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#IntegratedCommerce – neues GameChanger Buzzword

Sie versuchen es immer wieder. Mit verschiedenen Kampagnen erreicht Zalando entweder ihre Kunden (#seinichtaltmodisch) oder eben diejenigen, die Ahnung vom […]

Zalando und gaxsys

Sie versuchen es immer wieder. Mit verschiedenen Kampagnen erreicht Zalando entweder ihre Kunden (#seinichtaltmodisch) oder eben diejenigen, die Ahnung vom Fach haben. Sicher ist auf jeden Fall, sie haben es mit ihrer „neuesten“ Kampagne #integratedCommerce geschafft, dass sich die eCommerce Branche wieder über sie unterhält. Eine Neuheit, wie man sie bisher nicht gesehen hat. Scheinbar.

Aber wie innovativ ist Zalandos neuer Weg des besseren Kundenerlebnisses wirklich?

In der offiziellen Presseaussendung heißt es, dass die vernetzte Modewelt ein besseres Einkaufserlebnis für Kunden schaffen kann. Man möge sich vorstellen, man sieht den perfekten Schuh online im Shop und die passende Größe ist ausverkauft. Bisher war es nicht möglich herauszufinden, wo man diesen am schnellsten trotzdem finden kann. Am besten um die Ecke im (ehemaligen) Schuhladens des Vertrauens … Seit kurzem bestellt Frau ja nur mehr online.

Während Kunden Mode immer häufiger online suchen und kaufen, liegen trotzdem 90% der Modeartikel weiterhin in stationären Geschäften. Zalando hat es sich zum Ziel gemacht, gemeinsam mit online und offline Partnern, die Modewelt zu vernetzen und somit den Zugang zu Fashion-Produkten zu erhöhen.

Online suchen  – offline kaufen. Das kennen wir schon. Was ist neu?

Einen Testpiloten gab es bereits im Juni diesen Jahres, bei dem zwei Berliner Stores von Adidas direkt an den Zalando Online Shop angebunden wurden. Die Warenbestände wurden vom lokalen Geschäft digitalisiert und zugänglich gemacht. Somit war es möglich, Lieferungen von Adidas Produkten innerhalb eines Tages in Berlin über den Zalando Online Shop anzubieten. Bereits hier hat sich herausgestellt, dass solche Synergien schon sehr nahe an eine vernetzte Modewelt und somit der Vision von Zalando kommen.

Der nächste Schritt muss getan werden. Nicht nur große Partner mit starker Technologieexpertise sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Artikel bei Zalando zu verkaufen, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen. Gemeinsam mit gaxsys bietet Zalando kleineren lokalen Einzelhändlern an, mit geringem technologischen Aufwand zusätzliche Verkäufe von Onlinekunden zu generieren ohne einen eigenen Onlineshop aufzubauen und zu pflegen. Ausgewählte Bestellungen, welche bei Zalando eingehen, werden an teilnehmenden stationären Fachhändler weiter gegeben. Sobald diese die bestellte Ware vorrätig haben, können Mitarbeiter im Geschäft innerhalb von drei Stunden entscheiden, ob sie die Auftragsabwicklung selbst oder Zalando – wie üblich – die Bestellung übernimmt.

Zalando wagt Blick in die Zukunft

Ein Denk-Wandel beim Online Riesen? Laut Aussage des Konzernes selbst sind die überzeugt davon, dass in Zukunft Online- und Offline-Konzepte in der Modeindustrie nicht losgelöst voneinander existieren werden. Beide Welten werden und müssen viel enger miteinander verbunden werden. Der Kunde such sowieso nach seinem Lieblingsoutfit – ganz egal wo dieses zu finden ist. Diesem Kaufverhalten müssen sowohl Online Händler als auch der stationäre Handel gerecht werden und eine gemeinsame Plattform bilden. Es gilt Kunden, Marken, Einzelhändler und lokale Geschäfte miteinander zu verbinden.

