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Miele Center

Es ist einfach so. Seitdem ich mich kenne, hatten meine Eltern und Verwandte immer schon Miele Center Haushaltsgeräte Zuhause. Nicht […]

Miele Center

Es ist einfach so. Seitdem ich mich kenne, hatten meine Eltern und Verwandte immer schon Miele Center Haushaltsgeräte Zuhause. Nicht nur alle Küchengeräte sondern auch der Staubsauger und die Waschmaschine mussten von Miele Center sein. Eine Qualität – sondergleichen, die sich bis heute durchzieht. Auch beim Kauf meiner eigenen neuen Küche blieben die Miele Center Geräte nicht aus. Natürlich konnte ich mir bis dato nicht vorstellen, eine Waschmaschine Online zu kaufen, bis ich drauf gekommen bin, dass es sich eigentlich genau so wie bei einem Lockenstab (it’s a Ladies Thing) verhält. Umso spannender ist es, Haushaltsgeräte oder Zubehör Online zu bestellen.

Shopaufbau und Übersicht des Miele Center Shops

Einfach und schlicht. Bloß nicht übertreiben. Damit hat sich Miele Center mit dem Magneto Shop sicherlich einen Gefallen getan. Am mobilen Endgerät sowie am Desktop findet man sich schnell zurecht. Die Kategorien machen Sinn – Waschen & Trocknen, Backen & Garen, Kochen, etc. – alles dort wo es sein soll. Ob Küche oder Wäsche, man weiss wo man nach diversen Produkten suchen kann und soll.

Miele Online Shopping

Kategorien im Miele Online Shop 

Dem Kunden die „Journey“ so einfach wie möglich gestalten, ist bis zu diesem Punkt sehr gut gelungen. Nach einer kurzen Klick-Runde, bei welcher ich mir ein Bild der Einteilung und der Kategorien gemacht habe, entscheide ich mich über die Suchfunktion zu gehen und nach einer Waschmaschine zu suchen. Vertippt habe ich mich leider auch und „Washmaschine“ geschrieben. Zu meiner Verwunderung findet der Online Shop hier keine Ergebnisse. Nicht einmal annähernd weiss der Algorithmus, was ich meinen könnte. Sehr schlecht und vor allem bei Haushaltsgeräten schwierig, wenn man sich kleine Tippfehler hin und wieder erlaubt. Geschweige denn, sollte man die genaue Produktbezeichnung oder eine Seriennummer falsch eingeben.

Miele Online Shop im Test

Dann werde ich wohl den konventionellen Weg gehen und direkt in der Kategorie nach dem passenden Modell suchen. In der Kategorie selbst werden mir einige Waschmaschinen angezeigt, welche für mich absolut identisch aussehen auf den ersten Blick. Diese unterscheiden sich lediglich im Preis. Auch bei dem ersten Blick auf die Kurzbeschreibungen sind alle Waschmaschinen gleich. Man möge sich hier die ersten vier Waschmaschinen ansehen und mit erklären, welche Unterschiede außer bei der Bezeichnung und bei der Jahresanzahl gegeben sind.

Online Shoptest Miele Österreich

Leider für einen Otto-Normalverbraucher nicht verständlich und auf den ersten Blick eher kompliziert als einfach im Kaufprozess. Bei den Kategorien Dunstabzug, Spülen, usw. gibt es einen eingerichteten Kaufberater, nur bei den Kategorien Waschen & Trocknen bzw. Backen & Garen nicht. Vor allem hier könnte es mehr Aufklärungsbedarf geben. Das hätte mir sicher geholfen. Zwar gibt es eine Vergleichsfunktion zweier Waschmaschinen, diese ist jedoch nur durch weitere 2 bis 3 Klicks auffindbar. Trotz allem versuche ich mich durch die Filtermöglichkeiten zu testen und muss zugeben, dass sich Miele Center hierbei sehr viel gedacht hat.

Miele Online Shop im A-COMMERCE Test

Produktdarstellung

An der Produktbeschreibung der Waschmaschine kann man nichts aussetzen. Alle notwendigen und möglicherweise weniger relevanten Informationen werden angezeigt. Ja sogar eine Download Section gibt es in der Produkt-Detail-Ansicht. Dort befindet sich die Gebrauchsanleitung, das EUPI-Datenblatt und das EU-Energylabel. Macht Sinn, wenn man bedenkt, dass die Gebrauchsanleitungen von solchen Geräten meistens im Nirvana der Küchenladen oder im Abstellraum verschwinden. Ein weiteres tolles Feature ist, dass man sich die Vorteile der jeweiligen Waschmaschine nochmals kurz und mit Bildern erklären lassen kann. Ein kurzes Video wäre hier auch sehr passend (das ist aber schon Meckern auf hohem Niveau). Bewertungen gibt es in diesem Onlineshop noch keine. Wahrscheinlich auch deshalb, weil der Shop erst vor kurzem gelauncht wurde.

Dieses Feature wäre nicht unspannend gewesen, wenn man sich denkt, dass viele Haushaltsgeräte auf Basis anderer Kundenbewertungen gekauft werden. Zumindest wird die Lieferzeit des Produktes angezeigt. Ob dies auch gleichzeitig die Verfügbarkeit darstellen soll, kann ich nicht sagen. Ich gehe nunmal stark davon aus. Immerhin sind es hauseigene Produkte, die man schnell nachbestellen und weiter verschicken kann.

