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eCommerce und Bildung - Harald KindermannVor einigen Wochen haben wir FH-Prof. Mag. Dr. Harald Kindermann in Linz kennenlernen dürfen. Er ist Präsident des Marketing Club Linz und …

seit 2005: FH-Professor für Marketing und Konsumentenverhalten an der FH OÖ, Studiengang „Marketing und Electronic Business“

seit 2007: Geschäftsführer und Komplementär bei der „datas – Zentrum für Konsumentenforschung“ – Kindermann KG, Südweg 8, 4211 Alberndorf

seit 2007: Lehrbeauftragter am Institut für Betriebswirtschaftslehre im Fachbereich Electronic Business an der Universität Wien.

Harald Kindermann Interview

Wir haben Harald gebeten, uns zu wichtigen Themen im eCommerce seine Meinung zu schildern.

1. Welche Trends erkennst Du aktuell bei Online Händlern, wenn es um die viel und breit besprochene Digitalisierung geht? Es kommt immer öfter vor, dass die Wandlung zum Dienstleister (Stichwort: Kundenservice) bei Online Händlern wichtig wird. Welche Erfahrungsberichte hast du diesbezüglich?

Der Onlinehandel ist unbestritten ein wesentlicher Eckpfeiler der Zukunft. Nahezu jede Branche wird sich den damit verbundenen Herausforderungen stellen müssen. Leider reagieren viele klassischen Händler (= Brick&Mortar – Händler = B&M) darauf nur sehr langsam und halbherzig. So werden zwar immer häufiger Onlineshops implementiert, jedoch ist die konkrete Umsetzung meist schlecht durchdacht und nicht verdächtigt, die Kundenbedürfnisse berücksichtigt zu haben. Meist mangelt es auch an der Verzahnung zwischen Verkaufsstandorten und den Onlineangeboten – obwohl genau diese Verzahnung eine Chance gegenüber Amazon und Co sein könnte. Kurz: der Onlinehandel kommt beim klassischen Handel zwar an, jedoch tickt die Zeit in der digitalen Welt deutlich schneller als gehandelt wird.

Harald Kindermann über Bildung im eCommerc

2. Die FH Steyr ist eine der wenigen, wenn nicht die einzige Weiterbildungsstätte, die sich um das Thema eCommerce kümmert bzw. sich diesem widmet. Wieso nur diese Bildungseinrichtung und keine anderen?

Wir an der FH OÖ am Campus Steyr haben mit den Studiengängen „Marketing und Electronic Business“ und „Digital Business Management“ den Trend gottseidank rechtzeitig erkannt und darauf mit den genannten Bachelor- und Masterstudienprogramm reagiert. Die Nachfrage der Studenten, bei uns einen Studienplatz zu erhalten sowie die Nachfrage der Wirtschaft an unseren Studienabgängern, zeigt uns, dass wir inzwischen wirklich etabliert und anerkannt sind. Andere Universitäten und Fachhochschulen ziehen zwar mit diversen Angeboten nach, jedoch nimmt uns keiner die Vorreiterrolle.

Harald Kindermann ist Vorstand im Marketing Club Linz

3. Als Vorstand im Marketing Club Linz steht auch für Dich bzw. Euch das persönliche Netzwerken im Vordergrund. Trotz der unzähligen digitalen Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu treten und sich auszutauschen ist der persönliche Kontakt eine wichtige (nicht zu vernachlässigende) Komponente. Wie siehst du den Ausgleich bzw. die Mischung der beiden Kanäle (quasi online versus offline)?

Online-Vernetzungen, die auf Plattformen wie Facebook, Xing, LinkedIn, usw. basieren, stellen eine gute Möglichkeit dar, in Kontakt zu bleiben und um sich über Neuigkeiten auszutauschen. Kontakte mit Qualität und Relevanz entstehen und bestehen jedoch nur im wirklichen Leben.

eCommerce Hotspot in Linz

4. Es ist kein Geheimnis, dass der eCommerce Hotspot in Oberösterreich liegt. Warum ist deiner Meinung nach die Digitalisierung in Oberösterreich stärker voran geschritten als in anderen Bundesländern?