Jetzt wird’s persönlich im Online Shopping

Die direkte, persönliche Ansprache des Kunden und auf ihn zugeschnittene Produktempfehlungen gehören schon seit langem zu den erfolgreichsten Marketingtools im […]

Zalon

Die direkte, persönliche Ansprache des Kunden und auf ihn zugeschnittene Produktempfehlungen gehören schon seit langem zu den erfolgreichsten Marketingtools im eCommerce. Amazon zeigt dabei beeindruckend, wie es geht. Es ist allerdings auch keine große Überraschung, dass diese Vorgehensweise funktioniert. Menschen begreifen sich nun mal als Individuen, als einzigartig. Sie wollen auch beim Shoppen als individuell wahrgenommen werden und nicht einfach in der Masse untergehen. Logisch, dass da jegliche Art von Personalisierung nicht verkehrt sein kann. Das gilt natürlich bis zu einem gewissen Grad auch für die Produkte selbst. Shops und eCommerce-Plattformen mit personalisierten Produkten wie etwa Fotobüchern, individuellen Parfumkreationen oder Mode inklusive Stilberatung behaupten sich erstaunlich gut in einem manchmal nicht gerade leichten Umfeld. Grund genug also, sich Shops, bei denen es auch in Sachen Produktpalette sehr persönlich wird, einmal etwas näher anzuschauen.

Einzigartige Produkte, die so kein anderer hat

Der Klassiker in der Welt der personalisierten und sehr persönlichen Produkte ist das Fotobuch. Entsprechende Anbieter gibt es zwischenzeitlich viele im Netz. Das Prinzip dahinter ist schnell erklärt: Der Kunde lädt seine digitalen Fotodateien auf der Plattform des Anbieters hoch und gestaltet dann mit ihnen sein eigenes, ganz persönliches Fotobuch. Zwar muss er sich dabei bestimmter Vorlagen bedienen, welche die jeweilige Plattform zur Verfügung stellt, da aber die dafür verwendeten Fotos absolut einmalig sein dürften, entsteht dennoch ein sehr individuelles Produkt, das es so kein zweites Mal gibt. Dem Prinzip Fotobuch kann allem Anschein nach auch das Teilen und Abspeichern von Fotos in sozialen Netzwerken nichts anhaben. Offenbar macht es für die Kunden dann doch einen großen Unterschied, ob sie die eigenen Fotoerinnerungen als haptisches Einzelstück in den Händen halten können oder ob man die Bilder einfach nur postet.

Während das Produkt Fotobuch zwischenzeitlich eine relativ simple Angelegenheit geworden ist, wird es bei einem individuellen Parfum schon etwas komplexer. Auch in diesem Bereich gibt es inzwischen einige Anbieter im Netz, die ganz eigene Parfumkreationen möglich machen. Der Kunde wird dabei zu seinem ganz persönlichen Parfumeur. Damit das auch klappt, ist der Weg dorthin auf allen entsprechenden Shops standardisiert. Zumeist beginnt der Prozess damit, dass man aus einem bestimmten Spektrum an Charakteren denjenigen auswählt, zu dem man sich zählt. In Schritt zwei geht es dann darum, die jeweilige Duftnote bzw. die Duftnoten zu bestimmen. Bei Unique Fragrance besteht schlussendlich sogar die Möglichkeit, den Flakon für sein Parfum aus einem vorgegeben Angebot zu wählen. Das alles hat zwar nur bedingt mit einer wirklich individuellen Parfumkreation zu tun, ermöglicht aber dennoch ein gewisses Maß an Individualisierung, die offenbar ganz gut ankommt.

Der Verkauf von Mode ist im Internet seit jeher ein großes Thema. Der neueste Trend dabei sind Plattformen wie Zalon, die neben den Produkten selbst auch eine ganz gezielte und individuell auf die jeweilige Person zugeschnittene Stilberatung anbieten. Das geht dann sogar so weit, dass für den Kunden von den Fachleuten des Shops ganze Pakete geschnürt werden, die aus perfekt aufeinander abgestimmten Kleidungsstücken und Accessoires bestehen. Der Kunde gibt dabei zunächst lediglich den Kleidungsstil an, den er bevorzugt. Davon ausgehend wählt dann ein Stylist die passenden Produkte aus und stellt ein komplettes und sehr persönliches Outfit zusammen.

Die Simulation des stationären Handels

Man kann wohl getrost davon ausgehen, dass personalisierte Produkte im E-Commerce in Zukunft eine noch größere Rolle spielen werden. Sie passen einfach zum Megatrend Mass-Customization. Gleichzeitig scheint der Onlinehandel damit aber auch den Servicegedanken und die emotionale Ansprache des stationären Handels simulieren zu wollen. Es dürfte durchaus spannend werden, inwieweit das wirklich gelingt und sich schlussendlich auch auszahlt. Stets gilt dabei: Kunden wollen, dass ihre Einzigartigkeit anerkannt und dann auch bedient wird.

