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Online Shoptest claro Österreich

Nachdem wir in den letzten Monaten die Shops von Lebensmittelversendern, Möbelhäusern, Sporthändlern u.v.m. getestet haben, steht heute der Online-Shop von claro zur Prüfung an. claro kennen wahrscheinlich viele von euch, auch wenn man das dazugehörige Produkt nicht gleich im Kopf hat: Richtig, es geht um Geschirrspülmittel, made in Austria.

Der Online Shop von Claro im A-COMMERCE Shoptest

Der claro Online-Shop

Beim ersten Besuch im claro Online-Shop wird man von dem außergewöhnlichen Screendesign der Seite empfangen – denn außer der Preisauszeichnung lässt im ersten Schritt nur sehr wenig die Annahme aufkommen, dass man hier tatsächlich in einem Online-Shop gelandet ist.

Dies zieht sich durch den gesamten Online-Auftritt von claro, egal, ob man sich das sehr nett gemachte Intro-Video ansieht oder auch die weiteren Seiten, es ist ein sehr eigener Stil, der hier gewählt wurde. Kann man mögen, muss man aber nicht – es bleibt jedem Nutzer persönlich überlassen, darüber zu urteilen.

Bildschirmfoto 2016-07-25 um 11.35.02

Worüber aber Google eindeutig urteilen kann, ist der Page-Speed – und der ist sowohl auf mobilen Endgeräten als auch sonst absolut verbesserungswürdig. Mobil eine 39 haben wir schon sehr lange nicht mehr im Google-Speedtest gesehen, hier muss dringend nachgebessert werden.

Auch die Darstellung am mobilen Endgerät, wenn auch von Google gut bewertet, könnte noch einigen Feinschliff vertragen, denn hier verrutschen je nach Gerät Zeichen, und das sieht nicht besonders schön aus.

Bildschirmfoto 2016-08-09 um 20.54.28Weiters scheint es einen Caching-Fehler zu geben – beim Besuch auf der claro-Seite wird bei mir seit dem Test-Einkauf der Warenkorb immer als befüllt dargestellt, sobald ich jedoch auf Shop klicke, ist der Warenkorb leer.

Im Shop gibt es keinerlei Suche. Es ist klar, dass viele Shops mit einer kleinen Produktfülle angeben, dass ihre Kunden keine Suche benötigen, dennoch ist es state-of-the-art und jedes Shopsystem – auch Magento, welches hier im Einsatz ist – kommt von Haus aus mit einer Suchfunktion, daher sollte diese auch genutzt werden.

Es gibt auch keine Filter-Möglichkeit, um die Auswahl der Produkte einzuschränken: Man muss einfach durch den Shop scrollen, bis man beim Wunsch-Produkt bzw. beim Wunsch-Bundle angekommen ist. Die Bundles werden generell im Shop sehr präsent angeboten – hier möchte man wahrscheinlich in keinen direkten Preisvergleich mit den claro-Produkten bei den Retailern gelangen. Eine sehr gute Idee, auch wenn die Beschreibung auf der Übersichtsseite gerne etwas informativer hätte ausfallen können.

Dies gilt auch für die Produktseiten selbst, denn hier fehlen gerade bei den Bundles die Gebinde-Größen der einzelnen Bundleteile, und dies sollte als Produktinformation auf jeden Fall angegeben werden. Ebenso fehlen leider die Produktbewertungen. Diese wären aber gerade bei Produkten wie diesen durchaus spannend.

Die Produktbeschreibung im claro Shop wurde nicht mit besonders viel Liebe zum Detail befüllt

Warenkorb & Checkout

Der erste Blick im Checkout-Bereich fällt bei uns immer auf die URL-Zeile, ob auch ein SSL-Zertifikat vorhanden ist – und leider fehlt dieses hier bei claro. Dies ist ein Punkt, den die umsetzende Agentur auf jeden Fall realisieren hätte müssen, denn gerade in einem Bereich wie dem Checkout, in dem persönliche Daten eingegeben werden, sind Kunden besonders sensibel.

Mich persönlich wundert, dass Trusted Shops auch ohne SSL-Zertifikat sein Gütesiegel vergibt – wir werden uns dazu mit unserem Ansprechpartner dort in den nächsten Tagen auseinander setzen.