Es freut mich zwar, wenn dem so ist und es zeigt mir, dass möglicherweise unser Studienangebot zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Aber um ehrlich zu sein, war mir nicht bekannt, das OÖ der Hotspot des eCommerces ist.

Gefahren und Chancen im eCommerce in Österreich

5. Welche Gefahren bzw. Chancen siehst Du für Unternehmen, die sich in Österreich etablieren möchten? Welche Branchen und Märkte gilt es noch zu füllen bzw. welches Potenzial steckt in der Unternehmenslandschaft Österreich?

Auf die Gefahr hin, dass man sich ständig wiederholt – aber man kann es nicht oft genug betonen: Die steuerliche Last und die bürokratischen Hürden, die Unternehmen in Österreich haben, stellen sicherlich die größte Gefahr für innovative Unternehmen dar. Dazu kommt noch eine in Österreich weit verbreitete Kultur, dass Viele einem sofort erklären, warum eine Idee NICHT funktionieren, anstatt zu helfen, eine Idee zu verbessern oder sie zu unterstützen.  Die Märkte und Nischen sind zwar inzwischen schon hochgradig fragmentiert, jedoch findet man immer wieder eine Innovation, von der man hinterher meint „Warum ist nicht selber darauf gekommen?“

Ausblick für österreichischen eCommerce

Ein Blick in Deine persönliche Glaskugel …

Welche Trends siehst du in den nächsten 2-3 Jahren auf uns (digital Branche und eCommerce) zukommen bzw. welchen Wunsch hättest du an die Branche?

Spontan fallen mir dazu die folgenden Punkte ein:

  • Ein reiner Onliner verzichtet auf wichtige B&M-Umsätze! Insbesondere im Bekleidungsbereich wird dies zutreffen!
  • Viele klassische B&M-Händler – auch mit einem parallel betriebenen Webshop – werden die nächsten 5-10 Jahre ohne nachhaltigem Strategiewechsel nicht überleben!
  • In Österreich gibt es derzeit noch keine wirklich sinnvolle, synergetische Verzahnung zwischen Online- und stationärem Handel; zudem fehlen konkrete Handlungsempfehlungen bzw. Konzepte gänzlich!
  • Der erste innovative „Future Store“ würde jedoch neben zusätzlichen Verkaufserlösen einen enormen Imagegewinn (z. B. Presse, PR, Halo-Effekte) mit hohem Potential für eine Umwegrentabilität bieten!
  • Zahlungsverfahren werden sich ebenfalls noch ändern. Shop-Lösungen, die auf mobile Endgeräte optimiert sind, werden zunehmend an Relevanz gewinnen.
FH Steyr und A-COMMERCE als Kooperationspartner

So starten wir das Geschäftsjahr 2016 mit einer einzigartigen Chance und tollen Herausforderung zugleich. In Kooperation mit der FH Steyr haben wir die Möglichkeit, in der österreichischen eCommerce Sphäre etwas zu bewegen und einen wichtigen Schritt weiter zu gehen. Dieses Mal ganz im Sinne der Wissenschaft.

Wir möchten mit einer Umfrage die Vorteile und Nachteile von in Webshops angebotenen Bezahlverfahren aus Sicht von Online Händlern identifizieren, um daraus Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten. Die Studie wird von Prof. Harald Kindermann und Prof. Andreas Auinger von der Fachhochschule Oberösterreich und dem Verein datas. – Zentrum für Web- und Konsumentenforschung repräsentativ für Österreich durchgeführt. A-COMMERCE ist als Kooperationspartner mit dabei und wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Startschuss. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern (unter anderem auch Bildungseinrichtungen wie die FH Oberösterreich) der digitalen aber vor allem der eCommerce Branche in Österreich einen Mehrwert bieten und dabei darf die Wissenschaft nicht fehlen.

Fragebogen ausfüllen

Hier geht es zum Fragebogen

Unbedingt mitmachen und Teil eines weiteren wichtigen Meilensteins in der österreichischen Online Handelsbranche sein!

