Shoptest

Golfhouse

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104 von 145 Punkten

Kategorie: Shoptest

Geschrieben von Stephan Grad

Golfhouse

Die A-COMMERCE Masters stehen vor der Tür (26. Juni – GC Neulengbach; Anmeldungen an events@a-commerce.at) und daher liegt es Nahe, einen Golf-Shop für unsere Shoptest-Reihe heranzuziehen – und unsere Wahl fiel auf den Onlineshop von Golfhouse.

Der Golfhouse Onlineshop im A-COMMERCE Shoptest

Der Shop

Zum Beginn des Tests fällt gleich einmal auf, dass es beim Golfhouse Shop keinerlei Responsive Design gibt – am Tablet kann der Onlineshop noch einigermassen gut bedient werden. Beim Besuch mittels Smartphone kam es dann zu einem sonderbaren Phänomen: Es gibt eine mobile Website der Österreich-Seite, welche jedoch scheinbar nicht bei allen Geräten gleich ausgespielt wird (iPhone 6, Chrome Browser: keine mobile Website / iPhone 4s, Safari: mobile Website) – somit scheint es hier einen Bug im System zu geben.

Hier gibt es Verbesserungsbedarf, nicht nur aufgrund des damit schlechteren Google Rankings, sondern auch da gerade im Sport-Bereich der Impuls-Kauf immer ein wichtiger Umsatzbringer ist – und hier wird jeder Kauf-Impuls bei mobiler Nutzung im Keim erstickt.

Sobald man nun via Desktop Browser im Shop unterwegs ist, fällt als nächster Punkt die Suche auf – diese ist durchaus Fehlertolerant und weisst auch Empfehlungen in den einzelnen Kategorien aus, die Vorschläge sind jedoch nicht durchwegs sinnvoll, jedoch agiert sie sehr langsam (Wartezeit bei unseren Tests auf mehreren Systemen & unterschiedlichste Internetanbindungen durchwegs >1,5sec)

Die Produktdarstellung im Golfhouse Onlineshop ist sehr nüchtern & sachlich gehaltenIst man jedoch einmal in der gewünschten Artikel-Kategorie angekommen, kann man die einzelnen Produkte mit guten Filter-Möglichkeiten sortieren und somit seine Suche einfach abschliessen. Die Produkt-Darstellung ist sehr sachlich angelegt, entsprechend dem eher nüchternen Stil des Onlineshops, hier fehlt jedoch gerade in der Produktkategorie „Golfschläger“ die Angabe, für welche Handicap-Klassen die Schläger geeignet sind – dies würde gerade für Golf-Anfänger die Suche durchaus vereinfachen.

Da Golfhouse auch mehrere Filialen in Österreich betreibt, besteht nicht nur die Möglichkeit, online einzukaufen, sondern die Ware (wenn lagernd) auch in der Filiale reservieren zu lassen und somit vor dem Kauf noch offline austesten zu können – dieser Multichannel-Ansatz ist gerade im Golf-Bereich sehr nützlich und auch sehr gut umgesetzt!

Die Cross-Selling Angebote sind nur bedingt nützlich – zwar werden durchaus bundlefähig Artikel vorgeschlagen, direkt dazupassende Artikel die man gleich umgehend mit in den Warenkorb klicken könnte, sind nicht dabei – würde auch nur funktionieren, wenn man davor auf die jeweilige Artikel-Seite geht, also ein „In den Warenkorb“ Button im Cross-Selling Feld ist leider nicht eingebaut.

Der Warenkorb & Checkout

Der Warenkorb im Onlineshop ist klar & nüchtern gegliedert, jedoch fällt auf, dass ein Guest-Checkout nicht möglich ist – auch dies kann für einige Erst-Käufer durchaus zum Abbruch der Bestellung führen (hier hatte zb. Mömax eine bessere Lösung seinen Kunden zu bieten)

 

Bei den Zahlungsarten wird Rechnungskauf automatisch vorausgewählt, es gibt noch die Möglichkeit, per Vorauskasse oder Kreditkarte den Einkauf abzuschliessen – PayPal als auch SOFORT Überweisung fehlen leider, sollten aber heutzutage als Standard-Bezahlmethoden in jedem B2C Onlineshop anzutreffen sein, gerade wenn dieser Länderübergreifend tätig ist.

