Logistik Archive - A-COMMERCE | E-Commerce Beratung & Events
Schließen

Du möchtest einen kostenlosen Ersttermin vereinbaren?

Daniel Poinstingl ist dein richtiger Ansprechpartner und freut sich
auf deine Kontaktaufnahme:

daniel@a-commerce.at
+43 676 307 79 78

Schließen

Du hast Fragen zu unseren Events und möchtest dir ein Ticket sichern?

Susanne Hüttner ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

events@a-commerce.at
+43 680 328 28 50

Schließen

Du hast Fragen rund um die A-COMMERCE Partnerschaft?

Susanne Hüttner ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

susanne@a-commerce.at
+43 680 328 28 50

Schließen

Du hast Fragen zur A-COMMERCE Medienpartnerschaft?

Elisabeth ist deine richtige Ansprechpartnerin und freut sich auf deine Kontaktaufnahme:

elisabeth@a-commerce.at
+43 676 755 23 47

Schließen

Du suchst qualifizierte Mitarbeiter für dein Unternehmen und möchtest deine Job-Anzeige auf unserer Website veröffentlichen?

Daniel Poinstingl ist dein richtiger Ansprechpartner und freut sich
auf deine Kontaktaufnahme:

daniel@a-commerce.at
+43 676 307 79 78

Optimierte Logistikprozesse für all i need

Der österreichische Getränkehersteller all i need hat mit dem internationalen Transport- und Info-Logistik-Anbieter cargo-partner seine Logistikprozesse neu gestaltet. Das Bestandsmanagement […]

All I need Österreich

Der österreichische Getränkehersteller all i need hat mit dem internationalen Transport- und Info-Logistik-Anbieter cargo-partner seine Logistikprozesse neu gestaltet. Das Bestandsmanagement erfolgt über die Supply Chain Management Plattform SPOT.

all i need beverage GmbH hat ein Bio-Grünteegetränk auf den Markt gebracht, das zu 100% nachhaltig und ausschließlich aus Bio- und Fairtrade-zertifizierten Produkten hergestellt ist. Das 2010 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in Wien war auf der Suche nach einem Logistikpartner zur Optimierung aller Prozesse entlang der Supply Chain. Neben Transport und Lagerung einschließlich Value Added Services spielt vor allem das Bestandsmanagement eine entscheidende Rolle in der effizienten Gestaltung von Produktions, Bestell- und Lieferzyklen.

Transport- und Logistik-Lösungen für den Vertrieb in Europa

Seit Juni 2016 arbeitet all i need mit dem internationalen Transport- und Info-Logistik-Unternehmen cargo-partner zusammen. Das Hauptlager von all i need befindet sich im cargo-partner Logistik-Center in Fischamend, Österreich. cargo-partner wickelt die Vorholung, Lagerung und Distribution an Einzelhändler, Event-Locations und Endkunden in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn und den Niederlanden ab. Zu den Value Added Services zählt der Aufbau von Verkaufsständern am Point of Sale. Seit Juni 2016 hat cargo-partner über 300 Verkaufsdisplays für all i need in Märkten in ganz Österreich aufgebaut.

Effizientes Bestandsmanagement

Darüber hinaus benötigte all i need ein effizientes und verlässliches System für das Bestandsmanagement. Die von cargo-partner entwickelte Visibility & Collaboration Platform SPOT bot hierfür die ideale Lösung. Über die SPOT-Plattform kann all i need jederzeit genaue Informationen über aktuellen Bestand, Umschlagsgeschwindigkeit und Ablaufdaten abrufen.

Thomas Miksits, einer der zwei Gründer von all i need, stellt fest: „Besonders wertvoll ist die enge Betreuung durch cargo-partner. Wir haben immer einen Ansprechpartner, der uns bei der Optimierung unserer Prozesse unterstützt. Und wir können uns darauf verlassen, dass unsere Ware pünktlich dort ankommt, wo sie sein muss.“

Am 10.11.2016 findet in Wien der eCommerce Logistik Day mit Stephan Grad von A-COMMERCE als Keynote Speaker statt

Am 10.11.2016 ist es soweit – dann findet in Wien der erste eCommerce Logistik Day, veranstaltet vom Institut des Interaktiven Handelns in Wien statt. So wie auch der A-COMMERCE Day 2 Wochen davor wird dieses Event in den Twin Towers am Wienerberg stattfinden und das Who-is-Who der Österreichischen Logistik & Online Handels Branche zusammen bringen, um über innovative Ansätze und neue Ideen im Bereich Logistik zu diskutieren.

bildschirmfoto-2016-09-21-um-09-57-05

Stephan Grad wird euch direkt nach der Eröffnung durch Bernd Kratz über die Wichtigkeit des Kundenerlebnisses auch nach dem Einkauf im Shop erzählen – dazu wird es spannende Praxisbeispiele geben, wie man Kunden erfolgreich an sich binden kann aber auch, wie man Kunden einfach vertreiben kann.

Wenn auch Ihr Interesse am eCommerce Logistik Day habt, meldet euch bei uns unter events@a-commerce.at – für A-COMMERCE Partner & Händler gibt es vergünstigte Eintrittskarten.

Dropshipping Definition - A-Commerce A bis Z

Die altbekannte Logistik-Methode des Streckengeschäfts hat ihren Weg in die digitale Welt gefunden und mit dem Begriff Dropshipping ein modernes „Design“ bekommen. Bei dieser speziellen Art des Handels, die sich wesentlich vom gängigen Onlineverkauf unterscheidet, hat der Händler keinen physischen Kontakt mit der von ihm verkauften Ware. Die beim Online-Händler eingegangene Bestellung wird direkt vom Lager des (Groß-)Händlers oder Herstellers verpackungsneutral oder im Wunsch-Design des Online-Händlers an den Kunden versandt. Den Rechnungsbetrag überweist der Kunde an den Online-Händler, der wiederum mit dem Hersteller oder (Groß-)Händler abrechnet.

Vorteile Dropshipping

  • Zum einen lassen sich auf diese Art natürlich Lagerkosten sparen.
  • Der Online-Händler muss sich aber ebenso nicht um den Versand kümmern, da dieser in den Aufgabenbereich des Herstellers bzw. (Groß-)Händlers fällt und so auch der Zwischenstopp von diesem zum Online-Händler entfällt. Diese Ersparnis kann mit günstigeren Preisen an den Kunden weitergegeben werden, was dem Online-Händler einen Wettbewerbsvorteil sichern kann.
  • Durch Dropshipping ist es dem Online-Händler zudem möglich, ein sehr großes Sortiment anzubieten.

Nachteile bzw. Risiken Dropshipping

  • Ein großes Risiko besteht für den Online-Händler darin, dem Hersteller oder (Groß-)Händler viel Verantwortung abzugeben. Deshalb muss die Wahl des Partners besonders gut überlegt sein.
  • Da der Online-Händler keinen physischen Kontakt zu der von ihm verkauften Ware hat, kann er diese auch nicht auf die Qualität prüfen, was besonders im Falle von Rückgaben zu Komplikationen führen kann.
  • Dasselbe gilt für die Zusammenstellung der Bestellungen, die Verpackungen oder die Liefertreue, die nicht durch den Online-Händler gesteuert bzw. überprüft werden können, die jedoch in seinem Namen erfolgen.
eCommerce in der Schweiz - Thomas Lang Interview

Stephan und Ana-Maria haben letzte Woche am 13. und 14. April 2016 die SOM in Zürich besucht. Leider sind beide mit einer großen Enttäuschung zurück gekommen. Stephan hat sich bereits auf Facebook darüber „ausgelassen“, wie schade es ist, in der Schweiz auf DER eCommerce Messe zu sein, aber keine Händler anzutreffen, geschweige denn spannende neue Kontakte zu finden. Ist das wirklich der eCommerce in der Schweiz?

