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Jetzt wird es ernst. Geoblocking und Co. sollen endlich ein Ende haben – so die europäische Kommission am 25. Mai 2016. Verbraucher sollen im Online Handel fair und transparent behandelt werden. Das E-Commerce Package soll dabei helfen – Geoblocking unterbinden, grenzüberschreitende Lieferungen günstiger und effizienter machen aber auch das Kundenvertrauen soll durch mehr Schutz und bessere Rechte-Anwendung gesteigert werden. Auf diesen Teilbereichen basiert das Package und soll nun als Gesetzesvorschlag dem Parlament gegeben werden.

E-Commerce Package in der EU

Wie wird eCommerce in der EU geregelt?Die Meinungen hier sind eindeutig. Andres Ansi, Vizepräsident für Digital Single Market sagt: „Personen sind oft eingeschränkt, wenn es darum geht, die besten Angebote zu bekommen bzw. cross-border einzukaufen. Die Liefergebühren sind einfach zu hoch und viele fürchten sich, das etwas schief gehen könnte. Wir wollen dieses Problem lösen und den Kunden ein erfülltes Einkaufserlebnis verschaffen – auch grenzüberschreitend. Selbiges gilt für Online-Services“. Er sagt somit dem Geo-Blockig den Kampf an.

Auch dem deutschen Digitalkommissar Günther Oettinger ist Geoblockig ein großer Dorn nimm Auge. Weit über den eCommerce hinaus möchte die EU Kommission auch das Sperren von YouTube Videos oder die Angebote von Netflix und Amazon Prime unterbinden. Die Kommission beachtet es als ’nicht fair‘, Verbraucher aufgrund ihres Standortes einen Zugriff bzw. Produkte zu verweigern. Auch die Weiterleitung von einem internationalen zum lokalen Shop soll unterbunden werden – das bedeutet für Internetriesen wie Zalando oder Asos eine immense Umstellung. Immerhin sollen alle Preise und Angebote über die Grenzen hinaus gleich sein.

Ein weiterer Punkt ist hier ebenfalls die in Anspruchsnahme von Mietwägen, etc. Diese sollen auch länderübergreifend für dieselbe Strecke denselben Preis aufweisen und in nächster Folge auch anbieten – dies funktioniert natürlich nur bei grenzüberschreitenden Buchungen – in diesem Fall auch Unternehmen, die Abhol- und Abgabestationen in mehreren Ländern besitzen.

Sektoruntersuchung Geoblockig bereits 2015

E-Commerce Package EUBereits vor ziemlich genau einem Jahr stand Geoblockig ganz oben auf der Liste der Verbote in der kartellrechtlichen Sektoruntersuchunh im E-Commerce von der Kommission. Ein digitaler europäischer Binnenmarkt darf eben kein Geoblockig enthalten. Zäune und Mauern sind nämlich keine Lösung – weder am Land, noch im digitalen Sektor, so die Kommission. Die Stärkung des Binnenmarktes ist nicht nur eine Säule der EU-Grundlage sondern auch auf den Markt im Internet übertragbar – sogar verpflichten übertragbar.

Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass in allen 28 Mitgliedsstaaten Geoblockig sowohl beim Verkauf als auch beim Abrufen von Inhalten betrieben wird – davon 38% Online Händler. Der GEsetzesvorschlag soll trotzdem keinen keinen Händler dazu verpflichten, in die gesamte EU zu liefern und schließt kleine Unternehmen aus.

Lieferungen und Kundenservice – günstiger aber besser

Auch Lieferungen von Paketen soll innerhalb der EU vereinfacht werden. Vereinfacht bedeutet in diesem Fall – preiswerter und effizienter gestaltet werden. Sinn dahinter ist die erhöhte Preistransparenz, was laut Aussagen innerhalb der EU-Gremien der Wirtschaft und dem eCommerce gut tu wird. Konsumenten und kleine Händler äußern bereits Unbehagen, dass Probleme mit der Paketlieferungen ein großer Grund für Kaufabbrüche sind. Trotzdem möchte die europäische Kommission im Zuge dieses E-Commerce Package keine gesetzliche Preisregulierung festlegen – das wäre das letzte Mittel, um hier etwas bewirken zu können. Händler sollen in ihrer Tätigkeit so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

E-Commerce Package in der EU – Vertrauen

Nicht zu vergessen ist auch das Vertrauen der Konsumenten. Auch hier will sich die Kommission etwas einfallen lassen und eingreifen. Mehr Transparenz ist das Stichwort, dass sich durch dieses E-Commerce Paket durchzieht. Hier sollen nationale Behörden ermächtigt werden, die Rechte der Kunden besser zu schützen und bei der Durchsetzung dementsprechend eingreifen. ihre neue Befähigung soll folgende Punkte beinhalten:

  • Kontrolle, ob Websites Geoblocking einsetzen oder After-Sales Konditionen nach EU-Recht einhalten.
  • Die Aufforderung der sofortigen Unterbindung von Websites mit hosting scams

Die Kommission veröffentlicht unter anderem auch regelmäßige Updates betreffend Beispiele von unfairem Handeln – hier sollen ebenfalls Schwierigkeiten aufgezeigt werden, welche Händler in diesem Bereich gegenüber stehen. Eine Richtlinie kann so lauten – Originaltext: „Any online platform that qualifies as a „trader“ and promotes or sells goods, services or digital content to consumers must make sure that its own commercial practices fully comply with EU consumer law.“