Ansonsten wurde ein moderner One-Page-Checkout implementiert, der einfach und übersichtlich aufgebaut wurde. Meiner Meinung nach hätte man noch das Kommentar-Feld direkt unter das Versandart-Feld legen können und somit die Kassenübersicht mit den AGB-Checkboxen weiter nach oben bringen können, aber dies ist wie gesagt meine ganz persönliche Meinung.

Es ist keinerlei Registrierung notwendig. Das ist sehr angenehm, dennoch wäre es aus claro-Sicht sinnvoll, auch die Möglichkeit eines Kundenkontos anzubieten, gerade bei Verbrauchsprodukten wie Spülmittel wäre ein Abo-Commerce-Modell immer noch durchaus spannend.

Lieferung, Kundenservice & Retoure

Die Lieferung unserer Bestellung war innerhalb von 3 Tagen abgeschlossen, das ist für Österreich durchaus noch im guten Bereich. Wir waren auch vom freundlichen Kundenservice positiv überrascht.

Leider fehlt auch beim Kontakt-Formular das SSL-Zertifikat – was vor allem beim Vertrieb der Produkte über die Grenzen von Österreich hinaus nach Deutschland zu einem Problem bzw. zu Abmahnungen führen kann.

Fazit

Man kann sicherlich über den graphischen Stil des claro Shops streiten, ob dieser gefällt oder nicht – das hat aber keinerlei Einfluss darauf, dass beim Aufbau des Shops einige wichtige Punkte wie die Suche, Filtermöglichkeiten und natürlich das fehlende SSL-Zertifikat vernachlässigt wurden.

Dazu kommt noch der sehr langsame Shop-Aufbau sowie lieblose Beschreibungen bei den Produkten selbst – der Online-Shop ist also keinerlei Spiegel dessen, wie sich claro selbst bzw. seine Produkte gegenüber dem Konsumenten präsentieren will.

Das ist schade, denn gerade österreichische Familienunternehmen sollten jene Wertschätzung, die sie ihren Produkten, ihren Mitarbeitern, aber auch ihren Kunden jeden Tag erbringen, auch in ihrem Online- & Digital-Auftritt so vermitteln, dass der Kunde auch auf diesem Touchpoint Freude am Einkaufen hat.

Der claro Online-Shop erhält so jedoch von mir 79 Punkte – Nicht genügend!

Datum der Testbestellung und des Shoptests: 25.07.2016
Tester: Stephan Grad; verwendeter Browser: Chrome, verwendetes mobiles Testgerät: Sony Xperia Z5 Compact. Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

 

Was läuft schief in Familienkonzernen?

Bekanntes Szenario, wenn Senior und Junior über die Zukunft des Familienbetriebes sprechen … Es ist ja nicht so, dass Familienbetriebe bereits mit der jungen Generation genügend Wandel durchmachen müssen. Die Digitalisierung bietet auch dementsprechenden Gesprächs- und Wandlungsstoff für ein gesamtes Unternehmen. In den meisten Familienbetrieben ist es so, dass eine erfolgreiche Transformation bereits stattgefunden hat. Die Produkte mögen noch so toll und erfolgreich sein, wenn die Geschäftsmodelle  „von früher“ sind, wird der Erfolg auf lange Sicht nicht im gewohnten Ausmaß bestehen bleiben können. Player am Markt bleiben nur diejenigen, die den Mut haben, mit den Jungen eine generationsübergreifende digitale Strategie zu erstellen.

Familien als Rückgrat der Wirtschaft

Vor allem in Deutschland sind 90% der Unternehmen familiär geprägt. Diese 90% der Unternehmen tragen erheblich zur wirtschaftlichen Leistung bei. Bei Familienbetrieben steht immer eines im Mittelpunkt – Qualität und Leistung! Dazu kommt Jahrzehntelange Tradition und das gewisse Gespür für Kundenservice. Immerhin ist Tante Emma ja in ihrem eigenen Laden gestanden und hat gewusst, welche Kunden was genau von ihr brauchen.

Immer noch ist die Digitalisierung ein Thema für viele Betriebe. Noch lange ist die digitale Transformation nicht dort angekommen, wo wir sie persönlich gerne sehen würden. Das so genannte NEULAND ist nämlich gekommen um zu bleiben. Es ist mittlerweile aber sehr wohl so, dass wenige Familienbetriebe die Notwendigkeit einer Änderung bzw. die Relevanz einer digitalen Transformation bezweifeln. die Message ist angekommen und hat sich bereits fest in den Köpfen der Menschen etabliert. Man ist sich auch dessen bewusst, dass Produktionsabläufe, Prozesse und interne Strukturen geändert werden müssen – alles im Sinne der Effizienz.

