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Ein Einkauf in einem Baumarkt dauert bei mir immer ziemlich lange. Zum einen weil es viel spannendes zu sehen gibt und zum anderen weil ein Baumarkt in der Regel sehr weitläufig ist und man teilweise lange durch die Gänge irrt, bis man den gesuchten Artikel auch gefunden hat. Da wünscht man sich schon ab und zu eine gute Suchfunktion. Doch ist der Online-Einkauf von Werkzeug und Baumaterial wirklich eine Alternative zum Baumarkt-Besuch? Wir haben obi.at einem Shoptest unterzogen um genau das herauszufinden.

Erster Eindruck und Aufbau:

Die Startseite des Shops wirkt aufgeräumt und ein wenig kühl. Zwar gibt es einige Banner, diese sind aber ehr zurückhaltend aufgemacht. Die gesamte Seite hat einen sehr informativen Charakter. So gibt es viele Ratgeberseiten mit Anleitungen, beispielsweise, wie man einen Sichtschutz für seinen Garten anlegen kann. Es gibt aber auch etwas emotionalere Eikaufwelten die mit Storytelling versuchen, die Produkte des Shops in den Vordergrund zu stellen. Ein schönes Beispiel ist hier das Wintergrillen. Hier – und an vielen anderen Stellen – nutzt Obi das Storrytelling Tool styla.

Auch mobil ist der Shop sehr gut aufgestellt und verfügt über ein gutes Mobile-Template. Leider ist die Perfomance des Shops durch die Bank etwas schwach. Gerade das Laden der Artikelbilder braucht zu lange.

Die Kategorisierung des Shops macht einen stimmigen Eindruck und ist ähnlich aufgebaut wie die Abteilungen in einem stationären Baumarkt. Toll ist die Suchfunktion des Shops. Dank Vorschlagsuche und Fehlertoleranz findet man Bohrer, Dübel und co. deutlich schneller als im Baumarkt. Und auch die Filterfunktionen des Shops überzeugen mit vielen sinnvollen Möglichkeiten. So findet man wirklich schnell alles was Man(n) braucht.

Produktdarstellung:

Auch hier kann Obi mit vielen hochauflösenden Produktfotos und umfangreichen Informationen zu den technischen Daten des Produkts überzeugen. Wenn nötig gibt es auch noch Datenblätter zum jeweiligen Produkt. Informationen zur Lieferzeit und Lagerbestand sind auch verfügbar, nicht nur für den Online-Versand, sondern auch für die nächstgelegene Filiale. Der Kunde erhält so alle Informationen die nötig sind. Lediglich die Artikelbeschreibungen selbst sind teilweise etwas kurz gehalten und könnten eine Spur emotionaler sein. Dafür bietet der Shop eine hilfreiche Bewertungsfunktion für die Produkte. Auch werden mit direkt sinnvoll passende Produkte zum jeweiligen Artikel angezeigt. Das Cross-Selling kann also auch überzeugen.

Die Produktdarstellung macht einen guten Eindruck. Die Crossselling-Artikel sind sinnvoll gewählt.

Checkout:

Auch im Checkout macht Obi einiges richtig. Der gesamte Prozess ist übersichtlich und es gibt auch einen Guest-Checkout. Sehr spannend ist die Funktion, dass man sich die gewünschten Artikel nicht nur zusenden lassen, sondern auch in einem Ladengeschäft abholen und vor Ort bezahlen kann. So spart man sich das Suchen im Baumarkt und die Versandkosten. Letztere sind bei Obi im normalen Bereich. Wir würden uns jedoch eine Versandkostenfreigrenze ab einem gewissen Mindestbestellwert wünschen. Diese fehlt leider aktuell. Etwas schwach war in unserem Test zudem die Auswahl der Bezahlarten. Die auf der Startseite versprochene Zahlungsart Kreditkarte wurde uns im Checkout nicht angezeigt.