 

Waschmaschine Online kaufen im Miele Online Shop

Gut ist immerhin, dass man bereits vor dem Checkout sieht, welche Versandkosten auf einen zukommen. Hier ist Miele Center ziemlich transparent und bietet von Beginn an eine gewisse Sicherheit. Jeder kennt das, große & sperrige Produkte sind nicht leicht im Handling. Somit werden Versandkosten meistens zum Überraschungspaket im Warenkorb – diese Überraschungen führen meist auch zum Kaufabbruch. Hier versucht man dies zu vermeiden.

Miele Produkte im Mielecenter Onlineshop

Miele Onlineshop im Test

Der Checkout

Entschieden habe ich mich schlussendlich doch für ein Zubehör Teil. Immerhin handelt es sich um eine Testbestellung. Bei dem ausgewählten Artikel handelt es sich um einen Besteck-Korb. Ohne, dass ich selbst den Warenkorb besuche, gelange ich automatisch nach der Auswahl des Produktes dorthin. Kein Klick notwendig. Ob dies so positiv ist, wage ich zu bezweifeln – immerhin könnte ich ja noch stöbern wollen. Ein kleines Pop-Up genügt, um mir anzuzeigen, dass der Artikel im Warenkorb gelandet ist. Vor allem wird mir in der Warenkorb Übersicht nicht die Möglichkeit angezeigt „weiter zu Shoppen“ oder mir passende Artikel dazu auszusuchen. Ich müsste mich erneut durch das Sortiment klicken, um auf gewünschte Artikel zu kommen. Also alles von Anfang.

Besteck Korb Miele Online ShopWas sofort auffällt, ist der rote Hinweis ganz oben im Checkout. Ich muss mir also ein Miele Center aussuchen. Eine Liste von ca. 30 Shops öffnet sich und ich soll dann herausfiltern von welchem Shop ich das Produkt haben möchte. Nun könnte ich aus Güssing bestellen, oder einfach eines in der Nähe wählen. Vielleicht wäre es nicht ganz verkehrt, wenn Miele Center aufgrund von Targetings bereits die Auswahl der Miele Center eingrenzt.

Checkout Miele Online shop

Nachdem ich das naheliegendste Miele Center ausgewählt habe, werden mir auch sofort die Versandkosten angezeigt. Großartig ist, dass das nächste Miele Center in Mödling ist und Brunn am Gebirge (Lieferadresse) quasi ein Katzensprung davon entfernt ist. Dementsprechend werden auch 0,00 EUR Versandkosten berechnet. Hätte ich ein Miele Center in Wien ausgewählt, würden die Versandkosten ebenso 0,00 Euro betragen. Guter Service des Haushaltsgeräte-Herstellers.

Zahlung

Hier wird es definitiv spannend … Es gibt lediglich zwei auswählbare Zahlarten. Vorkasse und Zahlung vor Ort. Wo bleibt Kauf auf Rechnung? Wo bleibt die Kreditkartenzahlung oder PayPal? Spätestens hier würde ich persönlich als Kunde aussteigen. Es handelt sich hierbei nur um ein kleines Zubehörteil. Geschweige denn ich würde eine Waschmaschine bestellen … Kein so großartiges Kauferlebnis – hier würde zumindest die Kreditkarte ihren Sinn beibehalten.

Miele Online Shop - Zahlungsarten

 

In den AGB’s steht jedoch etwas anderes. Aber seht selbst.

Miele Online Shop AGB - Zahlung

 

Lieferung & Retoure

Wie auch immer habe ich den Geschirrkorb schlussendlich bestellt. Einige Stunden später erhalte ich einen Anruf vom Miele Center in Mödling, bei welchem ich bestellt habe… Sie finden die Artikelnummer nicht bzw. ist ihnen diese nicht bekannt. Im gesamten Onlineshop von Miele Center gibt es genau 2 Besteck-Körbe und den einen finden sie nicht. Ich werde jedoch höflich gebeten, meinen Geschirrspüler aufzumachen und die Artikelnummer, welche in die Tür eingraviert ist, bekannt zu geben. Schade nur, dass ich im Büro bin und sich der Geschirrspüler bei meinen Eltern zuhause befindet, die jedoch auf Urlaub sind. Somit ist ein Informationsaustausch nicht möglich. Die Dame bittet mich anschließend, sie zurück zu rufen sobald ich die notwendigen Informationen beschaffen habe.

Einige Minuten vergehen und die Dame ruft mich freundlich an und ist überglücklich, da sie die Artikelnummer des bestellten Produktes bei ihr im Miele Center – der Bestellnummer aus dem Online Shop zuweisen konnte und mir den Besteckkorb am nächsten Tag zuschicken wird. Die Lieferung hat in Summe 3 Tage gedauert. Gezahlt habe ich bei der Lieferung des Produktes auch nichts. Im Paket selbst war nur der Lieferschein beigelegt, keine Rechnung mit der Bitte um Bezahlung oder dergleichen. Ein Retourenaufkleber bleibt auch aus.

Bei der Retoure ist es wieder ein bisschen kompliziert. Die angegebene Telefonnummer auf dem Lieferschein führt mich zur Zentrale nach Wals. Dort kann mir die Dame vom Kundenservice leider nicht weiter helfen, weil sie erst nicht verstanden hat, dass ich beim Online Shop bestellt habe, jedoch findet sie unter der Lieferscheinnummer das zuständige Miele Center. Die Telefonnummer bekomme ich von ihr nicht, es scheint als würde sie mir nicht helfen. Gut, dass diese im Internet so einfach erhältlich ist – also selbst ist die Frau. Nach einem Anruf beim Miele Center in Mödling spreche ich mit dem Inhaber und dieser erklärt mir sehr freundlich, dass ich das Paket einfach zurück schicken soll (Retourenkleber hat er nicht und er glaubt auch nicht, dass er so etwas zur Verfügung stellen kann – O.Ton). Die Postkosten übernehme in diesem Fall ich selbst. Ich könnte aber auch vorbei schauen und das Paket direkt zurück bringen.

