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Vergleich SEO Amazon und Google

Wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht, dann haben Online Händler hauptsächlich Google auf dem Radar. Glaubt man zahlreichen aktuellen Studien, erfolgt die Produktsuche immer stärker direkt bei Amazon und nicht mehr über Google. Die Vorteile für den User liegen auf der Hand. So bietet Amazon im Regelfall ausführliche Produktbeschreibungen, ausreichend Kunden-Bewertungen, eine unglaublich große Produktpalette, hervorragendes Versand- und Kundenservice und vieles mehr. Dieser Vertriebskanal ist (zumindest) parallel zum eigenen Webshop unbedingt eine Überlegung wert. Der Zeitpunkt darüber nachzudenken ist jetzt: Denn sehr viele Produktseiten bei Amazon sind alles andere als gut optimiert. Mit gezielten – relativ einfachen SEO Maßnahmen im Vergleich zu Google SEO – können Produkte innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen in den Amazon Suchergebnissen ganz weit nach vorne gepusht werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Amazon nachzieht und gute Rankings in absehbarer Zeit schwieriger zu erreichen sein werden.

Wie man Amazon am besten nutzen kann, wie SEO auf der gigantischen Shopping Plattform funktioniert und auf was Online Händler alles achten müssen, werden wir in einer mehrteiligen Serie aufzeigen.

Amazon und Google als Suchmaschinen

Welche ist die bessere Alternative?

Amazon vs. Google: Die Unterschiede

Die grundsätzlichen Intentionen der beiden Suchmaschinen unterscheiden sich stark: Während Google Werbeanzeigen verkaufen möchte, möchte Amazon Produkte verkaufen. Ebenfalls ein wichtiges Unterscheidungskriterium: Google ist eine universelle Suchmaschine, die vom User mit unterschiedlichsten Absichten genutzt wird. Amazon hingegen ist eine Produkt-Suchmaschine, die die Absicht des Users im Regelfall kennt, nämlich den Kauf eines Produktes. Vergleichsweise lässt sich bei Amazon jedoch noch relativ trivial SEO betreiben. Ungeachtet der Unterschiede, können Amazon Seller von der hohen Sichtbarkeit der Produktseiten bei Google profitieren. Ein Amazon-Produkt hat eine unique URL, die wiederum bei Google indexiert wird. Schon heute ist Amazon bei ca. zwei Drittel der kurzen transaktionalen Google Suchanfragen (mit Kaufabsicht) auf den ersten drei Ergebnissen vertreten. Tendenz steigend.

Fakt ist: Landet ein User auf einer Amazon Produkt Detailseite, ist die Verkaufschance 4 bis 5 Mal höher, als bei jedem anderen Onlineshop. Einige Fachleute sprechen davon, dass sich die Conversionrate von durchschnittlich 3% in klassischen Onlineshops, auf Amazon mühelos auf 10% erhöhen kann. Grund dafür sind die Prime-User, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% konvertieren.

Google und Amazon Indexierung

Amazon SEO vs. Google SEO

Vor einigen Jahren noch war SEO auf Google auch noch eher trivial und die Suchergebnisse relativ simple zu beeinflussen. Doch Google hat sich stark weiterentwickelt. Nach unzähligen Updates wie Panda, Penguin, Hummingbird oder Themen wie Rank Brain, Semantic Search, ist die Suchmaschinenoptimierung bei Google nicht nur deutlich komplexer, sondern auch aufwändiger und langatmiger geworden. Derzeit noch anders bei Amazon: Erst langsam finden sich Bücher, Blogbeiträge und Agenturen, die sich diesem Thema widmen. Wir versuchen Ihnen in drei Teilen einen Überblick darüber zu geben.

Wer jetzt damit beginnt und die Regeln beachtet, kann sehr gute Chancen haben weit vorne mit dabei zu sein. Aus SEO-Sicht gibt es bei Amazon zwei wesentliche Unterschiede: Die Plattform will verkaufen wie Google. Nur, Google will Anzeigen verkaufen, Amazon Produkte.

Suchmaschinenoptimierung Google und Amazon

Während bei Google ca. 200 mehr oder weniger wichtige Rankingfaktoren eine Rolle spielen sowie auch immer Usersignals wie Klickraten und Verweildauer elementar sind, zählt bei Amazon primär nur der Umsatz.