E-Commerce Beratung in Österreich

Ist jedem Mitarbeiter im Unternehmen – von der IT über die Buchhaltung bis hin zum Marketing – bewusst, dass optimierte Prozesse (Performance Optimierung) für alle Beteiligten eine Win-Win Situation sind? Dieses Mindset für alle Abteilungen zu schaffen ist auch in Zeiten des Web 2.0 nicht immer einfach.

Optimierung ist vielfältig

Optimierte Prozesse im eCommerceViele Online Shops in Österreich optimieren besonders im SEO / SEA Bereich und verwenden den größten Teil ihres Budgets für genau solche Optimierungsprozesse. Unter anderem zählt die Ladezeit einer Website oder eines Online Shops zu den wichtigsten Kriterien. Bereits eine Ladezeit von drei Sekunden ist für viele User kritisch aber für Google & Co. ein eindeutiger Knock-out Faktor. Dieser Bug steht im Gegensatz zu der These, dass in Zeiten der Digitalisierung mehr Services und Produkte online verkauft werden müssen. Stichwort Automatisierung & Kostenfaktoren. Dementsprechend versuchen mehr Online Händler aber auch Dienstleister und Agenturen ihre Geschäftsmodelle im Online-Bereich kreativ und herausragend zu gestalten – diese Kreativität geht leider sehr oft mit dem Nachteil der Optimierung einher.

Wir müssen an dieser Stelle nicht betonen, dass der meiste Traffic über Smartphones generiert wird und Kunden besonders auf diesen Faktor achten. Internet Riesen haben es bereits vorgemacht, leider zum Nachteil der Kleinen. Sie müssen nämlich nachziehen und zwar in der selben Geschwindigkeit, wie es die großen Marktplätze oder Brands auch tun. Besonders haben es kleine und mittelständische Unternehmen schwierig, wenn es um zielführende Beratung im eCommerce geht. Optimierte Prozesse sind nämlich nicht „von der Stange“ zu bekommen, sondern müssen individuell angepasst werden.

Optimierte Prozesse steigern Umsatz

Online-Käufer scheuen niemals vor einem Vergleich. Besonders geht es hier um die Gegenüberstellung von Angeboten und Preisen der Händler (entweder direkt im Online Shop oder auf Marktplätzen). Im Endeffekt entscheidet das Einkaufserlebnis in Verbindung mit dem optimalen Preis. Ist das nicht gegeben, ist es höchste Zeit, Prozesse und Eigenschaften bzw. Features im Shop zu optimieren. Die kurze Ladezeit (zum Beispiel) ist der Qualität des Online Angebotes vorgelagert. Ohne einem einwandfrei funktionierenden oder optimierten Shop, bleibt das Erlebnis meist aus. Man muss dazu sagen, dass die meisten Probleme der Performance im Front End liegen. Diese können zu große Website Elemente sein – Bilder, CSS, Elemente von Dritten oder Java-Script sind Verursacher potenzieller Fehlerquellen.

Wenn eine Seite länger als 3 Sekunden lädt, brechen 40 Prozent aller Websitebesucher / Shop-Kunden ab. 80% dieser kommen nicht mehr wieder sondern suchen Seiten von Mitbewerbern auf. Amazon hat herausgefunden, dass eine Ladezeit, die um 100 Millisekunden langsamer ist, einen Umsatzverlust von 1% ausmacht. Für den Online Riesen schlägt diese Zahl ordentlich zu Buche – mehrere Hundert Millionen Euro im Jahr Umsatzverlust.

Performance Optimierung durch SEO

Wie bereits anfangs erwähnt, beeinflusst die Ladezeit auch das Ranking in Suchmaschinen. Der Google-Lagerank Algorithmus ist hierbei wohl der wichtigste. Auch Inhalte im Shop oder auf der Website sind ein ausschlaggebendes Kriterium für ein gutes Ranking. SEM / SEO / SEA verlangen sehr viel Budget, jedoch sollte man andere (ebenfalls wichtige) Faktoren nicht vernachlässigen. Die technischen Komponenten, als auch die Inhalte und nicht zuletzt das Nutzer-Erlebnis schnüren ein Paket, welches optimierte Prozesse benötigt – und dies laufend. Auf lange Sicht gesehen nutzen die besten SEM und SEA Optimierungen nichts, wenn die Ladezeit darunter leidet bzw. die Inhalte auf der Website nicht optimiert sind.