Mielecenter Online Shop

Fazit

Als Endeindruck kann ich den Einkauf beim Miele Center Online Shop eher als kompliziert kategorisieren. Es hat zwar Spaß gemacht, den Shop zu testen, da Haushaltsgeräte online zu kaufen doch etwas anderes ist als ein Lockenstab. Trotzdem haben mir gewisse Convenience Punkte eindeutig gefehlt. Für Miele Center mögen Artikelnummern und Bezeichnungen sehr einfach sein, jedoch können Kunden mit einer Flut an Zahlen und Buchstaben wenig anfangen. Auch die Call to Actions bzw. jegliche Art von Interaktion fehlt im gesamten Shop. Die Lieferung sowie der Retouren-Prozess war im Endeffekt auch schwierig, was das gesamte Einkaufserlebnis wieder dämpft. Ich bin sehr froh darüber, dass Miele Center mit ihrem Image der Marke immer noch punkten können. Im Online Shop werde ich persönlich aber nicht mehr einkaufen. Der Weg in den stationären Handel bleibt somit nicht aus.

Tester: Ana-Maria Birsan; verwendeter Browser: Mozilla Firefox, verwendetes mobiles Testgerät: iPhone 6.
Datum der Testbestellung: 06.02.2017
Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

Dropshipping

Die altbekannte Logistik-Methode des Streckengeschäfts hat ihren Weg in die digitale Welt gefunden und mit dem Begriff Dropshipping ein modernes […]

Dropshipping Definition - A-Commerce A bis Z

Die altbekannte Logistik-Methode des Streckengeschäfts hat ihren Weg in die digitale Welt gefunden und mit dem Begriff Dropshipping ein modernes „Design“ bekommen. Bei dieser speziellen Art des Handels, die sich wesentlich vom gängigen Onlineverkauf unterscheidet, hat der Händler keinen physischen Kontakt mit der von ihm verkauften Ware. Die beim Online-Händler eingegangene Bestellung wird direkt vom Lager des (Groß-)Händlers oder Herstellers verpackungsneutral oder im Wunsch-Design des Online-Händlers an den Kunden versandt. Den Rechnungsbetrag überweist der Kunde an den Online-Händler, der wiederum mit dem Hersteller oder (Groß-)Händler abrechnet.

Vorteile Dropshipping

  • Zum einen lassen sich auf diese Art natürlich Lagerkosten sparen.
  • Der Online-Händler muss sich aber ebenso nicht um den Versand kümmern, da dieser in den Aufgabenbereich des Herstellers bzw. (Groß-)Händlers fällt und so auch der Zwischenstopp von diesem zum Online-Händler entfällt. Diese Ersparnis kann mit günstigeren Preisen an den Kunden weitergegeben werden, was dem Online-Händler einen Wettbewerbsvorteil sichern kann.
  • Durch Dropshipping ist es dem Online-Händler zudem möglich, ein sehr großes Sortiment anzubieten.

Nachteile bzw. Risiken Dropshipping

  • Ein großes Risiko besteht für den Online-Händler darin, dem Hersteller oder (Groß-)Händler viel Verantwortung abzugeben. Deshalb muss die Wahl des Partners besonders gut überlegt sein.
  • Da der Online-Händler keinen physischen Kontakt zu der von ihm verkauften Ware hat, kann er diese auch nicht auf die Qualität prüfen, was besonders im Falle von Rückgaben zu Komplikationen führen kann.
  • Dasselbe gilt für die Zusammenstellung der Bestellungen, die Verpackungen oder die Liefertreue, die nicht durch den Online-Händler gesteuert bzw. überprüft werden können, die jedoch in seinem Namen erfolgen.

Recap 8. Online Händler Treffen

Zum achten Mal bereits hat sich die Österreichische eCommerce & Online Handels Branche zu einem A-COMMERCE Event getroffen – diesmal […]

Recap 8. Online Händler Treffe

Zum achten Mal bereits hat sich die Österreichische eCommerce & Online Handels Branche zu einem A-COMMERCE Event getroffen – diesmal waren wir in Salzburg bei elements.at, welche uns als Gastgeber ihr Büro zur Verfügung gestellt haben.

In diesem sensationellen Ambiente war es uns eine Freude, eines der bisher grössten A-COMMERCE Online Händler Treffen mit über 100 Besuchern und einem sehr spannenden Mix aus Händlern & Dienstleistern zu eröffnen.

Ziel unserer Events ist es, Entscheidungsträger aus den Bereich Handel, Produktion und Dienstleistung, egal ob sie bereits aktiv im eCommerce & Online Handel tätig sind oder gerade den Einstieg in den Online Verkauf planen, zusammen zu bringen und zu vernetzen – denn so können wir einen ungezwungenen Erfahrungsaustausch in angenehmer Atmosphäre sicherstellen

Begrüssung und die Zukunft des Content Commerce

8. A-COMMERCE Online Händler TreffenNach einer kurzen Einleitung von mir mit dem Hinweis für die vielen erstmaligen A-COMMERCE Besucher, dass wir bei unseren Events alle per „Du“ sind, hat Hausherr Dietmar Rietsch die Vortragsreihe eröffnet und die Anwesenden sehr humorvoll, aber auch eindringlich auf die Herausforderungen der heutigen eCommerce & Omnichannel Welt hingewiesen. Denn nicht nur Konsumenten sind die einzige Herausforderung in der immer komplexer werdenen Online Welt, sondern gerade nicht gut aufeinander abgestimmte interne Silo Systeme hindern erfolgreiche Skalierung und Innovationen.

