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Interview Jörg Skornschek

Fintech Start Up Alert – Cashpresso. Mit cashpresso bieten Jörg Skornschek und sein Team eine Konsumfinanzierung, die sowohl für Händler […]

Fintech Start Up Alert – Cashpresso.

Mit cashpresso bieten Jörg Skornschek und sein Team eine Konsumfinanzierung, die sowohl für Händler als auch Kunden so einfach wie möglich gestaltet ist. Speziell bei einer Neugründung sind die Aufgaben sehr vielfältig: vom Aufbau der Zusammenarbeit mit der Bank und externen Dienstleistern, über das Aufsetzen des gesamten Risikomodels bis hin zur Erstellung der Compliance-Richtlinien – alles natürlich im Einklang mit den rechtlichen Rahmenbedingungen. Viele andere wichtige Themen wie Kunden- und Händlersupport fallen ebenfalls in ihren Bereich. Der ursprüngliche Kärntner lebt mittlerweile seit knapp 20 Jahren in Wien. Nach dem Studium der Handelswissenschaften zog es ihn sofort in die Patent Baracke, wo er nun seit bereits 10 Jahren Erfahrung bei renommierten Anbietern im Payment Bereich gesammelt haben. Seine Karriere begann international bei PayPal in Dublin, wonach er kurze Zeit später die Fraud- und Riskabteilung bei paysafecard. Vor der Gründung von Credi2 war er bei payolution in der Geschäftsleitung für Risk & Operations zuständig.

Interview Jörg Skornschek – Cashpresso

Jörg, wir kennen uns ja schon viele Jahre – haben Seite an Seite die payolution mitaufgebaut; wie kam es dazu, dass Michael Handler und du den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habt? Vor allem in einem so heiß umkämpften Markt wie dem FinTech Bereich?

cashpresso neues FinTech Start Up

Wir hatten schon lange den Wunsch etwas Eigenes zu machen. Während unserer langjährigen Tätigkeit im Payment Umfeld haben wir diese Nische entdeckt und den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Mit Daniel Strieder haben wir einen erfahrenen Unternehmer an unserer Seite und sind bestens gerüstet, cashpresso als Finanzierungslösung am e-Commerce Markt zu etablieren.

Finanzierungslösungen im eCommerce

Einleitend haben wir ja bereits erwähnt, dass viele Payment Lösungen derzeit entstehen, aber aufgrund des fehlenden USP bleibt das Interesse seitens der Händler aus. Weshalb ist cashpresso anders als andere Anbieter und wie profitiert der Online Händler davon?

 Payment Lösungen Startup FinTech

cashpresso ist anders aufgebaut als alle bisherigen Konsumfinanzierungen. Das rechtliche und administrative Set-up funktioniert so einfach wie bei Vorauskasse. Zudem rechnet cashpresso jeden Kauf sofort ab und das Geld wird täglich an den Händler überwiesen. Technisch können Händler cashpresso einfach mittels üblicher Plug-Ins installieren. cashpresso erhöht die Kaufkraft der Kunden und optimiert dadurch die Conversion. Endkunden bietet cashpresso mit der modernen App One-Click Payments direkt aus dem Check-out.

 Kaufkraft der Kunden optimiert ansprechen

Viele Händler hoffen derzeit darauf, dass ApplePay endlich DIE mobile Payment Lösung sein wird, damit Kunden auch am Smartphone problemlos einkaufen können. Eure Lösung geht noch einen Schritt weiter und zeigt auf, dass es eigentlich keine speziellen Mobile Payment Lösungen geben muss, sondern einfach eine Omnichannel Lösung vorhanden ist. Warum haben bisherige Anbieter diesen Schritt nicht genutzt?