Studie zu Online-Bezahlverfahren in Österreich

eCommerce in Österreich – status quo

Es gibt bis dato in Österreich leider keine flächendeckende Studie zum Thema Online-Bezahlverfahren und die einzige deutsche Studie, welche man in Erwägung ziehen könnte (!!) ist aktuell von ibi-Research aus dem Jahr 2011 (ein E-Commerce Leitfaden). Aus diesem Grund wird von der FH Oberösterreich auf geltender wissenschaftlicher Praxis durchgeführt.

Fragebogen Online Händler Österreich

Happy 2016 - A-COMMERCE

Herzlichen Dank!

Auf ein erfolgreiches und spannendes neues Jahr 2016!

Andreas Auinger

Aus- & Weiterbildung ist ein stets wichtiges Thema – nicht ohne Grund haben wir ja im Jänner die Commerce Academy ins Leben gerufen. Da wir aber wissen, dass vor Allem die Weiterbildung im Studium die Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg darstellt, freut es uns heute sehr, Andreas Auinger im A-COMMERCE Interview begrüßen zu dürfen.

1. Andreas, du bist Vizedekan an der Fakultät für Management an der FH OÖ in Steyr und für den Bereich Digital Business Management verantwortlich – wie ist in euren Studienangeboten die Herangehensweise, um Studenten an die immer anspruchsvoller und komplexer werdende Digitale Welt vorzubereiten?

Unsere aktuelle Ausbildung im Bereich Digital Business an der FH OÖ in Steyr geht auf das Jahr 2001 zurück. Damals wurde in Steyr der erste „E-Business“ Studiengang im deutschsprachigen Raum an der FH Steyr entwickelt. Im Jahr 2006, als ich an die FH OÖ kam, wurde ich noch oft gefragt: Was ist denn E-Business überhaupt?“ Heute stellt sich diese Frage nicht mehr. Man muss eher fragen: „Wo ist Digital Business im Jahr 2015 nicht mehr anzutreffen?“

Die Ausbildung im Bereich Digital Business basiert derzeit auf zwei Studienrichtungen:

Im Bachelor Marketing und Electronic Business (www.fh-ooe.at/meb) bieten wir eine fundierte betriebswirtschaftlich orientierte Ausbildung in den Schwerpunkten Marketing, Digital Business und Management mit Fokus auf die Unterstützung und Abwicklung der Geschäftstätigkeit mithilfe des Internets. Ein besonderer Fokus liegt selbstverständlich auf Online-Marketing, Konsumentenverhalten im Internet, Marktforschung und dem Thema Electronic Commerce. Man kann dieses Studium sowohl Vollzeit als auch Berufsbegleitend studieren.

Das Masterstudium Digital Business Management (www.fh-ooe.at/dbm) hat neben seiner inhaltlichen Ausrichtung auf Digital Leadership eine weitere Besonderheit: es ist das erste in Österreich angebotene Regulärstudium, das an einer Fachhochschule (FH OÖ) und einer Universität (Johannes Kepler Universität Linz) in einem gemeinsamen Studium (Anm: Joint-Master Studium) mit gemeinsamem Abschlusszeugnis angeboten wird. Etwa 50% des Unterrichts findet bei uns an der FH OÖ und 50% an der JKU statt. Es vereint die Vorteile beider Bildungssysteme in Bezug auf Praxisorientierung und Wissenschaftlichkeit und ist als rein berufsbegleitendes Studium mit Freitag/Samstag Unterricht und einer Blockwoche pro Semester organisiert. Inhaltlich ist es uns ein Anliegen, den Studierenden eine Basis für die wertschöpfende Nutzung der Digitalen Medien zu vermitteln und haben neben E-Commerce und Leadership einen starken Fokus auf Business Models und Entrepreneurship gelegt.

2. Viele denken bei Digitalisierung „nur“ an Webseiten oder Online Shopping, aber der digitale Fortschritt betrifft immer weitere Bereiche des täglichen Lebens – welche Trends siehst du sagen wir für die nächsten 2-3 Jahre, auf die man sich auch als Unternehmer einstellen sollte?