Ausblick

Doch wie funktioniert Amazon SEO und wie kommt man als Seller zu ausreichend Umsatz? Welche Unterschiede gibt es beim Verkauf exklusiver bzw. nicht exklusiver Produkte? Dazu gibt es einige Grundregeln, die es zu beachten gilt. Mehr dazu in Teil 2 und 3.

International als Händler verkaufen

Der Online Handel wächst rasant – und zwar rund um den Globus. Für lokale Händler ergeben sich im Internet Chancen, ganz neue Kunden zu erreichen. Denn in der virtuellen Welt verschwinden die Entfernungen, verwischen die Grenzen. Wir wissen, wie Online Händler den Schritt über die Grenze schaffen.

Als Amazon und Ebay 1995 die ersten Waren über das seinerzeit noch neue Medium Internet verschickten, hätte wohl niemand gedacht, dass dem Online Handel so eine rosige Zukunft bevorsteht. Heute, gut 20 Jahre später, scheint eine Welt ohne Einkauf per Mausklick kaum noch vorstellbar. 93 Millionen Pakete wurden im vergangenen Jahr an Privatkunden ausgeliefert – und zwar allein in Österreich. Das sind 35 Prozent mehr als noch im Jahr davor, ergab das Branchenradar von Kreutzer, Fischer und Partner. Insgesamt haben die Österreicher im vergangenen Jahr Waren im Wert von 3,4 Milliarden Euro bei den inländischen und internationalen eCommerce-Anbietern gekauft.

Potenzial liegt in globalem Handel

Viel Geld – doch das Potenzial des eCommerce liegt woanders. Das Einkaufscenter Internet macht nämlich nicht an der Landesgrenze Halt. Weltweit wurden im Online-Einzelhandel im Jahr 2015 1.548 Milliarden US-Dollar umgesetzt, hat das deutsche Statistik-Portal Statista ermittelt – und prognostiziert für das Jahr 2020 einen globalen eCommerce-Umsatz von 4.058 Milliarden US-Dollar. Den weiterhin rasanten Anstieg begründen die Statistiker unter anderem damit, dass laut dem A.T. Kearney Global Retail eCommerce Index im Jahr 2015 weltweit nur rund 1,47 Milliarden Menschen online einkauften. Bei derzeit insgesamt etwa 7,4 Milliarden Menschen gibt es noch erhebliches Potenzial.

Schritt über die Grenze wagen

Für Österreichs Einzelhändler ist es also höchste Zeit, den Schritt in die virtuelle Welt zu wagen, können sie doch via Internet mehr als sieben Milliarden Kunden erreichen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Vor allem gilt: Grenzüberschreitender Online Handel braucht mehr als nur das Übersetzen der Shop-Website! Doch es gibt einige Strategien, die bisher national agierenden Online Händlern den Übergang von der nationalen in die internationale Verkaufswelt erleichtern.

So sollten expansionswillige Verkäufer zunächst die Wettbewerbslandschaft, bereits bestehende Angebote sowie Kaufkraft und Preispolitik der Wettbewerber in der Region, die sie erobern möchten, analysieren. Im Abgleich dieser Rahmenbedingungen mit dem eigenen Angebot ermitteln sie ihren Unique Selling Point (USP). Aber Achtung: Der USP je nach Region oft verschieden – so darf zum Beispiel der USP für einen südostasiatischen Markt nicht mit dem in der Heimat gleichgesetzt werden.

Deshalb gilt gerade im globalen Handel: Think global, act local. Denn wer international erfolgreich sein will, muss sowohl seine Webseite in die jeweilige Landessprache überführen, als auch die Produktpreise in der Landeswährung ansetzen. Dazu reicht es aber nicht aus, nur die Informationen zu übersetzen. Webseiten, die im Heimatmarkt als benutzerfreundlich und attraktiv gelten, rufen in anderen Märkten nicht unbedingt die gleichen Assoziationen hervor. Auch Adressfelder in Formularen oder die lokaltypische Schreibweise von Namen und Anschriften muss angepasst werden. Darüber hinaus gibt es in vielen Regionen landestypische Bezahlmethoden, die im jeweiligen Land oft einen enormen Verbreitungsgrad haben.