Mobile Payment Lösungen – Cashpresso

Vielleicht ein Wort zu ApplePay. Ich bin nicht ganz so euphorisch. Laut derzeitigem Stand bietet ApplePay eine weitere Art der Kreditkartenzahlung, wobei die technische Umsetzung ohne Zweifel besser sein wird als bei vorhandenen Lösungen. Wir glauben, dass langfristig Usability entscheidend ist – egal auf welchem Kanal. Durchsetzen werden sich die Player, die kundenfreundliche mobile optimierte Lösungen anbieten und es schaffen Innovationen immer wieder voranzutreiben. Regulierung und Compliance erschweren bei etablierten Anbietern diese kundenfreundlichen Produktentwicklungen.

Payment als notwendiges Übel im eCommerce

Payment ist im Bereich eCommerce immer noch ein notwendiges Übel denn bspw. gibt es beim Rechnungskauf immer noch eine große Anzahl an Kunden, die durch fehlende Identifizierung oder schlechte Bonität abgelehnt werden. Wie siehst du die Aufteilung hier: Wird meist ein Kunde abgelehnt, weil man ihn nicht kennt oder aufgrund des tatsächlich schlechten Scorings?

Scorings im eCommerce un Payment

Meine Erfahrungen zeigen, dass bis zu einem Viertel der Kunden nicht an der angegebenen Adresse identifiziert werden können und somit für den Rechnungskauf abgelehnt werden. Dann hängt es von den eingestellten Bonitätskriterien des Rechnungsanbieters ab. Sogenannte harte Negativmerkmale (Inkassofälle) weist allerdings nur eine verhältnismäßig geringe Kundenanzahl auf. Diese Herausforderung der Identifizierung haben wir bei cashpresso nicht, da wir den Kunden auf unserer Seite per Videocall identifizieren und somit als einziges Ausschlusskriterium die mangelnde Bonität bleibt.

Bonität und Inkasso im eCommerce

Die Offline & Online Welt verschmelzen ja jeden Tag mehr zusammen und werden somit zu einer Omnichannel-Einkaufswelt – seid ihr auch für diesen Schritt gerüstet?

Omnichannel Einkaufskultur – eCommerce in Österreich

Ganz klar: mit unserer App für Android und iOS haben Kunden immer und überall Zugriff auf cashpresso und auch das Online-Portal ist klar und einfach aufgebaut. Zusätzliche Funktionen wie eine Kreditkarte und das Scannen von Rechnungen sind bereits in Umsetzung und erleichtern die Bezahlung in der Omnichannel-Welt.

Zukunft im eCommerce in Österreich

Wenn du einen Wunsch für die eCommerce Branche in Österreich hättest … Welcher wäre das?

Erfolgreich eCommerce in Österreich

Ich finde es schade, dass große Online-Shops meist in Berlin oder München gegründet werden. Mehr Unternehmensgründungen in Wien mit heimischen Partnern wären eine gute Basis für den langfristigen Erfolg Österreichs in der internationalen e-Commerce Branche.

Josef Robert Stadler – foryouandyourcustomers

Josef Stadler gehört zu den Pionieren in der Anwendung des Integralen Managements. Mit 34 Jahren war er Mitglied der Geschäftsleitung […]

Josef Stadler gehört zu den Pionieren in der Anwendung des Integralen Managements. Mit 34 Jahren war er Mitglied der Geschäftsleitung einer ABB-Gesellschaft und führte mehrere Betriebe mit insgesamt 800 Mitarbeitern. Nach seiner Lehre als Elektrozeichner absolvierte er eine kaufmännische Kaderschule und verschiedene Weiterbildungen – unter anderem an der Universität St. Gallen im Bereich der Wirtschaftsethik. Er ist mit der Künstlerin Sali Ölhafen verheiratet und wohnt in Pfäffikon ZH und in Wien.