ABER.

Einige wenige Ausnahmen gibt es. Wir sind auf eine Handvoll Menschen gestoßen, welche in der Schweiz sehr erfolgreich im eCommerce und der Digitalbranche unterwegs sind. Einer davon ist Thomas Lang.  Der studierte Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker ist Gründer und CEO der Carpathia AG, der führenden unabhängigen Unternehmensberatung für Digital Business in der Schweiz. Thomas wurde von den Wirtschaftsmedien als einer der führenden digitalen Köpfe und Vordenker der Schweiz gewählt und ist Autor zahlreicher Fachartikel und -studien, Dozent für Onlinevertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an internationalen Konferenzen zum Thema E-Commerce und Digitale Transformation im Handel.

Heute dürfen wir ihn ganz herzlich bei uns im Interview willkommen heißen! Als‘ dann – Grüzi Wohl und viel Spaß beim Lesen!

Thomas Lang im eCommerce Interview

Die Schweiz ist als Binnenmarkt sehr abgeschottet. Man weiß nicht besonders viel darüber und als Österreicher oder Deutscher muss man sich eben die richtigen Personen aussuchen, wenn man Infos haben möchte bzw. braucht. Auch nicht immer einfach. Wer sind in der Schweizer eCommerce Branche die BIG Player, welche man unbedingt kennen muss?

eCommerce in der Schweiz

Anders als in Deutschland oder Österreich heisst der Big Player in der Schweiz nicht Amazon. Er ist zwar unter den Top-3 aber Digitec / Galaxus konnten für das vergangene Jahr 2015 einen Umsatz von nahezu CHF 700 Mio (ca. EUR 645 Mio) ausweisen. Amazons Umsatz für die Schweiz wird auf etwa CHF 450 Mio geschätzt (ca. EUR 410 Mio) und Zalando auf CHF 425 Mio (CHF 390 Mio). Das sind die Top-3 in der Schweiz.

In den Top-10 finden sich weitere umsatzstarke Shops wie Nespresso und einige Online-Plattformen der beiden dominierenden Schweizer Einzelhandelskonzerne Migros (Onlineshops LeShop.ch, ExLibris.ch in den Top-10) oder Coop (Microspot.ch, coopathome.ch oder Nettoshop.ch). Das ist ganz typisch für die Schweizer Handelslandschaft die auch Stationär von diesen beiden Grosskonzernen bestimmt wird.

Amazon in der Schweiz

Welche Trends gibt es aktuell in der Schweiz im eCommerce und der Digitalbranche zu erkennen?

Trends im Schweizer eCommerce

Es ist eine sehr starke und weitere Professionalisierung zu beobachten. Diese hat verschiedene Facetten. Zum einen werden gerade großflächig die Systeme aktualisiert. Vor allem bei Coop wird alles auf Hybris migriert und hier reden wir doch von einem guten halben Dutzend grosser Schweizer Onlineshops mit mehrstelligen Millionen Umsätzen. Und auch andere Betreiber sind am Erneuern und Skalieren ihrer Plattformen. Doch auch in anderen Bereichen wie dem Austesten von neuen Konzepten und Vertriebsmodellen, dem Hinterfragen bestehender Mechaniken oder auch verstärkte und erweiterte Marketing-Massnahmen werden starke Innovationen verzeichnet.

Ganz zentral sind auch Logistik-Services wo wir in der Schweiz gerade in diesen ersten Monaten einiges an Innovationen erfahren durften. Von Installations-Services bei Brack – wo die Installationen vom Crowd-Service Mila oder einem Profi geordert werden können bis hin zu Late-Same-Day Delivery bei STEG wo bei Bestellungen bis 18h noch bis 21h geliefert wird. Eines meiner persönlichen Lieblingsthemen ist aktuell die Digitalisierung am POS. 

Ähnlich wie es Amazon im Pilot in Seattle gemacht hat, darf ich mehrere aufgeschlossene und innovative Schweizer Kunden betreuen, wie wir das Online-Knowhow in die Fläche bringen. Das beinhaltet unter anderem Bewertungen an die Regale zu bringen, Sortimente aus den Online-Verhalten umzuschichten, dynamische und elektronische Preis-Etiketten. Doch es macht hier noch lange nicht halt. Dies geht gar soweit, dass wir beispielsweise beim stationären Kassen-Checkout in Echtzeit verlassene Warenkörbe und Merklisten des Kunden im Onlineshop prüfen und mit dem aktuellen Filialbestand abgleichen. Gibt es eine Übereinstimmung, erhält der Kunde eine „dezente“ Empfehlung. Die Resultate sind echt beeindruckend und führen zu Mehrumsätzen im zweistelligen Prozentbereich.

Das Thema ist noch sehr frisch und eine wahre Spielwiese für Unternehmen, die frei, neu und vor allem anders denken wollen und es auch können. Und vor allem auch für diejenigen, welche Online nicht als „Konkurrenz im eigenen Hause“ ansehen sondern als interessante Ergänzung der Touchpoints – Omni-Channel ist Teamplay.

Schweizer eCommerce anders als in Deutschland

Du bist jetzt schon sehr lange im eCommerce tätig und hast vieles miterlebt, gesehen und vor allem mitgemacht. Welche Unterschiede erkennst du zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich und UK?

Unterschiede Geschäftsmodelle DACH Region

Nach meinen Beobachtungen kochen die Schweizer Händler im Vergleich immer noch auf sehr kleiner Flamme. Dies ist jedoch auch nicht erstaunlich. Denn neben dem hohen Kosten-Niveau in der Schweiz muss man anerkennen, dass die Investitionen auf einen rund 10-Mal kleineren Markt als in Deutschland umgelegt werden müssen, welcher erst noch in 2 relevante Sprachen fragmentiert ist. Das resultiert in deutlich kleineren Skalierungs-Potentialen als sie beispielsweise ein PurePlayer in Deutschland, UK oder auch in Frankreich vergegenwärtigt.

Was zudem auch besonders interessant und uns differenziert ist, dass sich die Schweizer extrem mobile-affin zeigen. Auch Zalando anerkennt, dass der Anteil an mobilen Besuchen und Umsätzen in der Schweiz am höchsten ist in allen 15 Ländern, wo sie aktiv sind. Kommt hinzu, dass nach UK die Schweiz den höchsten pro Kopf Einkauf von frischen Lebensmitteln weltweit vorweisen kann. Gerade Online-Lebensmittel mit ihrer gesamten Komplexität ist ein Konzept, dass in der Schweiz seit Jahren erstaunlich gut funktioniert. Und auch dies mit www.leshop.ch und www.coopathome.ch dominiert von den zwei grossen Einzelhandelskonzernen in der Schweiz.

Kunden in der Schweiz generieren – schwierig

Es ist, wie viele wissen, so, dass viele deutsche und österreichische Händler in die Schweiz expandieren möchten. Sie träumen von hohen Margen und Erfolg im Nachbarland. Ist das denn bei den Schweizer Händlern genauso? Wollen sie auch in andere Exportländer? Und vor allem – welche sind die Favoriten wenn es um die Internationalisierung geht?