Lokale Profis helfen beim Markteintritt

Auch gilt es, lokale Aktionszeiträume – wie den Black Friday in den USA – und die landesspezifischen Eigenheiten der neuen Kundengruppe zu beachten. So sind zum Beispiel amerikanische Konsumenten eher kaufbereit, wenn Versand und Rücksendung kostenlos sind. Hilfreich bei der Analyse der landesspezifischen Eigenheiten sind lokale Experten. Sie kennen sich auf dem jeweiligen Markt aus, können die Vorteile des Angebots für die Käufergruppe herausstellen und setzen lokale Vermarktungsmethoden um. Doch die einheimischen Profis können noch mehr: Vor allem helfen sie, rechtliche Hürde beim Eintritt in einen fremden Markt zu meistern, wissen, welche Genehmigungen es braucht und wo Fallstricke lauern, und kennen Steuergesetze und rechtliche Grundlagen des jeweiligen Landes. Ein professionelles internationales Partnernetzwerk spielt deshalb für Online Händler, die Märkte rund um den Globus erobern wollen, eine entscheidende Rolle.

Wer diese Tipps berücksichtigt und den Mut fasst, international zu denken – und zwar nicht nur Richtung Deutschland oder Schweiz –, wird mit Erfolg in einer ganz neuen Größenordnung belohnt. Als heimischer Ansprechpartner stehen wir Online Händlern bei der Expansion mit Rat und Tat zur Seite.

Die shopware agentur sucht als Verstärkung für ihr Team einen Webentwickler

Wir suchen Webentwickler (w/m) für unser Team

Die Agentur

Die shopware agentur konzeptioniert und entwickelt eCommerce-Lösungen für namhafte, nationale und internationale Unternehmen auf Basis von Shopware 5. Ebenso wächst der interne Bedarf an Entwicklungsleistung für Plugins und Widgets zur allgemeinen Stärkung der Community und Erweiterung des Stores. Eigene Ideen und Selbstverwirklichung in den eigenen Projekten schätzen unsere Kunden sowie unsere Geschäftsleitung gleichermaßen.

Mit unseren Incentives und Events ist es einfach sich ins Team zu integrieren und durch die Partnerschaft mit Shopware bieten wir laufendes Skillbuilding.

Die Aufgabe

  • Erstellung von Onlineshops sowie Plugins
  • Know-How in PHP und SQL
  • Sicherheit in XHMTL, CSS und JS
  • Keine Angst vor Smarty und LESS
  • Mitarbeit im Team sowie selbstständiges Arbeiten.

Der Mehrwert

  • Interessante und fordernde Kundenprojekte
  • Freie Zeiteinteilung mit Home-Office Option
  • Hohe Eigenverantwortung
  • Ein Monatsbruttogehalt laut KV, ab EUR 2.272,- / Überzahlung möglich
  • Erfolgsorientierte Bezahlung – bzw. projektbezogen zur Selbstversteuerung

Die zertifizierte Agentur für die Entwicklung von shopware Shops, laufende Schulungen und eCommerce Beratungen. Profitiere von einem deutschsprachigen Team an Entwicklern und erfahrenen eCommerce Experten. Die shopware agentur ist ein Produkt der Agentur Tannheimer in Wien und fokussiert sich auf die Positionierung von shopware in der DACH-Region.

Bewerbung mit Foto und Gehaltsvorstellung an: shopware agentur | Linzerstr. 157, 1140 Wien | job@shopware-agentur.at

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eCommerce USA - Was machen Amerikaner anders?

Den eCommerce Report UK haben wir bereits am Anfang der Woche etwas beschrieben. Selbigen gibt es für den US-Amerikanischen Markt und zeigt, wie die aktuelle Lage des Online Handels jenseits des großen Teiches aussieht. eCommerce USA – was machen sie besser als der europäische Markt und was können wir uns davon abschauen?

eCommerce USA

eCommerce Europe bestätigt: Als eines der größten englisch-sprachigen Länder der Welt ist Amerika sehr attraktiv um international geschäftlich tätig zu werden. Auch wenn in den USA der eCommerce bereits sehr gut Einzug gehalten hat, bietet dieser Markt nach wie vor viele Möglichkeiten für Cross-Border Retailer.

67% der amerikanischen Bevölkerung (173,6 Millionen Menschen) shoppen online. Die jährlichen Online-Ausgaben betragen ca. 3.500 EUR pro Person. Das Durchschnittsalter der Online-Kunden liegt bei 37 Jahren und zeigt somit 72,4% der Bevölkerung unter 55 Jahren. Die junge Zielgruppe zeigt sich vor allem bei der Social Media Nutzung. 41% nutzen Facebook aber auch andere soziale Netzwerke wie Twitter und Instagram, aber auch Snapchat, stehen dieser Zahl um wenig hinterher. Dies sollte ein Zeichen für Online Händler sein, um ihre Zielgruppe genau an diesen Touchpoints zu erreichen. eCommerce USA funktioniert nämlich auch Social. Dort ist Social Commerce möglich und sehr üblich.

