Know How Archive | A-COMMERCE
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Recap: A-COMMERCE Roadshow quer durch Österreich – 09.04.-12.04.2018

Die A-COMMERCE Roadshow quer durch Österreich ist mittlerweile zu einem fixen und sehr erfolgreichen Bestandteil in der Veranstaltungsreihe bei A-COMMERCE geworden.

Ganz im Gegensatz zum Spruch „In Linz beginnts!“ startete die A-COMMERCE Roadshow presented by Österreichisches E-Commerce Gütezeichen am 09.04. in Dornbirn. Weiter ging es am nächsten Tag in Salzburg, am 11.04. machte das Team Halt in Graz und der letzte Stop war dann schlussendlich am 12.04. in Linz. Begleitet wurde die Veranstaltungsreihe von 7 spannenden Partnern, die alle Teilbereiche des E-Commerce abdecken und spannende Einblicke in ihr Geschäft gewährten.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Besucherzahl dieses Jahr erneut gesteigert werden. Es freut uns insbesondere, dass das Feedback aller Teilnehmer sehr positiv war und im Anschluss an die Vorträge viele interessante Gespräche entstanden. Mittlerweile hat sich die A-COMMERCE Roadshow als fixer Bestandteil in der E-Commerce Event-Landschaft etabliert und erhält auch immer größeren Zuspruch von Händler und Herstellern. Wir freuen uns daher bereits jetzt auf die Fortsetzung unserer Events in den verschiedenen österreichischen Bundesländern im kommenden Jahr!

Speaker Stephan Grad bei der A-COMMERCE Roadshow

Unsere Speaker lieferten spannende Inputs rund um die verschiedenen E-Commerce Bereiche. Hier die wichtigsten Kern-Aussagen:

„Mit der Roadshow wollen wir E-Commerce KnowHow und Innovationen direkt zu den Händlern und Herstellern in Österreich bringen. Bei unseren 4 Stationen in ganz Österreich haben wir viele interessierte Menschen bei Fragen rund um digitalen Vertrieb unterstützen können.“ (Stephan Grad, Geschäftsführer A-COMMERCE)

„Rechtliche Herausforderungen müssen nicht immer eine Hürde sein, sie bieten auch interessante Chancen für Online Händler. Das Gütezeichen ist dafür der österreichische Partner für unsere Händler und Hersteller.“ (Thorsten Behrens, Geschäftsführer Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen)

„Aus Sicht der Versanddienstleister ist es essentiell zu verstehen, was die Kunden wollen – und jeder Kunde hat in der realen Welt unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen. Daher Unterstützen wir Händler am idealen Weg zum Konsumenten.“ (Susanne Svoboda, Head of Sales DHL Paket (Austria))

„UX im Shop Frontend ist wichtig – aber eigentlich müsste das gesamte Unternehmen auf Touchpoints und Kundenfokussierung abgeklopft werden. Nur so können einfache Prozesse und Schnittstellen gestaltet und ein ideales Kundenerlebnis geschaffen werden.“ (Gerhard Gradnig, Software Developer foryouandyourcustomers)

„Offene Kommunikation mit Konsumenten ist essentiell, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Denn sowohl positive als auch negative Bewertungen bieten die Chance für einen Dialog und wer miteinander spricht, wird auch zu einer gemeinsamen Lösung finden.“ (Martin Malzer, Bewertungsexperte Geizhals Preisvergleich)

„Für Online Händler darf es keine Frage mehr sein, ob man im eigenen Shop oder auf Marktplätzen verkauft – diese Entscheidung hat ihnen der Konsument bereits abgenommen. Wichtig ist, dass man international denkt und agiert und dabei aber auf regionale Besonderheiten Rücksicht nimmt.“ (Bernhard Weiß, Geschäftsführer – CBDO plentymarkets GmbH)

„Bei all der Standardisierung im E-Commerce sind flexible Lösungen gerade im Payment Bereich unheimlich wichtig, um die Kunden einfach und schnell zufrieden zu stellen. Und da der D-A-CH Raum Europas Kern-Zone im E-Commerce darstellt, sollte eine Lösung auch in diesem gesamten Gebiet einfach funktionieren.“ (Petra Linden, Senior Sales Manager Universum Group)

Networking

Im Anschluss an die informativen Vorträge gab es natürlich auch ausreichend Zeit zum Plaudern und Netzwerken bei den jeweiligen A-COMMERCE Roadshow Stops. Bei köstlichen Buffets wurden die Abende dann auch ausgiebig für Gespräche genutzt und verabschiedeten sich die letzten Gäste erst in den späten Abendstunden.

Präsentationsunterlagen

Die Präsentationsunterlagen kannst du hier downloaden. Für weitere Fragen stehen dir unsere Speaker natürlich gerne zur Verfügung und können wir dich hier gerne vernetzen!
Ja, ich will den A-COMMERCE Newsletter abonnieren.

 

Alle A-COMMERCE Roadshow Partner

  1. Logo DHL Paket (Austria) GmbH
  2. Logo foryouandyourcustomers
  3. Logo Geizhals - Preisvergleich Internet Services AG
  4. Logo plentymarkets GmbH

Recap: A-COMMERCE Expert Lounge 11 am 01.02.2018 in Linz

Mit der A-COMMERCE Expert Lounge 11 am 01.02.2018 und der A-COMMERCE Ski Challenge am 02.02.2018 sind wir nun erfolgreich ins neue Veranstaltungsjahr gestartet.

Am 01.02.2018 war es soweit. Unter dem Motto „E-Commerce – aber erfolgreich!“ sind wir mit der A-COMMERCE Expert Lounge 11 ins neue Veranstaltungsjahr gestartet. Das Ars Electronica Center im Herzen von Linz hat dafür den perfekten Rahmen geboten. „Wir haben uns sehr gefreut, auch viele neue Gesichter unter den zahlreichen Teilnehmern zu sehen!“ so Stephan Grad, Geschäftsführer von A-COMMERCE. Besucher aus der gesamten DACH Region waren vertreten. Neben unseren A-COMMERCE Partnern waren auch viele Händler und Hersteller vor Ort und lauschten den spannenden Vorträgen von Eva Förster (dm drogerie Markt) & Stefan Rössler (Userbrain) rund um die verschiedenen Themenbereiche aus dem E-Commerce. Aber auch die Workshops von Horst Brunner (Goldbach Media Austria GmbH) und Lennard Stoever (minubo) lieferten interessante Inhalte und Praxis-Know How. Die Teilnehmer hatten hier insbesondere die Möglichkeit, die für sie relevanten Themen anzusprechen und Wissenswertes mitzunehmen.

Nach einem Kurz-Intro, was die Teilnehmer bei der Expert Lounge 11 erwartet und einem Ausblick auf alle kommenden A-COMMERCE Veranstaltungen in 2018 ging es dann auch schon los.

E-COMMERCE bei dm: permanente Weiterentwicklung im Netzwerk mit Kunden und Partnern

Als ersten Speaker durften wir Eva Förster vom dm drogerie markt begrüßen. Sie war von Anfang an bei der Entstehung des dm Online-Shops dabei und konnte so sowohl über anfängliche Schwierigkeiten bis hin zu Erfolgserlebnissen berichten.

Tatsache ist, dass auch eine Marke wie dm sich im E-Commerce Geschäft immer wieder neu positionieren und Lösungen für unerwartete Ereignisse finden muss. So hat Eva Förster beispielsweise von der Einführung der Geschenkboxen erzählt. Der große Ansturm auf die Artikel hat dabei die Server in die Knie gezwungen. Nur durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen wie IT, Logistik uvm. war es möglich die Aktion dennoch erfolgreich durchzuführen. In diesem Zusammenhang orientiert sich das Team auch sehr am Feedback der Kunden und versucht sowohl positives Feedback als auch negative Kritik in den diversen Prozessen zu berücksichtigen. Bei den Produkten des Online Shops gibt es wiederum eine enge Kooperation mit den jeweiligen Marken. So gibt es zu den jeweiligen Produkten auch Stories und Geschichten, die in Blog-Form Kunden informieren sollen und auch die neuesten Trends aufzeigen.

Die Workshops

Im Anschluss an die Keynote von Eva Förster standen den Teilnehmern der Expert Lounge 11 zwei parallel gehaltene Workshops zur Auswahl:

Wie wichtig ist Business Intelligence im Handel wirklich?

Die Sammlung, Auswertung und Darstellung von Daten kann wesentlich zum unternehmerischen Erfolg beitragen. Oftmals stehen Unternehmen jedoch vor der großen Herausforderung die für sie relevanten Daten zu kanalisieren und in wertvolle Informationen umzuwandeln. In seinem Workshop hat uns Lennard Stoever (minubo) erzählt, auf was es bei Datensammlungen – der Business Intelligence eines Unternehmens – tatsächlich ankommt, welche Schwierigkeiten es gibt und welche Tools hier zielführend eingesetzt werden können.

Programmatic Advertising

Horst Brunner (Goldbach Media Austria) erzählte in seinem Workshop über den automatisieren Handel von Werbeplätzen. Im Gegensatz zu den klassischen Buchungen von Werbeeinschaltungen basiert der Gedanke zu Real-Time-Advertising darauf, dass Werbeplätze wie an der Börse gehandelt werden. Hierdurch ist es auch möglich, seine Anzeigen und deren Inhalte an spezielle Zielgruppen zu übermitteln und dadurch eine höhere Conversion zu erzielen. Klassische Werbeformen zeigen hier einen deutlich höheren Streuverlust auf.

Auch für kleine Budgets ist Programmatic Advertisting durchaus geeignet. Und obwohl diese Schaltungen im Gegensatz zur klassischen Anzeige, insbesondere auf Grund der dahinter stehenden Technologie, teurer sind, sind sie basierend auf der Zielgruppengenauigkeit, weit effektiver und daher in jedem Fall eine Überlegung wert.

Wie User Experience in der Praxis wirklich funktioniert

Einen Einblick in die Welt der User Experience und des User Testings verschaffte uns Stefan Rössler (Userbrain) in der Abschlusskeynote. Ausgangspunkt für User Testing ist immer ein Problem. Wobei sich schon hier im ersten Schritt die Frage stellt: „Was ist wirklich das Problem? Und ist das Problem überhaupt groß genug bzw. ist es es überhaupt wert, gelöst zu werden?“ Erst im nächsten Schritt kann dann an Lösungen gearbeitet werden.

Wie uns Stefan erzählte, ist es äußerst wichtig, so viel wie möglich schon im Vorfeld zu analysieren und abzuklären. Beginnt man nämlich erst einmal mit technologischen Schritten um Lösungen zu erzielen, so werden Fehler, die in späterer Folge entdeckt werden, potentiell immer teuerer. Gerade in der Anfangsphase eines Projekts sollte man daher sogar Fehler machen, um möglichst alle Eventualitäten abzudecken und die diesbezüglichen Kosten zu minimieren.

