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Steuersparmodelle im E-Commerce

Große Konzerne nutzen gerade im E-Commerce Steuersparmodelle, aber das können Mittelständler auch.

Seit Jahren wissen die Finanzminister um die gängigen Praktiken, welche von Unternehmen in der EU zu einer geringeren Steuerlast führen. Immer wieder schafften es die verschachtelten Konstrukte in die Medien. Doch häufig bleibt verborgen, auf welch simple Weise Konzerne dazu in der Lage sind, Steuerlücken zu nutzen. Während die Namen der Global Player die Berichterstattung dominieren, gibt es zahlreiche mittelständische Firmen, welche auf ähnliche Weise den gesetzlichen Spielraum zu ihren Gunsten erfolgreich ausreizen und damit zwar gegen die Moral, aber nicht gegen das Gesetz handeln.

Die EU als Ausgangspunkt

Zumeist ist die Europäische Union der Ausgangspunkt für die Aktivitäten der Konzerne. In den vergangenen Jahrzehnten ist es den Mitgliedsstaaten keineswegs gelungen, einheitliche Steuergesetze zu schaffen. Daraus resultieren variierende Steuersätze, welche ein klares Gefälle hinsichtlich der Attraktivität der Unternehmensstandorte erzeugen. Staaten wie Irland oder Luxemburg, welche ihren Steuerzahlern traditionell entgegenkommen und eine liberal ausgerichtete Steuerpolitik verfolgen, sind dem gesamteuropäischen Fiskus seither ein Dorn im Auge.

Zahlreiche internationale Konzerne nutzen diese Standorte innerhalb der EU nun auf völlig legale Weise. Besonders erfolgreiche Systeme konnten Amazon, Google und Apple dort etablieren. Obwohl in Irland und Luxemburg nur ein kleiner Teil der Umsätze erwirtschaftet wird, werden die Abgaben dort entrichtet. Für die großen Mitgliedsstaaten der EU bedeutet dies massive Steuerverluste. Ihnen bleibt allein die Mehrwertsteuer, die mit dem Absatz der Waren und Dienstleistungen verbunden ist.

Das Prinzip der Quellensteuer

Die internationale Steuerpraxis, welche dem Spiel der Unternehmen zugrunde liegt, setzt auf das Prinzip der Quellensteuer. Demnach müssen Gewinne stets dort versteuert werden, wo sie erzeugt werden. Im E-Commerce und der digitalen Ökonomie ist diese Wertschöpfung weitgehend unabhängig vom Aktionsradius des Unternehmens. So findet etwa die Forschung und Entwicklung Amazons zu weiten Teilen in den USA statt. Nutzbar ist nun das zweite wichtige Kriterium, nach dem die Besteuerung ausgerichtet werden kann. Es muss eine physische Betriebsstätte im betreffenden Land vorhanden sein.

Amazon und andere große Unternehmen im Online-Handel verstehen sich längst darauf, diese Rahmenbedingungen zu akzeptieren und abgestimmte Konstrukte zu schaffen. Ausgangspunkt sind zumeist die vorhandenen europäischen Niederlassungen. Für die Nutzung des geistigen Eigentums, welches als Basis der Wertschöpfung angesehen wird, überweisen diese Niederlassungen große Summen an eine Holding, der keine physische Existenz nachgewiesen werden kann. Die Holding selbst hat keine Mitarbeiter oder Büros und es finden keinerlei Geschäftsaktivitäten statt. Da die Holding nun physisch nicht existent ist, allerdings einen großen Teil der Gewinne verbucht, müssen dort auch keine Steuern bezahlt werden.

Amazon wählte dieses Prinzip in Luxemburg und konnte in den Jahren von 2006 bis 2014 die Steuerlast erfolgreich reduzieren. Zuletzt wurden Forderungen nach Ausgleichszahlungen in Höhe von 250 Millionen Euro laut. Diese sollen nicht etwa eine Strafe darstellen, sondern die Chancengleichheit zwischen den Wettbewerbern wiederherstellen. Amazon selbst ist es bislang erfolgreich gelungen, diese Zahlung zu umgehen.