Mobile Commerce nicht besonders verbreitet

Obwohl Social Media eine derart wichtige Rolle für die US-amerikanische Bevölkerung spielt, benutzen nur 59% der Amerikaner ein Smartphone zum einkaufen – ganz im Gegenteil zu ihren britischen Sprach-Genossen. Trotzdem lässt sich bei den amerikanischen Kunden ein Anstieg des mobilen Kaufverhaltens verzeichnen. Im April 2016 betrug der Anteil der Smartphone Käufe im Online Sale nur 20% – Tendenz steigend. Spannend ist hierbei, dass sich User zwar am Smartphone ihre Wunschprodukte ansehen und auch durch Marktplätze und Online Shops scrollen, jedoch bleibt der Abschluss aufgrund eines nicht gewährleisteten Einkaufserlebnisses (kleine Bilder, unzureichende Informationen, etc.) aus.

A-COMMERCE Beratung in Österreich

eCommerce in den USA – Quelle = eCommerce Europe

Auch die USA scheint unter den TOP 10 der Logistic Performance Länder auf. „Easy for doing Business, E-Government & United States Economy is continuing to improve and it has one of the highest eGDP (Online BIP) shares in the World.“ heißt es vom eCommerce Europe Verband.

 

eCommerce in der Schweiz - Thomas Lang Interview

Stephan und Ana-Maria haben letzte Woche am 13. und 14. April 2016 die SOM in Zürich besucht. Leider sind beide mit einer großen Enttäuschung zurück gekommen. Stephan hat sich bereits auf Facebook darüber „ausgelassen“, wie schade es ist, in der Schweiz auf DER eCommerce Messe zu sein, aber keine Händler anzutreffen, geschweige denn spannende neue Kontakte zu finden. Ist das wirklich der eCommerce in der Schweiz?

ABER.

Einige wenige Ausnahmen gibt es. Wir sind auf eine Handvoll Menschen gestoßen, welche in der Schweiz sehr erfolgreich im eCommerce und der Digitalbranche unterwegs sind. Einer davon ist Thomas Lang.  Der studierte Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker ist Gründer und CEO der Carpathia AG, der führenden unabhängigen Unternehmensberatung für Digital Business in der Schweiz. Thomas wurde von den Wirtschaftsmedien als einer der führenden digitalen Köpfe und Vordenker der Schweiz gewählt und ist Autor zahlreicher Fachartikel und -studien, Dozent für Onlinevertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an internationalen Konferenzen zum Thema E-Commerce und Digitale Transformation im Handel.

Heute dürfen wir ihn ganz herzlich bei uns im Interview willkommen heißen! Als‘ dann – Grüzi Wohl und viel Spaß beim Lesen!

Thomas Lang im eCommerce Interview

Die Schweiz ist als Binnenmarkt sehr abgeschottet. Man weiß nicht besonders viel darüber und als Österreicher oder Deutscher muss man sich eben die richtigen Personen aussuchen, wenn man Infos haben möchte bzw. braucht. Auch nicht immer einfach. Wer sind in der Schweizer eCommerce Branche die BIG Player, welche man unbedingt kennen muss?

eCommerce in der Schweiz

Anders als in Deutschland oder Österreich heisst der Big Player in der Schweiz nicht Amazon. Er ist zwar unter den Top-3 aber Digitec / Galaxus konnten für das vergangene Jahr 2015 einen Umsatz von nahezu CHF 700 Mio (ca. EUR 645 Mio) ausweisen. Amazons Umsatz für die Schweiz wird auf etwa CHF 450 Mio geschätzt (ca. EUR 410 Mio) und Zalando auf CHF 425 Mio (CHF 390 Mio). Das sind die Top-3 in der Schweiz.

In den Top-10 finden sich weitere umsatzstarke Shops wie Nespresso und einige Online-Plattformen der beiden dominierenden Schweizer Einzelhandelskonzerne Migros (Onlineshops LeShop.ch, ExLibris.ch in den Top-10) oder Coop (Microspot.ch, coopathome.ch oder Nettoshop.ch). Das ist ganz typisch für die Schweizer Handelslandschaft die auch Stationär von diesen beiden Grosskonzernen bestimmt wird.

