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Über Trends, die Vorschriften sind

Ganz dem Trend entsprechend drohen Abmahnungen wohin das webaffine Auge schaut. Hier ist ein fast schon geschichtlicher Rückblick fällig. So […]

A-COMMERCE hilft bei barrierefreier Umsetzung

Ganz dem Trend entsprechend drohen Abmahnungen wohin das webaffine Auge schaut. Hier ist ein fast schon geschichtlicher Rückblick fällig. So besteht bereits seit 1530 n.Chr. eine Impressumspflicht. Ziemlich eindeutig, wer das war, oder? Es waren die Römer. Also kam es 2007 für das deutschsprachige Internet recht „überraschend“, dass auch im Teledienstgesetz eine entsprechende Verankerung zu finden ist. In Folge erlangte die Abmahnwelle ebenso Präsenz im Internet wie das Impressum selbst.

Gerade in Österreich erreichten uns vergleichsweise schier unglaubliche Verpflichtungen: Beispielsweise der Verzicht auf nichtdokumentierte Umsätze – eingedämmt durch die Einführung der Registrierkasse. Um aber beim Thema zu bleiben: Hinweispflicht für „Cookies“ gibt es seit 2009 mit einer kürzeren Umsetzungsspanne (bis Mai 2011). Immer noch wissen einige Website-Betreiber auch in Deutschland nicht einmal, dass sie Cookies im Einsatz haben. Was wird wohl passieren – Abmahnungen?

Barrierefreiheit im Internet

Aktuell beschäftigt den Webmaster ein „neues“ recht umfassendes Thema: Barrierefreiheit im Internet – Das österr. Sozialministerium informierte dazu über das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, welches seit 1.1.2016 seine volle Kraft erlangt: https://www.sozialministeriumservice.at/site/Behindertengleichstellung/Barrierefreiheit/Barrierefreies_Internet

Nun, das mittlerweile 10 Jahre alte Gesetz ist verpflichtend. Öffentliche Stellen mussten bereits seit einiger Zeit entsprechend agieren. Besonders die Bau- und Immobilienbranche war mit neuen Liften und Rollstuhlrampen davon betroffen. Man darf es nicht als typisch österreichisches Verhalten bezeichnen, dass 10 Jahre gewartet wird, bis man im Bereich der IT-Abteilungen der Privatwirtschaft mal beginnt sich darüber zu informieren, dennoch könnten Website-, ja sogar Shopbetreiber, je nach Angebot entsprechend, bereits seit 4 Monaten eine Reihe von Schadensersatzklagen auf ihrem Tisch finden.

Gesetzlich geht es um §5 und §6 in welchen die überfälligen Aufgaben beschrieben stehen. Diese sollte man jedoch nicht nur als Auflage sehen. In der Optimierung der Website für zB. Screenreader (Programme welche Menschen mit visueller Beeinträchtigung Internetseiten vorlesen) steckt eine Menge Potential.

In Österreich gibt es über 1.7 Mio. Menschen mit körperlichen bzw. geistigen Einschränkungen. Hierbei stellt sich die Frage, ob diese nicht eine attraktive Erweiterung eurer Zielgruppe darstellen könnten. Zudem sind „sauber“ programmierte Websites (entsprechend den WAI-Richtlinien) aus SEO-Sicht ein Garant für besseres Ranking gegenüber Seiten ohne Rücksicht auf die sowieso gesetzliche Vorgabe.

Also was ist zu tun?

Im Netz gibt es eine Reihe von Tools, um Websites dahingehend zu testen. Der erste Blick gilt jedoch dem W3C Validator.

Neben den rein technischen Aspekten, sollten aber auch Redaktionen instruiert und die Bedeutung eines zB. gut organisierten Medienpools mit Beschreibungstexten usw. vertieft werden. Ebenso ist die Design-Abteilung gefragt, um zB. ein Kontrastverhältnis von min. 65% nicht zu unterschreiten.

Genau bei diesem Vorhaben bedarf es weitreichende Erfahrung sowie kompetente Beratung. Komprimiert und für jeden Shopbetreiber zugänglich übernehmen auch wir diesen Part.

Was sind eure Erfahrungen, wenn es um die Bedienung eurer Website OHNE Maus geht? 😉