Ein Modell auch für kleine Unternehmen

Die großen Steuerberater in Deutschland halten bereits seit Jahren die Chance bereit, sich über optimierte Steuermodelle zu informieren. Dabei legen die Verantwortlichen Wert darauf, dass nicht nur große Konzerne die Möglichkeit bekommen, die eigene Steuerlast zu reduzieren. Als grober Richtwert wird der jährliche Umsatz von einer Million Euro anvisiert. Erreicht ein Unternehmen diese Umsatzgrenze, so tritt es in jenen Bereich ein, in dem sich selbst die kostspielige Beratung durch die unabhängigen Experten nach wenigen Jahren rechnet.

Jedem Mittelständler, der die legalen Steuerlöcher innerhalb der EU nutzen möchte, steht die Gründung einer Tochterfirma in anderen Staaten offen. Diese lässt etwa am Beispiel Irland die Vorteile schnell erkennen. Dort müssen nur rund zehn Prozent der erwirtschafteten Gewinne versteuert werden. Die eigentliche Quelle dieser Summen bleibt in diesem Fall der deutsche Standort. Doch ein Übertrag der Summen ist auf jene Weise möglich, die sich auch der E-Commerce-Riese Amazon zunutze macht. Innerhalb der Firmengruppe werden Rechnungen ausgetauscht, die finanzielle Ansprüche an den deutschen Hauptsitz stellen. Notwendig ist in diesem Fall ein Gegenwert, der dafür an den deutschen Hauptsitz überschrieben wird. Zumeist handelt es sich hierbei um immaterielle Güter, deren Wert sich vom Finanzamt nur sehr schwer taxieren lässt. So kann etwa ein Marketingkonzept der Tochterfirma überteuert nach Deutschland verkauft werden, um dadurch eine Verschiebung der Gewinne in Gang zu setzen. Dadurch lässt sich ein großer Teil der Gewinne transferieren, dessen Steuerpflicht damit beim gegründeten Ableger liegt.

Gleichsam zeigen sich bei dieser Praxis eindeutige Vorteile auf Seiten des E-Commerce. Bei einem produzierenden Unternehmen lässt sich zumeist genau feststellen, wo die eigentliche Wertschöpfung stattfand. Die Produktion von Waren dominiert die jährliche Bilanz und nahezu vollständig für die erwirtschafteten Gewinne verantwortlich. Im E-Commerce liegt ein diffiziles Geschäftsfeld vor, welches sich nicht eindeutig einem einzelnen Bereich zuschreiben lässt. Die Wertschöpfung beginnt bereits mit der Webseite selbst und erstreckt sich über einen großen und zumeist international ausgerichteten Bereich.

Auf diese Art und Weise fällt es den Behörden schwerer, den Überblick über die Aktivitäten zu bewahren. Zahlreiche Unternehmen nutzen diese komplexen Konstrukte, um eine Besteuerung der Gewinne in anderen EU-Staaten durchzusetzen. Durch die wachsende Bedeutung des digitalen Sektors, gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland, könnten in Zukunft noch mehr Unternehmer diese Wege nutzen.

Forderungen nach neuen Ausrichtungen

Im Jahr 2016 wurden mit den Panama Papers Konstrukte aufgedeckt, welche die legalen EU-Steuerlöcher bei Weitem übersteigen. Das mediale Echo, welches mit den Darstellungen erreicht wurde, führte sehr schnell zu verschärften Forderungen. Die Besteuerung der digitalen Wirtschaft müsse sich den Anforderungen der Zeit anpassen, hieß es dort. Doch bis dato ist es nicht gelungen, eigene Konzepte vorzulegen oder gar eine Angleichung des Steuerrechts zu erzwingen.