Stationärer Handel in Österreich - Verbindung eCommerce

Zur Abwechslung haben wir heute ein Interview, welches sich verstärkt um den stationären Handel dreht. Dafür ist es umso wichtiger, einen Blick in den Bereich des physischen Geschäfts zu wagen. Unsere Interviewpartnerin RegioPlan Consulting ist ein europaweit agierender Unternehmensberater mit Fokus auf einzelhandelsrelevante Themen. Das Unternehmen verfügt über 30 Jahre praktischer aber vor allem wissenschaftlicher Erfahrung durch tägliche Auseinandersetzung mit europaweitem Konsumentenverhalten, internationalen Händlern und Einzelhandelsimmobilien. Sie verstehen Konsumentenverhalten ebenso wie die internationalen Marktentwicklungen und übersetzen deren Auswirkungen zukunftsfähig in die stationäre Fläche im Handel. Ihre Expertise, als Handelsberater, liegt in der Entwicklung von Handelskonzepten sowie in der Positionierung und im Refurbishment von Handelsimmobilien.

Hania Bomba hat nach ihrer Tätigkeit als Leiterin des Marketing- und Vertriebsteams bei RegioPlan Consulting, 2005 die Position der Geschäftsführung übernommen und ist seit Anfang 2016 alleinige Geschäftsführerin.

Regio Plan Interview

Frau Bomba, erzählen Sie uns zu Beginn doch bitte, wie Sie die Entwicklung des Offline Handels der letzten Monate / Jahre miterlebt haben. Das wichtigste im stationären Handel ist „Lage – Lage – Lage“. So hört und kennt man das immer wieder. Ist dieses eine Kriterium wirklich der ausschlaggebende Punkt für Erfolg bzw. Misserfolg der Händler?

Was wir im Konsumentenverhalten beobachten ist, dass die Konsumenten einen immer größeren Anteil ihres, für den Handel verfügbaren, Geldes online ausgeben. In manchen Branchen ist dieser Anteil größer als in anderen. Liegt der Onlineanteil der Konsumausgaben in der Lebensmittelbranche noch bei 2%, so beläuft sich dieser in der Elektrobranche schon auf knapp über 30%. Diese Anteile werden in Zukunft noch weiter steigen. Das spiegelt die massiven Veränderungen im Konsumentenverhalten wieder und ist für stationäre Händler ein klares Zeichen, dass sie ihre Businessmodelle hinterfragen müssen. Dabei geht es nicht nur um ein leichtes optimieren, sondern um eine generelle Umstellung, angefangen beim Sortiment und Organisationsaufbau, bis hin zur Personalstrategie und dem Onlineauftritt. Im stationären Handel geht es nicht ausschließlich um die Lage. Es ist vielmehr eine Kombination aus der Lage und dem für die Lage und Funktion passenden Konzept.

Online Handel und stationärer Handel – Multichannel

Der Online Handel bleibt. Auch eCommerce in Österreich geht nicht mehr. Wir sind weiter über dieses Trend-Denken hinausgewachsen. Haben die Filialhändler in diesem Bereich etwas verschlafen? Es gibt immerhin nicht zu jedem stationären Laden auch ein Online Pendant. Vice versa ist es aber so, dass Pureplayer im eCommerce sehr wohl verstärkt Flagship- / Pop Up- oder Concept Stores haben möchten. Wie sehen Sie das?

Der Handel setzt sich aus unterschiedlichen Kanälen zusammen. Der Onlinekanal hat zwar vieles revolutioniert, im Handel geht es aber auch in Zukunft um die optimale Verknüpfung aller Kanäle. Es gibt sicherlich Pure Player, die von der stationären Fläche profitieren können. Allerdings muss man zuerst das Potenzial des Standortes ganz genau für das eigene Konzept berechnen und nicht den Fehler machen sich auf andere Durchschnittswerte zu verlassen. Nicht jede Fläche bedeutet mehr Umsatz, und schon gar nicht mehr Ertrag.

Datenmanagement im Stationären Handel?

