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Weiterbildung Digitalisierung

Bildung. Digitalisierung. Zukunftspotential. Das sind eigentlich Begriffe, die perfekt miteinander harmonieren müssten. Systeme und Entwicklungen, welche Hand in Hand gehen sollten. Doch haben wir leider immer wieder erkennen und selbst spüren müssen, dass das aktuelle Bildungsangebot in den Bereichen Digitalisierung, Business Development und eCommerce zu wünschen übrig lässt. Zu wenig spürt man hier den Fortschritt, welchen Unternehmen vorantreiben möchten. Wie denn auch, wenn man sich als zukunftsorientiertes Unternehmen auf Studienpläne aus dem Jahre 2000 verlässt. Dann glaubt man auch noch, dass Bachelor Absolventen und Master-Minds frisch und vor allem „allwissend“ von der Uni kommen? Falsch gedacht.

Denn oft ist es so, dass eben diese frisch-gebackenen Titelträger die Weisheit scheinbar mit dem großen Löffel gefressen haben und dieser Abschluss gepaart mit Praktika in diversen Konzernen als Nummer 123456 ausreichen, um im Business Berge zu versetzen. Wir wollen hier nicht alle über einen Kamm ziehen, sondern die Denke der Unternehmer in erster Linie etwas durchbrechen und aufzeigen, dass es Erfahrung nicht im Studium zu lernen oder gar zu kaufen gibt. Der deutsprachige Raum ist – kein Geheimnis – sehr Titel-fokussiert. Viele Unternehmer glauben, dass ein Studium der Garant für Wissen und Erfolg bei neuen, jungen Mitarbeitern ist. Die Vorstellungen von einem fertigen Bachelor- oder sogar Master-Studium und die damit einhergehende Erwartung an diese „Frischlinge“ aber auch die dementsprechende Entlehnung scheinen hier aber immens auseinander zu driften. u wenig hinterfragen Wirtschaftstreibende das Bildungssystem bzw. noch viel weniger implizieren sich diese darin.

In vielen Fachhochschulen tragen bereits erfahrene CEOs oder Unternehmenssprecher sowie Sales-Menschen vor. Die Anforderung seitens der Bildungseinrichtung an diese ist trotzdem – wissenschaftlich vorzugehen. Natürlich, denn bei E-Mails und Business Deals muss auch ordentlich zitiert werden. Immerhin ist das ein wichtiger Punkt in einem Pitch oder einem Strategiekonzept. NOT. Das wahre Business scheint hier bei Lehrgangsleitern nicht angekommen zu sein. Trotzdem besteht immer wieder Hoffnung und ein Licht am Ende des Tunnels.

Die ersten Ansätze gibt es in Österreich (wir wissen aktuell wenig über das Geschehen in Deutschland bescheid) bereits. Beispielsweise hat die Werbeakademie in Österreich mit ihrem Angebot schon gut aufgerüstet. eCommerce Lehrgänge, Online Marketing und Kommunikations-Ausbildung aus erster und vor allem praktischer Hand. Keine Dr. Dr. Univ. Professoren, sondern Business People aus großen erfolgreichen Konzernen aber auch kleinen Beratungsagenturen, welche sich ihr Wissen selbst anlernen mussten und so erfolgreich geworden sind. Doch wo bleiben Institutionen wie die Wirtschaftsuniversität oder die praxisorientierten Fachhochschulen? Kann es wirklich Status Quo und ein Qulitätsmerkmal sein, dass Lehrende mit der Tatsache werben, dass sie bereits „seit Beginn des Internets“ mitdabei sind? So what? Solange diese „lehrende“ Person nicht im Stande dazu ist, das Wissen, was in diesen unzähligen Jahren Internet angefallen ist, auch auf junge Talente zu projizieren, denen man nicht erzählen muss, wie normal ein Facebook Auftritt eines Unternehmens ist, hilft die längste Twitter Präsenz kein bisschen weiter. Das kann nicht der Qualitätsanspruch an Hochschulen sein.

Lebenslanges Lernen

Weiterbildung ist der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum – dessen sind sich auch Wirtschaftstreibende sicher. Bildung ist oft die Voraussetzung für Arbeitsplätze. Unternehmen kämpfen um die Besten und müssen mit den Mitbewerbern zwischen hoch- und niedrigqualifizierten Beschäftigten wählen. The war for talents – ein bekanntes Thema, mit dem sich bis dato nur die HR-Branche befasst hat.

Einmal einen Job bekommen und anschliessend nie wieder lernen kann aber auch kein Erfolgskriterium sein. Vor allem mit der voranschreitenden Digitalisierung ist Weiterbildung ein wichtiges Thema. Etwas, das heute aktuell ist, kann in 2 Wochen wieder hinfällig sein. Unternehmen kommen mit dieser Geschwindigkeit einfach nicht mehr klar. Umso wichtiger ist es, diese darauf zu sensibilisieren ihre Denke und ihren Geschäftsbereich so anzupassen, dass das Gesamtpaket mit den aktuellen Geschehnissen zusammenpasst. Es sei ihnen vor allem geraten, sich schnell an die Veränderungen anzupassen, bevor die Digitalisierung und Industrie 4.0 sie dazu zwingt bzw. ihnen vorausgeht.