Experten mahnen zur Zurückhaltung, was die Umstellung der bisherigen Ansätze angeht. Aufgrund der großen Komplexität sei in naher Zukunft keine Umstellung der bisherigen Grundsätze zu erwarten. Ein enormes Konstrukt regelt derzeit die steuerliche Praxis und erlaubt diese Steuererleichterungen. Dabei spielen die nationale Gesetzgebung neben den Vorgaben der EU eine wichtige Rolle. Hinzu kommen rund 3.000 multilaterale Verträge und Abkommen, welche die Gebilde der Konzerne noch undurchsichtiger machen und die Transparenz der Geldströme weiter trüben.

Die einzige Möglichkeit, um zumindest auf Unternehmen im digitalen Bereich einen besseren Zugriff zu erhalten, sei eine Erweiterung des Begriffs der „Betriebsstätte“. Dieser müsste in Zukunft auch den Entstehungsort digitaler Gewinne miteinbeziehen, um die bisher bestehenden Lücken im Steuerrecht zumindest einzudämmen. Doch selbst in Deutschland stößt dieses Konzept nicht auf offene Ohren. Eine gesetzliche Erfassung der virtuellen Betriebsstätte weiche zu sehr von der aktuellen Regelung traditioneller internationaler Unternehmensbesteuerung ab, hieß es zuletzt von Seiten der Bundesregierung.

Tiefgreifende Unstimmigkeiten

Gleichsam reicht die Problematik tiefer, als zunächst von offiziellen Stellen angegeben wurde. So spielt etwa der grenzüberschreitende Handel innerhalb der EU eine Rolle, bei dem die Umsatzsteuer noch immer entfällt. Wird etwa ein Produkt von Frankreich nach Spanien verschickt, so zahlt das Unternehmen bei der Ausfuhr keine Mehrwertsteuer. Die Abgabe selbst muss erst beim Verkauf an den Endkunden in Spanien entrichtet werden. Da eine Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten auf breiter Basis notwendig ist, um die bestehenden gesetzlichen Lücken zu schließen, dürfte der Prozess wohl noch Jahre in Anspruch nehmen. Zusätzlich stünde es den Mitgliedsstaaten frei, wie der Beschluss letztlich in die nationale Gesetzgebung integriert wird. Durch die unterschiedliche Umsetzung könnte es zu weiteren Unstimmigkeiten kommen. So besteht die Option, dass wiederum neue Lücken geschaffen werden, welche für die Konzerne bis dato keine Rolle spielten.

Ein Vorschlag, der über Wochen offen diskutiert wurde, stammt vom französischen Finanzminister Bruno Le Maire. Dieser brachte eine Ausgleichssteuer ins Spiel, welche dort erhoben werden könnte wo Unternehmen über keine physische Präsenz verfügen, aber einen großen Teil ihrer Gewinne erwirtschaften.

Durch die Aussicht getrieben, dem Fiskus nachträglich große Summen zukommen zu lassen, unterzeichneten zahlreiche Mitgliedsstaaten das Papier, darunter auch Deutschland. Dass letztlich nicht die erhoffte Durchsetzung gefeiert werden konnte, geht wiederum auf den Widerstand einzelner Staaten zurück. Besonders Irland und Luxemburg, die aufgrund ihrer attraktiven Steuergesetze noch immer Zielpunkt großer Konzerne sind und dadurch den nationalen Haushalt stützen, stellten sich gegen das Papier.

Eine Frage der Wahrnehmung?

Ist von den real existierenden Steuerlöchern in der EU die Rede, so treten zunächst Namen wie Google, Apple oder Amazon in den Vordergrund. Verschiedene Recherchen zeigen, dass viele kleine Unternehmen über ähnliche Konzepte verfügen und diese erfolgreich durchsetzen. Einerseits geht dies aus den Leaks hervor, welche in den letzten Jahren sensible Daten offenlegten. Auf der anderen Seite wurden diese enormen Datenmengen inzwischen zu Teilen von Journalisten ausgewertet und in andere mediale Formate verpackt. Erst dadurch war es möglich, die breite Öffentlichkeit auf die Fälle aufmerksam zu machen und eine bessere Sensibilisierung zu erreichen.