Im eCommerce erfolgreich zu sein bedeutet auch Datenmanagement. Wir sprechen gerne von Smart Data – den Konsumenten also „wirklich“ kennen. Offline scheint diese Vorgehensweise bzw. dieser Prozess noch sehr in den Kinderschuhen zu stecken. Weshalb ist es so, dass stationäre Händler solche Trends wie eben effektives Datenmanagement häufiger und länger verschlafen?

Ich würde nicht sagen, dass stationäre Händler diesen Trend verschlafen. Sie hatten bis jetzt nur ein anderes Datenmanagement, welches sich hauptsächlich auf statische und statistische Daten fokussierte. Was durch den Onlinehandel dazugekommen ist, sind Daten, die man durch die Customer Journey bekommt. Es geht also nicht darum, dass der Trend verschlafen wurde, sondern manche Händler sind mit dem Datenvolumen oft überfordert. Man muss wissen wie man Datenmengen auf das wesentliche reduziert. Wir arbeiten oft mit Kundendaten internationaler Unternehmen und müssen uns von Unmengen an Daten auf nur zwei bis drei Faktoren fokussieren, um Benchmarks setzen zu können, welche qualitativ umsetzbar sind.

Customer Journey im stationären Handel

Österreich scheint in Europa ein etwas hinkendes Land zu sein, wenn es um den Online aber auch Offline Handel geht. Hier möchten wir etwas provokant das Buzzword „beratungsresisten“ oder „Innovations-Gegner“ einwerfen. Wie sehen Sie das bzw. wie würden Sie Österreich im europäischen Vergleich beschreiben?

Verglichen mit Ländern wie Deutschland, Frankreich, Russland oder Polen, ist Österreich ein recht kleiner Markt. Außerdem gibt es kaum noch österreichische Handelsunternehmen. Das bedeutet, dass die Expansion bzw. das Schicksal des Österreichischen Handels nicht hier entschieden wird. Gerade weil wir ein kleiner Markt sind, finden Innovationen hauptsächlich in größeren Ländern statt. Allerdings hat Österreich aus unserer Sicht ein gutes Potenzial und würde sich für manche Tests gut eignen, da wir im Gegenzug zu den Riesenmärkten ein überschaubarer und entwickelter Markt sind. Man könnte in Österreich durchaus stabile Prognosen machen. Außerdem verfügen wir Dank spezialisierter Unternehmen und Instituten über qualitativ hochwertige Daten zu Konsumenten und Handel. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich das in Zukunft entwickelt.

Innovation im stationärer Handel

Wir wollen auch ein wenig in die Praxis blicken. Welche Best-Practice Beispiele haben Sie betreffend der Verknüpfung von Online und Offline Handel in Österreich bzw. in Europa? An welchem Händler / Konzept kann man sich wirklich ein Beispiel nehmen?

Auf globaler Ebene kann man sich exklusive Unternehmen wie beispielsweiße große Haut Couture Brands ansehen. Diese machen ganz gut vor wie man Marken bildet und Begehrlichkeit schafft und verkauft. Das zweite Beispiel, welches eher für die breite Masse gilt, ist die Lebensmittelbranche mit Carrefour als Vorreiter. In Österreich kann man sich sicherlich von Drogerieketten wie Bipa und ihrer sehr guten Einführung des Onlinekanals viel abschauen. Aber es gibt auch kleine Konzepte wie Marco Simonis, die sich stark auf Individualität fokussieren und sogar die Lieferung der Waren als besonderes Erlebnis gestalten. Es gibt nicht den einen Händler der als perfektes Beispiel gilt. Es sind vielmehr Teilaspekte, die jeder Händler auf seine Art sehr gut macht und die man sich abschauen kann.

Zukunft eCommerce in Österreich

Und zum Schluss unsere Standardfrage – Blicken wir auf die nächsten 5 Jahre Handel in Österreich. Welchen Wunsch haben Sie an die österreichische Handelslandschaft?

Zum Handel gehören zwei Sachen. Einerseits sind es die fundierten und belastbaren Daten, Berechnungsmethoden und Modelle. Zum anderen ist es der Mut und das Bauchgefühl. Es wäre schön, wenn man in Österreich beide so kombinieren könnte, dass man eine gute Balance schafft. Das würde ich mir wünschen und darauf achten wir bei RegioPlan ganz besonders.

