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Das neue Jahr hat mit viel Neuschnee begonnen und somit liegt es nahe, sich gleich mit neuen Ski- & Sonnenbrillen für das (Apres-) Skifahren einzudecken -aus diesem Grund haben wir uns im dieswöchigen A-COMMERCE Shoptest den Online Shop von Gloryfy zur Brust genommen.

Der Gloryfy Shop

Der Gloryfy Shop zeigt modernes Design und klare Produkt-Strukturen

Der Shop von Gloryfy empfängt den Besucher mit großen Image Bildern und folgt damit dem momentanen Trend, den komplett verfügbaren Raum des Bildschirmes zu nutzen. Als Erst-Besucher kann es passieren, dass euch ein Pop-Up erscheint, welches euch darum bittet, euch zum Newsletter anzumelden – das ist etwas störend und nicht mehr unbedingt zeitgemäß, aber verschmerzbar. Die Darstellung des Shops erfolgt auch auf mobilen Endgeräten wie gewünscht – einzig und alleine die Ladezeit war sowohl am Laptop als auch auf den mobilen Endgeräten stark verbesserungswürdig – hier kann man sicherlich schnelle Erfolge durch bessere Kompression der Bilder erreichen.

Als wir nun mit der Suche nach einer passenden Ski Brille beginnen wollten, kam der erste AHA Moment: Es gibt keine Such-Funktion – wenn man eine überschaubare Anzahl an Produkten hat, mag das durchaus (aus Händler Sicht) gerechtfertigt sein, als Konsument ist man jedoch gewohnt, dass jeder Online Shop mit einem Suchfeld ausgestattet ist, somit hinterlässt dies den Eindruck, als ob der Shop nur halbfertig oder kaputt ist.

Somit gehen wir also über die normale Produktsegmentierung weiter und bemerken sofort, dass es keine Trennung der Kategorien Männer / Frauen gibt – wir wissen nicht, ob Gloryfy alle Brillen als Unisex anbietet, aber ich bin sicher dass zB. gerade die bonVOYAGE Brille von Susie Wolff für Frauen konzipiert wurde. Somit könnte man mit einem einfachen Filter dem Konsumenten die Auswahl wesentlich erleichtern.

Die GP3 Goggle von Gloryfy - leider ausverkauftAls wir nun beim Produkt unserer Wahl angekommen waren mussten wir leider feststellen, dass auch Produkte angezeigt werden, welche derzeit nicht im Shop verfügbar sind – das kann durchaus einmal passieren, jedoch wünsche ich mir als Konsument, dass mir dann entweder gleich in einem Cross-Selling Feld die zur Verfügung stehenden Alternativen angezeigt werden, oder ich zumindest meine eMail Adresse hinterlegen kann, um eine Information zu bekommen, ab wann diese Brille wieder lieferbar ist. Leider ist nichts davon im Online Shop von Gloryfy möglich.

Die Bilder bei den Produkten sind sehr schön freigestellt und es gibt bei einigen Produkten auch eine 360° Ansicht, es fehlt jedoch ein Bild, wie die Produkte ‚von Menschen getragen‘ aussehen. Uns ist klar, dass dies viel Arbeit für das Marketing Team bedeutet, aber gerade bei Brillen macht eine solche Darstellung absolut Sinn!

Neben dem Cross-Selling fehlt uns noch die Möglichkeit, ein Bundle zu kaufen: Wenn ich zB. eine Skibrille mit wechselbaren Gläsern kaufe, wäre es ideal wenn mir in einem Bundle gleich auch die beliebtesten Wechselgläser gleich mit dazu angeboten werden – somit bin ich als Konsument sicher, dass diese zu 100% in die Brille passen, und für den Händler ist es einfach einen Mehr-Umsatz zu generieren.


Warenkorb & Checkout

Da wir nun doch eine Brille für uns gefunden haben – ab in den Warenkorb und so schnell wie möglich durch den Checkout – hier wird gleich einmal die Möglichkeit geboten, als Gast den Checkout durchzuführen, was gerade für Erst-Käufer wie uns ein extrem wichtiges Feature ist. Bei der Auswahl der Bezahl-Arten sind fast alle wichtigen Bezahl-Optionen vorhanden, es fehlt jedoch das Nummer 1 Zahlungsmittel in der D-A-CH Region: die Rechnung – hier kann sicherlich auch sehr schnell ein Anbieter eingebunden werden, denn immerhin nutzen mehr als 30% aller Konsumenten den Rechnungskauf.