Internationalisierung aus der Schweiz

Exporte lohnen sich für Schweizer Händler nur, wenn sie in einer Nische tätig sind oder einzigartige Services vorweisen können. Mit austauschbarer Handelsware zum Beispiel aus dem Mode- oder Elektronik-Sortiment sind Schweizer Händler international in der Regel chancenlos. Dennoch gibt es sehr erfolgreiche internationale Online-Beispiele. Ich denke hier zum Beispiel an www.beliani.ch der mit Möbeln aus ost-europäischer Produktion aus der Schweiz heraus sehr erfolgreich in verschiedenen grossen internationalen Märkten unterwegs ist. Oder www.fashiondays.ch die im Bereich Club-Shopping fast ganz Ost-Europa dominieren und ebenfalls aus der Schweiz heraus operieren. Beiden genannten Beispielen ist gemein, dass sie den Grossteil der Produktion rsp. des Fulfillments in den jeweiligen Ländern vor Ort haben mit entsprechend attraktiven Kostenstrukturen.

Schon fast ein „Dinosaurier“ ist Samy Liechti mit www.blacksocks.com, quasi dem Erfinder des Abo-Commerce. Auch er ist seit 1999 global sehr erfolgreich unterwegs. Und wenn wir von Nische sprechen, dann darf man selbstverständlich www.freitag.com nicht vergessen die ebenfalls international erfolgreich unterwegs sind.

Best Practice Beispiele – CH Commerce

Kommen wir nochmals auf die deutschen und österreichischen Händler zurück. Wie vorhin kurz angedeutet, erwarten sich diese Erfolg und bessere Margen in der Schweiz. Mit welchen Herausforderungen müssen sie aber rechnen, wenn sie in das kleine Nachbarland expandieren wollen?

Herausforderungen – eCommerce in der Schweiz

Man sollte die Schweiz nicht unterschätzen – ein Online-Vertriebskonzept muss zwingend „helvetisiert“ werden wie wir es nennen. Schweizer Konsumenten reagieren bisweilen etwas allergisch auf ausländische Onlineshops rsp. wenn ihnen das Gefühl vermittelt wird, man kann sie mit einem deutsche oder österreichischen „Derivat“ abspeisen. Dies bedingt Detailkenntnisse des Schweizer Marktes, der Kultur und der Gepflogenheiten und selbstverständlich auch der rechtlichen Anforderungen.

Kommt hinzu, dass das Schweizer-Deutsch sehr viele Einflüsse aus dem Französischen vorweist was zur Folge hat, dass zahlreiche Sortiments- und Produktbezeichnungen entsprechend zu adaptieren sind. Zudem Zahlungsmethoden wie die Postfinance-Card oder Zahlung gegen Rechnung mit dem orangen Einzahlungsschein sind sehr verbreitet und ein eigentlichs Muss. Dies alles bedingt entsprechende Anpassungen am Shop und den nachgelagerten Systemen. Und selbstverständlich ist da noch eine andere Währung dies man absichern muss und ein Zoll. Und Letzterer hat es auch in sich. Denn die Schweiz ist das einzige Land neben Weissrussland, das noch den Gewichtszoll und nicht den Wertzoll kennt. Also auch ein Zalando musste erstmals jede Jeans und jeden Sneaker wägen, bevor er in die Schweiz verkauft werden konnte.

Plus wer seinen Onlineshop nur in Deutsch präsentiert, erreicht nur gut zwei Drittel des Marktes. Eine französische Sprachversion und ggf. eine englische sind für den Schweizer Markt mehr als empfehlenswert. Grundsätzlich sind alle Hürden überwindbar; man muss einfach daran denken und den Aufwand nicht scheuen.

Deutsche und österreichische Händler in der Schweiz

Welche Ansprüche hat ein Konsument in der Schweiz gegenüber Online Händlern oder Händler generell? Welche Unterschiede lassen sich hier im DACH-Raum erkennen?

Ansprüche Konsumenten in der Schweiz

Ich denke, dass die Ansprüche durchaus vergleichbar sind. Nuancen sind ggf. im Bereich der Qualitäts- und Service-Ansprüche zu identifizieren. Denn ich glaube, ein Schweizer ist (noch) nicht so preissensitiv wie es beispielsweise ein deutscher Kunde ist. Ein Schweizer Kunde ist nach wie vor bereit, einen „Extra-Franken“ zu bezahlen, wenn er dadurch einen Top-Service und eine Top-Qualität erhält. Die sogenannte „Geiz ist Geil“ Mentalität konnte sich in der Schweiz nie wirklich durchsetzen. Übrigens auch ein Zeichen dafür, dass sich Saturn vor ca. 1 Jahr aus der Schweiz zurückgezogen hat und nun alle Märkte unter dem „Media Markt“ Brand laufen.

Kann die Schweiz noch erfolgreich eCommerce betreiben?

Ganz provokant gefragt – Kann es sich die Schweiz länger (bzw. wie lange noch) leisten, so abgeschottet zu bleiben, wenn es um Business geht?

Businessmodell in der Schweiz

Gute Frage; doch ich glaube nicht, dass sich die Schweiz abschottet. Die Spielregeln sind klar und verlässlich. Und mittlerweile verkaufen sehr viele deutsche Onlineshops sehr erfolgreich in die Schweiz, weil diese die sogenannten „Hürden“ nicht scheuen und sie elegant überwinden. Und sie sind mit überschaubarem Aufwand überwindbar. Gerade im Bereich Mode sind nach unseren Schätzungen wohl 3/4 der Umsätze in ausländischer Hand. Wobei hingegen im Bereich Elektronik – dem zweiten Top-Umsatz-Segment im Schweizer Onlinehandel – es genau umgekehrt ist. Dort sind 3/4 der Umsätze in helvetischer Hand. Um auf die Frage zurückzukommen. Klar, es gibt den Zoll, die andere Währung und mehrere Sprachversionen plus die länderspezifischen Eigenheiten bzgl. Kundenverhalten und -erwartungen. Ich würde jedoch nicht von Abschottung sprechen sondern von besonderen Herausforderungen. Denn es ist ja nicht so, dass sich die Schweiz „abschotten“ will bzgl. Onlinehandel. Es sind ganz einfach die (politischen) Gegebenheiten. Ähnliches müsste man sonst auch von England oder Norwegen behaupten.

Schweizer Kultur anders auch im eCommerce

Dein Blick in die Zukunft … Wie wird sich eCommerce in der DACH Region aber vor allem in der Schweiz ändern? Welche Wünsche hast du an die Branche?

Thomas Lang über die Zukunft im eCommerce

Ich wünsche mir von der Branche mehr Mut. Mut, auch mal Fehler zu machen und Innovation. Innovation geschieht nicht in dem ich zuerst schaue, was machen die anderen. Innovation heisst, ich probiere selber etwas zuerst aus. Innovation heisst auch scheitern, lernen, es besser machen. Gerade unsere stationären Händler sind regelrechte Schlaftabletten. Und gehen sie online, ist es so zaghaft, darf wenig kosten und am liebsten soll online nicht funktionieren, sondern den stationären Handel retten. Da verhalten sich die Händler diametral anders als die Kunden. Die sind längst an den neuen Touchpoints unterwegs und haben ihr Verhalten geändert. Kein Wunder also, dominieren gerade im Fashion-Bereich AboutYou, Zalando & Co den Schweizer Markt.

Und ganz generell – und nicht nur für den DACH-Raum – sehe ich noch sehr grosse Potentiale im Bereich Services und Logistik. Services zum einen gegenüber dem Kunden, in Form von Packages und zum anderen auch in Form von Devices. Ich bin überzeugt, dass die Amazon Dash-Buttons wie auch Amazon-Echo erst der Anfang ist einer neuen Generation von Shopping-Devices. Und was die wenigsten bislang bemerkt haben ist, dass diese neuen Services zum einen die Geschwindigkeit – das Momentum zwischen Kaufimpuls und Kaufabschluss – drastisch erhöhen und zum anderen den Wettbewerb komplett aushebeln. Auch hier schlafen 99% der Marktakteure noch tief und fest.