Robert Josef Stadler – foryouandyourcustomers Interview

foryouandyourcustomers unterstützt Unternehmen dabei, sich dem digitalen Wandel anzupassen. Dafür benutzt foryouandyourcustomers kein Hauptquartier, sondern eine Zellenorganisation mit einem Chef, welcher über eine hohe Fachkompetenz verfügt. Der Standort einer Zelle richtet sich sowohl nach den Wohnsitzen der Mitarbeitenden als auch den bestehenden Kunden, welche üblicherweise von mehreren Zellen bedient werden. Weil jede Zelle über sehr viel Gestaltungsspielraum verfügt, entsteht eine hohe Diversität. Gegründet wurde foryouandyourcustomers 2010 in der Schweiz und ist seit 2011 in Österreich tätig. Zurzeit sind 83 Mitarbeitende angestellt.

Unternehmen ohne Headquarter – foryouandyourcustomers

Touchpoint Management wird von vielen Unternehmen mit unterschiedlichen Bezeichnungen verwendet bzw. propagiert (Design Thinking, z.B.). Erzähl uns bitte, welchen Einfluss Touchpoints im unternehmerischen Umfeld darstellen.

Touchpoint Analyse im eCommerce

Berührungspunkte wurden von den Unternehmen schon immer verbessert. Neu ist, dass in den letzten Jahren viele Möglichkeiten dazu gekommen sind und die Verbesserung von einzelnen Touchpoints nicht mehr ausreicht. Die Unternehmen sind heute mit einem Orchester vergleichbar: mit den einzelnen Touchpoints eine konsistente Botschaft zu vermitteln ist grundlegender, als einzelne Instrumente perfekt zu spielen. Den schlechtesten Spieler hört man möglicherweise noch besser als den Besten. Da sollten die Geschäftsleitungsmitglieder genau hinhören. Wäre es nicht eine gute Idee, ihre eigenen Mitarbeiter, bestehende und potenzielle Kunden zu fragen, wie sie die Touchpoints erleben?

Digitalisierung und eCommerce in Österreich

Durch die Digitalisierung der Wirtschaft ergeben sich neue Herausforderungen im Kundenkontakt und auch bei internen Prozessen in Unternehmen. Wo merkt ihr bei foryouandyourcustomers die meisten Widerstände in diesen Change-Prozessen?

Veränderungen im eCommerce

Die Gründe für die Veränderung und der Gesamtnutzen sollten für alle Betroffenen gut erkennbar sein. Es geht darum, Akzeptanz für die Veränderung zu schaffen. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren über 3’000 Personen zu Customer Journey und Abläufen von potenziellen Kunden mit der ChannelOPERA begleitet.

Unternehmensführung bei foryouandyourcustomers

foryouandyourcustomers ist ja eine besondere Art eines Unternehmens. Wir bei A-COMMERCE wissen schon ein bisschen mehr, wollen aber unseren Lesern eure Herangehensweise nicht vorenthalten. In eurem Unternehmen spielen die Mitarbeiter eine sehr wichtige Rolle – dementsprechend werden ihnen viele Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Bei euch gibt es keinen administrativen Overhead – das ist in der Branche revolutionär. Wieso habt ihr euch für diesen Weg entschieden? Wie kam es dazu? Welche Vorteile bieten sich gegenüber eines „normalen“ Agentur-Set-Ups?

eCommerce und Digitalisierung in Unternehmen

Mit Organisation und Prozessen in Unternehmen setze ich mich seit knapp 40 Jahren intensiv auseinander. Es geht mir darum, mit foryouandyourcustomers ein international tätiges Unternehmen zu gestalten, welches aus selbstverantwortlichen Menschen besteht und ein Vorbild für andere Unternehmen ist.

Arbeit sehe ich als einen sinnstiftenden Teil des Lebens an, welchen wir mit der familiären Zellstruktur unterstützen. Jede Zelle übernimmt zentrale Aufgaben der Verwaltung und Weiterentwicklung, was bedeutet, dass wir mit jeder zusätzlichen Zelle diese Aufgaben auf mehr Personen verteilen. Das ergibt Stabilität und ein sehr dynamisches Wachstum. Dabei verliert meine eigene Rolle als CEO der Gruppe permanent an Bedeutung – jede Zelle ist selbst überlebensfähig und kreiert gemeinsam mit anderen Zellen zusätzlichen Nutzen für die Gesamtheit.