Amazon in der Schweiz

Welche Trends gibt es aktuell in der Schweiz im eCommerce und der Digitalbranche zu erkennen?

Trends im Schweizer eCommerce

Es ist eine sehr starke und weitere Professionalisierung zu beobachten. Diese hat verschiedene Facetten. Zum einen werden gerade großflächig die Systeme aktualisiert. Vor allem bei Coop wird alles auf Hybris migriert und hier reden wir doch von einem guten halben Dutzend grosser Schweizer Onlineshops mit mehrstelligen Millionen Umsätzen. Und auch andere Betreiber sind am Erneuern und Skalieren ihrer Plattformen. Doch auch in anderen Bereichen wie dem Austesten von neuen Konzepten und Vertriebsmodellen, dem Hinterfragen bestehender Mechaniken oder auch verstärkte und erweiterte Marketing-Massnahmen werden starke Innovationen verzeichnet.

Ganz zentral sind auch Logistik-Services wo wir in der Schweiz gerade in diesen ersten Monaten einiges an Innovationen erfahren durften. Von Installations-Services bei Brack – wo die Installationen vom Crowd-Service Mila oder einem Profi geordert werden können bis hin zu Late-Same-Day Delivery bei STEG wo bei Bestellungen bis 18h noch bis 21h geliefert wird. Eines meiner persönlichen Lieblingsthemen ist aktuell die Digitalisierung am POS. 

Ähnlich wie es Amazon im Pilot in Seattle gemacht hat, darf ich mehrere aufgeschlossene und innovative Schweizer Kunden betreuen, wie wir das Online-Knowhow in die Fläche bringen. Das beinhaltet unter anderem Bewertungen an die Regale zu bringen, Sortimente aus den Online-Verhalten umzuschichten, dynamische und elektronische Preis-Etiketten. Doch es macht hier noch lange nicht halt. Dies geht gar soweit, dass wir beispielsweise beim stationären Kassen-Checkout in Echtzeit verlassene Warenkörbe und Merklisten des Kunden im Onlineshop prüfen und mit dem aktuellen Filialbestand abgleichen. Gibt es eine Übereinstimmung, erhält der Kunde eine „dezente“ Empfehlung. Die Resultate sind echt beeindruckend und führen zu Mehrumsätzen im zweistelligen Prozentbereich.

Das Thema ist noch sehr frisch und eine wahre Spielwiese für Unternehmen, die frei, neu und vor allem anders denken wollen und es auch können. Und vor allem auch für diejenigen, welche Online nicht als „Konkurrenz im eigenen Hause“ ansehen sondern als interessante Ergänzung der Touchpoints – Omni-Channel ist Teamplay.

Schweizer eCommerce anders als in Deutschland

Du bist jetzt schon sehr lange im eCommerce tätig und hast vieles miterlebt, gesehen und vor allem mitgemacht. Welche Unterschiede erkennst du zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich und UK?

Unterschiede Geschäftsmodelle DACH Region

Nach meinen Beobachtungen kochen die Schweizer Händler im Vergleich immer noch auf sehr kleiner Flamme. Dies ist jedoch auch nicht erstaunlich. Denn neben dem hohen Kosten-Niveau in der Schweiz muss man anerkennen, dass die Investitionen auf einen rund 10-Mal kleineren Markt als in Deutschland umgelegt werden müssen, welcher erst noch in 2 relevante Sprachen fragmentiert ist. Das resultiert in deutlich kleineren Skalierungs-Potentialen als sie beispielsweise ein PurePlayer in Deutschland, UK oder auch in Frankreich vergegenwärtigt.

Was zudem auch besonders interessant und uns differenziert ist, dass sich die Schweizer extrem mobile-affin zeigen. Auch Zalando anerkennt, dass der Anteil an mobilen Besuchen und Umsätzen in der Schweiz am höchsten ist in allen 15 Ländern, wo sie aktiv sind. Kommt hinzu, dass nach UK die Schweiz den höchsten pro Kopf Einkauf von frischen Lebensmitteln weltweit vorweisen kann. Gerade Online-Lebensmittel mit ihrer gesamten Komplexität ist ein Konzept, dass in der Schweiz seit Jahren erstaunlich gut funktioniert. Und auch dies mit www.leshop.ch und www.coopathome.ch dominiert von den zwei grossen Einzelhandelskonzernen in der Schweiz.