Leider konnten wir die vorher beworbene Zahlungsart „Kreditkarte“ im Checkout nicht auswählen.

Lieferung, Kundenservice & Retoure:

Dieser Bereich ist leider der schwächste in unserem Test gewesen. Zwar konnte Obi mit einer sehr schnellen Lieferung innerhalb von nur einem Tag punkten, das Thema Retouren ist aber noch stark verbesserungswürdig. So sind die Retrouren bei Obi grundsätzlich kostenlos, es muss aber ein Retourenaufkleber manuell beim Kundenservice angefragt werden. Dieses habe ich per Kontaktformular getan. Als ich nach eineinhalb Tagen noch kein Retourenaufkleber erhalten hatte, habe ich telefonisch nachgefragt. Die Dame am Telefon war zwar sehr freundlich, konnte mir aber nicht wirklich weiterhelfen, da der Retourenaufkleber erst vom Versanddienstleister erstellt werden müsse. Ich müsste mich also noch gedulden. 4 Werktage nach der Anforderung habe ich dann den Retourenaufkleber erhalten. Direkt dazu aber auch eine Rückfrage von Obi ob ich denn den Artikel überhaupt noch zurücksenden möchte, da sie noch keinen Retoureneingang verzeichnen konnten. Das Timing war hier also etwas schwierig.

Schwierig war auch der Umstand, dass der Retourenversand bei Obi mit DPD stattfindet. Hier sollte man überlegen, ob man das Retourenhandling nicht über die österreichische Post abwickeln kann. Der Versand über DPD war leider etwas umständlich. Der erste Pickup-Store, welchen ich angefahren habe, hatte Betriebsferien und dem zweiten (ein Teppichreinigungsservice) musste ich erst einmal erklären, dass er auch Retouren annehmen kann/soll und nicht nur Pakete zur Abholung bereit hält.

Fazit:

Der Online-Shop von Obi macht einen guten Eindruck und überzeugt durch eine gute Produktdarstellung und einem ordentlichen Checkout. Das gut druchdachte Storrytelling und die nützlichen Ratgeber-Seiten machen zudem Lust darauf neue Heimwerkerprojekte umzusetzen. Hier wird sehr viel richtig gemacht. Negativ aufgefallen sind hingegen die langen Ladezeiten und das Retourenhandling. Der Retourenaufkleber muss umständlich und zeitaufwändig beim Kundenservice angefordert werden. Der Versand der Retouren über DPD stellte sich zudem ebenfalls als kleine Herausforderung da. Werden diese Punkte noch optimiert, ist der Einkauf online eine echte Alternative zum Baumarkt. Der Shop erhält 118 Punkte – befriedigend.

Datum der Testbestellung und des Shoptests: 12.12.2016
Tester: Henning Adam; verwendeter Browser: Mozilla Firefox, verwendetes mobiles Testgerät: HTC10. Dieser Test und die damit verbundene Bewertung stellt lediglich die persönliche Meinung des Testers dar und bezieht sich nur auf eine durchgeführte Testbestellung. Die gesammelten Erfahrungen sind daher nicht zwangsläufig representativ für die grundsätzliche Qualität des getesteten Shops. Alle Tests wurden nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt. Dieser Test stellt keine Rechtsberatung dar!

 

Performance Marketing - A-COMMERCE Day 2016

Konstantin Kasapis – SlopeLift

Workshop Advanced – Kino 7 // 10.45 Uhr

Konstantin Kasapis – A-COMMERCE Day 2016 Workshop

Konstantin Kasapis gibt einen Überblick über das Thema Online Performance Marketing für E-commerce Händler, wo rauf gilt es zu achten, was zu vermeiden. Schwerpunkt des Vortrages sind die Bereiche SEA und SEO.