Man spricht immer von Startups, die voller Energie nur so sprudeln und in all ihrem Tun und Denken sehr agil und willig sind. Das kann man nicht immer von Konzernen oder Familienunternehmen behaupten. Hier werden Prozesse eher langsam und (scheinbar) bedachter angegangen. Dies führt nicht selten dazu, dass das Problem beim Recruiting immer mehr in der Vordergrund rückt. Junge Menschen wollen auch junge und dynamische Strukturen an ihrem Arbeitsplatz – da ist man in vielen Familienbetrieben eher weniger gut aufgehoben. Natürlich haben Konzerne und große Unternehmen ihre anderen Vorteile, dies sei hier nicht unbedacht geblieben!

Clash of Generations

Während sich der Senior und Gründer des Unternehmens immer noch rein durch das Produkt oder die Dienstleistung präsentieren und abheben möchte, sind die Enkelkinder, welche auch schon im Unternehmen sind (wahrscheinlich um die 30 Jahre alt sind) mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Kommunikation, Marketing, Neue Payment Lösungen, etc. Innovativ wollen sie sein, die Jungen! Der Wandel kann ruhig kommen, Trial und Error muss möglich sein. Jedoch haben sie die Rechnung nicht mit dem Senior / dem lieben Großvater gemacht. Der kennt nämlich Business ganz anders! Schnick Schnack und Fehler haben hier keinen Platz. Lieber etwas langsamer und bedachter neue Projekte und Prozesse angehen, bevor noch etwas schief laufen könnte oder gar das Know How nicht ausreicht. Geschwindigkeit ist nämlich nicht KEY.

Trotzdem bieten Familienbetriebe auch Wettbewerbsvorteile. Das erfolgreiche Produkt bleibt auch weiterhin bestehen – hier handelt es sich oft um die so genannten Hidden Champions. Kein Weltkrieg dieser Welt hat die bestehenden Unternehmen dieser Art brechen können. Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht nach einer „Leistung“ klingt, man muss sich bewusst sein, dass heutzutage eine kleine Streiterei zwischen den Familienmitgliedern zur größten Katastrophe – bis hin zur Schliessung der Firma – führen kann. Somit Hut ab, vor denjenigen, die es geschafft haben, ein Unternehmen über Jahrzehnte erfolgreich aufrecht und (in dem Großteil der Zeit) profitabel zu erhalten.

„Das haben wir immer schon so gemacht, es ist nicht wichtig, wie schnell etwas geändert wird“ – über diesen Ausdruck wundern wir uns bei diversen Gesprächen immer häufiger. Wir können uns nämlich nicht an diese Einstellung gewöhnen.

Deshalb ist es immer wieder erfrischend, wenn man zu einem führenden Familienunternehmen aus Österreich geht, sich mit dem Senior unterhält und dieser der Innovationstreiber des gesamten Geschehens ist. True Story. Wir sind vor einiger Zeit einem Geschäftsmann der älteren Generation gegenüber gesessen, von dem man eigentlich erwartet, dass er zwar für Innovationen ist, diese aber nicht sofort implementieren bzw. forcieren möchte. Falsch gedacht. Er war nämlich derjenige, der sich gegen gewisse Personen, die ihm nicht agil genug waren, im Unternehmen getrennt  und sein Team soweit geschult und „instruiert“ hat, das Unternehmen GEMEINSAM auf die nächste Stufe zu stellen und den Wahnsinn rund um das Thema Digitalisierung zu 110% mitzumachen.

Dafür bedarf es Mut, den viele Unternehmer nach der kleinsten Talfahrt verlieren. Das sinkende Schiff im richtigen Moment zu verlassen, das können auch Ratten – dazu bedarf es keinem Unternehmertum. Den richtigen Unterschied machen nämlich nur diejenigen, die sich den Umständen anpassen, mit der Zeit gehen und technologischen Neuerungen aber auch geänderten Kundenbedürfnissen nicht abgeneigt gegenüberstehen. Eine Digitale Transformation bedeutet nämlich auch fachliche Anforderungen zu überdenken und Expertise einzukaufen bzw. zu nutzen. Die Gestaltung eines erfolgreichen Wandels kann eben nur dann geschehen, wenn alle in dieselbe Richtung lenken.