User Generated Content ist wichtig

Recap 8. Online Händler TreffeWie wir alle wissen, ist User generated Content inzwischen zu einem essentiellen Baustein für erfolgreichen Handel geworden und darüber hat Uwe Fricke in seinem Vortrag gesprochen – man muss seinen Kunden durchaus zutrauen, ihre Meinung zu sagen und gerade kritischen Input ernst nehmen, denn man kann dadurch sehr schnell potentielle Fehlerquellen aufdecken und so permanent an einem besseren Einkaufserlebnis für Kunden arbeiten.

Ein neuer regionaler Marktplatz für Österreich

An diesem besseren, aber auch fokussierterem Einkaufserlebnis arbeitet auch shöpping, der neue Marktplatz der Österreichischen Post, den Eric Hofmann den versammelten Händlern vorgestellt hat und einen kurzen Einblick über dieses sehr spannende Projekt gegeben hat – wir sind schon auf die erste Beta Version gespannt.

Die Suche – ein Touchpoint der leider oft vergessen wird

Recap 8. Online Händler TreffeNach einer kurzen Pause zur Stärkung und erstem Netzwerken hat uns Doris Paramythis in die Geheimnisse einer guten Suche im Online Shop eingeführt und sehr eindrücklich auch das bestätigt, was wir in vielen Online Shop Tests regelmässig bestätigen: Leider hat die Suchfunktion noch nicht jene Aufmerksamkeit bei vielen Online Händlern erhalten wie zb das Thema SEO, obwohl gerade in diesem Einkaufsprozess die Absprunggefahr bei Neukunden überaus gross ist. Jedoch nicht jede Suche passt zu jedem Händler – auch hier gibt es Unterschiede je nach Ausrichtung, Produkt und Branche.

Payment – oft ungeliebt, aber enorm wichtig

Recap 8. Online Händler TreffeLast but not least hat uns Christian Renk nochmals die Bedeutung des richtigen Payment Mixes vor Augen geführt, um im aller letzten Punkt des Checkouts nicht noch potentielle Kunden zu verlieren…und Payment muss nicht langweilig sein, sondern es kann auch tatsächlich dazu führen, dass das tägliche Leben für uns Konsumenten einfacher wird, wie auch am Beispiel des öffentlichen Verkehrs in Schweden aufgezeigt wurde.

Bevor es zum allseits beliebten Networking Teil der Veranstaltung gegangen ist, war es Zeit sich bei euch, den Besuchern, zu bedanken – A-COMMERCE gibt es nun fast 3 Jahre, und von Treffen zu Treffen kommen immer mehr Händler zu uns, um sich über News & Trends zu informieren und interessante Menschen für einen Erfahrungsaustausch kennenzulernen. Das freut uns sehr, und wir ersuchen euch: Wenn euch unsere Events gefallen, wenn ihr neue Insights mitgenommen habt, dann bitte teilt die Informationi über A-COMMERCE, sagt es euren Bekannten, Freunden und Geschäftspartnern, welche in ähnlichen Bereichen tätig sind denn wir wollen in den kommenden Jahren noch mehr Personen in unserer Branche kennenlernen und somit weiter wachsen!

Nach einem vorzüglichen und reichhaltigen Abendessen hatten wir die Casions Austria bei uns zu Gast, welche mit einem BlackJack und einem Roulette Tisch für alle Spielbegeisterten eine gute Gelegenheit boten, neben dem Netzwerken auch den Nervenkitzel des Gamings hautnah zu erleben.

Wir möchten uns nochmals bei allen Besuchern, Freunden, Sponsoren und dem Gastgeber bedanken – es war ein ausgesprochen gelungenes Event, wir freuen uns sehr über das ausgezeichnete Feedback und freuen uns schon jetzt darauf, viele von Euch beim nächsten A-COMMERCE Treffen (3. A-COMMERCE Masters) wieder begrüssen zu dürfen!

Weitere Photos zum Event findet ihr auf unserer Facebook-Seite

Recap 8. Online Händler Treffe

 

Top 3 in der Kategorie Marken Onlineshop B2C

Die Top 3 Nominierungen unter den Einreichungen in der Kategorie Marken Online Shop B2C wollen wir hier kurz vorstellen. Online Shops und […]

Marken Online Shops Nominierungen eCommerce Preis Österreich

Die Top 3 Nominierungen unter den Einreichungen in der Kategorie Marken Online Shop B2C wollen wir hier kurz vorstellen. Online Shops und besonders kundenfreundliche Lösungen spielen bei den nominierten Unternehmen eine große Rolle. Starke Marken mit einem Ziel – sich in ihrem Nischensegment zu positionieren.

Ernst Steiniger - Jurymitglied Anton Award:15Ich war vom ersten Moment an von Anton Award begeistert. Unsere Branche braucht Vorbilder. Im Onlinehandel sind so viele Branchen, soviele Shopsysteme, soviele Agenturen oder Menschen, die Ihre Shops selbst gestalten, vertreten, dass es gut und wichtig ist besonders gut gelungene Anstrengungen in den Vordergrund, sprich ins Schaufenster zu stellen und zu prämieren. Dies gilt natürlich für alle Kategorien des Anton Awards, sie alle sind Teil unserer Branche. Aus diesem Grund freue ich mich, dass ich auch heuer wieder Juror beim Österreichischen e-commerce Preis dem Anton Award sein durfte und meine langjährige Erfahrung mit einbringen konnte.“ so Ernst Steininger, Jurymitglied für den Anton Award:15 & Geschäftsführer bei coopshops.net.