Der geborene Münchner, Konstantin Kasapis, lebt bereits seit 2000 in Wien und ist einer der Pioniere im Bereich Performance Marketing in Österreich. In seiner Rolle als Abteilungsleiter Internet der Austrian Airlines war er einer der größten Kunden von Google in Österreich. Auch bei der BAWAG P.S.K. gelang es ihm das Thema Performance Marketing erfolgreich im Unternehmen zu verankern. Als Gründer und Geschäftsführer von SlopeLift, eine der führenden Performance Marketing Agenturen in Österreich, verantwortet er einige der wichtigsten Etats im Suchmaschinen Marketing. Weiters ist Konstantin geschäftsführender Gesellschafter des einzigen, österreichischen Trading Desks für Programmatic Advertising, RTTP.media.

Die 2015 von Konstantin Kasapis gegründete Performance-Marketing-Agentur SlopeLift bietet ihren Kunden das Komplettpaket in Sachen Performance Marketing: von der Maßnahmenplanung über die laufende Optimierung bis hin zur Qualitätskontrolle. Teil der Führungsriege der Agentur mit Headquarter in Wien sind neben Geschäftsführer Kasapis auch Florian Fischer als Head of SEA, GDN & Mobile und Richard Maurer als Head of SEO. SlopeLift ist inhabergeführt und sowohl technologie- als auch netzwerkunabhängig. Die Agentur war vom Start weg nicht nur in Wien, sondern auch in Zürich, Bratislava und London mit Offices vertreten, und unterhält seit November 2015 auch ein Office in Berlin. SlopeLift betreut Kunden wie Flughafen Wien, dm drogerie markt, BAWAG P.S.K., paysafecard, Tai Pan, Eurotax, Skrill, haude electronica, Wolford, Eurosport, Gebrüder Weiss, Hervis und Kelag. Die Performance-Marketing-Agentur ist zertifizierter Google- und Bing-Partner. Vom deutschen Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. wurde SlopeLift mit dem SEA-Qualitätszertifikat ausgezeichnet.

Das Shopsystem als Wachstumsmotor

Ein Gastkommentar von Oliver Kling (handelskraft.de) Die Entscheidung für ein Shopsystem ist für Online-Pure-Player ebenso wie für Multichannel-Händler ähnlich weitreichend […]

Welche Showsystem passt zu mir?
Ein Gastkommentar von Oliver Kling (handelskraft.de)

Die Entscheidung für ein Shopsystem ist für Online-Pure-Player ebenso wie für Multichannel-Händler ähnlich weitreichend und herausfordernd, wie die Standortwahl eines stationären Geschäfts. Die Entscheidung für ein System ist langfristig ausgelegt. Die Systemauswahl sollte daher insbesondere unter Berücksichtigung der erwarteten Geschäftsentwicklung vorgenommen werden, denn Shopsysteme können im Zweifel beides: Wachstum bremsen, aber auch beschleunigen.

Die grundlegende Frage lautet: Welches Shopsystem passt zu mir und meinem Geschäft? Um diese Frage zielführend zu beantworten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein.

Welches Shopsystem passt?

Erstens: Die interne Recherche

Hierbei geht es um eine klare Standortbestimmung des Unternehmens. Wie sehen die aktuellen Kennzahlen und die E-Commerce-Strategie aus? Welche Abteilungen sollen das System in Zukunft nutzen? Welche Systeme sind bereits vorhanden und sollen diese abgelöst werden? Welches IT-Know-how gibt es im Unternehmen? Soll Personal aufgestockt, abgebaut oder ausgelagert werden? Das Ergebnis sollte ein klares Anforderungsprofil an das zukünftige System im Sinne einer Muss-, Kann- und Soll-Kriterienliste sein, die bei der Systemauswahl transparent und leicht nachvollzogen werden kann.