Die Anzahl der Checkout Schritte ist optimal gewählt – und auch die Bestell-Bestätigung nach dem Absetzen der Bestellung passt wunderbar – leider jedoch gibt es beim Versand der Ware keine Trackingmöglichkeit für die ganz ungeduldigen Golfer unter euch. (Anmerkung auch hier: auch hier gibt es scheinbar einen Fehler im System, bei einer privaten Bestellung einige Wochen vor dem Shoptest gab es durchaus diese Nachverfolgungsmöglichkeit des Pakets)

Lieferung & Kundenservice

Die Lieferung der bestellten Waren war sehr zügig und nach 3 Tagen konnten wir uns schon über den Wareneingang freuen – die Ware war ausgezeichnet verpackt, somit könnt ihr euch sicher sein, dass keine Schäden am Transportweg entstehen sollten. Wie immer haben wir auch den Kundenservice bei GolfHouse getestet, um uns über den Verbleib der Ware zu erkundigen.

Hier fiel uns auf, dass bei mehreren Versuchen die Wartezeit überdurchschnittlich lang war, um zu einem persönlichen Ansprechpartner durchzukommen – sollte dies einmal passieren, testen wir nochmals an unterschiedlichen Tageszeiten, um nicht gerade einen Peak erreicht zu haben – jedoch war bei jedem Anruf das selbe Ergebnis vorzufinden. Der Kundenservice selbst war dann sehr freundlich und bemüht, unser Anliegen nach bestem Wissen und Gewissen zu bearbeiten.

Auch das Retouren-Thema ist aus Konsumenten-Sicht sehr angenehm gelöst – ein Retourenaufkleber liegt direkt bei sowie auch ein Formular, auf dem man den Grund für die Retoure ankreutzen kann – auch kann man darauf vermerken, ob es eine Retoure ist oder man einen Austausch (aufgrund Beschädigung, falscher Grösse etc) wünscht.

Fazit

Der Golfhouse Onlineshop hinterlässt ein sehr gemischtes Bild beim Testen – einerseits kann er die Grundlagen eines Onlineshops, das Suchen nach Artikeln und den Einkauf standardgemäss – allerdings gibt es mehrere grosse Baustellen:

Zum Einen ist Sport generell, aber der Golfsport im Speziellen ein sehr emotionaler Sport – jeder Golfer lebt für seinen Sport und kenn das sensationelle Gefühl, wenn er eine traumhafte Runde bei wunderschönem Wetter auf seinem Lieblingsgolfplatz gespielt hat, kennt aber auch den Zorn und die Wut, wenn die Runde komplett daneben gegangen ist – und genau diese Emotionen (im eCommerce Storytelling genannt) fehlen komplett – es ist ein sachlicher, nüchterner Shop und vergibt so die Chance, sein Klientel emotional zu bewegen und so eine Beziehung zum Kunden aufzubauen. Hier hinein spielt auch, dass es bis dato verpasst wurde, auf Responsive Design zu setzen – auch hier wird Impuls-Shopping bereits im Keim erstickt.

Zum Anderen fehlen einige Standard-Anforderungen wie zb. weitere Bezahlmethoden oder die Möglichkeit eines Guest-Checkouts, bzw. einige Features scheinen nicht konsistent bei allen Kunden zu greifen (siehe mobile Darstellung zb)

Man sieht klar, dass bereits bei der Konzeptionierung des Shops als auch bei der technologischen Umsetzung viele Teilbereiche des eCommerce nicht beachtet wurden, die man heutzutage als Standard erwartet und somit einem tollen Unternehmen die Chance genommen wird, online tatsächlich den Erfolg einzufahren, den es eigentlich aufgrund des guten Kundenservice und der breiten Produkt-Palette verdienen würde.

Disclaimer:

Datum der Testbestellung und der Betrachtung des Shops: 16.06.2015
Tester: Stephan Grad
verwendeter Browser: Chrome, verwendetes mobiles Testgerät: iPhone 6 / iPad Mini 1. Gen

Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

 

Gesamtpunktzahl: 104 von 145 Punkten
Gesamturteil: Befriedigend

Bewertungsskala:
0 - 79 Punkte: nicht genügend
80 - 99 Punkte: genügend
100 - 119 Punkte: befriedigend
120 - 134 Punkte: gut
135 - 145 Punkte: sehr gut

Über den Autor

Mit dem Satz "How hard can it be" lässt sich die Arbeitsweise von Stephan Grad am Besten beschreiben: Moderne eCommerce & Digitalisierungs Strategien werden mit Innovations-Anspruch sowie Hands On Mentalität erarbeitet und anschliessend in mittelständischen Unternehmen in ganz Europa implementiert. Durch die professionelle Arbeitsweise, welche zukunftssichere Lösung für Kunden ermöglicht, hat Stephan A-COMMERCE zu einer der führenden Marken im Bereich eCommerce & Digitalisierung in Europa gemacht.

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