Nominierungen Marken Online Shop Anton Award:15

Man muss sich schon auch viel zutrauen, als Hersteller einen Fuß in die Online Branche zu setzen. Für die Einen ist es zum Beispiel unvorstellbar, ihren Gartenzaun online zu kaufen, für die Anderen eine Selbstverständlichkeit. Mit dem richtigen Online Shop und der für den Kunden notwendigen Informationsdichte geht das heute einwandfrei. Do it yourself beginnt eben schon beim Such- und Bestellvorgang.

GUARDI

Guardi nominiert für den Anton Award:15

Nominierungen Marken Online Shop Anton Award:15

Besonders kundenfreundliche Lösungen schaffen es auch dieses Jahr in die engere Auswahl der Nominierten für den Anton Award:15. Das Thema Nachhaltigkeit und die integrierte Betrachtungsweise von wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belangen ist auch im eCommerce wichtig. Es gibt nur wenige Unternehmen, die hier Vorreiter sind und den ökonomischen Erfolg mit der wirtschaftlichen Stabilität vereinen und zur Ausrichtung des gesamten Projektes machen.

KELAG

A-COMMERCE nominiert Belag für eCommerce Preis in Österreich

Nominierungen Marken Online Shop Anton Award:15

Nahrungsergänzungsmittel und Diätpläne soweit das Auge reicht. Coaches und Beratungen – Ende nie! Aber wieso kompliziert wenn es einfach geht? Alles aus einer Hand mit dem Fokus auf den Kunden. Vor allem bei einem verbreiteten Thema und einer Aufmerksamkeit die stärker ist als nie zuvor, ist es ein Vorteil, wenn man seine Zielgruppe und die Kunden dort erreicht wo sie sich befinden und ihnen genau das bietet, was sie brauchen. Von Apotheken und Experten geprüft und als gut empfunden.

Natura Health – Naturaslim

A-COMMERCE nominiert naturaslim

Giesswein Walkwaren AG

Der Sommer mit Temperaturen über 35 Grad ist vorbei – und der Herbst hält mit seinen kühlen Abenden Einzug; somit […]

Giesswein-LogoDer Sommer mit Temperaturen über 35 Grad ist vorbei – und der Herbst hält mit seinen kühlen Abenden Einzug; somit die perfekte Zeit, um den Online Shop von Giesswein für Walkwaren zu testen. Die Produkte von Giesswein begleiten mich persönlich schon seit meiner Kindheit, von daher war es für mich als Tiroler durchaus spannend zu sehen, wie ein Hersteller mit toller Marke die Herausforderung des eCommerce meistert – denn gerade als erzeugendes Unternehmen hätte Giesswein die besten Voraussetzungen, um bei den Kunden mit einem funktionierenden Online Auftritt zu punkten.

Der Shop

Giesswein

Der Shop begrüsst gleich mit grossflächigen Photos, um euch als Konsumenten das typische Alpengefühl nahe zu bringen, in dem die Produkte von Giesswein bekannt geworden sind. Auch mobil habt ihr den selben Eindruck – das Problem jedoch ist, dass der Giesswein Shop kein responsive Template nutzt und somit Kunden am Smartphone bzw. Tablet den Online Shop nur sehr eingeschränkt bedienen können. Die Navigation beim Desktop-Shop erfolgt über gewohnte Headernavigation und unterteilt sich in die gewohnten Kategorien für Damen, Herren, Kinder & Home Collection.

Die Produkt-Übersicht in den einzelnen Kategorien ist sehr übersichtlich gestaltet und man kann bereits sehr früh nach den gewünschten Größen, Farben sowie auch einer Preis-Range filtern, dies ist überaus hilfreich beim schnellen zurecht finden. Leider ist uns schon hier aufgefallen, dass zwar im Checkout-Bereich ein SSL-Zertifikat genutzt wird, jedoch beim normalen Surfen im Online Shop nicht. Das hat jetzt keine Auswirkungen auf die Usability, würde dem Giesswein Online Shop aber beim Google Ranking mehr Punkte einbringen.

Leider ist wiedermal auch die Suche ein Punkt für Kritik, denn sie ist nicht fehlertolerant, schlägt keine Begriffe vor und ist außerdem optisch dermaßen gut versteckt, dass man als Konsument erstmal länger danach suchen muss!

Giesswein Produktdarstellung

In der Produktdarstellung kann der Kunde zuerst die noch verfügbaren Größen und im Anschluss die jeweils verfügbaren Farben auswählen. Dies erfolgt sehr intuitiv und auch eCommerce Neulinge werden sich hier gleich zurecht finden. Auch die Produktbeschreibung ist umfangreich und erklärt, welches Produkt ihr euch gerade in den Warenkorb gelegt habt, inklusive der verwendeten Materialien bei der Herstellung. Eine Lagerstandsanzeige ist nicht vorhanden, dafür wird direkt unter dem Warenkorb die Lieferzeit angezeigt, was wir sehr positiv hervorheben möchten.

Warenkorb & Checkout

Der Warenkorb ist ein Standard-Checkout Formular, hier stört nur dass leider nicht aufgrund der Geo-Location schon das richtige Versand-Land vorausgewählt ist – dies könnte man noch im Sinne eines perfekten Einkaufserlebnisses einbauen. Man kann auch als Gast den Checkout Prozess fortsetzen – gerade für Best-Ager bzw. Erst-Besteller ein wichtiges und oft entscheidendes Argument, um den Einkauf fortzusetzen.

Die Checkout-Schritte sind überschaubar angeordnet – jedoch konnten wir, egal mit welchen Daten wir es auch immer probiert haben, den Rechnungskauf über Klarna nicht aktivieren, dies hat uns doch gewundert, denn gerade für Neukunden ist die präferierte Zahlungsmethode entscheident, ob der Kauf abgeschlossen oder abgebrochen wird; vor Allem da diese Bezahlmethode für Giesswein vollkommen risikolos ist.