Networking

Im Anschluss an die informativen Vorträge und Workshops gab es natürlich auch ausreichend Zeit zum Plaudern und Netzwerken. Bei einem köstlichen Schmankerl-Buffet wurde der Abend dann auch ausgiebig für Gespräche genutzt und verabschiedeten sich die letzten Gäste erst in den späten Abendstunden.

Recap

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern für den spannenden Abend bedanken! Wir freuen uns insbesondere über die zahlreichen neuen Gesichter, die bei unserer Expert Lounge 11 zu Gast waren!

Hier findest du alle Präsentationen unserer Speaker zum Download:

Stephan Grad, A-COMMERCE – Begrüßung und Intro
Eva Förster, dm drogerie markt – E-COMMERCE bei dm: permanente Weiterentwicklung im Netzwerk mit Kunden und Partnern
Lennard Stoever, minubo – Wie wichtig ist Business Intelligence im Handel wirklich? (Präsentation folgt in Kürze)
Horst Brunner, Goldbach Media Austria – Programmatic Advertising
Stefan Rössler, Userbrain – Wie User Experience in der Praxis wirklich funktioniert

Alle Bilder von der Veranstaltung findest du auf unserer Facebook-Seite.

 

A-COMMERCE Ski-Challenge am 02.02.2018

Auch von unserem Ski- und Rodelausflug nach Hinterstoder gibt es natürlich jede Menge Bildmaterial. Hier ein kleiner Auszug:

 

eCommerce Event in Österreich

Am 27.04.2017 war es soweit. A-COMMERCE feierte 10tes Jubiläum des digital alpha Treffens in Wien und hat somit bewiesen, dass spannende eCommerce Events in Österreich viele Entscheider aus der Branche vernetzt und zusammenbringt. Die vormaligen Online Händler Treffen glänzen seit diesem Jahr nicht nur mit einem neuen Namen, sondern auch das große Ganze wird von Mal zu Mal immer besser. „Es war bis dato das beste digital alpha Treffen, das wir jemals hatten.“ so Stephan Grad, Geschäftsführer von A-COMMERCE und Initiator der digital alpha Treffen. Besucher aus der gesamten DACH Region waren vertreten. Nicht nur Dienstleister und A-COMMERCE Partner sondern auch Händler waren vor Ort und lauschten den Vorträgen zum Thema Future Technologies. Dieses Thema wurde nicht umsonst ausgerufen, denn beinahe alle Speaker haben bewiesen, dass in den diversen Bereichen der Digitalisierung eine „höhere Macht“ im Spiel sein kann und bis zu einem gewissen Grat auch muss.

eCommerce Event in Österreich – digital alpha Treffen 10

eCommerce Genie in Österreich

Bevor es jedoch losgehen konnte, hat es sich Stephan Grad nicht genommen, einen Rückblick über die letzten 4 Jahre A-COMMERCE zu zeigen. Das Video zu den Impressionen findet man hier. Nichts desto trotz war der Übergang zu den Vorträgen nahtlos. Es fiel auf, dass sich das Team von A-COMMERCE bei der Themen- und Speakerwahl etwas einfallen haben lassen.

eCommerce in ÖsterreichAls ersten Speaker durften wir Sepp Puwein-Borowski von CRIF begrüßen. Er hat einen ausgiebigen Überblick gegeben, was Fraud im eCommerce alles „anrichten“ kann. Von der eher atypischen Vorgehensweise, dass man via Device-Fingerprint am Handy bestellt, bis hin zur ständig schneller werdenden Customer-Journey-Velocity war alles dabei. Neue Versionen von Verification Scores war ein Thema, genau so wie ein Toolset für Händler um Fraud Kategorien zu erkennen. Eine neue Studie bei Händlern in Österreich hat ergeben, dass diese Fraud im Online Handel immer interessanter sehen, dieser immer wichtiger wird und die Zunahme von Betrüge[r]n ersichtlich und spürbar ist. Diese Betrüger / Banden werden nämlich auch immer professioneller – es ist immerhin keine Kunst, sich schnell mal bei Airbnb einzumieten und „abzuräumen“. Klassische Betrugsbilder sehen nämlich folgendermaßen aus: Erfundene Personen (Identitätsdiebstahl), eine Visitenkarte mit einer Rechnungsadresse – was den Kauf auf Rechnung zu einem großen Spannungsfeld macht. Verrückt, wen man bedenkt, dass die Sympathie eines Onlineshops mit einem Kauf auf Rechnung steigt. Weitere Betrugsbilder sind: Geo-Tracking Score, Händlerbetrug (überall dort wo es einen stationären Handel gibt) und Übernahmebetrug. Der Kreativität der Betrüger ist somit keine Grenze gesetzt. Ungefähr 80% der betroffenen Händler haben bereits Strafanzeigen gestellt. Einige davon haben jedoch entschieden, keine Anzeige mehr zu erstatten, die Kosten dafür sind nämlich höher als der Output selbst. Das führt dazu, dass 38% der Händler jede Bestellung von Neukunden gesondert überprüfen. Auch über die Früherkennung der Betrugsfälle gibt es viele Theorien und Vorgehensweisen. Vom Credit Check bei Kunden bis hin zu individuellen Black Liste war alles dabei. Die Conclusio aus Sepp’s Vortrag: Die Notwendigkeit eines Fraud Prävention Kits kann man nicht mehr ausschlagen. Es gibt viele verschiedene Puzzleteile, jedoch relevant ist und bleibt die nahtlose Verbindung dieser. Es kann dementsprechend nur Vorteile geben!

Daten helfen nicht nur in Vorträgen

Siegi Stepke in ÖsterreichMit diesem Titel hat Siegfried Stepke von e-dialog einige Besucher aus dem Konzept gerissen. Er hat gezeigt, dass auch wenn man saubere Daten hat, diese keinen Menschen interessieren. Denn nur eine Flut an Daten hilft nicht weiter, wenn man keine Insights, Actions und Automations daraus ziehen kann. Die Schlüsseltechnologie hierbei ist künstliche Intelligenz. Ein absoluter Wettbewerbsvorteil, wie Siegfried ständig wiederholt. Das Fundament des Kartenhauses (saubere Daten verknüpft mit Insights und Actions) muss passen, somit keiner daran rütteln kann und das Haus nicht in sich zusammenbricht.

Ergo = das Fundament muss passen! Mit der Komplexität umzugehen muss nämlich auch gelernt sein – es geht nämlich nicht darum, die besten Tools im Einsatz zu haben, sondern die Frage stellt sich: Wie setze ich sie richtig ein? Ein intelligenter Einsatz der Tools, welche zur Verfügung stehen (er schwört by the way auf Google & das gesamte Portfolio) bedeutet gleichzeitig auch ein Change Management Projekt. Klingt logisch, es müssen sich Dinge ändern und genau so wie Daten dynamisch ineinandergreifen. Vernünftige Verknüpfungen schafft man eben, wenn man Digital Anayltics, CRM und Co. verbindet. „Man muss nicht alles niederreissen, sondern verstehen, wie man Tools sinnvoll einsetzt. So verhält es sich auch mit dem Kundensystemen … #Matching ist hier ein Stichwort“, so Siegfried in seinem Vortrag. Eine Segmentanalyse kann am Anfang schon sehr viel helfen. ABCD-Kunden erstellen und Strategien erstellen – für jedes einzelne Segment separat. Aufpassen muss man aber auch hier besonders! Laut Studien und Erhebungen gehen ca. 20% der Daten bei Schnittstellen von Systemen verloren.

Dynamische Banner: Diese „Erfindung“ ist für viele Händler Gold wert. Anhang eines Autoherstellers zeigte Siegfried Stepke, dass je nach Zielgruppe, Ortschaft, etc. genau zugeordnet werden kann, welche Banner ausgeliefert (ja sogar generiert) werden. Entweder ein Auto wird in einer Abenteuer Situation für die jungen sportlichen Fahrer angezeigt oder eben auf einem Campingplatz, wo sich eine Familie eine Auszeit gönnt. Diese Banner kann man abhängig von Motivation, Zielgruppe, Location, etc. steuern. Die Personalisierung dieser Banner funktioniert übrigens Offsite wie Onsite genau so gut.

Möbeldepot Wien

Chatbots als Superpower im eCommerce

Chatbots im eCommerce - Jakob ReiterAls A-COMMERCE „Anhänger“ kam auch Jakob Reiter von TheVentury nach der Pause zum Einsatz. Er ist seit dem ersten A-COMMERCE Treffen in Wien dabei und hat Standhaftigkeit gezeigt – zumindest was die Besuche bei A-COMMERCE eCommerce events in Österreich betrifft. Was seine berufliche Karriere anbelangt können wir nur ein Synonym finden: Rakete! Sein Lieblingsthema Bots konnten wir auch bei unserem digital alpha 10 in Wien nicht auslassen. Was wären eCommerce Events in Österreich ohne Bots und künstliche Intelligenz? Jakob hat nämlich nicht nur für Austrian Airlines den Chatbot ins Leben gerufen sondern auch die Muttergesellschaft in seinen „Bann“ gezogen. Dort arbeitet er mit seinem Team laufend an Neuerungen, welche sich sehen lassen können. Jakob ist auch Chief-Nerd des ersten europäischen Bot Accelerator in Wien. Denn nicht nur haben Chatbots in Wien ihr zuhause, sie wurden hier ins Leben gerufen. Mit Shelly gab es den ersten offiziellen Messenger Bot in Österreich. Nachdem die Jungs nach America gezogen sind, bildete sich auch im Silicon Valley ein Bot Hotspot.

Jakob nennt Chatbots die Superkraft im eCommerce. Die Monthly Active Users in Messaging Apps haben Social Networks eingeholt. Deshalb rät er: „Mach dir Gedanken über einen Chatbot bevor du dir eine Facebook Seite eröffnest“. Chatbots können nämlich die erste Anlaufstelle von Kunden bei Unternehmen sein. Es werden plötzlich Ressourcen bei Unternehmen frei, die eigentlich automatisiert übernommen werden können. Somit bleiben Ressourcen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben frei 🙂 Seit der Einführung von Bots in den vergangenen 12 Monaten ist die Relevanz immens gestiegen. Eine Frage aus dem Publikum nach der Sinnhaftigkeit wurde eindeutig von Jakob so beantwortet: „Ein Chatbot macht immer Sinn, dieser kann nämlich aus 200 Wörtern herauslesen wer der Kunde tatsächlich ist und was er braucht“. Auch die Frage nach der „Behaglichkeit“ der Kunden, wenn sie mit einem Chatbot sprechen konnte Jakob getrost beantworten. Erhebungen zufolge fühlen sich 65% der Kunden wohler, wenn sie NICHT mit einer Kundenhotline sprechen müssen.