Die Zellenstruktur führt dazu, dass sich die Mitarbeitenden in einem Spezialgebiet schnell weiter entwickeln, weil sie sich mit anderen Experten austauschen können und weil sie die Kunden in ihrem eigenen Lieblingsgebiet unterstützen. Davon profitieren unsere Kunden, weil es heute notwendig ist, in allen genutzten Kanälen zu den Besten zu gehören. Beispielsweise werden Produktpräsentation, Preis sowie die Geschwindigkeit der Einkaufsabwicklung auf der Website mit der Website des Mitbewerbers verglichen, nicht mit seinem Facebook- oder Instagramkanal.

Channel Cards und Opera – Touchpoint Analyse

Stichwort Channel Cards: Ihr habt ein einfaches Tool entwickelt, um Touchpoint-Analysen in KMUs und Konzernen einfacher zu machen bzw. den Anstoß zu geben, sich mit dem Thema „Touchpoints“ auseinander zu setzen. Wie kam es zu dieser Idee?

Wie mache ich eine Touchpoint Analyse?

Die Idee entstand in einem Feierabendgespräch von Axel Helbig, CEO Düsseldorf, mit Jonathan Möller, dem Gründer von foryouandyourcustomers. Die Anzahl der Kanäle wird damit visualisiert und die Möglichkeiten, lustvoll Szenarien für die Zukunft des Unternehmens zu gestalten, sind hoch und überraschend einfach.

Ideen entstehen beim Abendtalk

Viele produzierende Unternehmen haben eingesehen, dass PIM-Systeme eine wichtige Grundlage für den Erfolg in der Digitalbranche und im eCommerce darstellen. Worauf muss man achten, wenn man sich für ein PIM-System entscheidet?

PIM Systeme und ihre Wichtigkeit im eCommerce

Die Anforderungen unterscheiden sich von Branche zu Branche und der Anzahl von Produkten mit der Anzahl der Attribute sowie der internen Prozesse für die Produktdatenpflege. Für eine Entscheidung ist eine Kosten / Nutzenrechnung sinnvoll, wobei die Gesamtkosten über acht Jahre des Betriebs inklusive der Produktveredelung (Personal- und Arbeitsplatzkosten usw.) kalkuliert werden. Wir beobachten jedoch, dass Systementscheide in Österreich noch oft vom CIO getroffen werden und nur die IT-Systemkosten sprich Lizenzkosten und externen Dienstleisterkosten in der Entscheidungsfindung beachtet werden.

eCommerce in Österreich

Wenn du einen Wunsch an die eCommerce- bzw. Digitalbranche im gesamten D-A-CH-Raum hättest (gerne auch auf Länder aufgeteilt), welcher wäre das?

Zukunft des eCommerce

Ich denke, dass das Nationale auf der politischen Bühne wieder auftaucht, im Wirtschaftsleben jedoch am Verschwinden ist. Die Eigentümer von Google, Apple und Co. sind längst über den ganzen Planeten verstreut. Genau so wären Kooperationen über Landesgrenzen hinweg längst angebracht. Wir erklären unseren Kunden ausserdem, dass zeitgemäße Geschäftsmodelle eCommerce und alle anderen Kanäle umfassend im Unternehmen integrieren.

Vernissage bei foryouandyourcustomer

Auf welche Vernissage dürfen wir uns bald wieder in euren Büroräumlichkeiten freuen? 🙂

foryouandyourcustomers Ausstellung

Unsere Kuratorin Sali Ölhafen ist in Vorbereitung einer Foto- und Skulpturen-Ausstellung von vier Kunstschaffenden aus Wien, welche wir im Frühling in unseren Büros am Naschmarkt in Wien auf 300m2 Ausstellungsfläche zeigen.