Zweitens: Die externe Recherche

Welche Antworten geben die verschiedenen Hersteller auf die Kriterienliste der internen Recherche? Dabei helfen sowohl Herstellerwebsites als auch Foren sowie Empfehlungen befreundeter Shopbetreiber. Für gewöhnlich ist hier aber schnell der Punkt erreicht, an dem man eine erfahrene Agentur benötigt. Hat der Lösungsanbieter einen Branchenfokus und wie wird er sich zukünftig entwickeln? Wie unterscheiden sich die Anbieter in Funktion, Technologie und Kosten? Markteinschätzung und Erfahrungswerte sind in Qualität und Umfang kaum ohne externe Hilfe zu recherchieren und es kann erstmalig die Zusammenarbeit mit der Agentur der Wahl getestet werden.

Anschließend hängt die Wahl des passenden Shopsystems von den individuellen Gegebenheiten des Unternehmens ab. Verkürzt könnte man sagen: Je besser interne und externe Recherche zueinander passen, desto eher wird das Shopsystem zum Geschäftswachstum beitragen. Allerdings nur, wenn Lizenz-, Hosting-, Projekt- und Folgekosten nicht über den erwarteten Mehreinnahmen liegen. Da diese Perspektive jedoch zu oberflächlich ist, werde ich im Folgenden jene Shopsystem-Eigenschaften vorstellen, die es bei der Systemauswahl zu vergleichen gilt.

Welches Shopsystem muss man als Händler wählen?

Einstiegs-, Mittelfeld- oder Enterprise-Lösung?

Die eigene Unternehmensposition und -größe sowie die Wachstumsambitionen und das verfügbare Budget sind ein erster Filter bei der Wahl des Shopsystems.

Onlinehandelseinsteigern genügt es meist das bestehende CMS, zum Beispiel WordPress, um Marktplatzanbindung zu erweitern oder Shopfunktionalitäten via WooCommerce-PlugIn hinzuzufügen.

Im Mittelfeld finden sich Anbieter wie Shopware und Magentos Community Edition. Doch gerade hier sind die Grenzen zu Enterprise-Systemen fließend. Kann das erwartete Produkt und Bestellvolumen abgebildet werden? Skaliert das System und ist es um Drittsysteme, wie CRM und Marketing-Automation erweiterbar? Sollen verschiedene Kanäle – online und offline – nahtlos verbunden und verwaltet werden können? Enterprise-Lösungsanbieter wie demandware, Intershop, SAP hybris oder IBM Websphere können komplexe Geschäftsanforderungen abbilden. Händler müssen also genau ihr Risiko abwägen, ob sie mit einer Lösung aus dem Mittelfeld zu schnell an ihre Grenzen geraten könnten und so Geld durch eine Zwischenlösung verbrennen.

Projekt- und Betriebskosten

Projekt- und Betriebskosten von Shopsystemen sind höchst unterschiedlich und ebenfalls abhängig von den unternehmerischen Gegebenheiten. Ein günstiges Projekt ist möglich, wenn der Großteil der Anforderungen des Händlers durch den Standard der Shoplösung abgebildet werden kann und nur wenig Customizing sowie Drittsystemanbindungen notwendig sind. Dennoch sollte hier auf das Lizenz- und Hostingmodell geachtet werden. Dort liegen häufig hohe Folgekosten, die allerdings bei einigen Herstellern durch SaaS-Angebote kontrollierbar sind.

Außerdem kann es durchaus Sinn ergeben den größeren Teil des Budgets in Systemanpassungen während des Projektes zu stecken und eine höhere time-to-market in Kauf zu nehmen, wenn so anschließende Folgekosten minimiert werden. Hier liegen Einsparpotentiale, die Unternehmen durch Kostensenkung zu zukünftigem Wachstum verhelfen können. Dennoch sollte abgewogen werden, inwieweit die Updatefähigkeit der jeweiligen Plattform dadurch beeinträchtigt wird.

Funktionalität und Technologie

Die Technologiebasis sowie der Funktionsumfang der verschiedenen Shoplösungen eröffnen Händlern enorme Wachstumspotentiale durch Kostensenkung, Effizienzsteigerung und die Möglichkeit größere Teile der Zielgruppe anzusprechen.