 

Diese Woche teste ich den Online Shop von 24kauf.com. Der Shop bietet eine Auswahl an Wohnaccessoires und Heimtextilien, wie Decken für das Wohnzimmer, Spannleintücher für das Schlafzimmer, Handtücher für das Bad und noch vieles mehr. Auf der Suche nach einer bestimmten Decke, die ein Geburtstagsgeschenk für meine Nichte werden soll, bin ich auf den 24kauf.com Online Shop gestoßen.

Kategorien

Der 24kauf.com Online Shop

SucheDer Shop gefällt mir vom ersten Eindruck her sehr gut. Ich finde das blau/weiße Design und die schönen Bilder einladend um eine Runde zu stöbern. Oben aufgelistet finde ich übersichtlich die diversen Artikelkategorien. Meine Nichte wünscht sich eine „Prinzessin-Kuscheldecke“ und um diese zu finden teste ich daher als erstes die fehlertolerante Suche. Leider musste ich feststellen die funktioniert nicht so wie sie sollte! „Deke“ statt Decke führt zu keinem Suchergebnis und zu einem Punkteabzug. Sehr schade finde ich, dass der 24kauf.com Online Shop nicht für mobile Endgeräte optimiert ist und ich hier ebenfalls keine Punkte vergeben kann.

ProduktbildDArtielbeschreibungie Produktdarstellung gefällt mir sehr gut. Für jeden Artikel gibt es schöne hochauflösende Fotos die das ausgewählte Produkt wirklich gut darstellen und je nach Artikel sind ein oder mehrere Bilder zur Ansicht verfügbar. Vergrößern kann ich die Bilder durch eine mouse-over Funktion. Für jeden Artikel ist eine ausreichende Produktbeschreibung mit den wichtigsten Informationen, wie Größe, Maße, Material usw. vorhanden.

Produkte können auch bewertet werden. Das hat aber bisher noch niemand gemacht.

Pluspunkte kann der 24kauf.com Online Shop durch die Verfügbarkeitsanzeige sammeln. Hier sehe ich gleich ob das ausgewählte Produkt auf Lager ist und wie lange die Lieferung dauern wird. Neben der Beschreibung habe ich das Feld „PREISALARM“ entdeckt. So wie es aussieht kann ich mich per E-Mail informieren lassen sobald das Produkt meinen angegebenen Wunschpreis erreicht hat.

Preisalarm

Lagerstandsanzeige

 

 

 

 

 

Warenkorb & Checkout

Checkout SchritteGuest Check out

Das gesuchte Produkt wurde gefunden – also ab damit in den Warenkorb. Hier freue ich mich als Gast bestellen zu können und über den übersichtlichen Warenkorb in dem ich, falls notwendig, noch Änderungen vornehmen kann. Danach suche ich mir eine Zahlungsart aus und kann zwischen Sofortüberweisung, PayPal und Vorauskasse auswählen. Leider fehlt hier Kauf auf Rechnung und Zahlung mit Kreditkarte. Der Checkout ist in wenigen Schritten erledigt und der Button Zahlungspflichtig bestellen ist auch vorhanden. Versendet wird die Ware mit GLS und es ist eine Lieferzeit von 1-3 Tagen angeben.

Zahlungspflichtig bestellen

 

 Der 24kauf.com Online Shop

Lieferung, Kundenservice & Retoure

Ich habe am Mittwoch 06.04.2016 bei 24kauf.com bestellt. Die Bestellbestätigung, die leider bei mir im Junk-Mail-Ordner gelandet ist,  habe ich sehr schnell nach Abschluss der Zahlung erhalten.

Junk-E-Mail

Die Zustellung der Ware war leider alles andere als schnell denn das Paket kam erst nach 7 Werktagen bei mir an. Das ist für mich persönlich viel zu lang und sollte unbedingt schneller gehen. Das Kundenservice ist leider nur schriftlich zu erreichen und auf meine Antwort musste ich 2 Werktage warten, da laut Kundenservice meine Nachricht ebenfalls im Junk-Mail-Ordner gelandet ist.

ZahlungsartenDie Versandkosten betragen € 4,90 und ab  € 45,- versendet der 24kauf.com Shop kostenlos.

Das Paket ist zwar sehr spät, aber dafür unbeschadet bei mir angekommen. Auch die Produkte haben trotz des relativ günstigen Preises eine gute Qualität. Leider fehlt ein Retourenaufkleber für eine Rücksendung – somit keine kostenlose Retoure möglich.

Fazit

Der Shop von 24kauf.com ist sehr nett zum Stöbern und mir gefällt das Design die Fotos und die Qualität der Ware. Aber für die lange Lieferzeit die fehlenden Zahlungsarten keine Hotline und kein Retourenaufkleber für kostenlose Rücksendungen kann ich nicht viel Punkte vergeben.

Somit bekommt der 24kauf.com Online Shop von mir 98 von 145 Punkten – Genügend!

Datum der Testbestellung und des Shoptests: 06.04.2016
Tester: Sandra Haller; verwendeter Browser: Chrome, verwendetes mobiles Testgerät: Nokia Lumina 930. Gen Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

Lieferung ins Auto

Alles sofort und natürlich gratis geliefert! Darüber hinaus Paketzusteller, die den Kunden orten, und Retouren, die man lediglich vom Wohnzimmer zur Eingangstür bringen muss. Das Verbraucherleben ist an sich jetzt schon ziemlich cozy, wird aber vor dem Hintergrund der zügig voranschreitenden Digitalisierung des Online-Handels mit hoher Wahrscheinlichkeit noch viel gemütlicher. Logistik neu definiert.

Logistik im eCommerce

Logistische Zukunft?

„Wahnsinn, ich habe gestern um 17:30 Uhr eine Retoure an @Zalando geschickt. Die Erstattung ist gerade eben erfolgt! #Zauberei“, twitterte eine junge Shopperin jüngst. Natürlich sind es die Großen, die die Maßstäbe in Sachen Kundenservice, Delivery Speed & Co. setzen und die Richtung vorgeben. So hat etwa der Online-Versandhändler Amazon kürzlich in 14 deutschen Städten seinen (für Prime-Kunden kostenlosen) Service „Amazon same-day“ ins Rennen gestickt. Dieser soll garantieren, dass eine in der Früh bestellte Ware bereits am Abend den Kunden erreicht – vorausgesetzt, es handelt sich um einen „Same-day“-qualifizierten Artikel. Auch Zalando drückt immer wieder mal den Innovationsknopf. So holt das Unternehmen derzeit Retouren in Amsterdam, Köln und Wien testweise – innerhalb von 90 Minuten oder an einem gewünschten Tag zwischen 19 und 21 Uhr – direkt vom Kunden ab.

Post setzt auf Kofferraumlogistik

Auch die österreichische Post testet seit Oktober 2015 mit ihren Partnern T-Systems und VW eine neue Form der Zustellung: die Kofferraumlogistik. Dabei erfolgt die Zustellung der Pakete in den Kofferraum des eigenen Autos der Kunden. Das Prinzip hinter dem Logistik-Pilotprojekt: Die Testkunden geben bereits bei der Online-Bestellung als Zusatzinfo „Kofferraumzustellung“ an. Am Tag der Auslieferung kann der Zusteller mittels App die genaue Position des Fahrzeuges orten und durch ein sicheres Identifikations- und Berechtigungssystem von T-Systems den Kofferraum entriegeln und die Sendung direkt in das entsprechende VW-Testfahrzeug einlegen. Danach werden die Empfänger umgehend per E-Mail, SMS oder App informiert.