Kunden in der Schweiz generieren – schwierig

Es ist, wie viele wissen, so, dass viele deutsche und österreichische Händler in die Schweiz expandieren möchten. Sie träumen von hohen Margen und Erfolg im Nachbarland. Ist das denn bei den Schweizer Händlern genauso? Wollen sie auch in andere Exportländer? Und vor allem – welche sind die Favoriten wenn es um die Internationalisierung geht?

Internationalisierung aus der Schweiz

Exporte lohnen sich für Schweizer Händler nur, wenn sie in einer Nische tätig sind oder einzigartige Services vorweisen können. Mit austauschbarer Handelsware zum Beispiel aus dem Mode- oder Elektronik-Sortiment sind Schweizer Händler international in der Regel chancenlos. Dennoch gibt es sehr erfolgreiche internationale Online-Beispiele. Ich denke hier zum Beispiel an www.beliani.ch der mit Möbeln aus ost-europäischer Produktion aus der Schweiz heraus sehr erfolgreich in verschiedenen grossen internationalen Märkten unterwegs ist. Oder www.fashiondays.ch die im Bereich Club-Shopping fast ganz Ost-Europa dominieren und ebenfalls aus der Schweiz heraus operieren. Beiden genannten Beispielen ist gemein, dass sie den Grossteil der Produktion rsp. des Fulfillments in den jeweiligen Ländern vor Ort haben mit entsprechend attraktiven Kostenstrukturen.

Schon fast ein „Dinosaurier“ ist Samy Liechti mit www.blacksocks.com, quasi dem Erfinder des Abo-Commerce. Auch er ist seit 1999 global sehr erfolgreich unterwegs. Und wenn wir von Nische sprechen, dann darf man selbstverständlich www.freitag.com nicht vergessen die ebenfalls international erfolgreich unterwegs sind.

Best Practice Beispiele – CH Commerce

Kommen wir nochmals auf die deutschen und österreichischen Händler zurück. Wie vorhin kurz angedeutet, erwarten sich diese Erfolg und bessere Margen in der Schweiz. Mit welchen Herausforderungen müssen sie aber rechnen, wenn sie in das kleine Nachbarland expandieren wollen?

Herausforderungen – eCommerce in der Schweiz

Man sollte die Schweiz nicht unterschätzen – ein Online-Vertriebskonzept muss zwingend „helvetisiert“ werden wie wir es nennen. Schweizer Konsumenten reagieren bisweilen etwas allergisch auf ausländische Onlineshops rsp. wenn ihnen das Gefühl vermittelt wird, man kann sie mit einem deutsche oder österreichischen „Derivat“ abspeisen. Dies bedingt Detailkenntnisse des Schweizer Marktes, der Kultur und der Gepflogenheiten und selbstverständlich auch der rechtlichen Anforderungen.

Kommt hinzu, dass das Schweizer-Deutsch sehr viele Einflüsse aus dem Französischen vorweist was zur Folge hat, dass zahlreiche Sortiments- und Produktbezeichnungen entsprechend zu adaptieren sind. Zudem Zahlungsmethoden wie die Postfinance-Card oder Zahlung gegen Rechnung mit dem orangen Einzahlungsschein sind sehr verbreitet und ein eigentlichs Muss. Dies alles bedingt entsprechende Anpassungen am Shop und den nachgelagerten Systemen. Und selbstverständlich ist da noch eine andere Währung dies man absichern muss und ein Zoll. Und Letzterer hat es auch in sich. Denn die Schweiz ist das einzige Land neben Weissrussland, das noch den Gewichtszoll und nicht den Wertzoll kennt. Also auch ein Zalando musste erstmals jede Jeans und jeden Sneaker wägen, bevor er in die Schweiz verkauft werden konnte.

Plus wer seinen Onlineshop nur in Deutsch präsentiert, erreicht nur gut zwei Drittel des Marktes. Eine französische Sprachversion und ggf. eine englische sind für den Schweizer Markt mehr als empfehlenswert. Grundsätzlich sind alle Hürden überwindbar; man muss einfach daran denken und den Aufwand nicht scheuen.

Deutsche und österreichische Händler in der Schweiz

Welche Ansprüche hat ein Konsument in der Schweiz gegenüber Online Händlern oder Händler generell? Welche Unterschiede lassen sich hier im DACH-Raum erkennen?