Technologisch verändern neue Shopsystemanbieter, wie commercetools und Spryker, den Markt. Vor wenigen Jahren genügte es noch zwischen Open-Source und Closed-Source, sowie PHP-basierten und Java-basierten Lösungen zu unterscheiden. Heute kommen Aspekte der Software-Architektur wie Standardschnittstellen, Frameworks, Modularisierung, Drittsystemanbindung und Microservices hinzu.

Händler können sich heute ihr individuelles Wunschsystem bauen (lassen), benötigen aber entsprechende IT-Ressourcen. Die Verknüpfung der Daten verschiedener Systeme und deren Austauschbarkeit hilft Händlern nicht nur dabei ihre Kunden besser zu verstehen und deren Anforderungen zu erfüllen, sondern auch Unternehmensprozesse zu verschlanken und zu automatisieren.

Shopsysteme im Überblick

In den Bereichen Mobile-Commerce, Cross-Channel-Fähigkeit, Personalisierung, Marketing, Internationalisierung und Kundenservice liegen Wachstumschancen für Händler im Funktionsumfang des Shopsystems, denn sie müssen unternehmerisch experimentieren können. Dabei darf die Performance und Stabilität des Shops zu keinem Zeitpunkt leiden.

Schlussendlich gibt es kein one-size-fits-all-Shopsystem mit Wachstumsgarantie. Als essentieller Teil der Systemlandschaft von Onlinehändlern ist die richtige Auswahl der Lösung für den zukünftigen unternehmerischen Erfolg entscheidend!

Kostenloses Whitepaper: »E-Commerce-Software auswählen – Anbieter und Technologien im Vergleich«

Welches Shopsystem passt zu mir und meinem Geschäft? Im kostenlosen Whitepaper stellt unser Partner dotSource verschiedene Lösungsanbieter vor und vergleicht sie ausführlich. Jetzt herunterladen!

Magento2 strategie - Mobile First

Was bisher geschah

Teil1 dieser Blog-Serie hat sich mit der Herkunft von Magento, als einer der verbreitetsten E-Commerce Lösungen weltweit, beschäftigt. Von der Entstehung dieser Open Source Software bis hin zur Übernahme von vor wenigen Wochen wurde der gesamte Zeitbogen gespannt. Weiters nimmt der erste Blog-Beitrag Stellung dazu, in welchen Varianten Magento am Markt verfügbar ist und in welchen Projektgrößen diese Software ihre Stärken ausspielen kann.

Während der Magento Imagine im Jahr 2010 beschrieb Yoav Kutner, Co-Founder von Magento und damals CTO von Varien, zu welchen Magento gehört hat, dass Magento den neuen Anforderungen an eine E-Commerce Software nicht mehr gewachsen sei. Dieses Statement gilt als der Startschuss für Magento2.

Was aber waren jene fehlenden Anforderungen, von denen Yoav Kutner damals gesprochen hatte? Was sollte Magento2 unbedingt erfüllen, was Magento1 denn nicht konnte?

Qualitätsverbesserungen

Einer der Hauptgründe für eine neue Plattform waren die fehlenden Qualitätsanforderungen für Magento-Module. Wie aber lässt sich diese Qualität heben. Magento wird den alten Marketplace „Connect“ ablösen und in Q4/2015 einen neuen Marktplatz einführen. Ein Magento2 Modul muss zukünftig festgelegte Qualitätsanforderungen erfüllen, um im neuen Marketplace gelistet zu werden.

Einen kurzen Überblick dazu liefert dieses von Magento hochgeladene Video auf VIMEO:

Den Magento-Entwicklern war für das neue Release wichtig, eine generell entwicklerfreundliche Erweiterbarkeit sicherzustellen. Abläufe sollen dabei vereinfacht werden und Prozesse beschleunigt. So wurde unter anderem der Produkt-Import deutlich optimiert. Erste Demos haben Importe von 100.000 Produkten auf virtuellen Servern mit 8 CPUs und 24GByte RAM in nur 25 Minuten durchgeführt. Das ist natürlich für einen initialen Import von Aussagekraft. Doch auch im täglichen Abgleichen der Produktdaten vom Magento2 mit seinen Umsystemen stellt dies eine interessante Weiterentwicklung für Hersteller und Händler mit einem breiten Produktportfolio dar.

