Unique Client Archive | A-COMMERCE
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Exit Rate eCommerce Definition

Die Ausstiegsrate oder Exit Rate ist eine Kennzahl aus dem Bereich Web Analytics. Sie gibt den prozentuellen Anteil von Webseiten-Besuchern an, der einen Internetauftritt auf einer ganz bestimmten Seite verlässt. Im Unterschied zur Absprungrate hat der User davor mehrere Seitenaufrufe innerhalb des Internetangebots getätigt. Der Ausstieg kann durch Schließen des Browsers, den Wechsel zu einer anderen Internetseite oder durch eine längere Inaktivität – z.B. mehr als 30 Minuten – realisiert werden.

 

Beispiel Ausstiegsrate

Die Ausstiegsrate ermittelt man, indem sie ins Verhältnis zu den gesamten Seitenzugriffen innerhalb eines gewissen Zeitraums gesetzt wird. Max Mustermann steigt an einem gewissen Tag auf www.a-commerce.at ein und sieht sich innerhalb dieser Session zwei Unterseiten (Shoptest und Interview) an und verlässt dann die Seite auf der Events-Übersicht, indem er eine URL einer anderen Internetpräsenz in die Adressleiste eingibt. Bei Analyse am Tagesende kann gemessen werden, dass auch 38 % der gesamten User an diesem Tag www.a-commerce.at genau auf dieser Seite wieder verlassen haben, dass also die Events-Seite die Seite war, die von 38 % als letztes vor dem Ausstieg aufgerufen wurde.

Exit Rate und Webseiten-Otimierung

Moderne Backends von Webseiten liefern regelmäßige Auswertungen über die Ausstiegsrate, deren Analyse dann bei der Optimierung eines Internetauftritts hilfreich sein kann. Im Vorfeld sollte sich allerdings jeder Webseitenbetreiber darüber im Klaren sein, welche Seiten seines Online-Angebotes seiner Meinung nach ideale Ausstiegsseiten wären. Denn dass ein User ohnehin die Webseite irgendwo verlassen muss, liegt auf der Hand. Weist aber eine gewisse Unterseite, die für einen Ausstieg in keinem Fall gedacht ist, eine übermäßig hohe Ausstiegsrate auf, sollte diese in jedem Fall genauer betrachtet werden, um die Gründe für den Ausstieg zu eruieren. Generell gilt, dass es für Betreiber von Webshops besonders wichtig ist, die Ausstiegsrate vor allem innerhalb des Bestellprozesses so niedrig wie möglich zu halten. Die Kunden sollten Im Idealfall erst auf der Kaufbestätigungsseite den Online-Shop verlassen.

Unique Visitor Definition - eCommerce A bis Z

Als Unique Visitor (oder auch Unique User bzw. Unique Client) wird ein einzelner, „identifizierter“ Besucher eines Webangebotes innerhalb einer gewissen Zeitspanne bezeichnet, wobei es nicht relevant ist, wie oft er auf dieses zugreift. Der Zeitraum der Zählung sollte zur Eingrenzung zusätzlich genannt werden: Man kann etwa tägliche, wöchentliche, monatliche oder jährliche Unique Visitors unterscheiden. Mit der Kennzahl (KPI) Unique Visitor wird häufig die Reichweite bzw. Beliebtheit einer Internetpräsenz gemessen.

Beispiele/Abgrenzung

Die Kenngröße Unique Visitor steht im Zusammenhang mit den Begriffen Page Impression und Visit, ist aber eindeutig von diesen zu unterscheiden, wie folgendes Beispiel verdeutlicht: Der User Max Mustermann hat letzte Woche einmal www.a-commerce.at besucht und sich dort 5 verschiedene A-Z-Beiträge angesehen. Eine Woche später besucht er wieder die Seite und sieht sich sieben A-Z-Beiträge an. In der Statistik von www.a-commerce.at wird Max Mustermann gezählt als

  • 1 Unique Visitor,
  • der 2 Visits (Besuche) fabriziert
  • und insgesamt 12 Page Impressions ausgelöst hat.

Die Zählung der Unique Visitors kann man mit einer Gästestatistik in einem Hotel vergleichen: Ein Gast kann zwar öfter in einer gewissen Zeitspanne im Hotel übernachten, als Gast wird er aber immer nur einmal gezählt.

Messung der Unique Visitors

Gemessen wird natürlich nicht tatsächlich die jeweilige Person, sondern die Programme bzw. Computer, die von der Person benutzt werden. Dabei geht man von der Annahme aus, dass jeder Besucher einen Account auf einem Endgerät hat und auf diesem auch genau einen Browser benützt. Daher wird die Messung über den Browser des Users durchgeführt, indem dort beim ersten Besuch über Tracking-Software eine so große Zufallszahl abgespeichert wird, dass man davon ausgehen kann, dass kein anderer Browser die gleiche Zahl enthält und er damit eindeutig identifizierbar (unique) wird. Beim nächsten Webseiten-Besuch sendet der Browser diese via Cookies gespeicherte Zahl erneut mit.

Bei der Ermittlung der Unique Visitors durch diese stellvertretende Messtechnik entstehen Ungenauigkeiten, die bewusst akzeptiert werden und die sich aus folgenden Faktoren ergeben können:

  • Mehrere Personen benutzen den gleichen Rechner und darauf den gleichen Browser
  • Ein Browser akzeptiert keine Cookies
  • Ein User verwendet mehrere Endgeräte und auf diesen auch verschiedene Browser parallel