Jürgen Schmidt – strg.at auf eCommerce in Österreich

eCommerce in Österreich - Datenaufbearbeitung„Data is the New Oil“. Sag mir was du liest und ich sage dir, wer du bist! Unter diesem Titel stand der Vortrag von Jürgen Schmidt. Er meint nämlich, dass ein Blick auf das Bücherregal vieler Menschen sagt einiges über die Person selbst aus. Content personalisieren ist seine Vorgehensweise. Konträr zu Siegfried Stepke spricht er sich fast schon gegen Banner aus. Denn Clickraten auf Banner liegen bei 0,03%. Google Search ist der einzige Ort in der Welt, an dem nicht gelogen wird. Deshalb ist SEO umso wichtiger. Doch gutes SEO bedeutet gleichzeitig auch Content und wie wir alle wissen … Content is King ABER Data is the Queen. Schliesslich lesen User nur das, was einen wirklich interessiert. Man sieht es am Beispiel der Washington Post … Eine Umstrukturierung in der Denkweise gegenüber den Lesern bzw. ein Umbau der Prozesse inkl. einer Inhouse Anstellung eines Datenforschers hat innerhalb von 24 Monaten dazu geführt, dass die Washington Post in der Reichweite und im ROI stärker als die NY Times und Forbes war. Es zeigt sich ja auch bei vielen Händlern und Websiten hier in Europa / Österreich: Kommt ein neuer User auf eine Homepage entscheidet er binnen 2-4 Sekunden, ob er bleiben möchte oder der Bouncen Rate etwas „gutes“ tut. Schlusswort: Data Scientist is the sexiest Job of the 21st century! Somit ist sich Jürgen sicher, dass sowohl die Daten (so wie Siegfried es bereits or ihm geschildert hat) aber auch der Content sehr wichtig für den Erfolg in der Digitalisierung sind.

Simplease über Crowdfunding

eCommerce Event - digital alpha 10 in WienJuicera: eine 400€ teure Maschine, die im Prinzip vorportionierte Beutel zum Saft presst. Diese „Erfindung“ hat ein Investment von 120$ Mio. bekommen – eine Sache des Silicon Valleys, die man nicht immer verstehen muss. Mit diesem Beispiel eröffnet Markus Pirker seinen Vortrag. Warum das Ganze? Das weiss keiner. Davor haben wir doch auch alle selbst den Saft mit unserer eigenen Energie pressen müssen. Der Mehrwert besteht also darin, dass ein Arbeitsschritt abgenommen wird – das Ergebnis bleibt dasselbe. Weniger Arbeit, danach schreien die Benutzer. Sogar  FutureZone, Forbes und Quartz verurteilten dieses Gerät wegen dessen Absurdität. Verständlich.

Wie kommt es aber dazu, dass solche „Innovationen“ Platz am Markt finden? Es ist im Prinzip immer dasselbe Prozedere und die einfachsten Gründe dafür (fast so wie beim Sport):

  • Keine Ahnung wie das geht
  • Ich finde keine Leute, mit denen ich arbeiten kann
  • Keine Zeit und vor allem kein Geld

Mit Usability Tests verhält es sich ungefähr genau so. Denn die drei Charakteristiken von Usability Testing sind:

  • Unbefangener Benutzer ist involviert
  • Benutzer interagiert das erste Mal und denkt dabei laut mit
  • Verhalten wird beobachtet und dokumentiert

That’s no Rocket Science. Und dafür braucht man auch keinen Experten. Den Testern einfach Aufgaben geben, Klappe halten und das Verhalten beobachten! Keine Beeinflussung. Nichts, einfach nur laut mitdenken lassen. 3-6 Tester werden benötigt, um ein relevantes Ergebnis zu generieren und auf den Großteil von Problemen drauf zu kommen. Es braucht auch kein immenses Budget für das Testing selbst: Es ist ganz einfach, Kaffee zahlen, vor den Laptop setzen, testen lassen und immer wieder Fragen stellen. Es gibt nämlich zwei große Irrglauben beim Usability Testing:

eCommerce Events für Know How in Österreich

Und jetzt Netzwerken!

Möbeldepot WieneCommerce Events in Österreich eCommerce in ÖsterreichA-COMMERCE EventA-COMMERCE Day 2017 in WienDas Team von A-COMMERCE

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A-COMMERCE Beirat

eCommerce ist mehr als ein Online Shop und die Digitalisierung weit mehr als eine Website oder eine so genannte Online Präsenz. Vielen passiven und auch aktiven Teilnehmern des digitalen Wandels ist die Vielfalt der Themen in diesen Branchen nicht bewusst. Vor allem werden Entwicklungen und Fortschritt verschieden schnell erkannt.

Es besteht bereits ein Grundrauschen an Erfahrungen im eCommerce. Die Digitalisierung hat bereits in Branchen wie Industrie, Gastronomie, Automobil, Finanzen & Versicherungen Einzug gehalten und sich gut etabliert. Nur der Handel scheint etwas länger zu brauchen um effektiv mit den Themen Digitalisierung, neue Arbeitswelten, etc. umgehen zu können. Wie anfangs erwähnt, verspricht das Going-Live eines Online Shops keinen automatischen Erfolg im Business. Dazu gehören viele kleine Teile, welche den Shop nicht nur zu Beginn gut aussehen lassen, sondern diesem auch eine gewisse Daseins-Berechtigung verschaffen. eCommerce und digital Business sind keine Einbahnstraßen, wo Geld hineinfliegst aber kein Ertrag im Endeffekt dabei raus kommt. Im Gegenteil – Viele Unternehmen sehen im digital Business eine Erfolgsgarantie und das Zugpferd in ihrem Business Konstrukt. Dass auch hierzu Business Development und Zukunftsorientierung gehört, ist selbstverständlich.

A-COMMERCE Beirat

Um deshalb auf dem neuesten Stand der Dinge zu bleiben ist es wichtig, treibende Kräfte zu haben, welche diese Themen weiterentwickeln und sich dafür einsetzen, die Unternehmer & Unternehmenslandschaft in Österreich für dieses Thema zu sensibilisieren. A-COMMERCE hat deshalb einen eCommerce Beirat ins Leben gerufen, welcher aus Branchenexperten besteht. Damit wird gewährleistet, dass jeder Teilbereich im eCommerce vertreten ist und somit trägt somit zum Erfolg des Großen Ganzen beiträgt. Alle Beiratsmitglieder sind selbst Unternehmer oder Personen in einer führenden Position in österreichischen Unternehmen. Diese Experten wissen sehr genau, wie die Praxis von Händlern und Herstellern aussieht – unabhängig davon, ob es sich um KMUs oder Konzerne handelt.

Die Vision des eCommerce Beirates

Man könnte sich nun  in Definitionen und Formulierungen verlieren. Es ist jedoch alles andere als kompliziert. Die Vision des eCommerce Beirates ist klar definiert – Die Weiterentwicklung des eCommerce in Österreich zu gewährleisten und für Händler, Markenhersteller und Dienstleister eine zentrale Anlaufstelle für jegliche Anliegen, Fragen, Business Cases, etc. zu sein. Durch die gegebene Vielfalt von Branchen, Einblicke und Positionen der Beiratsmitglieder ist ein 360 Grad Blick auf jegliche Problemstellung gegeben. Jedoch sollen nicht nur Probleme gelöst werden, sondern der so oft besagte „Schritt voraus“ bereits getätigt sein. Mehr als nur ein Vorausschauen – Handeln ist angesagt!

Themenbereiche des A-COMMERCE Beirates

Mit den Beiratsmitgliedern ist nicht nur ein Pool an Experten und Erfahrungen gewährleistet, sondern auch die Vielfalt an Themenbereichen garantiert. Da die Mitglieder aus den verschiedenen Teilbereichen des eCommerce stammen aber ihre Erfahrungen genau so in anderen Branchen und Unternehmen gesammelt haben, ist Expertenwissen und ein gewisser Multiplikatoreneffekt garantiert.

Der A-COMMERCE Beirat

Wir freuen uns sehr, mit 6 Branchenexperten aus den unterschiedlichsten Teilbereichen der eCommerce Branche den A-COMMERCE Beirat ins Leben rufen zu können.

Thorsten Behrens, Geschäftsführer – Österreichisches eCommerce Gütesiegel
Themen-Schwerpunkt: Rechtliche Vorgaben für Online Händler

Gerhard Habtmann, Geschäftsführer – Gerhard Habtmann Unternehmensberatung
Themen-Schwerpunkt: Finanz- & kaufmännische Planung

Daniel Friesenecker, Geschäftsführer – Friedacon e.U.
Themen-Schwerpunkt: Operative eCommerce Umsetzung & Online Marketing

Anja Hochmeier, Leiterin eBusiness – PBS Holding AG
Themen-Schwerpunkt: Prozess- & Projektmanagement

Gabriel Aufreiter, Director Business Development Austria – cargo-partner GmbH
Themen-Schwerpunkt: Logistik

Christian Renk, Geschäftsführer – SOFORT Austria GmbH
Themen-Schwerpunkt: Payment & FinTech

Heidi Wildemann Ladenzeile.at im Interview

Heidi Wildemann ist Director of Strategy bei Visual Meta. Sie stammt ursprünglich aus Thüringen und ist nach Umwegen über München, New York, Paris und Singapur vor drei Jahren in Berlin gelandet. Bei LadenZeile kümmert sich Heidi um abteilungsübergreifende Großprojekte, Performance-Optimierung der internationalen Märkte und überlegt welchen relevanten Mehrwehrt ein Produktvergleich heute, morgen und in 10 Jahren für den Kunden bieten kann und muss.

Interview Heidi Wildemann – Ladenzeile.at

Ladenzeile.at ist kein üblicher Online Shop oder Marktplatz, so wie man diese im herkömmlichen Sinne kennt sondern ein Affiliate Portal. Warum habt ihr, mit der Axel Springer Gruppe im Hintergrund, diesen Weg gewählt?

 Auf der einen Seite möchten wir dem User helfen, in dem immer größeren Angebot tausender Online-Shops, das für ihn perfekte Produkt zu finden. Dafür ist ein spezialisierter Shop meist besser geeignet als ein Marktplatz. Und um den besten aus tausenden Shops und Millionen Produkten zu finden, gibt es uns. Wir tun das hautpsächlich in Produktklassen, wo vor allem das Aussehen des Produkts eine Rolle spielt. Gleichzeitig liefern wir unseren Partner-Shops qualitativ hochwertigen, vorqualifizierten Traffic aus einer großen Bandbreite von Marketing-Kanälen.