Das Erfolgskriterium liegt nicht ganz unbegründet auch bei den Mitarbeitern, welche im Unternehmen beschäftigt sind. Belegschaften auf allen Unternehmensebenen sollten Weiterbildungen regelmäßig in Anspruch nehmen können. Nur wer sich ständig weiterentwickelt und am Puls der Zeit bleibt, kann den äußeren Einwirkungen Stand halten. Hier sollten vor allem neue Technologien und digitale Entwicklungen, welche das Arbeitsumfeld betreffen nicht ausbleiben.

Digitalisierung bedeutet nämlich nicht nur Investitionen in Soft- und Hardware sondern genau so Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter. Wir sprechen hier nicht von einem „nice to have“ Umstand sondern von einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Diese vorausgelagerten Maßnahmen werden Unternehmen im Longtail Aktualität verschaffen und wenn man es richtig anstellt auch den Vorsprung garantieren.

Weiterbildung erleichtert Digitalisierung

True Story! Einige Studien in Deutschland haben bereits erwiesen, dass unternehmensübergreifende Informationen aber auch themenbezogene Lernräume die Digitalisierung und Industrie 4.0 erleichtern. Herausforderungen der Zeit und des Umfeldes werden einfacher und präziser gehandhabt, wenn das Angebot der Aus- und Weiterbildung angenommen und auch im Unternehmen umgesetzt wird. Vor allem in Zeiten des völlig selbstverständlichen eLearnings können Inhalte und Informationen bzw. Lern-Utensilien ohne großen Aufwand zur Verfügung gestellt werden. „Learning on the Job“ ist leichter denn je – die Verbindung zwischen Wissen und das direkte Anwenden im Job-Alltag ist hier Gold wert.

Auch wir bei A-COMMERCE haben es uns zur Aufgabe gemacht, Wissen rund um das Thema eCommerce aber auch Digitalisierung und Business Development zu vervielfachen. Vor allem in den Köpfen von Entscheidungsträgern oder denjenigen, die es noch werden. So gering ist das Hintergrundwissen und so viele Generalisten treiben ihr „Unwesen“ in unserer Branche. Sie zerstören viele Zukunftsvisionen von Händlern und Herstellern aufgrund von mangelndem Wissen oder Partnern. Das muss ein Ende haben. Händler und Hersteller sollen verstehen, was wir bzw. andere Dienstleister, Shopsystem-Programmierer, usw. ihnen verkaufen. Durch Preise kann (fast) jeder glänzen, aber den Mehrwert durch Know How zu bieten ist nochmals eine extra Meile, die unbedingt gegangen werden muss um erfolgreiche Kunden zu schaffen.

PS. Übrigens lässt sich dieses Pseudo-Wissen-durch-Generalisten-transportieren auf viele andere Branchen transponieren.

eCommerce und Bildung - Harald KindermannVor einigen Wochen haben wir FH-Prof. Mag. Dr. Harald Kindermann in Linz kennenlernen dürfen. Er ist Präsident des Marketing Club Linz und …

seit 2005: FH-Professor für Marketing und Konsumentenverhalten an der FH OÖ, Studiengang „Marketing und Electronic Business“

seit 2007: Geschäftsführer und Komplementär bei der „datas – Zentrum für Konsumentenforschung“ – Kindermann KG, Südweg 8, 4211 Alberndorf

seit 2007: Lehrbeauftragter am Institut für Betriebswirtschaftslehre im Fachbereich Electronic Business an der Universität Wien.

Harald Kindermann Interview

Wir haben Harald gebeten, uns zu wichtigen Themen im eCommerce seine Meinung zu schildern.

1. Welche Trends erkennst Du aktuell bei Online Händlern, wenn es um die viel und breit besprochene Digitalisierung geht? Es kommt immer öfter vor, dass die Wandlung zum Dienstleister (Stichwort: Kundenservice) bei Online Händlern wichtig wird. Welche Erfahrungsberichte hast du diesbezüglich?

Der Onlinehandel ist unbestritten ein wesentlicher Eckpfeiler der Zukunft. Nahezu jede Branche wird sich den damit verbundenen Herausforderungen stellen müssen. Leider reagieren viele klassischen Händler (= Brick&Mortar – Händler = B&M) darauf nur sehr langsam und halbherzig. So werden zwar immer häufiger Onlineshops implementiert, jedoch ist die konkrete Umsetzung meist schlecht durchdacht und nicht verdächtigt, die Kundenbedürfnisse berücksichtigt zu haben. Meist mangelt es auch an der Verzahnung zwischen Verkaufsstandorten und den Onlineangeboten – obwohl genau diese Verzahnung eine Chance gegenüber Amazon und Co sein könnte. Kurz: der Onlinehandel kommt beim klassischen Handel zwar an, jedoch tickt die Zeit in der digitalen Welt deutlich schneller als gehandelt wird.