Qualitätsverbesserungen im Sinne von Nachvollziehbarkeit bei Programmcode-Änderungen, stellt Magento2 zukünftig durch Open-Source-Hosting auf GitHub sicher. Auf dieser Plattform können Änderungen im Programmcode, welche durch Magento selbst oder durch die Community eingebracht werden, transparent und nachvollziehbar dargestellt und erlaubt den Magento2-Entwicklern nach erfolgter Prüfung diese auch direkt freizugeben.

Wer sicherstellen will, dass der eigene Onlineshop von hoher Entwicklungsqualität zeugt, für den ist ein ausgereiftes Testing unerlässlich. Damit stellt das integrierte Unit-Test-Coverage in Magento2 eine weitere herausragende Qualitätsmaßnahme seitens Magento2 dar. Jetzt mag man meinen, das gehört ja heute zum Standard. Richtig, für viele Enterprise E-Commerce Software Systeme trifft dies zu. Das bezahlt man auch. Bei Open Source ist dieses Feature eher die Ausnahme. Der Vorteil dabei ist, dass bereits in der Entwicklung der kleinsten Bausteine im Webshop ein integriertes Testing durchgeführt werden kann. Eine 99%ige Test Coverage, also 99% aller Bausteine testen zu können, ist dabei ein wirklich guter Wert.

Magento hat diesen Qualitätsanspruch auch für das User-Interface übertragen. Auch am Frontend stehen integrierte und automatisierbare UI-Tests zur Verfügung. Wie oben schon angemerkt, gilt auch hier – für Enterprise Software durchwegs gangbar, im Open Source Umfeld selten. Ein außergewöhnliches Merkmal, dass für den Einsatz von Magento2 als E-Commerce Software spricht.

Performanceverbesserungen in Komponenten und Architektur

Ein Punkt der Magento1 immer wieder begleitet hat, waren teils erhebliche Performanceprobleme. Die dauernde Weiterentwicklung einer alten Architektur, welche auf einem alten Denken über mögliche Funktionen beruht, kann zu einem echten Stolperstein werden. Lange schon wollte Magento dem entgegenwirken, hat aber doch immer wieder weiterentwickelt.

Nun hat man diesen Schritt damals in Angriff genommen und Magento2 bringt auf Basis der objektorientierten Entwurfsmuster eine bessere PHP-Architektur mit. Sie hilft mit, diese Performance-Ansprüche, die heutige Onlineshops erfordern auch leisten zu können.

In der kostenpflichtigen Enterprise Edition wird dieser angepeilte Performance-Ausbau auch besonders durch erweiterte Skalierbarkeit der Software unterstützt. Eine eigene Datenbank nur für den Checkout. Die Unterstützung im Einsatz von MySQL-Cluster. Skalierbarkeit in einem solchen Ausmaß ermöglicht das Reagieren und Lösen komplexer Business-Anforderungen. Einen Überblick zu den erwarteten Funktionsumfängen sieht man auf dem Bild unterhalb aus einer Magento-Konferenz vom Juni 2015, welcher dieser Tage erneut in einem Magento Webinar gezeigt wurde.

Magento2

Quelle: @douglasredburn

Der direkte Einbau einer transparenten Varnish 4-Konfiguration erlaubt im Gegensatz zu anderen Webbeschleunigern, welche häufig aus client-seitigen Proxys oder aus Server bestehen, dynamische Webseiten mit viel Inhalt schnellstmöglich aufzubauen und dabei am Client als auch am Server optimiert zu arbeiten. Wikipedia, Facebook und eBay zum Beispielen vertrauen ebenso auf diese Technologie. Übernommen wird auch der integrierte Fullpage-Cache aus der Magento1 Enterprise Edition. Also alles um Geschwindigkeit und Fahrt fürs eigene Business aufzunehmen. Zudem erlaubt die neue REST/SOAP-API die internen Services bei Magento2 zu 100% zugänglich zu machen.