Affiliate Programm – Ladenzeile.at

Welchen Mehrwert bietet Ladenzeile.at den Kunden um bei dem Portal einzukaufen? Lässt sich eine erhöhte Absprungrate durch die Weiterleitung auf die diversen Onlineshops aufgrund des Journey-Bruchs erkennen?

An erster Stelle bieten wir dem User Orientierung, aus der Vielzahl von Online-Shops das für sich perfekte Produkt zu finden. Dabei helfen wir ihm durch eine große Anzahl von Filtern, sowie gut aufbereiteten Fotos und Produkt­informationen. Besonders im Mode- oder Möbelbereich geht es mir als User ja nicht nur darum den billigsten Pullover oder Couchtisch zu finden – sondern den, der am besten zu mir oder meiner Wohnung passt. Wir entwickeln auch immer wieder neue Konzepte für die verschiedenen Plattformen auf denen sich der User bewegt. So kann man sich zum Beispiel auch auf Pinterest von uns inspirieren lassen oder per Gespräch über Facebook Messenger die perfekte Tasche finden (Facebook: Taschenberater.de)

Die Absprungrate variiert sehr stark von Kanal zu Kanal; natürlich ist momentan der Journey-Bruch bei mobilen Geräten oft noch etwas höher, da der Endnutzer hier gerne recherchiert aber noch abwartet die Kreditkarte zu zücken bis er wieder am Schreibtisch sitzt. Allerdings sehen wir auch hier, dass die User sich über die Zeit hinweg immer mehr mit dem Trend der mobilen Zahlung anfreunden.

Informationen der User im Online Shop

Welche Informationen bekommt ihr von den End-Online-Shops, bei welchen die Kunden im Endeffekt einkaufen? Werden hier Käufe direkt gemeldet und Daten ausgetauscht oder wie darf man sich das vorstellen?

Genau! Zu unseren Partner Shops stehen wir in sehr engem Kontakt. Oft binden wir einen Produktdaten-Feed, den wir in enger Zusammenarbeit mit den Partnershops optimieren und anreichern, auf unserer Plattform ein. Manchmal, wenn das mit den Feeds nicht so ganz klappen will, unterstützen wir unsere Partner-Shops auch, indem wir ihre Webseite – nach vorherigem Einverständnis – auslesen. Im Gegenzug stehen wir in engem Datenaustausch und -abgleich mit unseren Partnern, um Verkäufe und Klicks, die durch unserer Plattform generiert wurden korrekt abzurechnen.

Neukundengewinnung im eCommerce

Neukundengewinnung wird im eCommerce immer teurer und schwieriger. Für viele Shops wird aber auch der Auf- und Ausbau von Bestandskunden überlebenswichtig werden. Wie macht das Ladenzeile? Auf welches Merkmal der Plattform wird bei den Bestands- und Stammkunden besonders viel Wert gelegt?

Als Affiliate Marketer liegt unserer Fokus natürlich primär darauf, unsere Nutzer mit dem passenden Shop zu vernetzen, als die Nutzer auf unserer Plattform zu halten. Dafür bauen wir Kompetenz in immer neuen Marketing-Kanälen auf, um den User dort zu erreichen, wo er sich am liebsten aufhält. Aber auch um unsere „frequent users“ durch interessanten Content und neue Funktionen immer wieder neu zu inspirieren.

Wachstumsstrategien für den Onlineshop

Welche Wachstumsstrategien hat Ladenzeile.at für die nächsten Jahre? Welche Positionierung verfolgt ihr, um gegen andere Marktplätze und Shoppingplattformen in Deutschland oder Österreich herauszustechen?

Wir wollen nach wie vor ein sehr visuelles Produkt bleiben und dem Kunden möglichst viel Orientierung auf der Suche nach dem passenden zu geben. Auf Desktop und unserer mobilen Website gelingt uns das schon sehr gut; aber es ist unser Anspruch die User auch auf den neuen Plattformen (Messengers, Bots, Social Media) mit speziell auf diese Plattform abgestimmten Produktvarianten abzuholen.

Social Media im eCommerce immer wichtiger

Wenn du einen Wunsch an die eCommerce Branche hättest bzw. dir dein Optimal-Szenario der eCommerce Landschaft wünschen könntest, welche wären das?

Ich persönlich bin ein großer Fan von dem Sortiment etwas spezialisierterer Fashion Shops wie zum Beispiel ASOS, Modcloth (USA), Blue-Tomato etc. Ich würde mir wünschen, dass – trotz der Marktmacht von Giganten wie Amazon, Facebook und Google – der E-Commerce Landschaft diese Vielfalt an Shops und Produkten erhalten bleibt. Und natürlich wünsche ich mir, dass wir als Ladenzeile durch die Zulieferung von hochwertigem Traffic zum Erhalt dieser Vielfalt beitragen. 

Weiterbildung Digitalisierung

Bildung. Digitalisierung. Zukunftspotential. Das sind eigentlich Begriffe, die perfekt miteinander harmonieren müssten. Systeme und Entwicklungen, welche Hand in Hand gehen sollten. Doch haben wir leider immer wieder erkennen und selbst spüren müssen, dass das aktuelle Bildungsangebot in den Bereichen Digitalisierung, Business Development und eCommerce zu wünschen übrig lässt. Zu wenig spürt man hier den Fortschritt, welchen Unternehmen vorantreiben möchten. Wie denn auch, wenn man sich als zukunftsorientiertes Unternehmen auf Studienpläne aus dem Jahre 2000 verlässt. Dann glaubt man auch noch, dass Bachelor Absolventen und Master-Minds frisch und vor allem „allwissend“ von der Uni kommen? Falsch gedacht.

Denn oft ist es so, dass eben diese frisch-gebackenen Titelträger die Weisheit scheinbar mit dem großen Löffel gefressen haben und dieser Abschluss gepaart mit Praktika in diversen Konzernen als Nummer 123456 ausreichen, um im Business Berge zu versetzen. Wir wollen hier nicht alle über einen Kamm ziehen, sondern die Denke der Unternehmer in erster Linie etwas durchbrechen und aufzeigen, dass es Erfahrung nicht im Studium zu lernen oder gar zu kaufen gibt. Der deutsprachige Raum ist – kein Geheimnis – sehr Titel-fokussiert. Viele Unternehmer glauben, dass ein Studium der Garant für Wissen und Erfolg bei neuen, jungen Mitarbeitern ist. Die Vorstellungen von einem fertigen Bachelor- oder sogar Master-Studium und die damit einhergehende Erwartung an diese „Frischlinge“ aber auch die dementsprechende Entlehnung scheinen hier aber immens auseinander zu driften. u wenig hinterfragen Wirtschaftstreibende das Bildungssystem bzw. noch viel weniger implizieren sich diese darin.

In vielen Fachhochschulen tragen bereits erfahrene CEOs oder Unternehmenssprecher sowie Sales-Menschen vor. Die Anforderung seitens der Bildungseinrichtung an diese ist trotzdem – wissenschaftlich vorzugehen. Natürlich, denn bei E-Mails und Business Deals muss auch ordentlich zitiert werden. Immerhin ist das ein wichtiger Punkt in einem Pitch oder einem Strategiekonzept. NOT. Das wahre Business scheint hier bei Lehrgangsleitern nicht angekommen zu sein. Trotzdem besteht immer wieder Hoffnung und ein Licht am Ende des Tunnels.

Die ersten Ansätze gibt es in Österreich (wir wissen aktuell wenig über das Geschehen in Deutschland bescheid) bereits. Beispielsweise hat die Werbeakademie in Österreich mit ihrem Angebot schon gut aufgerüstet. eCommerce Lehrgänge, Online Marketing und Kommunikations-Ausbildung aus erster und vor allem praktischer Hand. Keine Dr. Dr. Univ. Professoren, sondern Business People aus großen erfolgreichen Konzernen aber auch kleinen Beratungsagenturen, welche sich ihr Wissen selbst anlernen mussten und so erfolgreich geworden sind. Doch wo bleiben Institutionen wie die Wirtschaftsuniversität oder die praxisorientierten Fachhochschulen? Kann es wirklich Status Quo und ein Qulitätsmerkmal sein, dass Lehrende mit der Tatsache werben, dass sie bereits „seit Beginn des Internets“ mitdabei sind? So what? Solange diese „lehrende“ Person nicht im Stande dazu ist, das Wissen, was in diesen unzähligen Jahren Internet angefallen ist, auch auf junge Talente zu projizieren, denen man nicht erzählen muss, wie normal ein Facebook Auftritt eines Unternehmens ist, hilft die längste Twitter Präsenz kein bisschen weiter. Das kann nicht der Qualitätsanspruch an Hochschulen sein.

Lebenslanges Lernen

Weiterbildung ist der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum – dessen sind sich auch Wirtschaftstreibende sicher. Bildung ist oft die Voraussetzung für Arbeitsplätze. Unternehmen kämpfen um die Besten und müssen mit den Mitbewerbern zwischen hoch- und niedrigqualifizierten Beschäftigten wählen. The war for talents – ein bekanntes Thema, mit dem sich bis dato nur die HR-Branche befasst hat.

Einmal einen Job bekommen und anschliessend nie wieder lernen kann aber auch kein Erfolgskriterium sein. Vor allem mit der voranschreitenden Digitalisierung ist Weiterbildung ein wichtiges Thema. Etwas, das heute aktuell ist, kann in 2 Wochen wieder hinfällig sein. Unternehmen kommen mit dieser Geschwindigkeit einfach nicht mehr klar. Umso wichtiger ist es, diese darauf zu sensibilisieren ihre Denke und ihren Geschäftsbereich so anzupassen, dass das Gesamtpaket mit den aktuellen Geschehnissen zusammenpasst. Es sei ihnen vor allem geraten, sich schnell an die Veränderungen anzupassen, bevor die Digitalisierung und Industrie 4.0 sie dazu zwingt bzw. ihnen vorausgeht.

Das Erfolgskriterium liegt nicht ganz unbegründet auch bei den Mitarbeitern, welche im Unternehmen beschäftigt sind. Belegschaften auf allen Unternehmensebenen sollten Weiterbildungen regelmäßig in Anspruch nehmen können. Nur wer sich ständig weiterentwickelt und am Puls der Zeit bleibt, kann den äußeren Einwirkungen Stand halten. Hier sollten vor allem neue Technologien und digitale Entwicklungen, welche das Arbeitsumfeld betreffen nicht ausbleiben.