Nach Abschluss des Checkouts wurden wir gleich mit einer Bestell-Bestätigung informiert, dass unsere Giesswein Hüttenschuhe sich schnellstmöglich auf den Weg zu uns in den Osten Österreichs machen!

Lieferung & Kundenservice

Die Lieferung hat leider etwas länger gedauert – das Paket selbst ist sehr gut verpackt, und man kann zu 100% sicher sein, dass die Ware in perfekten Zustand den Kunden erreicht. Auch der Kundenservice hat gute Arbeit geleistet – ein Punkt der uns persönlich einfach als Konsumenten immer wieder bei 90% der getesten Online Shops stört, ist jener, dass der Retouren-Aufkleber nicht direkt beigelegt ist.

Dieser Punkt sorgt bei Retouren dafür, dass ich mich nochmals extra mit dem Kundenservice des Händlers auseinandersetzen muss. Uns ist durchaus klar, dass dies wieder ein kleiner Widerstand ist, um den Kunden die Retoure soweit zu erschweren, dass er bzw. sie womöglich die Ware doch nicht zurück schicken wird.

Fazit

Der Shop erhält mit 102 erreichten Punkten die Note: Befriedigend

Der Shop ist nett aufgebaut – auch wenn ich mir persönlich noch mehr Emotion und Begeisterung im Auftritt gewünscht hätte – viele Menschen kaufen Giesswein wegen der Tradition, Geschichte und des Handwerks in Tirol, aber all diese Punkte werden viel zu wenig im Shop präsentiert (ein Beispiel: die „über uns“ Sektion auf der Seite)

Giesswein Über uns

Weiters stört natürlich das völlige Fehlen einer mobilen bzw. tabletoptimierten Seite – gerade in der PriceRange der Giesswein Produkte kann hier durchaus der ein oder andere emotionale Moment auf der Couch zur Steigerung der Conversion genutzt werden. Ausserdem ist Responsive Design 2015 schon Pflicht, wenn man international seine Produkte verkaufen möchte. Dieser Punkt sowie die ungenügende und gut versteckte Suchfunktion als auch das für mich als Tester zu emotionslose Design verhindern ein besseres Abschneiden des Giesswein Online Shops.

Disclaimer:

Datum der Testbestellung und der Betrachtung des Shops: 27.08.2015
Tester: Stephan Grad; verwendeter Browser: Chrome, verwendetes mobiles Testgerät: iPhone 6 / iPad Mini 1. Gen

Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

 

 

Global E-Commerce Summit Barcelona

Am 9. & 10. Juni ist es wieder einmal soweit, der Global E-Commerce Summit öffnet seine Pforten in Barcelona und […]

Global E-Commerce Summit

Am 9. & 10. Juni ist es wieder einmal soweit, der Global E-Commerce Summit öffnet seine Pforten in Barcelona und es werden 800 – 900 Gäste aus über 40 Ländern dieser Erde erwartet, um vor Ort über das Thema eCommerce zu sprechen, zu netzwerken und sich über die neuesten Trends auszutauschen.

A-COMMERCE wird natürlich auch vor Ort sein, um mit Branchenvertretern & Händlern zu sprechen und konkrete neue Ansätze auch wieder nach Österreich mitzunehmen.

Global E-Commerce SummitBesonderes Augenmerk wollen wir auf die #3 Breakout Session am ersten Conference Tag legen – denn mit Wilko Klaassen (Husquarna Group) und Alberto Billato (De’Longhi Group) gibt es hier eine sehr spannende Runde, in der über die Gefahren, aber natürlich auch Möglichkeiten im Rahmen der Internationalisierung sowie dem damit einhergehenden Eintritt in neue Märkte diskutiert wird.

Die beiden Marken zeigen in Ihrer digitalen Strategie sehr eindrucksvoll vor, wie es auch als Hersteller & Marke möglich ist, im Direkt-Verkauf erfolgreich eine eCommerce Strategie aufzubauen, ohne den stationären Handel, mit dem man ursprünglich das Unternehmen aufgebaut und zu einer weltweiten Marke gemacht hat, zu verärgern.

Digitale Strategien – das Thema gleich sich in Österreich wie auch in Spanien

Dieses Thema trifft ja auch sehr viele Hersteller gerade in Österreich – soll man eine digitale Strategie aufbauen und umsetzen – und wenn ja: wie macht man das, ohne die alteingesessene Händlerstruktur zu verärgern oder gar zu verlieren. Dass dies möglich ist, zeigen ja auch in der D-A-CH Region viele Hersteller erfolgreich vor … einige davon werden ihre Erfahrungen und Strategien auch am A-COMMERCE DAY in Wien (22. Oktober 2015) dem anwesenden Fachpublikum präsentieren.

Wir werden euch auf jeden Fall mit einem Live Report aus Barcelona am Laufenden halten, wie solche Strategien auch für euch umgesetzt werden können – da wir noch ein Kontingent auch an Freikarten haben: Wer Interesse hat, uns nach Barcelona zu begleiten, meldet euch doch unter events@a-commerce.at – wir freuen uns auf euch!

Global E-Commerce Summit

Ana-Maria Birsan – a-hochzwei

In unserer aCommerce Interview Reihe sprechen wir sehr gerne mit Österreichischen Unternehmern, die in den letzten Jahren die eCommerce & […]

In unserer aCommerce Interview Reihe sprechen wir sehr gerne mit Österreichischen Unternehmern, die in den letzten Jahren die eCommerce & Online Branche bewegt bzw mitgestaltet haben.