Gloryfy bietet den Service, seinen Kunden alle Produkte nach Österreich Versandkostenfrei zu versenden – finden wir toll, der Service sollte nur unserer Meinung nach durchaus im Shop besser vermarktet werden – denn solch ein Service ist absolut nicht weit verbreitet.

Bildschirmfoto 2016-01-14 um 10.20.51Der Checkout ist kurz und übersichtlich gehalten, jedoch gerade beim Kaufabschluss hat sich noch ein Fehler eingeschlichen: Der Button zum Abschluss der Transaktion heißt „Kaufen“ und nicht wie rechtlich vorgeschrieben „kostenpflichtig bestellen“ – auch dies kann man im Shop innerhalb von wenigen Minuten umstellen und so den Vorgaben im internationalen eCommerce Genüge tun!

Nach Abschluss der Transaktion und Weiterleitung an PayPal war der Einkauf abgeschlossen – es kam auch umgehend eine Bestell-Bestätigung, welche jedoch nicht wirklich graphisch ansprechend aufbereitet war – auch hier sollte das Gloryfy Marketing dringend Hand anlegen, wenn ich mir schon so viel Mühe bei der Gestaltung des Online Shops gebe, was ja gerade bei einem so emotionalen Produkt wie Fashion & Accessoires Sinn macht, sollte ich als Händler diese Liebe zum Detail auch bei Bestell-Bestätigungen weiterführen.

Die Bestell-Bestätigung im Gloryfy Shop ist leider sehr lieblos gestaltet


Lieferung, Kundenservice & Retoure

Die Bestellung war abgeschickt und ich hab mich schon auf meine neue Brille gefreut – und wurde durch eine äußerst kurze Lieferzeit überrascht. So gefällt mir das – das Paket war innerhalb von 48h bei mir, perfekt verpackt – sogar mit dem beigelegten Gloryfy Magazin – sehr vorbildlich! Auch ein Anruf hinterlässt ein sehr positives Bild – jeder Mitarbeiter mit dem wir Kontakt hatten war bemüht und interessiert, uns weiterzuhelfen – hier kann man dem Gloryfy Team nur gratulieren, es scheint als ob das komplette Team für die Brand, Produkte und Kundenzufriedenheit brennt!

Auch eine Rücksendung der Brille ist für den Konsumenten kostenlos möglich, ein Retourenaufkleber ist dem Versandpaket gleich beigelegt.


Fazit

Gloryfy überzeugt uns mit seinem wirklich gutem Kundenservice und einer sehr klar strukturierten Darstellung der Produkte im Online Shop – das entspricht auch den von uns wahrgenommen Werten der Tiroler Brillenmarke – leider wird ein besseres Ergebnis im A-COMMERCE Shoptest durch das Fehlen einiger Standard-Features im Shop wie zB. Cross Selling, der Suche und Rechnung als Zahlungsmittel für Kunden aus der D-A-CH Region verhindert. Man kann jedoch sagen, dass ein Grossteil der Änderungen sehr schnell und ohne großes Budget vorgenommen werden können, um somit die Conversion Rate und damit die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern.

Der Gloryfy Shop bekommt somit von mir 111 von 145 Punkte – Befriedigend!

Datum der Testbestellung und des Shoptests: 14.01.2016
Tester: Stephan Grad; verwendeter Browser: Chrome, verwendetes mobiles Testgerät: BB Classic/ iPad Mini 1. Gen 
Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

Roland Fink ist der Mr. Amazon der SteiermarkRoland Fink wurde vor einiger Zeit in den Österreichischen Medien als „Mr. Amazon aus der Steiermark“ bezeichnet und ich finde diesen Vergleich sehr passend – er hat aus einer Idee heraus einen der bedeutendsten Online-Vertriebe in unserem Land aufgebaut mit nunmehr Niceshops – daher freut es mich sehr, Roland heute hier im A-COMMERCE Interview begrüssen zu dürfen.

Roland, erzähl doch einmal unseren Lesern kurz, wie du eigentlich dazu gekommen bist, einen Onlineshop ins Leben zu rufen und wie die ersten Jahre für euch waren?