Digitalisierung bedeutet nämlich nicht nur Investitionen in Soft- und Hardware sondern genau so Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter. Wir sprechen hier nicht von einem „nice to have“ Umstand sondern von einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Diese vorausgelagerten Maßnahmen werden Unternehmen im Longtail Aktualität verschaffen und wenn man es richtig anstellt auch den Vorsprung garantieren.

Weiterbildung erleichtert Digitalisierung

True Story! Einige Studien in Deutschland haben bereits erwiesen, dass unternehmensübergreifende Informationen aber auch themenbezogene Lernräume die Digitalisierung und Industrie 4.0 erleichtern. Herausforderungen der Zeit und des Umfeldes werden einfacher und präziser gehandhabt, wenn das Angebot der Aus- und Weiterbildung angenommen und auch im Unternehmen umgesetzt wird. Vor allem in Zeiten des völlig selbstverständlichen eLearnings können Inhalte und Informationen bzw. Lern-Utensilien ohne großen Aufwand zur Verfügung gestellt werden. „Learning on the Job“ ist leichter denn je – die Verbindung zwischen Wissen und das direkte Anwenden im Job-Alltag ist hier Gold wert.

Auch wir bei A-COMMERCE haben es uns zur Aufgabe gemacht, Wissen rund um das Thema eCommerce aber auch Digitalisierung und Business Development zu vervielfachen. Vor allem in den Köpfen von Entscheidungsträgern oder denjenigen, die es noch werden. So gering ist das Hintergrundwissen und so viele Generalisten treiben ihr „Unwesen“ in unserer Branche. Sie zerstören viele Zukunftsvisionen von Händlern und Herstellern aufgrund von mangelndem Wissen oder Partnern. Das muss ein Ende haben. Händler und Hersteller sollen verstehen, was wir bzw. andere Dienstleister, Shopsystem-Programmierer, usw. ihnen verkaufen. Durch Preise kann (fast) jeder glänzen, aber den Mehrwert durch Know How zu bieten ist nochmals eine extra Meile, die unbedingt gegangen werden muss um erfolgreiche Kunden zu schaffen.

PS. Übrigens lässt sich dieses Pseudo-Wissen-durch-Generalisten-transportieren auf viele andere Branchen transponieren.

Nikolaus Beier - Laola1

Sport ist ein Thema, das nur so vor Emotionen sprudelt. Es gibt kaum eine Branche im eCommerce, welche mehr Emotionen freisetzt und eine solche Power im Bereich Community / Kunden & deren Experience bietet. Wir haben auf der Wiener Wiesn Nikolaus Beier, Director Digital Plattforms bei laola1 kennengelernt. Schnell war der erste Termin ausgemacht, spannende Gespräche wurden geführt und sogleich folgt das Interview. Nikolaus leitet alle medialen Auftritte von LAOLA1.at und LAOLA1.tv. Dabei ist er gesamtseitlich für alle Bereiche – von Marketing über Vertrieb bis hin zum Produktmanagement – verantwortlich. Man sieht, dass viele Fussballclubs bereits im Bereich eCommerce erste Schritte gemacht haben. Doch sind diese wirklich effizient und schöpfen diese Online Shops das vollkommene Potential aus, das der Sport und die Fans bieten?

Sport im eCommerce – Interview

Ein super emotionales Thema, völlig unabhängig von der Sportart. Hier spielt Begeisterung und Leidenschaft eine wesentliche Rolle. Trotzdem scheint es, dass Sportvereine es nicht schaffen, Online Business ordentlich über die Bühne zu bringen. Wenn man sich die österreichische Sportlandschaft ansieht, ist hier nur wenig von Digitalisierung in Sicht. Wieso ist das deine Meinung nach so?

Ich bin nicht der Meinung, dass in Österreich Sportvereine online Business nicht ordentlich über die Bühne bringen. Wenn ich mir Engagement-Raten oder Facebook-Fans anschaue, dann ist da relativ zur Bevölkerungszahl zu z.B. Deutschland kein so riesiger Unterschied. Aber es gibt natürlich schon individuelle Unterschiede und manche Organisationen arbeiten professioneller als andere – aber auch das ist vermutlich überall so. In jedem Fall ist es wie immer eine Ressourcenfrage und z.B. im Fußball sind einfach in Österreich nur ein Bruchteil der Ressourcen vorhanden im Gegensatz zu Deutschland. Borussia Dortmund z.B. bespielt mit einem Team von ca. 20 Personen nur ihre eigenen Kanäle – Austria Wien hat in der gesamten Medienabteilung vermutlich in Summe nicht mehr als 5 Personen sitzen. Wenn man dann den Output in Relation setzt wird da schon solide Arbeit geleistet.

Nikolaus Beier Laola1

Es kann prinzipiell nicht an den Fans liegen. Diese sind, so wie der Rest der Gesellschaft, sehr online affin. Welchen Mehrwert müssen Vereine / Sportverbände, etc. bieten, um den Fan anzusprechen?

Wie die Frage schon vorweg nimmt, immer müssen Vereine und Verbände Mehrwerte anbieten, die der Fan an anderer Stelle einfach nicht bekommt. Gerade für Institutionen die „Nah am Geschehen“ sind ist das aber durchaus möglich, denn die haben Zugänge, die sonst niemand hat. Ich kann als Verein oder Verband einfach Content produzieren oder auch Produkte verkaufen, die sonst niemand hat – denn ich bin ja an der Sportlerin bzw. am Sportler dran – und das ist das, was den Fan interessiert.

Online Shops von Fussballclubs

User Generated Content ist ein starkes Wort im Sport. Vor allem Fans sind sehr einfach dafür zu begeistern bzw. kreieren sie selbstverständlich Content. Somit ist dieser Bereich für Vereine super einfach. Diesen Content aufzunehmen und damit eine großartige Story zu bauen ist wenig Aufwand und vor allem steckt wenig Budget dahinter. Weshalb scheint es, dass Sportvereine oder Clubs nicht darin investieren um sich auch selbst das Spielfeld im Marketing etwas einfacher zu gestalten?

Also ich würde nicht unbedingt unterschreiben, dass es einfach ist gute Stories aus user generated content zu bauen. Das ist schon sehr viel Aufwand hieraus schöne Geschichten zu erzählen. Aber ich würde dennoch auch nicht sagen, dass Institutionen aus dem Sportumfeld in diesem Bereich nicht investieren. Ich denke schon, dass viele Institutionen da spannende Projekte umsetzen.

Vernetztes Stadion – eCommerce in Österreich

Stichwort „Vernetztes Stadion“. Welche Ansätze gibt es hier bereits? Im normalen Retail ist es absolut üblich, mit Push Notifications oder dergleichen Kunden an sich zu binden und zum kaufen zu animieren. Woran happert’s im Sport?

International sind viele Sportarenen schon mit WLAN ausgestattet. Das ist natürlich die absolute Grundlage für sämtliche on site Aktivitäten. In Österreich ist das noch nicht flächendeckend vorhanden, wird aber auch sicherlich mit der Zeit kommen.

Wenn das alles dann einmal vorhanden ist, kann man tatsächlich die on site Erfahrung des Besuchers verbessern – von der Push Notification mit dem Torvideo nach dem Tor über verkaufsfördernde Maßnahmen („Wir haben 2:0 gewonnen – hol dir jetzt 20% Rabatt auf den Merchandising-Artikel XY“) bis hin zu verbessertem Service – z.B. sich Getränke oder Essen direkt an den Platz liefern zu lassen. Das alles kann stark umsatzfördernd wirken.

Ich denke, dass das alles im Sport – auch in Österreich – kommen wird bzw. teilweise auch schon da ist.

Sport Commerce

Es macht absolut Sinn, Daten von Fans und Kunden zu generieren. Treue Fans, welche auch Kunden sind oder diese im Laufe der Zeit werden, sind prädestiniert und vor allem bereit dazu, Daten preis zu geben. Hier spielt der Ansatz „Smart Data“ eine große Rolle. Ist Club Managern überhaupt bewusst, auf welchen Schätzen sie „sitzen“ bzw. was sie daraus an Informationen und Mehrwert gewinnen können? Community Management könnte mit der richtigen und vor allem einer sinnvollen Nutzung dieser Informationen sehr einfach aber vor allem sehr effektiv betrieben werden. Hier bedarf es vor allem an Innovationskraft und weniger an Budgets. Was ist deine persönliche Meinung dazu?

Das Schöne am Sport ist, dass die Treue zu einer Marke in keinem anderen Geschäftsumfeld so hoch ist. Einmal Fan, immer Fan. Daher gebe ich dir recht, die Daten die hier generiert werden können, haben einen unfassbaren Wert. Ich denke, dass sich die Verantwortlichen schon darüber im Klaren sind, dass sie hier auf einem Schatz sitzen, so richtig wissen sie aber noch nicht, wie sie das auch monetarisieren können. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass der Sport hier eine Ausnahmestellung einnimmt –auch andere Branchen kämpfen damit.

Wo ich wieder widersprechen muss ist, dass das Management dieser Daten einfach und nicht budgetintensiv ist. Um Daten sauber nutzen zu können, bedarf es technischer Systeme die man bauen/kaufen/lizensieren muss und die man dann auch betreiben muss. Da muss schon Geld einfließen um die Daten zu kapitalisieren!

Zukunft Sport Commerce

Wenn du einen Wunsch an die Sportbranche hättest – wenn es um das Thema Digitalisierung geht – welcher wäre das?

Ich würde mir für die Sportbranche genau dasselbe wünschen, was ich mir für die gesamte Wirtschaft im Bereich Digitalisierung wünschen würde: Keine Berührungsängste mit digitalen Themen – die ganze Welt ist digital, man darf sich nicht davor fürchten sondern muss die Chancen sehen – auch wenn das damit einhergeht, dass gewisse Geschäftsmodelle vielleicht in Zukunft nicht mehr oder anders funktionieren werden.

Allgemein wünsche ich mir auch, dass aus regulatorischer Sicht – insbesondere aus dem Bereich Datenschutz – dieselben Spielregeln für alle gelten. Aktuell können die großen Player aus den USA einfach Dinge tun, die wir in Europa nicht tun können. Das in Kombination mit der Eigenschaft der digitalen Wirtschaft natürliche Monopole zu fördern, ist ein fundamentaler Wettbewerbsnachteil den wir in Europa irgendwie ausgleichen müssen.