 

Mobile, mobile, mobile

Es ist wohl jedem hinlänglich bekannt, dass die Zahlen für die mobile Anwendung des Internets unaufhörlich nach oben steigt. Immer mehr Mobile Devices, wie Smartphones und Tablets, lösen immer mehr feststehende PC-Arbeitsplätze mit großen Bildschirmen ab. Nicht mehr nur einen PC nennt der Internet-User sein eigen. Nein, gleich zwei oder manchmal auch drei mobile Endgeräte sind in seinen Taschen verborgen. Das Ausrichten des eigenen Business auf diese neuen User-Bedürfnisse wollen auch abgebildet werden. Welcher Inhalt muss auf diesen kleinen Displays für ein optimales Online-Erlebnis unbedingt gezeigt werden? Adaptive oder responsive Design, „mobile first“-Ansatz – alles Begriffe, die unser heutiges Tun mit Web-Applikationen prägen. Während jedoch das Frontend mit diesen benutzerfreundlichen Verbesserungen immer mehr ausgestattet ist, warten Administratoren noch immer bei vielen Software-Systemen auf eine ebenso angenehm gestaltete Oberfläche. Selten lässt sich ein Webshop angenehm vom Tablet aus administrieren.

Magento2 strategie - Mobile First

Magento hat darauf reagiert und im Backend den „mobile first“-Ansatz betrieben. Die Entwicklung der Backend-Konsole wurde also für das kleine Display zuerst entwickelt und versucht, eine möglichst umfangreiche, aber einfach zu bedienende Konsole zu schaffen. Das wird wohl sicher ein echtes Highlight werden.

Was lange währt, wird endlich gut

Das Erscheinen von Magento2 wurde seit den ersten Ankündigungen oftmals verschoben. Immer wieder vertröstete Magento seine Anwender auf später. Nun aber scheint es endlich soweit zu sein. Die Zeichen verdichten sich, dass es diesmal wirklich ernst wird.

In einem Webinar aus dem Juli dieses Jahres hat Magento folgende Zeitlinie präsentiert.

Magento2 Timeline

Mit einer ausgewählten Händlern und Partnern aller Unternehmensgrößen und Branchen hat Magento weltweit begonnen, Beta-Software von Magento2 auszurollen und eingehend im Live-Betrieb zu testen. Das Feedback fließt seither bei der Expert Consulting Group (ECG) und Support Teams von Magento in die Fehlerbehebung und den weiteren Aufbau der neuen Software ein. Magento2 soll als stabile Plattform das Licht der Öffentlichkeit erblicken und auch in der breiten Masse klar sein, wie ein Upgrade von Magento1 auf Magento2 gelingen kann, da ja bekannt ist, dass die neue Architektur kein einfaches Upgrade erlaubt und sich hier schon erhebliche Fragen, ob Upgrade ja oder nein, zu stellen sind.

Das vierte Quartal 2015 verheißt die Verfügbarkeit der Merchant General Availability Version. Das ist also jener so lang ersehnte Zeitpunkt, ab dem Magento2 in der Magento2 Enterprise Edition als auch der Magento2 Community Edition zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung stehen werden.

Wolfgang Posch – unic

In diesem Blog-Beitrag wurden die Unterschiede zwischen der alten und der neuen Software von Magento im Allgemeinen beleuchtet. Der folgende Beitrag befasst sich mit der konkreten Fragestellung, ob und für wen sich denn ein Upgrade zu Gunsten der neuen Funktionalitäten, verbesserten Qualität im Code und Performance-Anhebungen wirklich lohnt.

Wolfgang Posch – unic

Autoren: Cyrill Schuhmacher, Wolfgang Posch