon lange nicht mehr, wen sie ansprechen und wen sie mit ihrer Message erreichen. Sehr wohl erkennen Alogrithmen, wie relevant ein Unternehmen bzw. eine Fanpage für den individuellen Nutzer sind. Deshalb ist es wichtig, Kunden auch im Social Web an sich zu binden und sie zur Interaktion zu animieren.

Dient übrigens auch sehr gut als Feedback Kanal.

Über den Autor

„Ich hab’ die Kampagne schon vorher gekannt“. Mit einigen Jahren in der Werbe- und viel Zeit in der Kommunikationsbranche darf man sich das schon auf die Fahnen schreiben. Ana-Maria ist in diesem Gebiet mit Begeisterung dabei und liebt es, sich mit kreativen Köpfen und Inputs zu umgeben aber noch mehr genießt sie es, solche schaffen zu dürfen und damit einen Mehrwert zu erzeugen. Was dabei raus kommt? – Muss man gesehen haben. Ihr Ziel ist es, das digitale Netzwerken weiter zu bringen und zu zeigen, was man mit Sozialen Netzwerken alles erreichen kann. Ein Bildungsauftrag so zu sagen. Eine Herzensangelegenheit eben.

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