eCommerce mit Hausverstand Archive - A-COMMERCE | E-Commerce Beratung & Events
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acris

Wir freuen uns, ACRIS als Event-Partner des aCommerce Teams für das 5. Online Händler Treffen am 29. Jänner in Linz begrüssen zu dürfen.

ACRIS  beschäftigt eine Reihe von Spezialisten rund um E-Commerce und E-Business, Multichannel Vertrieb und Online Marketing.  Das Team aus hochqualifizierten, hochmotivierten E-Commerce Experten hat sein Fachwissen aus über 14 Jahren professionellem E-Commerce und zahlreichen Projekten aufgebaut.

 

 

ACRIS

Wir freuen uns sehr, euch commerce4 als neuen Partner des aCommerce Teams vorstellen zu dürfen.

commerce4

 

 

 

 

Markus Weber, Geschäftsführer & Gründer von commerce4 war bereits als Speaker zum Thema „B2B eCommerce“ beim 4. aCommerce Online Händler Treffen dabei – und unser Event hat ihn mit der lockeren und ungezwungenen, aber dennoch hochprofessionellen Atmosphäre verzaubert und so werden wir Markus noch des Öfteren als Gast bei uns begrüssen dürfen.

COMMERCE4 steht für: Bedarfsorientiert beraten, Szenarien bewerten, Ideallösung projektieren und termin- und budgetgerecht mit allen zugesicherten Funktionalitäten umsetzen. Das versprechen andere auch? Stimmt. Wir setzen dabei auf modulare Entwicklung, damit zukünftige Erweiterungen und Updates möglich sind. Transparente Strukturen geben unseren Mandanten maximale Einsicht in Technik und Prozesse. Ein Testserver ohne gelebte Freigabeinstanzen bringt erfahrungsgemäß wenig.

Darum ist für uns das „wie“ nicht weniger entscheidend als das „was“

eCommerce wird in Österreich sehr stiefmütterlich behandelt

Eine Bestandsaufnahme zu eCommerce in Österreich: Seit knapp einem Jahr ist das österreichische aCommerce-Team rund um Initiator Stephan Grad aktiv. Die Plattform […]

Eine Bestandsaufnahme zu eCommerce in Österreich: Seit knapp einem Jahr ist das österreichische aCommerce-Team rund um Initiator Stephan Grad aktiv. Die Plattform bietet E-Commerce Entscheidern aus Österreich eine Network-Basis mit Erfahrungsaustausch und unterstützt internationale E-Commerce Händler beim Markteintritt in Österreich. Was das Team seit der Gründung im Mai 2013 für die österreichischen E-Commerce Branche erreicht hat, worauf KMU bei der Umsetzung ihrer E-Commerce-Strategie unbedingt achten sollten und wie sich das Verhältnis Online- und stationärer Shop in den kommenden Jahren entwickeln wird, lesen Sie im Werbeplanung.at Interview mit Stephan Grad.

Werbeplanung.at: Herr Grad, Ihr Motto lautet „E-Commerce mit Hausverstand“. Was bedeutet für Sie E-Commerce mit Hausverstand?

Stephan Grad: Die E-Commerce Branche in Österreich steckt leider zum Teil immer noch in den Kinderschuhen in den Bereichen Professionalität und Innovation. Für viele Unternehmer ist das Design des Online-Shops genau das, was sie möchten – dass dahinter aber ein technisches Konstrukt steckt, das mir als Händler mit Anpassung an meine Unternehmensprozesse das Verkaufen erleichtern soll, wird von vielen leider übersehen, da aber auch das Wissen darum nicht vorhanden ist. Leider bietet genau dieses fehlende Wissen bzw. dieses gefährliche Halbwissen vielen Agenturen die Möglichkeit, den Kunden Webshop-Projekte zu verkaufen, die einerseits sehr schlecht geplant sind, andererseits falsch dimensioniert sind.

Daher unser Leitspruch „E-Commerce mit Hausverstand“ – auch im E-Commerce gelten die Grundlagen des ordentlichen Geschäftsmannes – und wenn man auf externe Hilfe zurückgreift, so sollten diese Personen tatsächlich auch das E-Commerce Handwerk perfekt beherrschen und in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Kunden die notwendigen Konzepte entwickeln.