Ich war früher in der IT-Beratung tätig und hatte schon vor 2005 viele Onlineshops gemacht. Diese Shops konnte ich aber nicht als Beispiele verwenden, um zu zeigen, wie sie funktionieren bzw. vom Backend und den Prozessen her aussehen. Das ging wegen des Kundengeheimnisses nicht. Also hab ich mich dazu entschlossen, einen eigenen Shop zu machen. Diesen konnte ich interessierten Kunden vorführen. Er startete 2006. Das hat relativ problemlos funktioniert. Meine Schwiegermutter machte die Pakete, meine Schwägerin kümmerte sich um die E-Mails. Das Lager war im Keller in Bad Gleichenberg auf zwölf Quadratmetern. Seitdem sind wir immer stärker gewachsen, heute haben wir 5000 m², 3 Standorte und über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Gerade in unserer Branche klopfen täglich Dienstleister bei Onlineshop-Betreibern an und möchten ihnen deren Produkte bzw. Dienstleistungen verkaufen – welche Leistungen kauft ihr zu?

Logischerweise alles, was die Serverinfrastruktur betrifft. Das beziehen wir von Hetzner. Dazu kommen das Gebotsmanagement bei Google Adwords und Facebook von intelliad, adcore und smec, die Support-Software von Salesforce, die E-Mail-Services von Amazon und Google Apps, die Hotlines und Telefonanlage von nfon. Wie du siehst, sind wir sehr cloudlastig ausgerichtet, und das halte ich auch für einen wesentlichen Vorteil und einen der Erfolgsfaktoren für unser Unternehmen.

Roland FinkBei niceshops verfolgt ihr eine sehr spannende Unternehmensstrategie, die man inzwischen immer öfter am Markt vorfindet: Ihr baut eure Systeme, beim Shop angefangen, selbst und entwickelt diese auch gemäss euren Wünschen & Prozessen weiter – wie kam es denn dazu?

Ich bin schon immer davon überzeugt gewesen, dass sich Unternehmen nicht einer Software unterwerfen sollen, die Software soll sich vielmehr dem Unternehmen unterwerfen. Deshalb haben wir eine eigene Software entwickelt, die an unsere Prozesse angepasst ist. Wir gestalten sie so, wie wir sie haben möchten.

Beim letzten Online Händler Treffen in Mödling hast du uns ja präsentiert, dass ihr mehr als 1/3 eures Umsatzes in Italien macht – wie war es für euch, nach Italien zu expandieren, es ist ja jetzt nicht gerade das Export-Land Nr. 1 für Österreichische Shops, welche sich zu 95% zuerst nach Deutschland erweitern.

Na ja, wir sind im Dreiländereck zu Hause. Deshalb war es für uns immer schon naheliegend, nicht nur nach Deutschland zu schauen. Einer der ersten Märkte war Slowenien, kurz darauf folgte Italien. Wir haben Internationalisierung schon immer als wesentliche Expansionsmöglichkeit gesehen. Heute sind wir schon in 13 Märkten vertreten und es werden heuer noch weitere folgen.

Roland Fink

Osteuropa hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Branchen wie zb der Versicherungs- oder Banken-Branche einen Goldrausch ausgelöst, inzwischen ist man auch dort am Boden der Tatsachen angekommen – umso erstaunlicher, dass sehr wenige grosse Webshop-Betreiber dort Fuss fassen konnten – wie habt ihr es geschafft bzw. was waren auch hier eure grössten Stolpersteine?

Für ein kleines Unternehmen wie unseres war die größte Herausforderung, so banal es klingt, die Eröffnung der Auslandskonten. Vor allem in Ländern mit Fremdwährungen wie Polen oder Ungarn war das nicht einfach. Es hat ewig gedauert, aber auch das haben wir in den Griff bekommen. Der osteuropäische Markt ist für uns generell superspannend, wie wohl wir auch in Märkten wie Bulgarien agieren, in denen wir sicher noch einen langen Atem brauchen, bevor sich unser Engagement lohnt.

Wie siehst du den österreichischen Binnenmarkt für die eCommerce Branche – macht es Sinn als Shopbetreiber, nur lokal aufzutreten?

Nein.

Wenn du einen Wunsch für die österreichische eCommerce Branche frei hättest – welcher Wunsch wäre das?

Amazon und Zalando in den Hintern zu treten. 😉