Heute haben wir Ana-Maria Birsan, Geschäftsführerin der a-hochzwei Kommunikationsagentur hier im Gespräch – Sie betreut als „Digital Native“ Unternehmen & Versehrten-Sportler im Bereich Social Media Strategie sowie Vernetzung der Offline- & Online Welt in der Kommunikation – ein Thema, welches gerade im eCommerce immer besonderes Fingerspitzengefühl benötigt, um auch verärgerten Kunden permanten das Gefühl zu geben, man sorgt sich um sie und nimmt Ihre Sorgen und Wünsche ernst.

Ana, Social Media scheint für viele Menschen schon vollkommen alltäglich zu sein – aber gerade für viele Unternehmen, die in der Old Economy aufgebaut wurden, sind die sozialen Netzwerke immer noch absolutes Neuland – warum ist das so, deiner Meinung nach?

Ana-Maria BirsanSocial Media in eine festgefahrene Unternehmensstruktur einzubauen ist nicht einfach. Viele Unternehmer wissen nicht, in welchen Bereich dieses #Neuland hineinfällt. Ist es nun Marketing, Werbung, Kommunikation oder nur ein Trend, der mitgemacht werden muss und immer noch nicht als fixer Bestandteil der Unternehmensstruktur gesehen wird? Obwohl genau dieser Trend schon lange einer ist, den es als gut aufgestelltes Unternehmen zu beherrschen gilt. Des Weiteren beschäftigen sich viele Personen im Top Management nicht bzw. nur sehr wenig mit der Entscheidung, den Schritt in Richtung Netzwerkaufbau in den diversen sozialen Kanälen zu wagen. Viele Middle Management Ebenen verstehen jedoch sehr wohl die Relevanz der sozialen Netzwerke, müssen diese aber mit großen Hürden und Vorurteilen vor den Entscheidungsträgern rechtfertigen. Ein weiterer „Stolperstein“ auf dem Weg in das Social Web ist das fehlende Know How, um Social Media in einem Unternehmen zu betreiben. Dafür müssten entweder neue MitarbeiterInnen eingestellt werden, welche sich ausschließlich um dieses Thema kümmern, oder die zuständige Abteilung (welche auch immer dafür verantwortlich ist und mit dem Task „beladen“ wird) übernimmt den Social Media Part „einfach so dazu“ (was in meinen Augen ein absolutes No Go ist). Richtige Social Media Betreuung bedarf Commitment, damit der gewünschte Output erreicht wird!

Viele Unternehmen haben auch immer noch Angst auf sozialen Kanälen vertreten zu sein – es könnte ja ein Konsument einen Shitstorm auslösen. Ist diese Gefahr tatsächlich so groß oder wird hier überreagiert?

Immer häufiger kristallisiert sich bei Unternehmen dieselbe Antwort heraus. JA, sie haben Angst vor den großen Shitstorms, die sich auftun könnten. Leider (bzw. „glücklicherweise“) sind viele Unternehmen nicht von diesen Kommunikations- und Interaktionspannen verschont geblieben und werden es auch in der Zukunft nicht bleiben. Dies nehmen andere MitbewerberInnen und Unternehmen gerne als Argumentationspunkt in die Diskussion über die Relevanz und vor allem der damit verbundenen Gefahr von sozialen Netzwerken mit. Übrigens – das Pendant zu #Shitstorm ist #Candystorm. Und genau hier ist der Punkt, wo viele Unternehmen ansetzen sollten. Natürlich ist die negative Verbreitung von Meinungen kein schönes und vor allem ein leicht auftretbares Szenario. Man kann sich aber genau solche Shitstorms zum Anlass nehmen, KonsumentInnen von dem eigenen Unternehmen zu überzeugen. Ich finde, dass Shitstorms als Chance gesehen werden müssen. Natürlich ist der „Reparaturaufwand“ um einiges höher als bei einer positiven Meinungsäußerung, aber schlussendlich zählt immer das, was dabei raus kommt. Es gibt genügend Unternehmen die sich solch einen Shitstorm zum Anlass genommen haben, ihre Markenbildung (im positiven Sinne) zu stärken und fein dabei raus zu kommen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies ohne Shitstorm nicht möglich gewesen wäre.

Ana-Maria Birsan

Wenn jetzt ein Unternehmer zu dir kommt und sagt: Wir brauchen Facebook oder Twitter – wie ist deine Herangehensweise, um ihm alle Vor- & Nachteile aufzuzeigen?

Es kommt sehr stark auf das Unternehmen und deren Ziele darauf an. Einem Kunden in der Social Media Betreuung alle Kanäle „aufs Auge zu drücken“ wäre unseriös und schlichtweg falsch. Auch hier gilt es, wie in vielen Bereichen der Unternehmensstrategie, sich smarte Ziele zu setzen. Ist das Ziel ein reiner Community Aufbau und die Interaktion mit den KundInnen, wird die Herangehensweise anders sein, als bei einer Branding Kampagne. Jede Plattform hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Ohne genaue Zielsetzung sollte man Social Media Aktivitäten nicht starten. Ist diese Entscheidung getroffen und sind die Ziele eindeutig formuliert, ist die Abwägung der Relevanz von sozialen Netzwerken schnell getroffen. Schlussendlich muss dem Ganzen auch Zeit gegeben werden. Jedes Unternehmen muss sich auch im Social Web mit der besten Strategie erstmal beweisen.

Einige Unternehmer diskutieren, ob Sie ihr bisheriges Marketing-Budget zu 100% auf soziale Netzwerke umlagern soll – macht denn das Sinn? Kann man über soziale Kanäle eine Marke aufbauen bzw. ein Unternehmen bekannt machen?