 

Michael Bratl & Peter Rubik

Die Wiener Ampelpärchen haben rund um den Song Contest 2015 für Begeisterung gesorgt! Diese Toleranz und Offenheit muss einfach weitergetragen […]

Die Wiener Ampelpärchen haben rund um den Song Contest 2015 für Begeisterung gesorgt! Diese Toleranz und Offenheit muss einfach weitergetragen werden – das dachten sich auch Michael Bratl und Peter Rubik. Ein Shop musste her. Die viel diskutierten Symbole auf T-Shirts, Hoodies, Tank Tops und vielen anderen Produkten drucken und verkaufen – in die Welt hinaus tragen.

Ampelmännchen Merchandising

Interview Kreativpiloten GmbH

Michael und Peter, ihr wart lange und seid noch Dienstleister im eCommerce und baut jetzt selbst an einem eigenen Online Shop. Wie fühlt sich die Welt auf der anderen Seite an, bzw. wie viel anders ist es?

Es ist schon fantastisch mitzuerleben, wenn etwas ganz Neues entsteht und man zB. die ersten Screendesigns sieht, die ersten Produkte anlegt etc. Das ist schon ein tolles Gefühl.

Eine spannende Erkenntnis für uns im Zuge des Prozesses ist es zu erkennen, wie klein sich das Thema Payment im Gesamtkontext darstellt. Das rührt bei uns sicher auch aus der Erfahrung heraus, weil wir hier genau wissen was zu tun ist, aber wenn ich mir ansehe welche Probleme sich uns sonst noch stellen, wieviele Entscheidungen zu treffen sind, dann ist der Paymentteil wie es das Wort schon sagt, ein Teil davon, wenn auch ein wichtiger.

Online Shop in Wien – Ampelpärchen

Um auf den Aufbau des Shops noch näher einzugehen. Welche sind eure derzeitigen größten Herausforderungen?

Nun ja, nach der Auswahl des Shops und des Web-Developers, ist in Wahrheit die größte Herausforderung dem Onlineshop die notwendige Zeit zu widmen. Inhaltlich sind die Herausforderungen im Bereich Warenangebot und Kategorisierung. Eine gute Darstellung um den Kunden möglichst übersichtlich durch die Seite zu leiten und sich für die Erweiterungen nichts zu verbauen, das war definitiv nicht einfach. Die zweite Herausforderung ist der Logistikpart – die viel zitierte „letzte Meile“. Hier den richtigen Partner zu selektieren und technisch zu integrieren ist schon interessant.

Was uns jedoch sehr geholfen hat und auch immer noch hilft ist die Tatsache, dass wir für einige Bereiche, die wir nicht zu 100% abdecken können, Spezialisten geholt haben wie zB Web Developer, Social Media Experten, PR Experten und vor allem eine starke Lead Agentur – somit können wir uns auf die restlichen Aufgaben konzentrieren.

Social Media und PR wichtig für eCommerce

Ampelpärchen also. Ein sehr spannendes und vor allem außergewöhnliches Produktsortiment, das ihr da verkauft. Wie wollt ihr die Emotionen der Pärchen am besten vermarkten aber noch mehr – an den Käufer vermitteln?

Die Ampelpärchen haben im Vorjahr im Zuge der Einführung schon massiv polarisiert und für ein riesiges Medienecho gesorgt. Für uns ist es wichtig eine Klammer über alle drei Pärchen im Markenkern zu schaffen, welche die Werte und Emotionen welche die Pärchen verkörpern – am Besten wiedergeben. Weiters ist unser Ziel über die Marke die eher ungewöhnliche Toplevel Domain .rocks zu kommunizieren – Ampel Pärchen Rocks.

Die Klammer schaffen wir durch eine Symbolik, die Toleranz, Respekt und Weltoffenheit in sich vereint – das ist die Liebe. Das Symbol der Liebe ist das Herz, welches ein zentrales Element unserer Marke ist. Dies ist in der Wortbildmarke Ampelpärchen.rocks verankert.

eCommerce in Österreich – Ampelmännchen Shop

Stichwort Omninchannel. Für den Markenaufbau ist dieser Ansatz Pflicht. Auch für euch? Wie setzt ihr das am besten um?