Unter dem Strich dürfte es am Bekanntheitsgrad der Tech-Riesen liegen, dass diese zuvorderst mit den Papieren in Verbindung gebracht werden. In der Berichterstattung nahmen die bekannten Marken eine wichtige Stellung ein, da sie ein größeres Echo unter den Adressaten der Recherchen erzeugen konnten. Die Namen der vielen mittelständischen Firmen, denen es ebenfalls in den letzten Jahren gelang, diese legalen Möglichkeiten im eigenen Sinne zu nutzen, wurden nicht weiter von den Verantwortlichen erfasst. So scheint sich diese Praxis allein auf die Wirtschaftselite zuzuspitzen, während auch in ganz anderen Schichten ein finanzieller Nutzen aus dem Prinzip gezogen wird.

Ein breit gefächertes Konzept

Trotz der aktuellen Wahrnehmung, die leicht zu anderen Schlüssen führen kann, sind die Steuerlöcher der EU keineswegs nur auf Global Player anwendbar. Der breite Mittelstand, welcher etwa für die Wirtschaftsleistung in Deutschland maßgeblich verantwortlich ist und sogleich unter hohen Steuersätzen ächzt, nutzt die bestehenden Lücken ebenfalls. Die im digitalen Raum agierenden Unternehmen haben aufgrund ihrer modernen Unternehmensstruktur einen wichtigen Vorteil auf ihrer Seite. Die Gründung einer Tochterfirma im Ausland ist stets die wichtige Grundlage, welche eine Auslagerung der Gewinne möglich macht, wie sie auch die Großkonzerne verfolgen. Dank ihres weltweiten Einflusses und ihres bis ins Detail ausgearbeiteten Konstrukts stehen deren Chancen jedoch besser, die Machenschaften undurchsichtig erscheinen zu lassen und jeglichen juristischen Folgen zu entgehen.

Head of eCommerce (m/w)

Dein Revier Als Schnittstelle unseres Webshop- und Sales-Teams wirst du: Aktiv die Geschäftsprozesse im E-Commerce mitgestalten und optimieren Entwicklungen in […]

Dein Revier

Als Schnittstelle unseres Webshop- und Sales-Teams wirst du:

  • Aktiv die Geschäftsprozesse im E-Commerce mitgestalten und optimieren
  • Entwicklungen in unserem Webshop betreuen, analysieren und durch Tests verbessern
  • Online-Marketing- und E-Commerce-Strategien planen und umsetzen
  • E-Commerce-Kennzahlen monitoren und an das Management reporten
  • Die Integration von Ebay und Amazon in unserem Shopsystem vorantreiben
  • Mit externen Partnern und Agenturen zusammenarbeiten
  • SEO-Maßnahmen in Kooperation mit externen Spezialisten aufsetzen und gemeinsam mit unseren Entwicklern umsetzen
  • E-Commerce-Projekte koordinieren und leiten

Dein Profil

Unsere Erwartungen an dich:

  • Abgeschlossenes Studium im E-Commerce bzw. in der Softwareentwicklung
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung im E-Commerce bzw. in der Betreuung von Online-Shops
  • Erfahrung mit Webshop-Systemen (z.B. Magento) und in der Optimierungvon Webshops
  • Erfahrung in der Auswertung von Funnel-Analysen für den E-Commerce-Bereich
  • Hervorragende Englisch- und Deutschkenntnisse (mündlich und schriftlich)
  • Sehr gute Kenntnisse in Google Analytics (E-Commerce-Tracking)

Das bringst du mit:

  • Analytische Denkweise
  • Interesse an E-Commerce-Trends
  • Du bist zielstrebig und organisiert
  • Du möchtest im Team wachsen und hast keine Angst, die Leitung von Projekten zu übernehmen

Das bieten wir dir

  • Eine unvergleichbare Start-up-Umgebung, in der Arbeiten Spaß macht
  • Flache Hierarchien sowie ehrliches und schnelles Feedback
  • Einbringen und Umsetzen von eigenen Ideen im täglichen Arbeitsalltag
  • Ein internationales Team mit großartigem Teamgeist
  • Flexible Arbeitszeiten und viele weitere Benefits, wie z.B. Team-Events und Company-Frühstück

Tractive bietet die erste Plattform für Haustierbesitzer und Tierliebhaber. Als Europäischer Marktführer im Haustier-Technologie-Bereich entwickelt Tractive Hardware-Produkte, Apps und Online-Services für den Haustierbereich und versorgt Nutzer mit Informationen über Lokalisierung, Fitness, Aktivität und vieles mehr. Tractive besteht aus einem international erfahrenen Team und versorgt User auf der ganzen Welt mit Hard- und Software-Produkten in diversen Sprachen.

Für diese Position bieten wir dir ein attraktives Entgelt, welches deiner Qualifikation und Erfahrung entsprechen wird. Aus gesetzlichen Gründen weisen wir auf das KV-Mindestgehalt von EUR 1.546,00 brutto pro Monat hin.

Bereit mit uns durchzustarten? Dann freuen wir uns auf deine Online Bewerbung unter http://bit.ly/Tractive-head-of-ecommerce

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Internationaler Handel? You wish!

Wie die EU und nationale Einzelgänge die Branche bedrohen Internationaler Handel über alle Grenzen hinweg – das ist der Leitgedanke […]

Wie die EU und nationale Einzelgänge die Branche bedrohen

Internationaler Handel über alle Grenzen hinweg – das ist der Leitgedanke einer global vernetzten Welt. Ein Traum für jeden mutigen Händler. Doch leider handelt es sich dabei nicht um die Realität. Ob nationale Regierungen oder EU-Vorschriften – immer wieder werden Unternehmen Knüppel zwischen die Beine geworfen. Teilweise werden Vorgaben sogar zu ernst zu nehmenden Problemen, die ganze Geschäftsmodelle in manchen Ländern unmöglich machen – bekannte Beispiele finden sich hier vor allem in der Share-Economy. Uber und Airbnb lassen grüßen. Doch nicht nur solche Unternehmen ächzen unter den Vorschriften. Auch einfache Online-Händler sind betroffen.

Eigentlich will die EU niemandem etwas böse. Ganz im Gegenteil. Man ist eigentlich darum bestrebt, den internationalen Handel voran zu treiben, Hürden abzubauen und es den Verbrauchern in der gesamten EU es einfacher zu machen, online einzukaufen. Keyword ist hier jedoch „Verbraucher“. Denn was für die gut ist, muss nicht auch für Gewerbetreibende gut sein.