Reguläre Lieferzeiten? Alter Hut.

„Die regulären Lieferzeiten passen immer weniger zu unserem Lebensrhythmus. Die Freude am Kauf wandelt sich in Frust, wenn Kunden den Paketen hinterherlaufen müssen. Die von uns entwickelte Kofferraumlogistik-Lösung soll für positive Zustellerfahrungen der Kunden sorgen“, so Dirk Lukaschik, Geschäftsführer von T-Systems in Österreich. Und was, wenn Autos aufgebrochen und Pakete gestohlen werden? Die Post würde hierfür keine Haftung übernehmen. Laut T-Systems sei die Lösung aber absolut sicher, weil sich ihr Kommunikationsmechanismus nicht im Fahrzeug, sondern in der Cloud befinde.

 Hybridlösung Logistik

Hybridlösung: Click & Collect

Wie massiv der Trend in Richtung Flexibilität geht, zeigt auch das „Click & Collect“-Prinzip, auf das zunehmend zurückgegriffen wird. Dieses bietet Endkunden die Möglichkeit, online recherchierte und bestellte Ware, in einem stationären Einzelhandelsgeschäft abzuholen. Die Vorzüge von „Click & Collect“: Kunden können sich vor Ort beraten lassen, ersparen sich die Versandkosten, können die Ware zu flexiblen Zeiten abholen und auch bar bezahlen. Das Ändern der internen Prozesse ist dabei für Anbieter vermutlich die größte Challenge. Nicht nur hat die Ware stationär extrem rasch zur Verfügung zu stehen, sondern auch das Personal muss so geschult sein, dass es auch kompetent beraten kann. Auch die Herausforderungen in Sachen Warenwirtschaftssystem, das – vor allem bei mehreren Lagerflächen – stets fehlerfrei erkennen muss, wo sich die Produkte gerade befinden, sind nicht zu unterschätzen. Wie sehr sich die Funktion „Click & Collect“ in unseren Breiten letztlich durchsetzen wird, bleibt ungewiss. Britische Händler etwa rudern bereits wieder ein wenig zurück. Viele von ihnen mussten feststellen, dass die Offline-Abholung mit Kosten einhergeht, die durch stationäre Mehrumsätze nicht kompensiert werden können.

Logistische Herausforderungen

Wir müssen jetzt drei Stunden auf einem kleinen Bahnhof im hintersten Waldviertel auf den Zug warten und sind mit zwar lieblichen, aber wenig wärmenden Sneakers beschuht? Kein Problem! Wir zücken das Smartphone, klicken auf die erstbesten Moonboots und lassen uns diese einfach innerhalb der nächsten 30 Minuten zustellen. Szenarien wie dieses werden nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn Flexibilität ist mehr denn je das große Zauberwort in der Logistik. Das Orientieren an den Anforderungen der Kunden wird dazu führen, dass in wenigen Jahren schon die Pakete den Kunden finden werden. Das große Ziel? Dem Kunden möglichst alle Wünsche zu erfüllen.

Nachhaltigkeit im Handel

… aber nicht mehr als der Ladenverkauf!

wie nachhaltig ist eCommerce?

Man gibt ihn sich ganz gerne, den grünen Anstrich als effektive Marketingstrategie, um das eigene Unternehmen entsprechend aufzuladen. Dass Greenwashing und Lippenbekenntnisse vor dem Hintergrund des Umdenkens in den Köpfen der Verbraucher auch im eCommerce kontraproduktiv sind, belegen Studien. Auch die Studie „Nachhaltigkeit im Online-Handel“ des ECC Köln , welche die Relevanz sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitskriterien im Online-Handel und ihre Auswirkung auf Kundenverhalten, Zahlungsbereitschaft und Unternehmenskommunikation untersucht hat, schlägt in diese Kerbe. Ihren Ergebnissen zufolge interessieren sich bereits rund 60 Prozent der Online-Shopper für soziale und ökologische Agenden. Auch im Online-Handel bekommen es Unternehmen somit zunehmend mit Verbrauchern zu tun, die den Grünanteil der Unternehmen, die Ihre Produkte im Web anbieten, präzise ausloten.

Nachhaltigkeit im Online Handel

Alles neu aufstellen? Keineswegs!

 

Was konkret bedeutet „Nachhaltigkeit“ eigentlich for den eCommerce? Müssen Online-Händler, die keine ökologischen, fair gehandelten und superglücklichen Produkte verkaufen, jetzt verzweifeln? Mitnichten! Eine Implementierung grüner Werte in Bewusstsein und Unternehmensphilosophie und das Verinnerlichen von Parametern wie Fairness, Nachhaltigkeit und Transparenz sollten aber mittel- bis langfristig sehr wohl eine Rolle spielen und zum Evergreen werden. Denn: Spricht es sich bei den Konsumenten herum, dass ein Unternehmen nachhaltig agiert, stehen die Chancen gut, dass dessen Produkte präferiert werden. Kunden, die dort kaufen, wo „green“ gelebt wird, handeln somit auch klar im Dienste der Umwelt.

Nachhaltigkeit im eCommerce

ist Online Handel nachhaltig?

Was bedeutet Nachhaltigkeit für die Logistik?

„Lieferanten-Kodex“

Eine Umstellung eines Unternehmens und das Einleiten entsprechender Maßnahmen erfordert aber, vor allem bei größeren Unternehmen, Entschlossenheit im Management sowie Steuerungskonzepte, welche die Aktivitäten eines Unternehmens laufend evaluieren und optimieren (Stichwort „Green Controlling“). Ein Best-Practice-Beispiel liefert hier der B2B-Versandhändler für Büro-, Betriebs- und Lagerausstattung KAISER+KRAFT. Dort wurde der sogenannte „Lieferanten-Kodex“ eingeführt, mit dem die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der gesamten Lieferkette garantiert werden sollte. Hintergrund: Eine im Jänner 2014 durch die EU beschlossene Richtlinie, bei öffentlichen Auftragsvergaben Betriebe zu bevorzugen, die sozial verantwortlich und umweltbewusst hergestellte Güter anbieten. Noch im selben Jahr erarbeitete das Unternehmen einen „Code of Conduct“ für seine Lieferanten. Im ersten Schritt wurden alle Lieferanten gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen und relevante Informationen über ihre Einstellung zur Nachhaltigkeit zu liefern; auch entsprechende Zertifikate und Zeugnisse konnten sie auf der Website hochladen. Nach einer Auswertung der gesammelten Daten wurde der „Lieferanten-Kodex“, der u.a. die Schwerpunkte „Engagement für den Umweltschutz“, „Keine Zwangs- und Kinderarbeit“ oder „Faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung“ beinhaltet, ausgearbeitet, den die Lieferanten von KAISER + KRAFT unterschreiben mussten. Die Konsequenz: Nachhaltigkeit wurde so für die gesamte Lieferkette verpflichtend, und auch der Fortschritt in der Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie ist seither messbar.

Informationsmaterial via KAISER+KRAFT

PS. vielen Dank an KAISER+KRAFT für das zur Verfügung stellen von Informationsmaterial.
Bewertungen in Österreich

Der 36. Digitaldialog fand am 21.01.2016 in Graz statt. Die Initiatoren und Hausherren der Kleinenzeitung luden in das neue HQ der styria media group AG ein. Die Veranstaltung stand ganz unter dem Thema Regionale vs. globale Online-Plattformen.