Ja definitiv. Der Kunde/die Kundin muss die Marke an jedem Touchpoint gleich erleben – hier darf kein Unterschied gemacht werden.

Wir versuchen dies einerseits über den Markenaufbau und das Markenerlebnis zu schaffen, welches in allen Kanälen gleich bespielt wird, als auch in weiterer Folge über ein vernetztes System im Hintergrund. Daher haben wir Store, Onlineshopabwicklung, Lager und Office an einem Ort – so können wir sehr einfach gewährleisten, dass das Kundenerlebnis mit uns immer die gleiche Qualität hat.

Markenaufbau als Teil der eCommerce Strategie

Wie international gestalten sich eure Produkte? Ist die Internationalisierung eures Shops geplant? Wenn ja – wie setzt ihr diesen Punkt um?

Ja, Internationalisierung ist bereits mit-umgesetzt. Wir liefern die Waren innerhalb Europa überall hin und weltweit derzeit auf Nachfrage, wird aber bald standardmäßig mit-angeboten.

Die Umsetzung betreffend User Experience ist gleich wie für Kunden aus Österreich – da wird kein Unterschied gemacht. Die zwei größten Punkte sind die Mehrsprachigkeit des Shops und ein vernünftiges preisliches Angebot für den Versand der Produkte in alle Länder – hier müssen wir noch ein paar Schritte setzen.

Zukunft im eCommerce

Ein Blick in eure persönliche Glaskugel. Welchen Wunsch habt ihr an die Zukunft des österreichischen eCommerce?

Aus Sicht eines Start Ups glaube ich das der eCommerce in Österreich auf einem guten Weg ist, da schon sehr viel an Ecosystem in den letzten Jahren entstanden ist. Natürlich geht’s immer besser, aber die Basis ist geschaffen und schon sehr gut. Wenn man eCommerce generell betrachtet, dann fehlt uns in großen Unternehmen immer noch der holistische Ansatz im Vertrieb, bei dem der Bereich des Online Handels eine starke Rolle spielt, aber nicht in Konkurrenz zu den Stores steht, sondern als Ergänzung gesehen wird.

Wir haben das große Glück alles neu aufzubauen, unsere Ideen und Vorstellungen sehr einfach umzusetzen, da tun sich große Unternehmen sicher schwerer.

Ampelpärchen.rocks ist eine Marke der Kreativpiloten GmbH – welche die Verwertungs- und Nutzungsrechte an den Wiener Ampelpärchen Sujets für die nächsten 5 Jahre inne hat. Auf Basis dieser Rechte soll eine Mode- und Lifestyle Welt rund um die Ampelpärchen aufgebaut werden.  Gemeinsam bringen Michael Bratl und Peter Rubik jahrelange Business-Erfahrung mit: Bratl, Inhaber der Unternehmensberatung MiBcon GmbH, war zuvor Geschäftsführer der PayLife Service GmbH, Head of Payment Innovation der PayLife Bank GmbH (vormals Europay Austria GmbH) und im Proposition Marketing & Product Management der T-Mobile Austria GmbH (vormals max.mobil. GmbH). Rubik war zuvor als strategischer Consultant bei Projektgarage/Ecx.io austria GmbH, im Product-Management und Sales der PayLife Bank GmbH sowie im Business Development der Vientis Consulting GmbH tätig. Nun heben die beiden gemeinsam als Kreativpiloten ab.