Werbeplanung.at: Mit dem aCommerce-Team sind Sie vor knapp einem Jahr mit dem Ziel gestartet, ein österreichisches Netzwerk für E-Commerce-Entscheider zu bilden. Wie viele Mitglieder und Partner zählen Sie heute, was sind Ihre bisherigen Meilensteine?

Stephan Grad: Wir haben das aCommerce Team im Mai 2013 gegründet, um eine Basis für alle im E-Commerce tätigen Personen in Österreich zu schaffen. Derzeit haben wir mehr als 175 E-Commerce Entscheider, welche Teil des aCommerce Teams sind sowie 27 Partner-Unternehmen, und es werden wöchentlich mehr. Wir bekommen auch sehr viele Anfrage aus Deutschland und der Schweiz – für viele dort ansässigen Unternehmen ist Österreich ein spannendes Zielland – und wir unterstützen natürlich auch diese E-Commerce Manager beim Markteintritt hier in Österreich.

Werbeplanung.at: Zu Beginn des Jahres 2014 kritisierten Sie die Untätigkeit im österreichischen E-Commerce. Worauf baut diese Kritik auf und wie wollen Sie diese Verhältnisse in Österreich ändern?

Stephan Grad: Leider wird in Österreich das Thema E-Commerce sehr stiefmütterlich behandelt – viele Unternehmer haben bereits aufgegeben, da sie Angst vor Groß-Konzernen wie Amazonoder Otto haben. Viele Unternehmen sagen sich: „Lassen wir den Konkurrenten mal testen – wenn es dann bei Ihm funktioniert, gehen wir auch online“ – aber gerade in einem so dynamischen Umfeld wie im E-Commerce hat man genau durch dieses Warten den notwendigen Wettbewerbs-Vorteil verloren. Das soll jetzt nicht heißen, dass jedes Unternehmen online gehen soll – ganz im Gegenteil. Es gibt einige Branchen, bei denen dies keinen Sinn macht – und das muss aber diesen Unternehmern dann auch so klar gemacht werden.

Werbeplanung.at: In Ihrer beruflichen Laufbahn haben Sie E-Commerce-Konzepte für KMU verantwortet, die ja wegen fehlender Ressourcen und Know-how besonders unter Druck stehen. Wie näheren sich KMU Ihrer Meinung nach am besten an diesen Bereich heran?

Stephan Grad: Wenn ein Unternehmen im Bereich E-Commerce komplettes Neuland betritt, muss dies auf jeden Fall mit der Erstellung eines vollständigen Lastenhefts erfolgen – viele Unternehmen glauben, es recht, sich einen Online-Shop erstellen zu lassen, jedoch sind gerade die internen Prozesse das A und O im E-Commerce Für eine professionelle Herangehensweise müssen auch diese nachgelagerten Prozesse wie Versand-, Retouren- und Kunden-Management von Anfang weg an die E-Commerce Strategie angepasst werden.

Auch wird bei der Budget-Erstellung oft nicht bedacht, dass ein Online-Shop alleine noch keine Kunden bringt – auch die dazugehörige Vermarktung und Werbung benötigt freies Kapital. Als Grundformel gilt: der Shop darf maximal ein Drittel des Budgets verschlingen, zwei Drittel müssen für professionelle Vermarktung eingeplant werden. Gerade für Filial-Geschäfte gilt: ein Onlineshop soll auch im Budget wie eine neue Filiale behandelt werden, denn so wird sich der Online-Shop auch bei den Umsätzen anschließend darstellen.

Werbeplanung.at: Als Head of Business Development & Sales bei payolution waren Sie auch als Experte im Bezahl-Bereich aktiv. Laut einer Loviit-Studie bietet nur jeder zweite österreichische Onlineshop Zahlung per Rechnung – wie viel Optimierungspotenzial sehen Sie in diesem Bereich, wo müsste dringend nachjustiert werden?

