Barrierefreiheit Archive - A-COMMERCE | E-Commerce Beratung & Events
Schließen

Du möchtest einen kostenlosen Ersttermin vereinbaren?

Daniel Poinstingl ist dein richtiger Ansprechpartner und freut sich
auf deine Kontaktaufnahme:

daniel@a-commerce.at
+43 676 307 79 78

Schließen

Du hast Fragen zu unseren Events und möchtest dir ein Ticket sichern?

Susanne Hüttner ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

events@a-commerce.at
+43 680 328 28 50

Schließen

Du hast Fragen rund um die A-COMMERCE Partnerschaft?

Susanne Hüttner ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

susanne@a-commerce.at
+43 680 328 28 50

Schließen

Du hast Fragen zur A-COMMERCE Medienpartnerschaft?

Elisabeth ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

elisabeth@a-commerce.at
+43 676 755 23 47

Schließen

Du suchst qualifizierte Mitarbeiter für dein Unternehmen und möchtest deine Job-Anzeige auf unserer Website veröffentlichen?

Daniel Poinstingl ist dein richtiger Ansprechpartner und freut sich
auf deine Kontaktaufnahme:

daniel@a-commerce.at
+43 676 307 79 78

Barrierefreies Internet - A-Commerce A bis Z

Seit 1. Jänner 2016 müssen in Österreich alle Güter, Dienstleistungen und Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, laut Gesetz barrierefrei zugänglich sein – das gilt auch für Webseiten. Denn das Internet ist zu einem fixen Bestandteil unseres Lebens geworden, in dem wir uns informieren, mit anderen kommunizieren, diverse Geschäftstätigkeiten erledigen oder unsere Waren bestellen. Für blinde, körperlich oder kognitiv eingeschränkte oder ältere Menschen ist diese Nutzung allerdings oft schwierig, da für sie das multimediale Medium zahlreiche Barrieren birgt.

Was genau können Barrieren sein?

Eine Barriere ist allgemein eine Schranke, die einen Weg versperrt. Demnach kann bereits die notwendige Nutzung einer Maus eine Barriere zur Verwendung des Internets darstellen, wenn man etwa keine Arme oder eine Armverletzung hat. Aber auch nichtbeeinträchtigten Usern sollen spezielle Schranken nicht auferlegt werden, wie etwa verpflichtend gewisse Hard- oder Softwarekonfigurationen verwenden zu müssen oder ganz allgemein Plattform- oder Betriebsystemabhängigkeiten.

Grob unterscheidet man zwischen inhaltlichen und technischen Barrieren, durch die einem der Zugang zum World Wide Web erschwert werden kann.
Inhaltliche Hürden beim Lesen von Webseiten können etwa schwierige Formulierungen, mit vielen Fremdwörtern angereicherte Texte oder Texte mit kompliziertem und zu langem Satzbau sein.
Technische Barrieren betreffen im Prinzip die Benutzerfreundlichkeit (Usability) von Webseiten. Hierunter fallen z.B. schlecht lesbare Inhalte wegen kleiner Schrift, ungünstige Farbkontraste (Farbenblindheit) oder reine Audio-Elemente, die von Hörgeschädigten nicht konsumiert werden können.

Was ist Barrierefreiheit im Internet?

Abbau von Barrieren

Menschen mit Beeinträchtigungen sind von Vornherein auf spezielle Aufbereitungen der digitalen Inhalte angewiesen, damit sie die verschiedenen Webangebote nutzen können. So müssen sich etwa blinde oder sehbehinderte User die Webseiten über Software vorlesen oder in Braille-Schrift ausgeben lassen und gehörlose Menschen benötigen besondere Darstellungsformen z.B. in Gebärdensprache.

Hundert Prozent Barrierefrei wird man wahrscheinlich schwer erreichen können, weshalb sich in Fachkreisen auch der Begriff „zugängliche Webseitengestaltung“ etabliert hat. Mit dem Wissen um mögliche Barrieren, der Berücksichtigung der speziellen Aufbereitungsformen für beeinträchtigte Menschen und einigen darauf abgestimmten Maßnahmen können Barrieren aber zumindest weitgehend abgebaut werden. Solche Maßnahmen können sein:

  • Übersichtliche Navigation
  • Trennung von Inhalt, Funktion und Layout, damit beim Vorlesen durch den Screenreader nur der Inhalt und keine Zusatzinformationen weitergegeben werden
  • Möglichkeit der Schrift- oder Kontraständerung
  • Passende Farbverwendung, z.B. Vermeiden von Rot auf Grün
  • Beschreibung multimedialer Inhalte mit Alternativtexten, damit etwa blinde oder sehbehinderte Menschen die Inhalte der Bilder erfassen können
  • Leicht verständliche Sprache oder zusätzliches Anbieten von „Leichter-Lesen“-Versionen
  • Navigation und Inhalte sind auch mit der Tastatur ansteuerbar, nicht nur über die Maus
  • Vorliegen der Webseite in zumindest einer Alternativ-Sprache (z.B. Englisch als Universalsprache)

Zusätzliche Vorteile von barrierefreien Webseiten

Barrierefreie Online-Angebote sind von Vornherein suchmaschinenoptimiert, da Google & Co. Webseiten ähnlich wie sehbehinderte User wahrnehmen und meist nur reinen Text auswerten können. Multimedia-Inhalte bleiben ihnen – wenn keine Alternativ-Beschreibung in Textform vorliegt – großteils verborgen. Zudem können Suchmaschinen schlanken HTML-Code einfacher und schneller erkennen.