 

Hania Bomba – RegioPlan

Zur Abwechslung haben wir heute ein Interview, welches sich verstärkt um den stationären Handel dreht. Dafür ist es umso wichtiger, einen […]

Zur Abwechslung haben wir heute ein Interview, welches sich verstärkt um den stationären Handel dreht. Dafür ist es umso wichtiger, einen Blick in den Bereich des physischen Geschäfts zu wagen. Unsere Interviewpartnerin RegioPlan Consulting ist ein europaweit agierender Unternehmensberater mit Fokus auf einzelhandelsrelevante Themen. Das Unternehmen verfügt über 30 Jahre praktischer aber vor allem wissenschaftlicher Erfahrung durch tägliche Auseinandersetzung mit europaweitem Konsumentenverhalten, internationalen Händlern und Einzelhandelsimmobilien. Sie verstehen Konsumentenverhalten ebenso wie die internationalen Marktentwicklungen und übersetzen deren Auswirkungen zukunftsfähig in die stationäre Fläche im Handel. Ihre Expertise, als Handelsberater, liegt in der Entwicklung von Handelskonzepten sowie in der Positionierung und im Refurbishment von Handelsimmobilien.

Hania Bomba hat nach ihrer Tätigkeit als Leiterin des Marketing- und Vertriebsteams bei RegioPlan Consulting, 2005 die Position der Geschäftsführung übernommen und ist seit Anfang 2016 alleinige Geschäftsführerin.

Regio Plan Interview

Frau Bomba, erzählen Sie uns zu Beginn doch bitte, wie Sie die Entwicklung des Offline Handels der letzten Monate / Jahre miterlebt haben. Das wichtigste im stationären Handel ist „Lage – Lage – Lage“. So hört und kennt man das immer wieder. Ist dieses eine Kriterium wirklich der ausschlaggebende Punkt für Erfolg bzw. Misserfolg der Händler?

Was wir im Konsumentenverhalten beobachten ist, dass die Konsumenten einen immer größeren Anteil ihres, für den Handel verfügbaren, Geldes online ausgeben. In manchen Branchen ist dieser Anteil größer als in anderen. Liegt der Onlineanteil der Konsumausgaben in der Lebensmittelbranche noch bei 2%, so beläuft sich dieser in der Elektrobranche schon auf knapp über 30%. Diese Anteile werden in Zukunft noch weiter steigen. Das spiegelt die massiven Veränderungen im Konsumentenverhalten wieder und ist für stationäre Händler ein klares Zeichen, dass sie ihre Businessmodelle hinterfragen müssen. Dabei geht es nicht nur um ein leichtes optimieren, sondern um eine generelle Umstellung, angefangen beim Sortiment und Organisationsaufbau, bis hin zur Personalstrategie und dem Onlineauftritt. Im stationären Handel geht es nicht ausschließlich um die Lage. Es ist vielmehr eine Kombination aus der Lage und dem für die Lage und Funktion passenden Konzept.

Online Handel und stationärer Handel – Multichannel

Der Online Handel bleibt. Auch eCommerce in Österreich geht nicht mehr. Wir sind weiter über dieses Trend-Denken hinausgewachsen. Haben die Filialhändler in diesem Bereich etwas verschlafen? Es gibt immerhin nicht zu jedem stationären Laden auch ein Online Pendant. Vice versa ist es aber so, dass Pureplayer im eCommerce sehr wohl verstärkt Flagship- / Pop Up- oder Concept Stores haben möchten. Wie sehen Sie das?

Der Handel setzt sich aus unterschiedlichen Kanälen zusammen. Der Onlinekanal hat zwar vieles revolutioniert, im Handel geht es aber auch in Zukunft um die optimale Verknüpfung aller Kanäle. Es gibt sicherlich Pure Player, die von der stationären Fläche profitieren können. Allerdings muss man zuerst das Potenzial des Standortes ganz genau für das eigene Konzept berechnen und nicht den Fehler machen sich auf andere Durchschnittswerte zu verlassen. Nicht jede Fläche bedeutet mehr Umsatz, und schon gar nicht mehr Ertrag.

Datenmanagement im Stationären Handel?

Im eCommerce erfolgreich zu sein bedeutet auch Datenmanagement. Wir sprechen gerne von Smart Data – den Konsumenten also „wirklich“ kennen. Offline scheint diese Vorgehensweise bzw. dieser Prozess noch sehr in den Kinderschuhen zu stecken. Weshalb ist es so, dass stationäre Händler solche Trends wie eben effektives Datenmanagement häufiger und länger verschlafen?