Stephan Grad: Der Payment Bereich ist ein sehr spannender Teil des E-Commerce Marktes – hier gibt es jedes Monat neue Bezahl-Methoden, neue Möglichkeiten – doch es zeigt sich erst nach einigen Jahren, ob auch die Konsumenten darauf anspringen. In Österreich, aber euch in Deutschland, ist in der Tat der Rechnungskauf bei Konsumenten sehr beliebt und es gibt einige Anbieter am Markt, die diesen Service anbieten. Auch PayPal hat sowohl in Deutschland, aber auch in Österreich bei den Konsumenten an Bedeutung gewonnen – vor allem da von Seiten PayPal sehr viel Energie in die Weiterentwicklung der mobilen Zahllösungen geflossen ist und diese nun im Bereich Usability einen Maßstab setzt. Auch im Payment Bereich gilt – es gibt in Österreich einige ausgewählte Payment-Experten, und an diese sollten sich interessierte Händler auch wenden, wenn sie fragen zu den Bezahl-Arten haben.

Werbeplanung.at: Welche Tipps können Sie hier im Bereich des Fulfillment geben? Hier muss der Händler ja viel Kontrolle „abgeben“…

Stephan Grad: Nein, der Händler als Auftraggeber gibt hier keinerlei Kontrolle ab – da er als Auftraggeber jederzeit seine Dienstleister auswählen und Anforderungen stellen kann. Gerade in diesem Bereich, der für einen exzellenten Kundenservice sehr gut gemanaged werden muss, gibt es einige Anbieter, welche sich für E-Commerce Händler aufgrund der Prozesse sowie der unkomplizierten Lösungen eignen und auch aufgrund der langjährigen Erfahrung bei der Internationalisierung der Onlineshops weiterhelfen können.

Werbeplanung.at: Zu den Trendthemen Social Commerce, Mobile Commerce, PoS-Digitalisierung: Wie fit schätzen Sie Österreich hier ein?

Stephan Grad: In diesen Bereichen wird derzeit sehr viel ausprobiert und getestet, und wir sehen spannende, innovative und hoch interessante Ansätze – es zeigt sich aber auch, dass jedes dieser Themen eine doch sehr kleine Zielgruppe hat. Somit muss eine funktionierende Umsetzung skalierbar sein, um über hohe Volumina eine Kostendeckung zu erreichen.

Werbeplanung.at: Wie wird sich Ihrer Meinung nach das Verhältnis Online- und stationärer Shop entwickeln, sagen wir, in den nächsten fünf Jahren? 

Stephan Grad: In den letzten Jahren wurde gerade in Österreich sehr viel über das Thema MultiChannel / Omnichannel gesprochen – das sind nette Begrifflichkeiten, die einfach zeigen: Online- & Offline werden langfristig ausschließlich zusammen bestehen können.

Werbeplanung.at: Aber es gibt auch viele „Pure Player“ im Online-Segment…

Stephan Grad: Das ist korrekt – in den letzten Jahren war hier extrem viel Wachstumspotential vor allem durch eine sehr aggressive Preisgestaltung möglich. Doch gerade das Einkaufserlebnis und auch die Kundenbindung, die durch eine hochwertig gestaltete Filiale mit gutem Service möglich ist, gehen bei Pure Playern leider verloren – und dies erkennen immer mehr Unternehmen. Es gibt auch in Österreich schon einige namhafte Unternehmen wie zum Beispiel Bipa, die diese Lösungen exzellent in der Praxis umsetzen und dem Konsumenten genau dort zur Verfügung stehen, wo er es möchte – egal ob Offline oder Online

Werbeplanung.at: Noch eine letzte Frage zum aCommerce-Team: Welche Ziele haben Sie sich damit für das laufende Jahr 2014 gesetzt? 

Stephan Grad: Unser Ziel ist es, die Bekanntheit unter den E-Commerce Entscheidern in der DACH-Region, aber vor allem in Österreich weiter zu steigern und den Besuchern der aCommerce-Team-Treffen weiterhin informative und unvergessliche Abende zu bieten. Weiters werden wir unsere Workshop-Serie weiter ausbauen, um regelmäßig zu allen E-Commerce relevanten Themen Neuheiten und Innovationen präsentieren zu können. Es gibt dann noch einige Ausbaustufen und Ideen, diese werden wir aber erst im Laufe der nächsten Events der Öffentlichkeit vorstellen.

Dieses Interview ist Teil der Auftaktreihe des österreichischen E-Commerce PortalsEtailment.at, das im Juni 2014 online gehen wird. Newsletter-Bestellungen können bereits jetzt an office@etailment.at gerichtet werden.