Was haben der Online Riese Amazon und der Begriff Multi-Channel gemeinsam? Eigentlich nichts, möchte man meinen. Nicht mehr seit dieser Woche.

Amazon eröffnet den ersten stationären Shop ever

Die vollausgestattete Filiale in Seattle US hat mit dem eigentlich gewohnten, aber für die bisherigen Kunden neuen Konzept für Aufsehen gesorgt. Das Design – stilecht und modern. Ein Ort zum Wohlfühlen. Braune Ledersessel, helle Massivholzregale, dunkler Stein, Parkettboden und Akzente durch moderne Stilelemente in schwarz. Vergebens musste man nach Preisschildern suchen. Die gab und gibt es nämlich im gesamten Store nicht. Bücher aller Art findet man an dem neuen Standort. Geordnet nach Altersklassen, Genres und Buch-Arten findet man sich wie in jeder anderen Buchhandlung zurecht. Ungewohnt darüber zu schreiben / sprechen, geschweige denn sich so etwas von Amazon vor Augen zu führen. Die Pilotfiliale befindet sich im University Village von Seattle und hat unter anderen Microsoft und Apple als Nachbarn.

Vernetzung – digitale und analoge Welt

Wer hätte das perfekte Know How, die Strategie und die Infrastruktur und wer könnte es somit nicht besser vorzeigen, als Amazon? Nicht nur Bücher finden sich auf den Verkaufsflächen wider. Auch Gadgets jeglicher Art (Kindle und Co.) sind im Shop ausgestellt. So ganz ohne geht es dann auch für Amazon nicht. Wäre auch nicht authentisch genug. Ausserdem hat der Online Riese viel mehr in petto, als man sich das vorstellen könnte.

Die Strategie und Vision des Einzelhandels für Amazon ist klar. Eine Vernetzung der digitalen und analogen Welt für die Laufkundschaft schaffen. Ein Beispiel ist, dass aktuelle Neuheiten jede Woche neu sortiert werden. Das Ranking erfolgt nach den Top-Vorbestellungen.

Die Kundenrezensionen, die wir oft auf Amazon hinterlassen nimmt sich der Konzern zum Anlass um sein Sortiment im stationären Handel auszuwählen. Nur Bücher mit guten Rezensionen kommen in den Store. 4,8 und mehr Sterne muss ein Buch vorweisen können um überhaupt in die „heiligen Hallen“ des Shops zu kommen.

Cross Selling durch Reduktion

Wie schon eingangs erwähnt, sucht man in diesem Shop lange und ohne Erfolg nach Preisschildern. Es gibt auch immer nur ein einziges Exemplar eines Buches im Shop. Bemerkung am Rande – Die Lagerkosten reduzieren sich somit auf ein Minimum. Aber das macht nicht die Reduktion aus. Sondern der Ansatz des eigentlichen Kauferlebnisses.

Hat man sich nun als Kunde für ein Buch entschieden und es auch in der Hand gehabt, gespürt und lieben gelernt passiert folgendes. Jedes Buch hat einen EAN-Code, der mir der Amazon App verbunden ist und man somit direkt in der App zum gewünschten Produkt kommt. Dort kommen Preise, Beschreibung (soweit noch gebraucht) und Rezensionen ins Spiel. Klares Ziel von Amazon: Push the App!

E-Reader und E-Books sind im gesamten Store vertreten. Die Werbung hat auch hier ihren Platz. Neben dem gewohnten Bücher stöbern am E-Book läuft auch Promotion. Was für eine Chance für das Amazon Werbenetzwerk sich zu positionieren! Aufsehen erwecken und die einmalige Chance nutzen bei dem neuen Geschäftsmodell erstmalig dabei zu sein. Neben E-Readern und E-Books befinden sich in jedem Regal auch Kindle. Natürlich sind Bücher und Kindle lückenlos aufeinander abgestimmt. Hörbücher und Filmrezensionen finden sich auf den Devices ebenfalls wider.

Amazon Books – Zukunftsmusik?

Der Online Riese scheint nicht nur bei diesem einen Pilotshop bleiben zu wollen. Es heisst, dass Konzepte für weitere Rollouts bereits parat stehen aber nichts konkretes geplant sei. VP Jennifer Cast sagt im Gespräch mit Geekwire, dass sie sich sicher ist, dass der Erfolg der ersten Filiale auf weitere Projekte überschwappen wird.