Ich würde nicht sagen, dass stationäre Händler diesen Trend verschlafen. Sie hatten bis jetzt nur ein anderes Datenmanagement, welches sich hauptsächlich auf statische und statistische Daten fokussierte. Was durch den Onlinehandel dazugekommen ist, sind Daten, die man durch die Customer Journey bekommt. Es geht also nicht darum, dass der Trend verschlafen wurde, sondern manche Händler sind mit dem Datenvolumen oft überfordert. Man muss wissen wie man Datenmengen auf das wesentliche reduziert. Wir arbeiten oft mit Kundendaten internationaler Unternehmen und müssen uns von Unmengen an Daten auf nur zwei bis drei Faktoren fokussieren, um Benchmarks setzen zu können, welche qualitativ umsetzbar sind.

Customer Journey im stationären Handel

Österreich scheint in Europa ein etwas hinkendes Land zu sein, wenn es um den Online aber auch Offline Handel geht. Hier möchten wir etwas provokant das Buzzword „beratungsresisten“ oder „Innovations-Gegner“ einwerfen. Wie sehen Sie das bzw. wie würden Sie Österreich im europäischen Vergleich beschreiben?

Verglichen mit Ländern wie Deutschland, Frankreich, Russland oder Polen, ist Österreich ein recht kleiner Markt. Außerdem gibt es kaum noch österreichische Handelsunternehmen. Das bedeutet, dass die Expansion bzw. das Schicksal des Österreichischen Handels nicht hier entschieden wird. Gerade weil wir ein kleiner Markt sind, finden Innovationen hauptsächlich in größeren Ländern statt. Allerdings hat Österreich aus unserer Sicht ein gutes Potenzial und würde sich für manche Tests gut eignen, da wir im Gegenzug zu den Riesenmärkten ein überschaubarer und entwickelter Markt sind. Man könnte in Österreich durchaus stabile Prognosen machen. Außerdem verfügen wir Dank spezialisierter Unternehmen und Instituten über qualitativ hochwertige Daten zu Konsumenten und Handel. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich das in Zukunft entwickelt.

Innovation im stationärer Handel

Wir wollen auch ein wenig in die Praxis blicken. Welche Best-Practice Beispiele haben Sie betreffend der Verknüpfung von Online und Offline Handel in Österreich bzw. in Europa? An welchem Händler / Konzept kann man sich wirklich ein Beispiel nehmen?

Auf globaler Ebene kann man sich exklusive Unternehmen wie beispielsweiße große Haut Couture Brands ansehen. Diese machen ganz gut vor wie man Marken bildet und Begehrlichkeit schafft und verkauft. Das zweite Beispiel, welches eher für die breite Masse gilt, ist die Lebensmittelbranche mit Carrefour als Vorreiter. In Österreich kann man sich sicherlich von Drogerieketten wie Bipa und ihrer sehr guten Einführung des Onlinekanals viel abschauen. Aber es gibt auch kleine Konzepte wie Marco Simonis, die sich stark auf Individualität fokussieren und sogar die Lieferung der Waren als besonderes Erlebnis gestalten. Es gibt nicht den einen Händler der als perfektes Beispiel gilt. Es sind vielmehr Teilaspekte, die jeder Händler auf seine Art sehr gut macht und die man sich abschauen kann.

Zukunft eCommerce in Österreich

Und zum Schluss unsere Standardfrage – Blicken wir auf die nächsten 5 Jahre Handel in Österreich. Welchen Wunsch haben Sie an die österreichische Handelslandschaft?

Zum Handel gehören zwei Sachen. Einerseits sind es die fundierten und belastbaren Daten, Berechnungsmethoden und Modelle. Zum anderen ist es der Mut und das Bauchgefühl. Es wäre schön, wenn man in Österreich beide so kombinieren könnte, dass man eine gute Balance schafft. Das würde ich mir wünschen und darauf achten wir bei RegioPlan ganz besonders.