Einladungstext wie folgt: „Digitalisierung. Globalisierung. Internationalisierung. Drei Begriffe, die jene Megatrends definieren, die unsere globale Wirtschaft schon seit Jahren prägen und es wohl noch Jahrzehnte tun werden. Mit ihnen ist unsere Welt quasi „kleiner“, für viele regionale Wirtschaftstreibende aber bedeutend größer geworden. Damit stellen sich einige Fragen: Müssen sich auch kleine und mittlere Unternehmen zwangsläufig global ausrichten, um langfristig erfolgreich sein zu können? Bieten sich ihnen damit Chancen, deren Missachtung wirtschaftlich unverantwortlich wäre? Und: Was sind die Alternativen?“

Impulsreferate sowie Podiumsdiskussionsteilnehmer waren:

Oliver Olschewski – wogibtswas.at

Georg Leitgeb – gutgemacht.at

Roland Fink – niceshops.com

Podium 36. Digitaldialog

Nationaler Handel versus Amazon

Sowohl in den Impulsvorträgen wie auch bei der Podiumsdiskussionen waren sich Publikum aber auch Diskutanten einig – Wir müssen den Kampf gegen die Macht von Amazon antreten. Na gut. Wie macht man das? – Das weiss keiner so richtig. Nicht einmal die Bewusstseinsschaffung von Konsumenten ist den Vortragenden in den Sinn gekommen.

Oischewski von wogibtswas.at war dem Internetriesen besonders konträr eingestellt. Die beste Aussagen und Tweets dazu …

36. Digitaldialog Kleinzeitung Graz

Kleinezeitung.at Graz Oischewski gegen Amazon

Geschäftsführer wogibtswas.at gegen Amazon

Oischewski ist sich sicher – Amazon nimmt dem Österreichischen Handel die Kraft und das Potenzial weg. Die Plattform wogibtswas.at ist für ihn der erste Schritt hin zu einem neuen Kaufverhalten in Österreich. Herr und Frau Konsument sollen sich immerhin ihre Produkte im nächstgelegenen Shop kaufen. Nichts mit eCommerce. Trotzdem zeigt er die „neuesten“ Methoden eines konsumentenfreundlichen Einkaufserlebnisses – der DASHBUTTON. In der Diskussionsrunde am Ende der Veranstaltung betont er aber aktiv, dass Waschmaschinenhersteller ihre eigenen Dashbuttons installieren werden und nicht mehr auf Amazon angewiesen sein werden. #mitderKircheumsDorf

gutgemacht.at Bewertungsplattform regional

gutgemacht.at spricht sich eindeutig FÜR Bewertungen aus

Georg Leitgeb gutgemacht.atBewertungen sind die treibende Kraft und der entscheidende Kaufimpuls. Zumindest wenn es nach Georg Leitgeb von gutgemacht.at geht. Ja, sehen wir auch so – Bewertungen sind wichtig. Laut konzerninterner Erhebung entscheiden 64% der Konsumenten in Österreich aufgrund von Bewertungen über ihren nächsten Kauf. Das ist mittlerweile nicht mehr nur bei Produkten so, sondern auch bei Dienstleistungen. Die Plattform schwört darauf und bietet deshalb die Möglichkeit Bewertungen über Handwerker, Elektriker, Ärzte, etc. an. Zu der Frage nach der Überprüfbarkeit und kam nur eine plausible Antwort für den jungen Projektmanager – wir schreiben den Personen eine Mail und entscheiden dann, ob die Bewertung richtig ist oder nicht. Ahja. Da haben sie sich aber noch nicht viel dabei gedacht. Da hat ihnen Amazon (der böse Riese) doch etwas voraus.

Georg Leitgeb über die Relevanz von regionalen Bewertungen

gutgemacht.at wird regional bewerten

Georg Leitgeb über den styria Konzern

Roland Fink von niceshops.com bei der Diskussion über eCommerce und die Relevanz von regionalen Plattformen

Und dann kam Roland Fink

Roland Fink beim Digitaldialog.com
Bildschirmfoto 2016-01-23 um 16.29.12Roland kennen wir von einigen unserer Events bereits. Er hat sich beim Digitaldialog sehr dem Thema regionalen OnlineHandel vorgenommen. Er erzählte von seinem Logistikzentrum in der Steiermark und wie es für ihn und seine Shops möglich ist, next-day-delivery vo Rom, Berlin und bis nach Prag zu garantieren. „Es wird sich dorthin entwickeln, dass man Eier und Milch wieder beim Bauern nebenan kaufen kann ohne in den Supermarkt gehen zu müssen.“ Für ihn hat der regionale stationäre Handel sehr wohl Zukunftspotenzial – immerhin wird es in Supermärkten, etc. nicht besser. Es wird dorthin gehen, dass das Einkaufserlebnis einfacher und schneller funktionieren wird. Aber wie reagieren die Logistiker, Händler und Co darauf? Es passiert nämlich gerade eine Wende. JETZT schon – nur wer ist dafür gewappnet?

Der 36. Digitaldialog der KleinenZeitung am 21.01.2016 in Graz. Die Diskussionsrunde war sich einig – Amazon wird dem Handel das Geschäft wegnehmen.

Forschungsprojekt „Paketzustellung durch Drohnen“

Die Drohne – das Transportmittel der Zukunft? Mehrere internationale Unternehmen arbeiten an der Zukunft der Paket-Zustellung, darunter unter anderen Google […]

DSC_0203Die Drohne – das Transportmittel der Zukunft?

Mehrere internationale Unternehmen arbeiten an der Zukunft der Paket-Zustellung, darunter unter anderen Google & Amazon.

Da Österreich meistens leider nicht zu den Vorreitern bei innovativen Projekten gehört, haben wir uns als A-COMMERCE entschlossen, ein Forschungsprojekt im Bereich „Paketzustellung durch Drohnen“ zu starten und uns dafür hochinnovative Unternehmen bzw. Personen ins Team geholt, um in einem Pilotprojekt die Machbarkeit und Realisierungschancen dieses neuen Transportweges in Österreich darzustellen.

Es gibt viele rechtliche Vorgaben, die es zu beachten gilt – aber auch das Thema Customer Touchpoint und Usability spielen eine wesentliche Rolle, wenn in der Zukunft tatsächlich unsere „Amazon Prime“ Bestellung von einer Drohne geliefert werden soll.

Es gibt viel zu tun … deshalb packen wir’s an und setzen auch damit ein Zeichen für die Österreichische eCommerce Branche, mehr Mut zu Risiko und neuen Ideen aufzubringen. Wir werden euch in den kommenden Monaten regelmäßig über unsere Fortschritte am Laufenden halten …

Wenn auch Ihr Interesse habt, an unserem Pilotprojekt als Händler oder auch als Technologie- & Forschungspartner teilzunehmen, meldet euch am Besten direkt bei Stephan

A-COMMERCE als kompeteneter Berater im Bereich eCommerce

Was bedeutet eigentlich eCommerce?

Den Begriff eCommerce bzw. Online Handel kennt man. Ob man nun im Online Handel tätig ist, peripher damit zu tun hat – weil man im Online Business mitspielt – oder nur aktiver Online Shopper ist, die Bedeutung ist nicht für jeden eindeutig. eCommerce ist weit mehr als ein schöner und funktioneller Shop – aber wie bei allen Dingen, die man nicht sieht bzw. auch nicht angreifen kann, ist das Bewusstsein dafür, was im Hintergrund an Potential, Möglichkeiten aber auch Problemen schlummert, oft sehr gering. Aus diesem Grund wollen wir Stephan Grad, Geschäftsführer von A-COMMERCE zu den Grundlagen einer eCommerce- bzw. Online Shop Strategie zu Wort kommen lassen:

Stephan Grad zum Thema eCommerce

Es ist eindeutig zu erkennen, dass viele mittelständische Unternehmen in Österreich sich bis dato noch nicht wirklich mit dem Thema Online Handel anfreunden konnten. Jedoch kommt heutzutage niemand mehr an diesem „Neuland“ vorbei.