Ausweitung der Beweislastumkehr

Bestes Beispiel dafür ist der Vorstoß der EU im Gewährleistungsrecht. In einem 2015 vorgestellten Richtlinien-Entwurf plante die Kommission die Gewährleistung EU-weit auf zwei Jahre deckeln. Für Händler aus bestimmten EU-Ländern tatsächlich eine äußerst positive Nachricht, bedenkt man, dass beispielsweise in Schweden drei Jahre und Irland bis zu sechs Jahre Gewährleistung gilt. Für deutsche oder österreichische Händler hingegen würde sich nichts ändern – hier gelten bereits zwei Jahre Gewährleistung. Wobei: In Österreich gibt es auch eine dreijährige Gewährleistungsfrist, allerdings nur bei  unbeweglichen Sachen wie einem Haus oder ähnlichem. Für bewegliche Dinge wie Bücher, Geräte oder vergleichbares sind es zwei Jahre. Aber wie man weiß, hat jede Medaille immer zwei Seiten. Denn ein anderer Vorschlag der EU-Kommission sieht die Ausweitung der Beweislastumkehr vor. Bislang geht das österreichische Recht davon aus, dass Mängel, die innerhalb der ersten sechs Monate nach Übergabe auftreten, das Produkt von vornherein mangelhaft war. Heißt im Klartext: der Verkäufer muss beweisen, dass dem nicht so war. Nach Ablauf der sechs Monate liegt die Beweispflicht beim Kunden. Der Vorschlag der EU-Kommission will die Beweislastumkehr allerdings auf 24 Monate ausweiten. Für Händler bedeutet das, dass sie selbst nach zwei Jahren nach dem Kauf noch beweisen müssten, dass das Produkt nicht mangelbehaftet verkauft wurde. Realistisch betrachtet ein Ding der Unmöglichkeit. Sollte ein harmonisiertes Gewährleistungsrecht mit zweijähriger Beweislast seitens des Handels wirklich kommen, dürfte zu erwarten sein, dass einige Händler durchaus die Preise anziehen werden – schließlich ist dann häufiger mit Umtausch oder Reparatur zu rechnen als bisher. Und die Kosten dafür müssen ja schließlich irgendwo wieder reingeholt werden.

Während auf der einen Seite die EU mit den unterschiedlichsten Vorschriften und Ideen daher kommt, ist die EU aber auch dazu da, gegen protektionistische Tendenzen von EU-Mitgliedstaaten vorzugehen. Denn tatsächlich werden von einigen Mitgliedstaaten Richtlinien nicht umgesetzt, umgangen oder verletzt. Ob Umsatzsteuerregelungen, Transportdokumente oder Importzölle: Unternehmen müssen selbst innerhalb des EU-Binnenmarktes einige Hürden überwinden. Je nach Land gibt es unterschiedliche Regeln, ab welchem Warenwert Lieferanten Steuern an das Bestimmungsland zahlen müssen. Die bürokratische Registrierung ist dabei nicht selten Grund für das Ablehnen von Aufträgen. Zudem fördern beispielsweise Staaten wie Frankreich oder Italien durch spezifische Anforderungen an Produktkontrollen, Verpackungen und Kennzeichnungspflichten heimische Produkte.

Brexit: Eigene Wirtschaft stärken? Internationale Kunden werden Alternativen suchen

Und wenn wir von protektionistische Tendenzen dürfen wir natürlich auch das ganze Thema Brexit nicht vergessen. Denn dieser ist ganz offensichtlich ein herber Rückschritt für den europäischen E-Commerce. Sobald der Brexit wirklich vollzogen ist, fällt der gemeinsame Binnenmarkt mit Großbritannien weg. Das Land wird dann wie ein sogenannter Drittstaat behandelt. Doch statt der eigenen Wirtschaft wirkliche Vorteile zu bringen, hat sich Großbritannien ordentlich was aufgebürdet – denn sehr wahrscheinlich wird es sich ein Kunde aus Österreich drei Mal überlegen, ob er tatsächlich bei einem britischen Händler kauft, da zusätzliche Kosten wie Zölle oder Einfuhrsteuern den grenzüberschreitenden Einkauf viel teurer und somit natürlich auch viel unattraktiver machen werden.  