Workshop A-COMMERCE Day 2016

Dominique André Schneider – Plusserver

Workshop Basic – Kino 8 // 15.45 Uhr

Plusserver am A-COMMERCE Day 2016

PlusServer ist Marktführer im Bereich Managed Hosting in der DACH-Region und seit 20 Jahren auf dem Hostingmarkt aktiv. Neben sieben Rechenzentren in Deutschland bietet PlusServer drei RZ-Standorte in Europa und den USA. Dabei verfügt das Unternehmen über eine besondere Expertise im Bereich E-Commerce-Hosting. Die PlusServer-Mitarbeiter kennen die Besonderheiten aller gängigen Shop-Systeme – Magento, OXID, Shopware, Intershop usw. – und passen jede Hosting-Lösung genau auf deren Einsatz an. Eine individuelle Beratung und persönliche Ansprechpartner gehören bei PlusServer zu jeder Lösung.

 

E-Commerce-Unternehmen nutzen vermehrt hybride Cloud-Lösungen, welche interne IT-Ressourcen, Managed Hosting und Cloud-Produkte miteinander kombinieren, um die besten Eigenschaften aller Welten zu nutzen. So wird zum Beispiel der eigentliche Webshop auf dedizierter Hardware betrieben, während saisonale Lastspitzen auf flexible Cloud-Ressourcen ausgelagert werden. PlusServer plant jede hybride Lösung für den spezifischen Bedarf des Kunden, um ein optimales Verhältnis aus Verfügbarkeit, Performance und Wirtschaftlichkeit zu erzielen.

 

Was ist Blockchain? Workshop in Wien

In der gleichen Weise mit welcher Napster und Peer-2-Peer Sharing Netzwerke die Musikindustrie in ihren Grundfesten erschüttert haben, kommt nun die Blockchain auf den Handel zu – leise, und im Verborgenen, aber sie kommt!

Blockchain Workshop in Wien am 21.06.2016

Jakob Reiter über Blockchain - Workshop in WienDeshalb veranstalten wir gemeinsam mit Jakob Reiter von The Ventury einen Workshop zu diesem Thema. Jakob ist in vieler Personen Hinsicht ein Genie! Nachdem er die HTL für Informationstechnologie und auf der WU Wien sowohl Wirtschaftsrecht als auch Management Information System abgeschlossen hat, war ihm das nicht genug. Nebenbei hat er sich bereits mit 18 Jahren selbstsändig gemacht und ist nun seit über 10 Jahren IT Developer, Hacker und Coder.

Vor ca. 4 Jahren ist er in die Startup Szene gerutscht, welche er damals quasi aufwachsen gesehen hat. Seitdem arbeitet Jakob am bleeding-edge der Technologie und hilft Startups aber auch KMUs die Zukunft schon heute zu (er)leben.

Was ist Blockchain?

Die Blockchain ist somit wahrscheinlich eine der interessantesten technologischen Neuerungen des letzten Jahrzehnt. Eine Technologie, so perfekt für das Internet geschaffen, dass sie das Potenzial besitzt, unser gesamtes Verständnis von Besitz, Vertrauen und was es bedeutet zu Handeln, grundlegend zu verändern. Tauch mit uns in die Tiefe dieser spannenden und durchaus komplexen Technologie ein und garantiere dir ein fundamentales Verständnis mit ersten Ausblicken in die Zukunft.

Hier geht es zum Ticketkauf!

A-COMMERCE Workshopreihe

Die Ziele des Workshops sind klar definiert:

Ein fundiertes Verstädnis für die doch recht komplexe Technologie Blockchain zu vermitteln. Nach dem Workshop soll jeder Teilnehmer die Auswirkungen auf sein eigenen Business einschätzen können und mit einem grundsätzlichen Verstädnis Innovationsprojekte anstoßen und managen können.

Digitalisierung ist eine Revolution

Nach dem Workshop verstehst du:

Warum die Blockchain eine dermaßen große Revolution darstellt
Was die Blockchain ist und wie sie funktioniert
Warum du niemanden vertrauen musst und es trotzdem funktioniert
Wer bereits erfolgreich mit der Blockchain arbeitet
Was du tun kannst um sich auf diesen Umbruch vorzubereiten.

Der Workshop richtet sich an Unternehmen und Shopbesitzer, die sich auf diese versteckte Revolution vorbereiten und das Potenzial abschätzen wollen.

Du hast Fragen zu unseren Events?
eCommerce in der Schweiz - Thomas Lang Interview

Stephan und Ana-Maria haben letzte Woche am 13. und 14. April 2016 die SOM in Zürich besucht. Leider sind beide mit einer großen Enttäuschung zurück gekommen. Stephan hat sich bereits auf Facebook darüber „ausgelassen“, wie schade es ist, in der Schweiz auf DER eCommerce Messe zu sein, aber keine Händler anzutreffen, geschweige denn spannende neue Kontakte zu finden. Ist das wirklich der eCommerce in der Schweiz?

ABER.

Einige wenige Ausnahmen gibt es. Wir sind auf eine Handvoll Menschen gestoßen, welche in der Schweiz sehr erfolgreich im eCommerce und der Digitalbranche unterwegs sind. Einer davon ist Thomas Lang.  Der studierte Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker ist Gründer und CEO der Carpathia AG, der führenden unabhängigen Unternehmensberatung für Digital Business in der Schweiz. Thomas wurde von den Wirtschaftsmedien als einer der führenden digitalen Köpfe und Vordenker der Schweiz gewählt und ist Autor zahlreicher Fachartikel und -studien, Dozent für Onlinevertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an internationalen Konferenzen zum Thema E-Commerce und Digitale Transformation im Handel.

Heute dürfen wir ihn ganz herzlich bei uns im Interview willkommen heißen! Als‘ dann – Grüzi Wohl und viel Spaß beim Lesen!

Thomas Lang im eCommerce Interview

Die Schweiz ist als Binnenmarkt sehr abgeschottet. Man weiß nicht besonders viel darüber und als Österreicher oder Deutscher muss man sich eben die richtigen Personen aussuchen, wenn man Infos haben möchte bzw. braucht. Auch nicht immer einfach. Wer sind in der Schweizer eCommerce Branche die BIG Player, welche man unbedingt kennen muss?

eCommerce in der Schweiz

Anders als in Deutschland oder Österreich heisst der Big Player in der Schweiz nicht Amazon. Er ist zwar unter den Top-3 aber Digitec / Galaxus konnten für das vergangene Jahr 2015 einen Umsatz von nahezu CHF 700 Mio (ca. EUR 645 Mio) ausweisen. Amazons Umsatz für die Schweiz wird auf etwa CHF 450 Mio geschätzt (ca. EUR 410 Mio) und Zalando auf CHF 425 Mio (CHF 390 Mio). Das sind die Top-3 in der Schweiz.

In den Top-10 finden sich weitere umsatzstarke Shops wie Nespresso und einige Online-Plattformen der beiden dominierenden Schweizer Einzelhandelskonzerne Migros (Onlineshops LeShop.ch, ExLibris.ch in den Top-10) oder Coop (Microspot.ch, coopathome.ch oder Nettoshop.ch). Das ist ganz typisch für die Schweizer Handelslandschaft die auch Stationär von diesen beiden Grosskonzernen bestimmt wird.

Amazon in der Schweiz

Welche Trends gibt es aktuell in der Schweiz im eCommerce und der Digitalbranche zu erkennen?

Trends im Schweizer eCommerce

Es ist eine sehr starke und weitere Professionalisierung zu beobachten. Diese hat verschiedene Facetten. Zum einen werden gerade großflächig die Systeme aktualisiert. Vor allem bei Coop wird alles auf Hybris migriert und hier reden wir doch von einem guten halben Dutzend grosser Schweizer Onlineshops mit mehrstelligen Millionen Umsätzen. Und auch andere Betreiber sind am Erneuern und Skalieren ihrer Plattformen. Doch auch in anderen Bereichen wie dem Austesten von neuen Konzepten und Vertriebsmodellen, dem Hinterfragen bestehender Mechaniken oder auch verstärkte und erweiterte Marketing-Massnahmen werden starke Innovationen verzeichnet.

Ganz zentral sind auch Logistik-Services wo wir in der Schweiz gerade in diesen ersten Monaten einiges an Innovationen erfahren durften. Von Installations-Services bei Brack – wo die Installationen vom Crowd-Service Mila oder einem Profi geordert werden können bis hin zu Late-Same-Day Delivery bei STEG wo bei Bestellungen bis 18h noch bis 21h geliefert wird. Eines meiner persönlichen Lieblingsthemen ist aktuell die Digitalisierung am POS. 

Ähnlich wie es Amazon im Pilot in Seattle gemacht hat, darf ich mehrere aufgeschlossene und innovative Schweizer Kunden betreuen, wie wir das Online-Knowhow in die Fläche bringen. Das beinhaltet unter anderem Bewertungen an die Regale zu bringen, Sortimente aus den Online-Verhalten umzuschichten, dynamische und elektronische Preis-Etiketten. Doch es macht hier noch lange nicht halt. Dies geht gar soweit, dass wir beispielsweise beim stationären Kassen-Checkout in Echtzeit verlassene Warenkörbe und Merklisten des Kunden im Onlineshop prüfen und mit dem aktuellen Filialbestand abgleichen. Gibt es eine Übereinstimmung, erhält der Kunde eine „dezente“ Empfehlung. Die Resultate sind echt beeindruckend und führen zu Mehrumsätzen im zweistelligen Prozentbereich.

Das Thema ist noch sehr frisch und eine wahre Spielwiese für Unternehmen, die frei, neu und vor allem anders denken wollen und es auch können. Und vor allem auch für diejenigen, welche Online nicht als „Konkurrenz im eigenen Hause“ ansehen sondern als interessante Ergänzung der Touchpoints – Omni-Channel ist Teamplay.

Schweizer eCommerce anders als in Deutschland

Du bist jetzt schon sehr lange im eCommerce tätig und hast vieles miterlebt, gesehen und vor allem mitgemacht. Welche Unterschiede erkennst du zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich und UK?

Unterschiede Geschäftsmodelle DACH Region

Nach meinen Beobachtungen kochen die Schweizer Händler im Vergleich immer noch auf sehr kleiner Flamme. Dies ist jedoch auch nicht erstaunlich. Denn neben dem hohen Kosten-Niveau in der Schweiz muss man anerkennen, dass die Investitionen auf einen rund 10-Mal kleineren Markt als in Deutschland umgelegt werden müssen, welcher erst noch in 2 relevante Sprachen fragmentiert ist. Das resultiert in deutlich kleineren Skalierungs-Potentialen als sie beispielsweise ein PurePlayer in Deutschland, UK oder auch in Frankreich vergegenwärtigt.