Harald Kindermann über Bildung im eCommerc

2. Die FH Steyr ist eine der wenigen, wenn nicht die einzige Weiterbildungsstätte, die sich um das Thema eCommerce kümmert bzw. sich diesem widmet. Wieso nur diese Bildungseinrichtung und keine anderen?

Wir an der FH OÖ am Campus Steyr haben mit den Studiengängen „Marketing und Electronic Business“ und „Digital Business Management“ den Trend gottseidank rechtzeitig erkannt und darauf mit den genannten Bachelor- und Masterstudienprogramm reagiert. Die Nachfrage der Studenten, bei uns einen Studienplatz zu erhalten sowie die Nachfrage der Wirtschaft an unseren Studienabgängern, zeigt uns, dass wir inzwischen wirklich etabliert und anerkannt sind. Andere Universitäten und Fachhochschulen ziehen zwar mit diversen Angeboten nach, jedoch nimmt uns keiner die Vorreiterrolle.

Harald Kindermann ist Vorstand im Marketing Club Linz

3. Als Vorstand im Marketing Club Linz steht auch für Dich bzw. Euch das persönliche Netzwerken im Vordergrund. Trotz der unzähligen digitalen Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu treten und sich auszutauschen ist der persönliche Kontakt eine wichtige (nicht zu vernachlässigende) Komponente. Wie siehst du den Ausgleich bzw. die Mischung der beiden Kanäle (quasi online versus offline)?

Online-Vernetzungen, die auf Plattformen wie Facebook, Xing, LinkedIn, usw. basieren, stellen eine gute Möglichkeit dar, in Kontakt zu bleiben und um sich über Neuigkeiten auszutauschen. Kontakte mit Qualität und Relevanz entstehen und bestehen jedoch nur im wirklichen Leben.

eCommerce Hotspot in Linz

4. Es ist kein Geheimnis, dass der eCommerce Hotspot in Oberösterreich liegt. Warum ist deiner Meinung nach die Digitalisierung in Oberösterreich stärker voran geschritten als in anderen Bundesländern?

Es freut mich zwar, wenn dem so ist und es zeigt mir, dass möglicherweise unser Studienangebot zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Aber um ehrlich zu sein, war mir nicht bekannt, das OÖ der Hotspot des eCommerces ist.

Gefahren und Chancen im eCommerce in Österreich

5. Welche Gefahren bzw. Chancen siehst Du für Unternehmen, die sich in Österreich etablieren möchten? Welche Branchen und Märkte gilt es noch zu füllen bzw. welches Potenzial steckt in der Unternehmenslandschaft Österreich?

Auf die Gefahr hin, dass man sich ständig wiederholt – aber man kann es nicht oft genug betonen: Die steuerliche Last und die bürokratischen Hürden, die Unternehmen in Österreich haben, stellen sicherlich die größte Gefahr für innovative Unternehmen dar. Dazu kommt noch eine in Österreich weit verbreitete Kultur, dass Viele einem sofort erklären, warum eine Idee NICHT funktionieren, anstatt zu helfen, eine Idee zu verbessern oder sie zu unterstützen.  Die Märkte und Nischen sind zwar inzwischen schon hochgradig fragmentiert, jedoch findet man immer wieder eine Innovation, von der man hinterher meint „Warum ist nicht selber darauf gekommen?“

Ausblick für österreichischen eCommerce

Ein Blick in Deine persönliche Glaskugel …

Welche Trends siehst du in den nächsten 2-3 Jahren auf uns (digital Branche und eCommerce) zukommen bzw. welchen Wunsch hättest du an die Branche?

Spontan fallen mir dazu die folgenden Punkte ein:

  • Ein reiner Onliner verzichtet auf wichtige B&M-Umsätze! Insbesondere im Bekleidungsbereich wird dies zutreffen!
  • Viele klassische B&M-Händler – auch mit einem parallel betriebenen Webshop – werden die nächsten 5-10 Jahre ohne nachhaltigem Strategiewechsel nicht überleben!
  • In Österreich gibt es derzeit noch keine wirklich sinnvolle, synergetische Verzahnung zwischen Online- und stationärem Handel; zudem fehlen konkrete Handlungsempfehlungen bzw. Konzepte gänzlich!
  • Der erste innovative „Future Store“ würde jedoch neben zusätzlichen Verkaufserlösen einen enormen Imagegewinn (z. B. Presse, PR, Halo-Effekte) mit hohem Potential für eine Umwegrentabilität bieten!
  • Zahlungsverfahren werden sich ebenfalls noch ändern. Shop-Lösungen, die auf mobile Endgeräte optimiert sind, werden zunehmend an Relevanz gewinnen.