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Mehr Reichweite im Onlinehandel

Wir erinnern uns: Stationäre Händler, die bis dato im Internet so gut wie nicht vertreten waren, können mit Onlineprofilen bei Google und Apple oder lokalen Portalen ihr Sortiment in den Weiten des „www“ unterbringen. Auch die großen Marktplätze wie Amazon, eBay oder Zalando bieten eine gute Bühne, um Kunden das eigene Sortiment zu präsentieren. Im zweiten Teil unserer Serie, die auf dem „Leitfaden für die Digitalisierung im lokalen Handel“ des Unternehmensberaters DigitalRetail fußt, wollen wir stationären Händlern weitere Möglichkeiten offenbaren, damit sie auch im Internet reüssieren können.

Digital Selling – Online Handel leicht gemacht

Mehr Traffic, mehr Erfolg

In den seltensten Fällen wird eine Online-Präsenz – in welcher Form auch immer – in Sachen Erfolg zum absoluten Selbstläufer. Daher sollte über „Online Marketing“-Maßnahmen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO) und –werbung (SEA) oder „E-Mail-/Newsletter“- und „Social Media“-Marketing nachgedacht werden. Um sie zu bewerben und in Szene zu setzen. Traffic lässt sich vor allem dann steigern, wenn ihre Auftritt unter den ersten Suchergebnissen zu finden ist. Es gilt also, diese Maßnahmen zu nutzen, um potenzielle Kunden auf ihre Präsenz aufmerksam zu machen und zum Kauf anzuregen, sehr wohl aber auch, um spannende Geschichten zu erzählen, die den Kunden emotional binden.

Texttuning & Suchmaschinen-Marketing

Wer bereits über eine eigene Website verfügt, sollte sicherstellen, dass in den Texten auch sogenannte „Keywords“ enthalten sind – also ganz bestimmte Worte, die typisch für das Business des Händlers sind und von potenziellen Kunden vermutlich in der Suchmaschine eingegeben werden. Wer Keywords in den Text integriert, kann damit rechnen, dass er höhere Platzierungen in der Google-Suche erreicht. Auch lokales Suchmaschinen-Marketing – also das Schalten einer regionalen Anzeige – kann überaus nützlich sein, der eigenen Präsenz zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Google hat dafür ein kostenloses Tool parat, das beim Finden der richtigen Suchbegriffe unterstützt. Die Kosten der Anzeige sind in diesem Fall erfolgsabhängig – man bezahlt also pro Klick. Darüber hinaus sind auch regelmäßige Newsletter eine Möglichkeit, den Kunden zu erreichen und gezielt aktuelle Angebote und Aktionen zu bewerben. Auch hierfür stehen mit z.B. „Mailchimp“ oder „Cleverreach“ hilfreiche Tools zur Verfügung.

Online Werbung richtig gemacht

Im direkten Dialog mit dem Kunden

Schon etwas mehr Aufwand erfordern klassische „Online Werbung“-Instrumente wie etwa Banner-Anzeigen oder Pop-Ups, die Kunden auf die Händlerseiten weiterleiten. Mehr zeitlichen Aufwand deshalb, da Banner, Pop-UPs und Co. im Vorfeld natürlich auch entworfen werden müssen. Darüber hinaus ist diese Werbeform natürlich auch mit oftmals nicht so knappen Kosten verbunden. Heutzutage keinesfalls unterschätzt werden dürfen die „Social Media“. Eine Profilseite auf Plattformen wie Facebook oder Google+ kann mitunter sogar eine Alternative zur eigenen Website sein. Das Spannende daran: Diese Seiten erlauben einen direkten Dialog mit Kunden, was wiederum das Vertrauen des Konsumenten fördert und eine höhere Kundenbindung mit sich bringen kann. Auch aktuelle Aktionen oder Angebote lassen sich damit wunderbar platzieren. Wichtig: Die Seiten sollten regelmäßig gepflegt und bespielt werden. Auch Instagram, Twitter oder Snapchat können für den Einzelhandel interessant sein.

Erfolgreiche eCommerce Strategie - Online Handel

Der Onlineshop – der „Ferrari“ im Internet

Einfache Navigation, eine intelligente Suchfunktion, eine gute Darstellbarkeit auf allen Endgeräten (Responsive Design) unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten – das sind die wichtigen Aspekte, die es im Vorfeld der Implementierung eines Onlineshops zu berücksichtigen gilt. Allerdings ist ein schönes Frontend nicht alles – es müssen auch alle Schnittstellen sowie die internen Prozesse mit dem neuen Shopsystem abbildbar sein. Daher heisst es „Augen auf“ bei der Shopsystem-Wahl! Am Markt gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter von Shopsystemen, die prinzipiell in zwei verschiedenen Modellen angeboten werden: Als „Software as a Service“ (SaaS) sowie als „Open Source Software“.

Einer der Vorzüge von SaaS ist, dass man als Händler in Sachen Funktionalität und Wartung des Onlineshops langfristige Unterstützung vom Dienstleister bekommt. Gezahlt wird eine nutzungsabhängige Gebühr. Im Falle einer „Open Source“-Lösung ist man hingegen Regisseur seines eigenen Systems, was wiederum ein gewisses Know-how voraussetzt. Installation und Aktualisierung des Onlineshops obliegt einem selbst. Online Handel – first Steps

Ein Fazit

Bei der Auswahl des richtigen Shopsystems gilt es in jedem Fall achtsam zu sein und sich die eigenen Anforderungen an einen Onlineshop genau zu überlegen. Denn schließlich geht es um die eigene Zukunft als Onlineshändler und den zukünftigen Erfolg. Fakt ist: Lokale Händler, die in der heutigen Zeit auf eine Präsenz im Internet verzichten, werden es künftig immer schwerer haben, sich am Markt zu behaupten.