Da könnte man jetzt weit ausholen. Auf der einen Seite sehe ich für den Handel einen Trend in Richtung „No-Line“ Commerce. Angetrieben von global agierenden multinationalen Konzernen aus den USA und Asien befinden wir uns auch im „good old Europe“ in einem rasch voranschreitenden Umbruch im Commerce Umfeld. Veränderungen im Konsumentenverhalten der Generationen X, Y, Z und neue technologische Möglichkeiten führen zum Verschwimmen der Grenzen zwischen online und offline Kanälen und verlangen nach neuen Konzepten im Handel. High-Tech Smartphones der vierten Generation agieren als Brückenbauer zwischen der online und offline Welt und tragen wesentlich dazu bei. Heinemann zB. umschreibt dieses Phänomen mit dem Begriff SoLoMo, das die Implementierung von sozialen, lokalen und mobilen Anwendungen als Wachstumstreiber im Electronic Commerce sieht. Unterstützt wird dieses Phänomen durch neue Technologien wie Bluetooth Low Energy Beacons (BLE), Radio-Frequency Identification (RFID) oder Near Field Communication (NFC) sowie die intensive Nutzung sozialer Netzwerke und die damit einhergehende Generierung verarbeitbarer Daten.

Auf der anderen Seite gibt es Trends vor allem im Mobile-Bereich, denen wir Beachtung schenken sollten. So waren z.B. beim heurigen Mobile World Kongress 2015 in Barcelona die zentralen Themen (i) Data for all – Wearables und Sensorik, (ii) Sichere Kommunikation – z.B. Blackphone.ch, (iii) Mobile Payment, (iv) Smart Watches und (v) Virtual Reality. Alle diese Trends haben einen direkten Impact auf das Kaufverhalten und auf das, was die Nutzer von E-Commerce Anbietern erwarten.

3. Gerade im Studium ist ja auch die Verzahnung von Theorie und praktischer Erfahrung unglaublich wichtig, um die notwendige praktische Erfahrung schon vor dem Start ins eigentliche Berufsleben zu erlangen – habt ihr derzeit gute Möglichkeiten, eure Studenten bei Unternehmen in Österreich für den praktischen Part unterzubringen?

Die Praxisorientierung wird in unseren Studiengängen mehrfach unterstrichen. Unsere Studierenden haben bereits im Bachelor sowohl im 4. als auch im 5. Semester Unternehmensprojekte, in denen in Gruppen an einer aktuellen Unternehmensproblemstellung gearbeitet wird. Dabei können die Problemstellungen sehr breit gestreut sein. Beginnend bei der Konzeption neuer Landingpages und nachfolgenden Usability Tests, über die Erstellung eines Marketing-Konzepts oder einer kleineren Marktforschungsaufgabe bis hin zur Einführung einer Enterprise 2.0 Lösung in einem Unternehmen. Im 6. Semester geht es dann in ein verpflichtendes Berufspraktikum, das den Studierenden einen letzten Schliff vor dem Bachelorabschluss verpasst. Was hier auch nicht fehlen darf, sind z.B. Zertifizierungen wir das Google Adwords Zertifikat, das im letzten Jahr alle unsere Bachleor-Studierenden im 5. Semester im Zuge eines exklusiven Google Bootcamps mit Evelyn Leu und mir abgelegt haben. Das werden wir im kommenden Herbst aufgrund des positiven Feedbacks der anstellenden Unternehmen selbstverständlich wieder in die Lehre einbinden. 

Das Masterstudium bieten wir bewusst nur als berufsbegleitendes Studium an. Damit gewährleisten wir, dass alle Studierenden bereits facheinschlägig im Digital Business tätig sind und die Praxis zusätzlich in den Unterricht mit einbringen. Studentische Projekte und auch die vielen nebenberuflichen Lehrenden (Anm: etwa 300 an der Fakultät für Management in Steyr) bringen damit fortlaufend frischen Praxiswind in das Studium ein. Die Abrundung finden wir mit einem Business Trip ins Ausland zu Unternehmen des Digital Business – heuer z.B. nach Barcelona zu einer Nachschau des Mobile World Kongresses und mit Firmenbesuchen bei Microsoft und zahlreichen Startups etc.

Außerdem betreiben wir intensive Forschung im Digital Business Bereich. Wir haben in den letzten fünf Jahren Forschungsprojekte mit einem Gesamtumfang von mehr als 3 Millionen Euro durchgeführt und sind aktuell an einigen richtig großen Projekten dran.