Ansprüche Konsumenten in der Schweiz

Ich denke, dass die Ansprüche durchaus vergleichbar sind. Nuancen sind ggf. im Bereich der Qualitäts- und Service-Ansprüche zu identifizieren. Denn ich glaube, ein Schweizer ist (noch) nicht so preissensitiv wie es beispielsweise ein deutscher Kunde ist. Ein Schweizer Kunde ist nach wie vor bereit, einen „Extra-Franken“ zu bezahlen, wenn er dadurch einen Top-Service und eine Top-Qualität erhält. Die sogenannte „Geiz ist Geil“ Mentalität konnte sich in der Schweiz nie wirklich durchsetzen. Übrigens auch ein Zeichen dafür, dass sich Saturn vor ca. 1 Jahr aus der Schweiz zurückgezogen hat und nun alle Märkte unter dem „Media Markt“ Brand laufen.

Kann die Schweiz noch erfolgreich eCommerce betreiben?

Ganz provokant gefragt – Kann es sich die Schweiz länger (bzw. wie lange noch) leisten, so abgeschottet zu bleiben, wenn es um Business geht?

Businessmodell in der Schweiz

Gute Frage; doch ich glaube nicht, dass sich die Schweiz abschottet. Die Spielregeln sind klar und verlässlich. Und mittlerweile verkaufen sehr viele deutsche Onlineshops sehr erfolgreich in die Schweiz, weil diese die sogenannten „Hürden“ nicht scheuen und sie elegant überwinden. Und sie sind mit überschaubarem Aufwand überwindbar. Gerade im Bereich Mode sind nach unseren Schätzungen wohl 3/4 der Umsätze in ausländischer Hand. Wobei hingegen im Bereich Elektronik – dem zweiten Top-Umsatz-Segment im Schweizer Onlinehandel – es genau umgekehrt ist. Dort sind 3/4 der Umsätze in helvetischer Hand. Um auf die Frage zurückzukommen. Klar, es gibt den Zoll, die andere Währung und mehrere Sprachversionen plus die länderspezifischen Eigenheiten bzgl. Kundenverhalten und -erwartungen. Ich würde jedoch nicht von Abschottung sprechen sondern von besonderen Herausforderungen. Denn es ist ja nicht so, dass sich die Schweiz „abschotten“ will bzgl. Onlinehandel. Es sind ganz einfach die (politischen) Gegebenheiten. Ähnliches müsste man sonst auch von England oder Norwegen behaupten.

Schweizer Kultur anders auch im eCommerce

Dein Blick in die Zukunft … Wie wird sich eCommerce in der DACH Region aber vor allem in der Schweiz ändern? Welche Wünsche hast du an die Branche?

Thomas Lang über die Zukunft im eCommerce

Ich wünsche mir von der Branche mehr Mut. Mut, auch mal Fehler zu machen und Innovation. Innovation geschieht nicht in dem ich zuerst schaue, was machen die anderen. Innovation heisst, ich probiere selber etwas zuerst aus. Innovation heisst auch scheitern, lernen, es besser machen. Gerade unsere stationären Händler sind regelrechte Schlaftabletten. Und gehen sie online, ist es so zaghaft, darf wenig kosten und am liebsten soll online nicht funktionieren, sondern den stationären Handel retten. Da verhalten sich die Händler diametral anders als die Kunden. Die sind längst an den neuen Touchpoints unterwegs und haben ihr Verhalten geändert. Kein Wunder also, dominieren gerade im Fashion-Bereich AboutYou, Zalando & Co den Schweizer Markt.

Und ganz generell – und nicht nur für den DACH-Raum – sehe ich noch sehr grosse Potentiale im Bereich Services und Logistik. Services zum einen gegenüber dem Kunden, in Form von Packages und zum anderen auch in Form von Devices. Ich bin überzeugt, dass die Amazon Dash-Buttons wie auch Amazon-Echo erst der Anfang ist einer neuen Generation von Shopping-Devices. Und was die wenigsten bislang bemerkt haben ist, dass diese neuen Services zum einen die Geschwindigkeit – das Momentum zwischen Kaufimpuls und Kaufabschluss – drastisch erhöhen und zum anderen den Wettbewerb komplett aushebeln. Auch hier schlafen 99% der Marktakteure noch tief und fest.