Auch die Usability ist bei barrierefreien Webseiten für alle Endbenutzer meist generell höher: Durch den optimierten HTML-Quellcode ergeben sich kürzere Ladezeiten, der Inhalt lässt sich besser auf mobilen Endgeräten darstellen, die Struktur ist einfacher und besser nachvollziehbar und die Navigation ist intuitiver und damit benutzerfreundlicher.

Umsetzungsstandards

An den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) der Web Accessibility Initiative (WAI) kann man sich orientieren, wie eine Website gestaltet sein sollte, damit sie für alle zugänglich ist. Dabei werden drei Konformitätsstufen unterschieden: die Minimalerfüllung „A“, die nächste Stufe „AA“ und der höchstmögliche Standard „AAA“.

A-COMMERCE hilft bei barrierefreier Umsetzung

Ganz dem Trend entsprechend drohen Abmahnungen wohin das webaffine Auge schaut. Hier ist ein fast schon geschichtlicher Rückblick fällig. So besteht bereits seit 1530 n.Chr. eine Impressumspflicht. Ziemlich eindeutig, wer das war, oder? Es waren die Römer. Also kam es 2007 für das deutschsprachige Internet recht „überraschend“, dass auch im Teledienstgesetz eine entsprechende Verankerung zu finden ist. In Folge erlangte die Abmahnwelle ebenso Präsenz im Internet wie das Impressum selbst.

Gerade in Österreich erreichten uns vergleichsweise schier unglaubliche Verpflichtungen: Beispielsweise der Verzicht auf nichtdokumentierte Umsätze – eingedämmt durch die Einführung der Registrierkasse. Um aber beim Thema zu bleiben: Hinweispflicht für „Cookies“ gibt es seit 2009 mit einer kürzeren Umsetzungsspanne (bis Mai 2011). Immer noch wissen einige Website-Betreiber auch in Deutschland nicht einmal, dass sie Cookies im Einsatz haben. Was wird wohl passieren – Abmahnungen?

Barrierefreiheit im Internet

Aktuell beschäftigt den Webmaster ein „neues“ recht umfassendes Thema: Barrierefreiheit im Internet – Das österr. Sozialministerium informierte dazu über das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, welches seit 1.1.2016 seine volle Kraft erlangt: https://www.sozialministeriumservice.at/site/Behindertengleichstellung/Barrierefreiheit/Barrierefreies_Internet

Nun, das mittlerweile 10 Jahre alte Gesetz ist verpflichtend. Öffentliche Stellen mussten bereits seit einiger Zeit entsprechend agieren. Besonders die Bau- und Immobilienbranche war mit neuen Liften und Rollstuhlrampen davon betroffen. Man darf es nicht als typisch österreichisches Verhalten bezeichnen, dass 10 Jahre gewartet wird, bis man im Bereich der IT-Abteilungen der Privatwirtschaft mal beginnt sich darüber zu informieren, dennoch könnten Website-, ja sogar Shopbetreiber, je nach Angebot entsprechend, bereits seit 4 Monaten eine Reihe von Schadensersatzklagen auf ihrem Tisch finden.

Gesetzlich geht es um §5 und §6 in welchen die überfälligen Aufgaben beschrieben stehen. Diese sollte man jedoch nicht nur als Auflage sehen. In der Optimierung der Website für zB. Screenreader (Programme welche Menschen mit visueller Beeinträchtigung Internetseiten vorlesen) steckt eine Menge Potential.

In Österreich gibt es über 1.7 Mio. Menschen mit körperlichen bzw. geistigen Einschränkungen. Hierbei stellt sich die Frage, ob diese nicht eine attraktive Erweiterung eurer Zielgruppe darstellen könnten. Zudem sind „sauber“ programmierte Websites (entsprechend den WAI-Richtlinien) aus SEO-Sicht ein Garant für besseres Ranking gegenüber Seiten ohne Rücksicht auf die sowieso gesetzliche Vorgabe.

Also was ist zu tun?

Im Netz gibt es eine Reihe von Tools, um Websites dahingehend zu testen. Der erste Blick gilt jedoch dem W3C Validator.

Neben den rein technischen Aspekten, sollten aber auch Redaktionen instruiert und die Bedeutung eines zB. gut organisierten Medienpools mit Beschreibungstexten usw. vertieft werden. Ebenso ist die Design-Abteilung gefragt, um zB. ein Kontrastverhältnis von min. 65% nicht zu unterschreiten.

Genau bei diesem Vorhaben bedarf es weitreichende Erfahrung sowie kompetente Beratung. Komprimiert und für jeden Shopbetreiber zugänglich übernehmen auch wir diesen Part.

Was sind eure Erfahrungen, wenn es um die Bedienung eurer Website OHNE Maus geht? 😉