4. Wie sind eure Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen – sind diese schon für die Innovationen bereit, die notwendig sein werden, um erfolgreich zu bleiben bzw. zu überleben?

Unser Unternehmensnetzwerk ist wirklich sehr breit. Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir sowohl mit klassischen Branchenleadern wie KTM, Brauunion, Fronius, Rosenbauer, BMW oder Hofer zusammenarbeiten dürfen, um nur einige exemplarisch zu nennen. Aber auch die Unternehmen des Digital Business sind bereits auf unsere Forschungs-Expertise und unsere AbsolventInnen aufmerksam geworden. So haben wir ständigen Kontakt und auch gemeinsame Forschungsprojekte mit vielen Unternehmen wie z.B. UNITO, Happy Foto, Google, Bürohandel oder auch runtastic, wo ja zwei der Gründer (Anm. CEO Florian Gschwandtner und COO Alfred Luger) einen Abschluss aus Steyr haben.

Wir haben in den letzten Jahren viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Unternehmen sowohl in Forschungsprojekten als auch in studentischen Unternehmensprojekten gesammelt. Die meisten Erfahrungen hierzu waren auch sehr positiv – Unternehmen, die sich für die Forschung öffnen, sind meist ja auch die erfolgreichsten auf dem Markt. Dabei sind die Begriffe „readyness“ und „willingness“ vermutlich sehr treffend: Wie gut ist das Unternehmen bereits auf die neuen Herausforderungen vorbereitet – dazu gehört vor allem auch die „awareness“ für die Problemstellung und ob das Unternehmen auch willig ist, sich dabei unterstützen zu lassen.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Im aktuellen Projekt „InnoStrategy 2.0“ arbeiten wir gemeinsam mit den Branchenleadern Doka, Fronius und Pöttinger sowie mit SmartPoint als Umsetzungspartner an einer Softwareunterstützung für die Früherkennung von Innovationssignalen am sogenannten „Front End of Innovation“. Diese Unternehmen verfügen nicht nur über ausgezeichnete Mitarbeiter im Innovationsbereich, die uns ständig fordern, sondern haben auch die Notwendigkeit der Öffnung nach außen erkannt. Es macht richtig Spaß, in einem solchen innovativen und offenen Umfeld tätig zu sein und mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen.

5. Durch euer gesammeltes KnowHow seid ihr ein spannender Partner für Unternehmen, um eine Partnerschaft zu initialisieren und so auch an neuen Ideen zu forschen – wie ist denn die Vorgehensweise, wenn ein Unternehmer mit euch zusammen arbeiten möchte, mit welchen Ideen kann er sich an euch wenden bzw. wer wäre der richtige Ansprechpartner bei euch?

Uns ist hierbei wichtig, dass die Unternehmen Offenheit gegenüber neuen Themen wie No-Line Commerce, Usability Evaluation – unser aktuelles Lieblingsthema hier ist mobile Usability in Zusammenhang mit mobilem Eyetracking, Opinion Mining im Social Web, Werbewirkungsmessung, Neurophysiologische Messungen usw. um nur einige Themen aus unserem Forschungsblumenstrauß zu nennen, haben. Wir sind ein verlässlicher Partner für Forschungsprojekte beginnend bei der grundlagennahen Forschung in FWF oder FFG Bridge Projekten, EU Projekten oder aber auch anwendungsorientierten Auftragsforschungsprojekten oder kleinen Innovationsschecks für KMUs.

6. Wenn du Dir etwas für die Digital- & eCommerce Branche wünschen dürftest, was wäre das?

Dass jene Unternehmen, die noch nicht mit beiden Beinen auf diesen Zug aufgesprungen sind die Zeichen der Zeit richtig lesen und wir gemeinsam mit voller Kraft das Digital Business in Österreich forcieren, bevor es ausländische Unternehmen für uns tun.

Nur so können wir die Wertschöpfung im Land halten. Und natürlich, dass wir als Lehr- und Forschungsstätte weiterhin ein Benchmark in diesem Bereich bleiben und unsere Absolventinnen und Absolventen die positive Entwicklung des Digital Business in den Unternehmen auf Basis ihrer fundierten Ausbildung mitgestalten.