Finetrading Archive | A-COMMERCE
Schließen

Du möchtest einen kostenlosen Ersttermin vereinbaren?

Daniel Poinstingl ist dein richtiger Ansprechpartner und freut sich
auf deine Kontaktaufnahme:

daniel@a-commerce.at
+43 676 307 79 78

Schließen

Du hast Fragen zu unseren Events und möchtest dir ein Ticket sichern?

Susanne Hüttner ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

events@a-commerce.at
+43 680 328 28 50

Schließen

Du hast Fragen rund um die A-COMMERCE Partnerschaft?

Susanne Hüttner ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

susanne@a-commerce.at
+43 680 328 28 50

Schließen

Du hast Fragen zur A-COMMERCE Medienpartnerschaft?

Elisabeth ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

elisabeth@a-commerce.at
+43 676 755 23 47

Schließen

Du suchst qualifizierte Mitarbeiter für dein Unternehmen und möchtest deine Job-Anzeige auf unserer Website veröffentlichen?

Daniel Poinstingl ist dein richtiger Ansprechpartner und freut sich
auf deine Kontaktaufnahme:

daniel@a-commerce.at
+43 676 307 79 78

Was ist Finetrading - eCommerce von A bis Z

Der klassische Bankkredit ist zwar immer noch das beliebteste Finanzierungsinstrument kleiner und mittelständischer Unternehmen, aber es gibt auch alternative Möglichkeiten der Finanzierung, die im eCommerce zum Zuge kommen können: Eine davon ist das sogenannte Finetrading, eine bankenunabhängige Finanzdienstleistung für Firmen, die Waren und Rohstoffe für ihre Produktion oder Leistungserbringung benötigen.

Finetrading stellt keine Finanzierung im klassischen Sinn dar: Der Finetrader (Dienstleister) tritt als „Zwischenhändler“ auf und benötigt daher keine Banklizenz. Finetrading ist ein Phantasiewort, das sich aus den englischen Begriffen „finance“ (die Finanzen) und „trade“ (der Handel) zusammensetzt. Die deutsche Entsprechung ist in etwa Einkaufsfinanzierung.

Beim Finetrading kommen dem Dienstleister zwei Rollen zu: Der Finetrader tritt einerseits als Zwischenhändler bzw. -käufer auf, indem er die Ware auf Anweisung des Warenkäufers erwirbt, und andererseits als Finanzierer, indem er das Handelsgeschäft vorfinanziert, bis ihn der Warenkäufer bezahlt. Finetrading wird hauptsächlich zur Finanzierung von sogenanntem Umlaufvermögen – Vermögensgegenstände, die nur kurzfristig in Bilanzen aktiviert werden wie Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige und unfertige Erzeugnisse – eingesetzt.

Ablauf Finetrading

Finetrading kann als Handelsgeschäft aufgefasst werden, bei dem drei Parteien beteiligt sind: Der Finetrader (Dienstleister) als Zwischenkäufer der Ware, der Lieferant und der eigentliche Abnehmer. Im Vorfeld des tatsächlichen Finetrading-Prozesses findet eine Bonitätsprüfung des Kunden durch den Dienstleister (Finetrader) statt und es wird ein Rahmenvertrag geschlossen. Der Finetrader sichert sich meist auf eigene Kosten durch eine Warenkreditversicherung ab.

Im Prozess bestellt der Käufer die Ware bei seinem Lieferanten nach Rücksprache mit dem Finetrader, der Lieferant liefert diese direkt an den Käufer aus, stellt die Rechnung aber an den Finetrader als Zwischenkäufer bzw. als neuen Debitor, der diese bezahlt. Der Finetrader stellt letztlich seinem Kunden, dem eigentlichen Käufer und Warenabnehmer, die Warenlieferung in Rechnung, allerdings mit einem verlängerten Zahlungsziel (meist sind dies 120 Tage).

Kosten

Die Kosten für die Nutzung eines Finetradings sind vom jeweiligen Anbieter abhängig. Je nach Dienstleister werden neben einer einmaligen Einrichtungsgebühr individuelle (tägliche oder monatliche) Stundungsgebühren, die sich unter anderem nach Bonität des Kunden, jährlichem Einkaufsvolumen oder Dauer des Finetradings richten, in Zahlung gestellt, dazu kommt ein verhandeltes Skonto. Es gilt: Je kürzer die Laufzeit, desto geringer sind auch die tatsächlichen Kosten. In der Regel ist Finetrading aber um einiges teurer als ein Bankdarlehen, da beim Finetrading keine dinglichen Sicherheiten hinterlegt werden.

Einsatz

Nach Finanzkrise und der Einführung der neuen Kreditvergaberichtlinien für Banken und Sparkassen Basel III kann es für KMUs mitunter schwierig werden, Kredite zu erhalten und langfristige Zinsfestschreibungen werden seltener bzw. teuer vergeben. Deshalb werden alternative, bankenunabhängige Finanzierungsmöglichkeiten zunehmend wichtig. Finetrading kann – je nach Anbieter – bereits ab relativ geringen Einkaufssummen (20.000-100.000 €) bis in den niedrigen zweistelligen Millionenbereich genutzt werden.

Als Gründe für den Finetrading-Einsatz wird oft der Wunsch nach mehr Flexibilität und Unabhängigkeit genannt. Weitere Gründe sind insbesonders:

  • Finanzierung von bzw. sofortige Liquidität in Wachstumsphasen
  • Ausgleich von Saisonspitzen
  • Zusätzliche Finanzierung ohne Erbringung von dinglichen Sicherheiten
  • Verbesserung von Bilanzkennzahlen und von Einkaufskonditionen
  • Überbrückung von Kaitalengpässen
  • Reduzierung von Kapitalbindung

Pro und Contra

Als Vorteile des Finetradings werden unter anderem die sofortige Zahlungsfähigkeit, das verlängerte Zahlungsziel, das verminderte Ausfallrisiko für Lieferanten und eine Verbesserung diverser Kennzahlen bzw. der Bonität angesehen.

Nachteile sind vor allem in den höheren Kosten im Unterschied zu Bankkrediten und im begrenzten Finanzierungsvolumen zu sehen. Aber auch der Aufwand der Implementierung, z.B. bei einer Einbindung in bereits bestehende IT-Systeme, darf nicht unterschätzt werden.