Unabhängig davon, ob das Unternehmen im produzierenden Gewerbe oder im Handel tätig ist, die meisten unter ihnen sind immer noch auf ihr über Jahre aufgebautes Händlernetzwerk angewiesen. Daran ist prinzipiell nichts auszusetzen, und es hat auch seine Berechtigung – jedoch ist der Online Handel kein Trend mehr, den man einfach aussitzen kann.

eCommerce ist inzwischen zu einem gleichwertigen Verkaufskanal wie eine Filiale, der Katalog- oder Telefonverkauf geworden. Online einzukaufen ist für Konsumenten eine Gewohnheit und bei vielen Produkten sogar eine Selbstverständlichkeit. Auch im B2B Umfeld ist der Online Handel bereits eine Grundanforderung, um im internationalen Vergleich erfolgreich bestehen zu können. Trotzdem ist es für viele ein Rätsel bzw. ein Buch mit (fast) sieben Siegeln, wenn es darum geht, den ersten Schritt in die Welt des Online Handels zu machen. Welche Anforderungen werden an das Unternehmen gestellt? Welche Strukturen, Mitarbeiter und Prozesse werden davon betroffen sein? Viele Fragen die vor einem Start geklärt werden müssen.

Diese Schritte sollen ein kurz gefasster Leitfaden sein, um das große Ganze abschätzen zu können – sie stellen jedoch kein Allheil-Mittel dar, denn jedes Unternehmen stellt aufgrund der internen gewachsenen Prozesse sowie der eingesetzten Infrastruktur eine komplett eigenständige Spielwiese dar.

Stephan Grad zum Thema eCommerce

In 7 Schritten zum Erfolg

1) Gibt es intern bei euch im Unternehmen einen Mitarbeiter, der bereits Erfahrung im Aufbau eines eCommerce Projektes hat?  Wenn dies nicht der Fall ist, zieht Experten wie uns zu rate, die auf eurer Seite stehen, mit euch einen Anforderungskatalog entwickeln und im Anschluss die richtigen Umsetzungspartner gemeinsam mit euch auswählen.

2) Einer der essentiellen Punkte ist es, alle Mitarbeiter des Unternehmens mit an Bord zu holen, denn der Go Live eines Online Shops wird alle Teilbereiche eures Unternehmens betreffen, egal ob Marketing, Kundenservice, Logistik, IT etc.

3) Nur ein grafisch schön aufbereiteter Online Shop ist ein guter Online Shop? Nicht ganz. Nicht nur das Frontend sondern auch alle bestehenden Systeme im Unternehmen müssen angepasst und angebunden werden. Ein höchstmöglicher Automatisierungsgrad vom Start weg hilft euch langfristig, kosteneffizient und somit profitabel zu wachsen und den Online Shop Schritt für Schritt weiter auszubauen.

4) Macht vom Start weg eine saubere Budget-Planung – der Shop selbst (inkl. der Schnittstellen) darf maximal 50% eures für eCommerce verfügbaren Budgets ausmachen – der Rest des Budges muss für Marketing vorgesehen werden. Denn der tollste Shop hilft euch nichts, wenn ihn niemand im Internet findet.

5) Zeit ist auch Geld. Aber Zeit für Planung und Strategie spart Geld. So paradox es klingt aber es ist besser, sich (zeit-)intensiv mit der Planung sowie einer Strategie auseinander zu setzen und somit eine klare Grundlage für weitere Schritte zu schaffen, als schnell-schnell mit einer viel zu kurzen Timeline einen Online Shop in die Welt zu setzen, nur damit etwas da ist. Jeder Tag der mehr in die Planung investiert ist, ermöglicht euch enorme Einsparungen in der Umsetzung sowie während des Go-Lives.

6) So individuell wie eure internen Anforderungen an den neuen Online Shop sowie auch an die vorherrschende Prozesslandschaft sind auch eure Kunden – daher wählt auch die richtigen Partner im Bereich Marketing, Payment sowie Logistik aus. Auch hier haben die Anbieter ihre Stärken und Schwächen in den einzelnen Sparten – der richtige Partner hier kann darüber entscheiden, ob Kunden bei euch zu Stammkunden werden oder nach einem Einkauf nie mehr euren Shop betreten.

7) eCommerce ist ein Marathon, kein Sprint! So wie es früher Jahre gedauert hat, ein Händlernetzwerk aufzubauen, dauert es auch Jahre um eine erfolgreiche eCommerce Strategie aufzubauen und zu realisieren. Lasst euch nicht von Branchen-Meldungen blenden, dass Rocket hier wieder in 5 Monaten ein Unternehmen von Null an zum Fliegen gebracht hat – schaut hinter die Kulissen, schaut euch die Zahlen an: Hier wird KnowHow um imenses Geld in die Unternehmen eingekauft sowie es werden Millionen in Marketing verbrannt – und die wenigsten Unternehmen machen tatsächlich relevanten Deckungsbeitrag! Umsatz ist nicht Alles – vor Allem wenn man vom Online Shop auch Leben soll.


Auch heute noch kann man mit Geduld, Planung und einem vernünftigen Budget im Online Handel sehr erfolgreich werden. Wir helfen euch mit Freude, wenn es darum geht, gemeinsam den Gipfel des eCommerce zu erklimmen und erfolgreich an der Spitze anzukommen.

Paketzustellung am Samstag in Österreich selbstverständlich?

Es ist spruchreif. Die österreichische Post startet nun offiziell mit der Samstagszustellung von Paketen. Nach einem Pilotbetrieb in sechs Verteilzentren […]

Samstagszustellung österreichische Post AG

Es ist spruchreif. Die österreichische Post startet nun offiziell mit der Samstagszustellung von Paketen. Nach einem Pilotbetrieb in sechs Verteilzentren sollen noch heuer in allen Ballungszentren, Haushalte am Samstag mit Paketen versorgt werden.

Was in Deutschland schon lange Standard ist, wird nun auch in Österreich umgesetzt

österreichische Post AG Logo

Die Samstagszustellung von Paketen durch die börsennotierte, teilstaatliche Post bietet auch für Online-Händler einen Vorteil. Der Einkaufsprozess im Webshop ist innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen, die Ware gepickt und gepackt – nur der Versand lies bisher auf sich warten. Damit soll bald Schluss sein. Kunden dürfen sich jetzt freuen, dass das Outfit für die am Wochenende anstehende Party rechtzeitig ankommt und die Bestellung auch auf den letzten Drücker gemacht werden kann. Dies bedeutet auch, dass zB. Amazon-Prime Kunden in Österreich endlich in den Genuss der 24-Stunden Lieferung kommen.

SB-Zone, Postempfangsboxen und Post-App werden ausgebaut und umstrukturiert

Der Ausbau der Postempfangsboxen, die Weiterentwicklung der Post-App und der „Same-Day-Delivery“ sollen dafür sorgen, dass Pakete rechtzeitig beim Empfänger ankommen. „Die Kunden bestellen Produkte immer öfter online und wollen sie immer rascher erhalten. Deshalb erhöht die Post die Zahl der am Wohnort installierter Empfangsboxen bis Jahresende von 9.500 auf 11.000„, so Dipl. Ing. Dr. Pölzl – Generaldirektor der österreichischen Post AG.