Und um noch mal auf die beiden zu Anfang genannten Unternehmen zurück zu kommen: Uber und Airbnb haben bereits im Februar 2016 in einem offenen Brief, den insgesamt 47 Unternehmen unterzeichnet haben, an die EU mehr Unterstützung für die Idee der sogenannten Share Economy gefordert. In dem Brief wird unter anderem die Hoffnung thematisiert, dass durch den Einsatz der EU lokale und nationale Gesetze den Geschäftsideen nicht mehr weiter im Wege stehen bzw. diese begrenzen. Dass der Brief dabei nicht von ungefähr kommt, muss wohl kaum noch erklärt werden. Airbnb beispielsweise musste Anfang 2015 einen herben Schlag hinnehmen, als das Berliner Landgericht entschied, dass das Anbieten einer Mietwohnung auf dem Portal Airbnb einen so schweren Pflichtverstoß darstellt, dass der Vermieter den Mietvertrag fristlos kündigen dürfe. Der Airbnb-Konkurrent 9Flats hat sich wegen der schwierigen Lage sogar schon völlig aus der deutschen Hauptstadt zurückgezogen. Und auch Uber musste bereits einlenken, als ein Gericht die Nutzung der App in Berlin im Frühjahr 2014 verbot.

Shopware jetzt in Bitmami verfügbar

Ab sofort ist Shopware in Bitmami erhältlich.  Bitnami ist die international bekannte Anlaufstelle für aktuelle Open-Source Server Applikationen. Den Verwendern wird […]

Ab sofort ist Shopware in Bitmami erhältlich.  Bitnami ist die international bekannte Anlaufstelle für aktuelle Open-Source Server Applikationen. Den Verwendern wird eine breitgefächerte Auswahl an Open-Source-Programmen angeboten, wie beispielsweise dem Template-System Drupal oder dem Content-Management-System WordPress. Laut Brad Vock, Partner Success Manager des kalifornischen Anbieters ergänzen sich Shopware und Bitnami wunderbar. Beide schätzen die Bereitstellung von hochwertigen, reibungsarmen Aufwendungen für Nutzer und Unternehmen. „Das zeigt im Endeffekt die vielen Vorteile von Cloud-Lösungen“, so der Manager weiter.

Shopware möchte somit das Angebot an bereits zur Verfügung stehender eCommerce Software erweitern. Nutzer können Anwendungspakete herunterladen, welche die aktuellste Shopware-Version enthalten und diese installieren. Alle relevanten Elemente wie Webserver, PHP MyAdmin und MySQL sind bereits vorinstalliert – hier entsteht kein weiterer Aufwand.

Shopware in der Cloud

Über Bitnami lässt sich Shopware zudem problemlos in den wichtigsten Cloudumgebungen wie Microsoft Azure und Amazon Web Services installieren.  Zusätzlich ist es möglich, Shopware direkt als Browser-Demo in der AWS Cloud von Amazon zu testen. Der User bekommt dafür einen zeitlich begrenzten Zugang. Auch Shopware-Neulinge ohne Vorerfahrung oder Nutzer, die Shopware erst einmal versuchsweise ausprobieren möchten, können die Software so vollumfänglich erproben.

Durch die einfache Handhabung in puncto Download und Ausführung, kann der Anwender direkt ins Backend von Shopware einsteigen und mit der Nutzung beginnen.

Internationale Bekanntheit

Dale Brown, Vice President Business Development bei Bitnami, sieht im deutschen Softwarehersteller einen konstruktiven Kooperationspartner. „Mit momentan mehr als 54.000 Online-Shops, die mit Shopware realisiert wurden, ist das deutsche Unternehmen ganz klar ein Marktführer im eCommerce und wir freuen uns sehr, dass wir Bitnami-Nutzern diese neue Option anbieten können.“ Die shopware AG blickt der Zusammenarbeit mit dem US-Partner ebenfalls erfreut entgegen und ist optimistisch, neben dem amerikanischen Markt die Bekanntheit als Größe in der globalen eCommerce Branche noch weiter auszubauen.

„Unser Ziel ist, durch Bitnami neue Nutzer zu erreichen und international noch bekannter zu werden“, sagt Stefan Hamann, Shopware-Vorstand, Technik & Entwicklung.

Shopware in Bitnami ist ab sofort erhältlich unter folgender Adresse: https://bitnami.com/stack/shopware