Die Frage stellt sich bei mir, ob Social Media eine reine Marketing Maßnahme ist. Somit auch ein klares NEIN zu deiner Frage. Marketing ist so viel mehr als nur Markenaufbau und Bekanntheit. Natürlich bringen soziale Netzwerke einen absoluten Mehrwert für eine Marke und deren Positionierung, wenn man es richtig macht und sich damit intensiv auseinander setzt. Ein Markenaufbau funktioniert in der heutigen Zeit ohne die Nutzung von sozialen Netzwerken sicher nicht mehr. Genau so wie ein Unternehmen ohne auf Google gefunden zu werden, in vielen Köpfen niemals existieren wird, ist es auch mit der Präsenz im Social Web. Die KonsumentInnen bewegen sich vermehrt in den sozialen Kanälen, somit ist die Bekanntheit und der Markenaufbau, ohne diese Plattformen dafür zu instrumentalisieren, nicht mehr zu gewährleisten. Was natürlich nicht funktioniert, ist eine Marke bzw. ein Unternehmen rein auf Social Media Plattformen aufzubauen. Diese können zum Erfolg des Brandings immens beitragen, machen aber nicht alleine den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens aus.

Welche Kanäle sind gerade für eCommerce Unternehmen aus dem Retail Bereich spannend – oft verliert man ja auch schon den Überblick, welcher Kanal tatsächlich relevant ist.

All Time Facebook. Vor allem für EndkonsumentInnen ist es wichtig Unternehmen in ihrem nächsten Umfeld zu finden. Da immerhin schon der Großteil der Internetnutzer auch auf Facebook vertreten sind, kann man da nichts falsch machen. Je emotionsgeladener das Unternehmen kommuniziert, desto wichtiger ist es auf Plattformen präsent zu sein, wo sich solche Emotionen widerspiegeln lassen – Instagram, Pinterest und dergleichen. Um „greifbar“ zu sein, sollten sich eCommerce Unternehmen aus dem Retail Bereich auf diejenigen Plattformen konzentrieren und sich darauf bewegen, wo ihre EndkundInnen anzutreffen sind. Wenn Unternehmen sich aber spezifisch auf eine gewisse Zielgruppe fokussieren wollen, sei es auch nur für einzelne Kampagnen, sollte man andere Kanäle wie Twitter, Linkedin und Google+ ebenfalls in Erwägung ziehen und unter keinen Umständen vernachlässigen. Diese spezifischen Plattformen können einen viel mächtigeren Impact auf die Reputation des Unternehmens ausüben, da sie dort ansetzen, wo Multiplikatoren zu finden sind und diese auch dementsprechend nutzen.

Bei all der Interaktion und News – was sind absolute No-Go´s in sozialen Netzwerken?

Mangelnde Rechtschreibkenntnisse. Es gibt nichts peinlicheres, als wenn du in den Kommentaren diverser Unternehmenspostings die Rechtschreibkorrekturen von KundInnen findest. Viele Unternehmen machen sich auch diesen Mangel zu Nutze und punkten mit Sympathie und Humor. Das sollte trotzdem nicht auf der Tagesordnung stehen J Ein absolutes No Go ist auch die mangelnde Interaktion mit den Usern / der Community. Mit der Präsenz auf Social Media Plattformen öffnet man automatisch einen Dialog mit KundInnen. Wenn man als Unternehmen dies nicht will bzw. nicht damit umgehen kann, hat man im Social Web wohl oder übel nichts verloren. Wenn man Social Media Kanäle als aktive Kommunikation nutzt, darf man den reaktiven Part nicht außer Acht lassen. KundInnen erwartet von den Unternehmen, dass sie ansprechbar und angreifbar sind. Genau diese Möglichkeit bietet sich bei den sozialen Netzwerken mehr als bei sonst einem anderen Kommunikationskanal eines Unternehmens. Dieser Dialog schließt jedoch ebenfalls einen gewissen Umgangston mit den Usern ein. Natürlich spielt das Corporate Wording hierbei eine sehr wichtige Rolle, trotzdem darf man nicht vergessen, dass solche Plattformen meist frei von Kommunikationshemmungen seitens der KundInnen sind und diese auch nicht davor scheuen, frei raus ihre Meinung preis zu geben.

Wenn Du einen Wunsch für die Österreichische eCommerce Branche frei hättest, welcher wäre das?

Ich als Konsumentin und „Social Media Strategin“ wünsche mir, dass sich die eCommerce Branche im Bereich des Social Web mehr (zu)traut. Den Schritt in den Dschungel von sozialen Netzwerken zu wagen ist kein großer und auch nicht kompliziert, er muss nur richtig gemacht werden um somit den Weg zur Zielerreichung effektiv zu pflastern. Dafür gibt es genügend ProfessionistInnen, die als Digital Natives diese Disziplin sehr gut beherrschen und sehr gerne von ihrem Wissen an andere weiter geben. #Sharing eben. Ich wünsche mir aber von der eCommerce Branche auch eine Offenheit, über den Tellerrand hinaus zu sehen und sich Themen und Geschehnisse aus diversen Branchen und Bereichen zu Nutze zu machen um sich selbst zu positionieren. Viele verstehen nicht, dass nicht nur ihre digitale Branche eine Rolle spielt, sondern ein weit gefächertes Interessensgebiet zu einem vermehrten und interaktiven Interesse der EndkonsumentInnen führt. So kann zB. auch ein eCommerce Unternehmen Stellung zur Meinungsfreiheit von Medienhäusern einnehmen und damit zeigen, dass es uns alle etwas angeht, wie sich gewisse Dinge verändern und entwickeln.