Was zudem auch besonders interessant und uns differenziert ist, dass sich die Schweizer extrem mobile-affin zeigen. Auch Zalando anerkennt, dass der Anteil an mobilen Besuchen und Umsätzen in der Schweiz am höchsten ist in allen 15 Ländern, wo sie aktiv sind. Kommt hinzu, dass nach UK die Schweiz den höchsten pro Kopf Einkauf von frischen Lebensmitteln weltweit vorweisen kann. Gerade Online-Lebensmittel mit ihrer gesamten Komplexität ist ein Konzept, dass in der Schweiz seit Jahren erstaunlich gut funktioniert. Und auch dies mit www.leshop.ch und www.coopathome.ch dominiert von den zwei grossen Einzelhandelskonzernen in der Schweiz.

Kunden in der Schweiz generieren – schwierig

Es ist, wie viele wissen, so, dass viele deutsche und österreichische Händler in die Schweiz expandieren möchten. Sie träumen von hohen Margen und Erfolg im Nachbarland. Ist das denn bei den Schweizer Händlern genauso? Wollen sie auch in andere Exportländer? Und vor allem – welche sind die Favoriten wenn es um die Internationalisierung geht?

Internationalisierung aus der Schweiz

Exporte lohnen sich für Schweizer Händler nur, wenn sie in einer Nische tätig sind oder einzigartige Services vorweisen können. Mit austauschbarer Handelsware zum Beispiel aus dem Mode- oder Elektronik-Sortiment sind Schweizer Händler international in der Regel chancenlos. Dennoch gibt es sehr erfolgreiche internationale Online-Beispiele. Ich denke hier zum Beispiel an www.beliani.ch der mit Möbeln aus ost-europäischer Produktion aus der Schweiz heraus sehr erfolgreich in verschiedenen grossen internationalen Märkten unterwegs ist. Oder www.fashiondays.ch die im Bereich Club-Shopping fast ganz Ost-Europa dominieren und ebenfalls aus der Schweiz heraus operieren. Beiden genannten Beispielen ist gemein, dass sie den Grossteil der Produktion rsp. des Fulfillments in den jeweiligen Ländern vor Ort haben mit entsprechend attraktiven Kostenstrukturen.

Schon fast ein „Dinosaurier“ ist Samy Liechti mit www.blacksocks.com, quasi dem Erfinder des Abo-Commerce. Auch er ist seit 1999 global sehr erfolgreich unterwegs. Und wenn wir von Nische sprechen, dann darf man selbstverständlich www.freitag.com nicht vergessen die ebenfalls international erfolgreich unterwegs sind.

Best Practice Beispiele – CH Commerce

Kommen wir nochmals auf die deutschen und österreichischen Händler zurück. Wie vorhin kurz angedeutet, erwarten sich diese Erfolg und bessere Margen in der Schweiz. Mit welchen Herausforderungen müssen sie aber rechnen, wenn sie in das kleine Nachbarland expandieren wollen?

Herausforderungen – eCommerce in der Schweiz

Man sollte die Schweiz nicht unterschätzen – ein Online-Vertriebskonzept muss zwingend „helvetisiert“ werden wie wir es nennen. Schweizer Konsumenten reagieren bisweilen etwas allergisch auf ausländische Onlineshops rsp. wenn ihnen das Gefühl vermittelt wird, man kann sie mit einem deutsche oder österreichischen „Derivat“ abspeisen. Dies bedingt Detailkenntnisse des Schweizer Marktes, der Kultur und der Gepflogenheiten und selbstverständlich auch der rechtlichen Anforderungen.

Kommt hinzu, dass das Schweizer-Deutsch sehr viele Einflüsse aus dem Französischen vorweist was zur Folge hat, dass zahlreiche Sortiments- und Produktbezeichnungen entsprechend zu adaptieren sind. Zudem Zahlungsmethoden wie die Postfinance-Card oder Zahlung gegen Rechnung mit dem orangen Einzahlungsschein sind sehr verbreitet und ein eigentlichs Muss. Dies alles bedingt entsprechende Anpassungen am Shop und den nachgelagerten Systemen. Und selbstverständlich ist da noch eine andere Währung dies man absichern muss und ein Zoll. Und Letzterer hat es auch in sich. Denn die Schweiz ist das einzige Land neben Weissrussland, das noch den Gewichtszoll und nicht den Wertzoll kennt. Also auch ein Zalando musste erstmals jede Jeans und jeden Sneaker wägen, bevor er in die Schweiz verkauft werden konnte.

Plus wer seinen Onlineshop nur in Deutsch präsentiert, erreicht nur gut zwei Drittel des Marktes. Eine französische Sprachversion und ggf. eine englische sind für den Schweizer Markt mehr als empfehlenswert. Grundsätzlich sind alle Hürden überwindbar; man muss einfach daran denken und den Aufwand nicht scheuen.

Deutsche und österreichische Händler in der Schweiz

Welche Ansprüche hat ein Konsument in der Schweiz gegenüber Online Händlern oder Händler generell? Welche Unterschiede lassen sich hier im DACH-Raum erkennen?

Ansprüche Konsumenten in der Schweiz

Ich denke, dass die Ansprüche durchaus vergleichbar sind. Nuancen sind ggf. im Bereich der Qualitäts- und Service-Ansprüche zu identifizieren. Denn ich glaube, ein Schweizer ist (noch) nicht so preissensitiv wie es beispielsweise ein deutscher Kunde ist. Ein Schweizer Kunde ist nach wie vor bereit, einen „Extra-Franken“ zu bezahlen, wenn er dadurch einen Top-Service und eine Top-Qualität erhält. Die sogenannte „Geiz ist Geil“ Mentalität konnte sich in der Schweiz nie wirklich durchsetzen. Übrigens auch ein Zeichen dafür, dass sich Saturn vor ca. 1 Jahr aus der Schweiz zurückgezogen hat und nun alle Märkte unter dem „Media Markt“ Brand laufen.

Kann die Schweiz noch erfolgreich eCommerce betreiben?

Ganz provokant gefragt – Kann es sich die Schweiz länger (bzw. wie lange noch) leisten, so abgeschottet zu bleiben, wenn es um Business geht?

Businessmodell in der Schweiz

Gute Frage; doch ich glaube nicht, dass sich die Schweiz abschottet. Die Spielregeln sind klar und verlässlich. Und mittlerweile verkaufen sehr viele deutsche Onlineshops sehr erfolgreich in die Schweiz, weil diese die sogenannten „Hürden“ nicht scheuen und sie elegant überwinden. Und sie sind mit überschaubarem Aufwand überwindbar. Gerade im Bereich Mode sind nach unseren Schätzungen wohl 3/4 der Umsätze in ausländischer Hand. Wobei hingegen im Bereich Elektronik – dem zweiten Top-Umsatz-Segment im Schweizer Onlinehandel – es genau umgekehrt ist. Dort sind 3/4 der Umsätze in helvetischer Hand. Um auf die Frage zurückzukommen. Klar, es gibt den Zoll, die andere Währung und mehrere Sprachversionen plus die länderspezifischen Eigenheiten bzgl. Kundenverhalten und -erwartungen. Ich würde jedoch nicht von Abschottung sprechen sondern von besonderen Herausforderungen. Denn es ist ja nicht so, dass sich die Schweiz „abschotten“ will bzgl. Onlinehandel. Es sind ganz einfach die (politischen) Gegebenheiten. Ähnliches müsste man sonst auch von England oder Norwegen behaupten.

Schweizer Kultur anders auch im eCommerce

Dein Blick in die Zukunft … Wie wird sich eCommerce in der DACH Region aber vor allem in der Schweiz ändern? Welche Wünsche hast du an die Branche?

Thomas Lang über die Zukunft im eCommerce

Ich wünsche mir von der Branche mehr Mut. Mut, auch mal Fehler zu machen und Innovation. Innovation geschieht nicht in dem ich zuerst schaue, was machen die anderen. Innovation heisst, ich probiere selber etwas zuerst aus. Innovation heisst auch scheitern, lernen, es besser machen. Gerade unsere stationären Händler sind regelrechte Schlaftabletten. Und gehen sie online, ist es so zaghaft, darf wenig kosten und am liebsten soll online nicht funktionieren, sondern den stationären Handel retten. Da verhalten sich die Händler diametral anders als die Kunden. Die sind längst an den neuen Touchpoints unterwegs und haben ihr Verhalten geändert. Kein Wunder also, dominieren gerade im Fashion-Bereich AboutYou, Zalando & Co den Schweizer Markt.

Und ganz generell – und nicht nur für den DACH-Raum – sehe ich noch sehr grosse Potentiale im Bereich Services und Logistik. Services zum einen gegenüber dem Kunden, in Form von Packages und zum anderen auch in Form von Devices. Ich bin überzeugt, dass die Amazon Dash-Buttons wie auch Amazon-Echo erst der Anfang ist einer neuen Generation von Shopping-Devices. Und was die wenigsten bislang bemerkt haben ist, dass diese neuen Services zum einen die Geschwindigkeit – das Momentum zwischen Kaufimpuls und Kaufabschluss – drastisch erhöhen und zum anderen den Wettbewerb komplett aushebeln. Auch hier schlafen 99% der Marktakteure noch tief und fest.

 

Das Thema Dynamic Pricing kommt uns in letzter Zeit immer öfter unter. Viele Händler klagen darüber, Andere betreiben dies‘ schon sehr intensiv. Auch in Österreich hat dieser Ansatz „Gehör“ bekommen – somit haben wir Bernhard Jungwirth gebeten, uns einige Fragen zu diesem Thema zu beantworten.

Bernhard Jungwirth ist Geschäftsführer des ACR-Mitglieds Österreichisches Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT). Die Vorteile der digitalen Welt möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen sowie eine kompetente und kritische Nutzung zu fördern – das ist Bernhard Jungwirths Mission. Seit 2001 ist er mit dem ÖIAT verbunden, seit 2008 als dessen Geschäftsführer. Für die Projekte Internet Ombudsmann und Saferinternet.at fungiert er außerdem als Projektleiter.

Was ist Dynamic Pricing und wer nutzt es?

Wie siehst du zurzeit die aktuelle Ausgangslage beim Thema „Dynamic Pricing“? Welche Branchen haben sich in diesem Bereich bereits etabliert und wo besteht noch Aufholbedarf?
Aktuelle Lage in Österreich – Dynamic Pricing

Zunächst ist einmal genauer darauf einzugehen was überhaupt Dynamic Pricing ist. Grundsätzlich geht es um die Abkehr vom klassischen Einheitspreis. Das ist alles nicht wirklich etwas Neues, wenn man an Rabatte, Boni, Preisverhandlungen, Preise in Abhängigkeit vom Buchungszeitpunkt etc. denkt. Neu ist allerdings, dass man in der digitalen Welt – zumindest potenziell – ein viel fundiertere Grundlage für die Dynamisierung bzw. Personalisierung von Preisen hat. Solche Preisdifferenzierungen lassen sich durchführen entlang unterschiedlicher Größen. Diese reichen vom Kaufzeitpunkt, der Dringlichkeit, dem Standort über den Vertriebskanal, verwendete Endgeräte bis hin zum jeweiligen Kundenprofil (Surfverhalten, ehemalige Käufe etc.).