Der europaweite Trend findet somit Einkehr im nächsten Alpenland, sorgt aber für keine Mehrkosten. Weder Versender noch Empfänger tragen die Kosten der Zustellung am Wochenende. Die Zustellung soll samstags am Vormittag bis zum späten Nachmittag erfolgen und die Gewichtsbeschränkung liegt pro Paket nach wie vor bei den üblichen 31,5 kg. Die Post lässt sich diesen Zusatzservice einen Betrag im mittleren einstelligen Millionenbereich kosten, so Paket-Vorstand Peter Umundum.

 Der Postler bleibt am Wochenende zuhause

Sendungsbenachrichtigung - gelber Zettel

Die Zustellung am Samstag bezieht sich laut Pressemeldung rein auf Pakete. Wer auf Briefe am Samstag hofft, hat sich getäuscht. Auch die bekannten „gelben Zettel“ wird es also in dem jetzigen Ausmaß nicht mehr geben. Freitag nicht zu Hause gewesen? Der Nachbar auch nicht? Ist somit eine Zustellung oder Abholung am Samstag gewährleistet bzw. möglich? Ob sich hierzu schon jemand eine logische Schlussfolgerung überlegt hat, ist noch offen. Dazu stehen von der österreichischen Post noch keine Informationen zur Verfügung.

 

 

Erfolgreiches Pilotprojekt mit sieben Großkunden stößt auf großes Interesse

Das im Juli gestartete Pilotprojekt war sowohl für Kunden als auch Unternehmen ein erfolgreicher Start für das, was schon bald Standard werden kann. Die Unito-Gruppe war Teil dieses ersten Anlaufes – mit absolutem Erfolg und positivem Feedback der Kunden. Die Handelsgruppe Pfeiffer aus Linz stellt seit November 2014 unter anderem auch Lebensmittel über die österreichische Post AG an Haushalte im Raum Oberösterreich zu. Flächendeckend erfolgte die Zustellung der Produkte bisher im normalen Lieferrhythmus der Post, also am Vormittag des Folgetages.

Wir sind gespannt, wie sich die Samstagszustellung auf das Einkaufsverhalten der Online Shopper in Österreich auswirken wird.

team_kreickmannIn unserer eCommerce Branche gibt es neben der Kundenorientierung einen extrem grossen Baustein – das ist die Prozessorientierung. Denn ein guter Shop hilft nichts, wenn das Paket nicht zeitgerecht beim Kunden ankommt bzw. es beim Retourenmanagement zu grösseren Problemen kommt.

Daher freut es mich sehr, heute Andreas von PVS im A-COMMERCE Interview begrüssen zu dürfen, der uns einige Einblicke in die täglich Arbeit eines Fullfilment Anbieters geben kann.

1. Andreas, für eCommerce Anfänger bzw. Außenstehende klingt Logistik & Fullfilment nach einer eigentlich simplen Tätigkeit – Bestellung kommt an, Ware wird eingepackt, zur Post gebracht… fertig. In der Realität stellen sich jedoch gerade bei einer wachsenden Anzahl an Bestellungen grosse Probleme für viele Händler ein. Erzähl doch mal, wie ihr  diese Prozesse angeht?

Eine gute und professionelle Projektplanung bei neuen Geschäftsmodellen bzw. Entwicklungen ist das A und O des späteren Erfolgs des Online-Business. Hier legen wir sehr großen Wert auf das Prozessdesign, die Entwicklung gemeinsamer Schnittstellen und – last but not least – ein ausreichendes Testszenario. Erst wenn dies erfolgt und dokumentiert ist, geht das entsprechende Projekt „live“. Darüber hinaus prüfen wir unsere Operations permanent auf Zukunftssicherheit und Skalierbarkeit. Dies sind – neben wirtschaftlichen Überlegungen – einige der Hauptgründe, warum unsere Kunden ihre Fulfillmentprozesse auslagern.

2. In vielen Gesprächen mit Händlern hören wir „Lagerung & externen Versand machen wir, wenn wir mal 5.000 Pakete im Monat versenden“ – Du als Branchenexperte, ab wann sollte man deiner Meinung nach mit einem externen Fullfilment-Anbieter zu arbeiten beginnen? Oder macht es gar schon vom Start weg Sinn, sich auf die eigenen Fähigkeiten als Shopbetreiber zu konzentrieren?

Ich würde diese Zahl auf 1.000 Pakete pro Monat senken. Unter dieser Sendungsmenge macht ein Outsourcing langfristig wenig Sinn, da auch in unserem Tagesgeschäft eine Reihe fixer Kosten entstehen (Key Accounting, Reporting, QS etc.), die wir weitgehend variabilisieren möchten, um für unsere Kunden eine größere Attraktivität, Transparenz und Planbarkeit zu ermöglichen. Dies setzt natürlich ein gewisses Mindestvolumen voraus, das aber bei entsprechender „Ernsthaftigkeit“ des Vorhabens auch erreicht werden sollte. In einem solchen Fall sind wir gerne bereit, erfolgsversprechende Modelle von Beginn an zu unterstützen.

3. Jetzt ist es ja noch „recht“ einfach, den Heimatmarkt zu bedienen – aber gerade in den letzten 12 Monate ist das Thema Internationalisierung aufgrund einer gewissen Marktsättigung in Deutschland, aber auch hier bei uns in Österreich im eCommerce Bereich immer wichtiger geworden – welche Stolpersteine kann es hier aus eurer Sicht geben?

Die „Stolpersteine“ sind Sprache, Skalierbarkeit und landesspezifisches E-Commerce Know-How. Während bspw. in Deutschland und Österreich die „offene Rechnung“ das bei den Endkunden präferierte Zahlungsmittel ist, spielt dies in Italien gar keine Rolle. In den südlichen europäischen Ländern – wie im Übrigen auch in Russland – greift man eher zur Nachnahme als probates Werkzeug. Ein mehrsprachiger Kundenservice muss sowohl qualitativ als auch quantitativ in der jeweiligen Landessprache unter Berücksichtigung der jeweiligen Mentalitäten gewährleistet werden. In diesen Bereichen hat unser Unternehmen in den letzten Jahren massiv investiert. Wir möchten unsere Händler bei deren Internationalisierungsbemühungen unterstützen. Das Motto lautet hierbei: „Think globally – act locally“.

4. Aus meiner persönlichen Sicht ist gerade Automatisierung einer jener Gesichtspunkte, bei denen man gute & weniger gute Online Händler unterscheiden kann – je mehr automatisiert über Systeme laufen kann, desto eher kann ich mich auf Marken-Aufbau bzw. Marketing konzentrieren und kann mein Business skalieren – wie sieht hier euer Setup aus?

Unsere Kunden legen hohen Wert auf sichere und moderne Schnittstellen. Hierbei spielen vor allem Webservices und EDI-Transaktionen eine große Rolle. Wir bieten diese „State-of-the-Art-Lösungen an, sind mit den geläufigsten Shopsystemen verbunden und bieten integrierte Dienstleistungen auf Basis einer hochperformanten Softwareplattform an. Unsere Kunden erhalten zeitnahe Updates zu allen relevanten Informationen (z.B. Bestände, Trackinginformationen, Kundendaten etc.)

5. Wenn du einen Wunsch für den (österreichischen) eCommerce Markt frei hättest, welcher wäre denn das?

Es ist an der Zeit, dass dem E-Commerce die Anerkennung als Standard-Vertriebskanal zukommt, die er verdient hat – dies gilt auch im Licht der zukünftigen Entwicklung der Handelslandschaft. E-Commerce ist nicht mehr wegzudenken.