In der Reisebranche beispielsweise ist der Zeitfaktor bereits etabliert für Preisdifferenzierungen: Je länger man mit dem Kauf eines Flugtickets wartet, umso teurer wird es tendenziell. Oder, Stichwort „Vertriebskanal“: Wenn man ein Zugticket online kauft, spart man Geld im Vergleich zum Kauf am Schalter. Gut beobachten lassen sich auch bei großen Händlern – Reaktionen auf Preisänderungen bei der Konkurrenz. Außerdem gibt es Untersuchungen, die Preisunterschiede im Vergleich – Kauf am Desktop-PC vs. Kauf via Smartphone – feststellen.

Möglichkeiten, die sich aus der Auswertung von Kundendaten ergeben, werden aber unserer Einschätzung nach aktuell nur sehr begrenzt und von wenigen Unternehmen genutzt. Wir befinden uns da weitgehend in einer Experimentierphase.

Internationaler Vergleich – auch DACH Region

International hat sich bereits viel getan – im Bezug auf Dynamic Pricing. Wie sieht es in Österreich aus?
Schnelligkeit bei Dynamic Pricing

Hier sehen wir vor allem den Punkt, dass erfolgreiches Dynamic Pricing viele Ressourcen braucht. Einerseits Know-How und andererseits eine entsprechende technische Ausstattung und eine solide Datenbasis. Dabei tun sich große Anbieter, von denen es in Österreich nur wenige gibt, naturgemäß leichter als Kleinere.

Kleine Händler in Österreich

Ist Dynamic Pricing für kleine Händler verfügbar bzw. sinnvoll? Wenn ja – warum und wenn nein – weshalb nicht?
Alternativen zu Dynamic Pricing

Dynamic Pricing ist komplex und kann auch nach hinten losgehen. Letztlich geht es ja um Erlösoptimierung. Wenn hier – aus Anbietersicht – ungünstige Differenzierungsstrategien angewendet werden, kann es sogar zu Erlösrückgängen kommen und die Aufwände für die Einführung von Dynamic Pricing kommen noch hinzu.

Unserer Einschätzung nach, ist die Pionierrolle für kleine Händler riskant und es sollten nur einfache Differenzierungsansätze zur Anwendung kommen. Mit der Zeit wird das Wissen über Dynamic Pricing steigen und es werden sich wohl Ansätze für kleine Unternehmen herauskristallisieren.

Ressourcen Frage bei Dynamic Pricing

Eine Grundlage ist mit eurer Studie schon geschaffen. Wie ist es euch bei den Erhebungen bzw. Auswertungen der Daten gegangen? Welchen Aufschluss bietet die Studie für Händler und Unternehmen?
Grundlage Informationen – Dynamic Pricing

Die Studie hatte das Ziel, einen Überblick über das Phänomen Dynamic Pricing zu geben. Sie behandelt vor allem Differenzierungsfaktoren, Vor- und Nachteile (sowohl aus Unternehmens- als auch Konsumenten/innen-Sicht) und rechtliche Aspekte. Beispiele, die tatsächlich auch Richtung Personalisierung gehen, waren für uns in einem eingeschränkten Setting empirisch nur schwer nachzuweisen.

Hier geht es zum AK Paper! – Dynamic_Pricing_2015

Wie funktioniert Dynamic Pricing anhand einer Case Study

Hast du ein aussagekräftiges Referenzbeispiel hierzu?
Beispiel eines Show Case

Wir selbst konnten gut zeitlich abhängige Änderungen bzw. Reaktionen auf den Mitbewerb bei großen Online-Anbietern dokumentieren.

In der Literatur gibt es freilich ein paar Klassiker neben Flugtickets: die Wetterabhängigkeit der Preise bei Uber; die Anzeige hochpreisigerer Hotelzimmer für Apple-User/innen bei Orbitz; Bahntickets, die günstiger verkauft werden für User/innen, die von Fernbusvergleichsseiten kommen etc.

Hilfe oder Chance?

Ist Dynamic Pricing im Endeffekt eine Hilfe bzw. Chance für den Online Händler oder treibt dies den Preiskampf nur noch aggressiver an?
Der Preiskampf geht weiter – Bernhard Jungwirth

Richtig gemacht ist Dynamic Pricing für Händler sicher eine Chance. Mit den passenden Daten und der zielgenauen Auswertung lässt sich für jedes Produkt der Preis berechnen, den der Kunde bereit ist zu zahlen. Das muss nicht immer der günstigste Preis sein. Andere Dinge wie Händlertreue, Kundenservice etc. spielen dann bei der Bewertung auch eine große Rolle.

Dynamic Pricing auf Basis falscher oder unvollständiger Daten kann aber nach hinten losgehen und es kann auch das Kundenvertrauen ganz schnell verspielen. Grundsätzlich kann man auch anmerken, dass transparente Preisstrategien dazu führen können, dass Anbieter dem zunehmenden Wettbewerb mit ineffizienten Preisen begegnen. Dazu kommt, dass Dynamic Pricing ein sehr emotionales Thema auf Kund/innen-Seite ist. Die Angst mit zu hohen Preisen unfair behandelt zu werden ist weit verbreitet.

Zukunft des eCommerce

Ein Blick in deine persönliche Glaskugel – Wie wird sich das Thema Dynmic Pricing in der nächsten Zeit verändern bzw. welchen Wunsch hast du an die österreichische eCommerce Branche?
Bernhard Jungwirth im Interview mit A-COMMERCE

Ich denke, es wird noch eine Zeit dauern, bis das Thema in der Praxis wirklich eine weite Verbreitung findet. Spannend ist sicherlich die Frage, wie Konsument/innen generell darauf reagieren und was die Konsequenz daraus sein wird: Überwiegt das Gefühl Chancen auf Schnäppchen zu haben oder, umgekehrt, die Angst im Vergleich zu anderen „unfair“ behandelt zu werden.

Drei Aspekte sind aus meiner Sicht wichtig:

  1. Konsument/innen sollen nachvollziehen können, ob personalisierte Preisbildung stattfindet oder nicht.
  2. Entscheidend wird sein Wege zu finden, die kleine Anbieter bei diesem Thema zu unterstützen.
  3. Bei personalisierter Preisbildung ist eine Datenschutz-konforme Umsetzung zu beachten.

Als Ana-Maria mit der Anfrage auf mich zu kam, einen Beitrag zum Thema „Wissen“ und „inwiefern Wissen für mich einen Unterschied macht“ zu schreiben, war ich gleichzeitig begeistert und verzweifelt.

Verzweifelt, weil es mein erster Arbeitstag nach einem vierwöchigen (traumhaft schönen) Urlaub war und die Abgabefrist (für diese Doktorarbeit) sich auf vier Tage belief. Jeder kann sich bildlich vorstellen, dass der Stapel an ausgedruckten Mails, Rückrufbitten, Meetings und Projektaufgaben auf einem Schreibtisch nur noch durch eine abstehende Haarsträhne überragt werden könnte.

Begeistern, weil das Thema „Wissen“ in der Fülle von Themen zu denen ich in den letzten Jahren geforscht, referiert und fortgebildet habe immer Kernthema war, aber selten, genug Aufmerksamkeit, wie bspw. in Form eines eigenen Artikels, bekommen hat. Höchste Zeit das zu ändern. Vielen Dank dafür Ana-Maria!

Frei nach Goethe „Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich dir einen kürzeren Brief geschrieben.“, wird mir allerdings schon jetzt klar, dass die verbleibenden zugestandenen 150 Wörter schwierig werden. 😉 Ich möchte mich daher auf eine spontane Kernüberlegung konzentrieren, die für mich im gegebenen Kontext des A-Commerce-Treffens von besonderer Relevanz ist und versuchen sie in wenigen Sätzen herleiten.

Wissen, Kenntnisse, Expertise, Know-how, … stellt für mich einen erstrebenswerten Zustand dar, dem man mal näher, mal weniger nah kommt und nie ganz erreicht. Eine wundervolle Aufgabe für Überzeugungstäter, der ich mit viel Leidenschaft nachgehe. Wissen zu erlangen und zu vermitteln macht aber nur so lange Spaß, wie man sich eingesteht, dass es immer etwas gibt das man nicht weiß, … es aber jemanden gibt der es höchst wahrscheinlich weiß.

Eine Teamkonstellation, deren Mitglieder diese Tatsache akzeptiert, sich durch unterschiedliche Kenntnisse ergänzt und gegenseitig beim Wissensaufbau unterstützt, ist meines Erachtens in der Lage jede fachliche Herausforderung zu lösen. Wissen beinhaltet für mich daher auch, eine realistische Erwartungshaltung gegenüber Wissenslücken (die absurderweise/überflüssigerweise auch noch den Eindruck erwecken, positiv mit zunehmendem Wissen zu korrelieren.)

 Aber Wissen, Kenntnisse, Expertise, Know-how alleine ist nicht alles. Nur angewandtes Wissen kann wirklich etwas bewegen, oder wie unser Gründer Felix Binsack zu sagen pflegt: „Nur wer macht, hat Macht.“ (Wobei „Macht“ hier als Erfolg zu verstehen ist.) Das ist eine der ernüchternden aber zentralen Erkenntnisse, die man hat, wenn man Wissenschaft mit Wirtschaft kombiniert.

In diesem Sinne schlage ich vor: Ärmel hoch, Lauscher auf, Workshop durchführen, Wissen generieren, Transferleistung erbringen und dann direkt im Unternehmen umsetzen. Daran scheitert es dann nämlich leider genau so häufig, wie an der Zeit das notwendige Wissen aufzubauen.


Aline Eckstein Beitrag WissenÜber Aline Eckstein:

Dipl.-Kffr. Aline Eckstein ist Senior Strategy Consultant der BLUETRADE E-Commerce Software und Marketing GmbH. Sie unterstützt handelstreibende Unternehmen bei der Konzeptionierung und Optimierung von Cross-Channel-Lösungen. Zuvor leitete Sie das E-Commerce-Center Köln (ECC Köln) am Institut für Handelsforschung und analysierte im Rahmen wissenschaftlicher Studien den Einfluss des Internets auf Handelsstrukturen. Sie koordinierte bereits seit 2008 als Projektmanagerin Forschungsprojekte aus den Bereichen Multi-Channel-Management, Social- und Mobile Business sowie Zielgruppen- und Konsumentenverhalten.