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Nikolaus Beier – laola1

Sport ist ein Thema, das nur so vor Emotionen sprudelt. Es gibt kaum eine Branche im eCommerce, welche mehr Emotionen […]

Nikolaus Beier - Laola1

Sport ist ein Thema, das nur so vor Emotionen sprudelt. Es gibt kaum eine Branche im eCommerce, welche mehr Emotionen freisetzt und eine solche Power im Bereich Community / Kunden & deren Experience bietet. Wir haben auf der Wiener Wiesn Nikolaus Beier, Director Digital Plattforms bei laola1 kennengelernt. Schnell war der erste Termin ausgemacht, spannende Gespräche wurden geführt und sogleich folgt das Interview. Nikolaus leitet alle medialen Auftritte von LAOLA1.at und LAOLA1.tv. Dabei ist er gesamtseitlich für alle Bereiche – von Marketing über Vertrieb bis hin zum Produktmanagement – verantwortlich. Man sieht, dass viele Fussballclubs bereits im Bereich eCommerce erste Schritte gemacht haben. Doch sind diese wirklich effizient und schöpfen diese Online Shops das vollkommene Potential aus, das der Sport und die Fans bieten?

Sport im eCommerce – Interview

Ein super emotionales Thema, völlig unabhängig von der Sportart. Hier spielt Begeisterung und Leidenschaft eine wesentliche Rolle. Trotzdem scheint es, dass Sportvereine es nicht schaffen, Online Business ordentlich über die Bühne zu bringen. Wenn man sich die österreichische Sportlandschaft ansieht, ist hier nur wenig von Digitalisierung in Sicht. Wieso ist das deine Meinung nach so?

Ich bin nicht der Meinung, dass in Österreich Sportvereine online Business nicht ordentlich über die Bühne bringen. Wenn ich mir Engagement-Raten oder Facebook-Fans anschaue, dann ist da relativ zur Bevölkerungszahl zu z.B. Deutschland kein so riesiger Unterschied. Aber es gibt natürlich schon individuelle Unterschiede und manche Organisationen arbeiten professioneller als andere – aber auch das ist vermutlich überall so. In jedem Fall ist es wie immer eine Ressourcenfrage und z.B. im Fußball sind einfach in Österreich nur ein Bruchteil der Ressourcen vorhanden im Gegensatz zu Deutschland. Borussia Dortmund z.B. bespielt mit einem Team von ca. 20 Personen nur ihre eigenen Kanäle – Austria Wien hat in der gesamten Medienabteilung vermutlich in Summe nicht mehr als 5 Personen sitzen. Wenn man dann den Output in Relation setzt wird da schon solide Arbeit geleistet.

Nikolaus Beier Laola1

Es kann prinzipiell nicht an den Fans liegen. Diese sind, so wie der Rest der Gesellschaft, sehr online affin. Welchen Mehrwert müssen Vereine / Sportverbände, etc. bieten, um den Fan anzusprechen?

Wie die Frage schon vorweg nimmt, immer müssen Vereine und Verbände Mehrwerte anbieten, die der Fan an anderer Stelle einfach nicht bekommt. Gerade für Institutionen die „Nah am Geschehen“ sind ist das aber durchaus möglich, denn die haben Zugänge, die sonst niemand hat. Ich kann als Verein oder Verband einfach Content produzieren oder auch Produkte verkaufen, die sonst niemand hat – denn ich bin ja an der Sportlerin bzw. am Sportler dran – und das ist das, was den Fan interessiert.

Online Shops von Fussballclubs

User Generated Content ist ein starkes Wort im Sport. Vor allem Fans sind sehr einfach dafür zu begeistern bzw. kreieren sie selbstverständlich Content. Somit ist dieser Bereich für Vereine super einfach. Diesen Content aufzunehmen und damit eine großartige Story zu bauen ist wenig Aufwand und vor allem steckt wenig Budget dahinter. Weshalb scheint es, dass Sportvereine oder Clubs nicht darin investieren um sich auch selbst das Spielfeld im Marketing etwas einfacher zu gestalten?

Also ich würde nicht unbedingt unterschreiben, dass es einfach ist gute Stories aus user generated content zu bauen. Das ist schon sehr viel Aufwand hieraus schöne Geschichten zu erzählen. Aber ich würde dennoch auch nicht sagen, dass Institutionen aus dem Sportumfeld in diesem Bereich nicht investieren. Ich denke schon, dass viele Institutionen da spannende Projekte umsetzen.

Vernetztes Stadion – eCommerce in Österreich

Stichwort „Vernetztes Stadion“. Welche Ansätze gibt es hier bereits? Im normalen Retail ist es absolut üblich, mit Push Notifications oder dergleichen Kunden an sich zu binden und zum kaufen zu animieren. Woran happert’s im Sport?

International sind viele Sportarenen schon mit WLAN ausgestattet. Das ist natürlich die absolute Grundlage für sämtliche on site Aktivitäten. In Österreich ist das noch nicht flächendeckend vorhanden, wird aber auch sicherlich mit der Zeit kommen.

Wenn das alles dann einmal vorhanden ist, kann man tatsächlich die on site Erfahrung des Besuchers verbessern – von der Push Notification mit dem Torvideo nach dem Tor über verkaufsfördernde Maßnahmen („Wir haben 2:0 gewonnen – hol dir jetzt 20% Rabatt auf den Merchandising-Artikel XY“) bis hin zu verbessertem Service – z.B. sich Getränke oder Essen direkt an den Platz liefern zu lassen. Das alles kann stark umsatzfördernd wirken.

Ich denke, dass das alles im Sport – auch in Österreich – kommen wird bzw. teilweise auch schon da ist.

Sport Commerce

Es macht absolut Sinn, Daten von Fans und Kunden zu generieren. Treue Fans, welche auch Kunden sind oder diese im Laufe der Zeit werden, sind prädestiniert und vor allem bereit dazu, Daten preis zu geben. Hier spielt der Ansatz „Smart Data“ eine große Rolle. Ist Club Managern überhaupt bewusst, auf welchen Schätzen sie „sitzen“ bzw. was sie daraus an Informationen und Mehrwert gewinnen können? Community Management könnte mit der richtigen und vor allem einer sinnvollen Nutzung dieser Informationen sehr einfach aber vor allem sehr effektiv betrieben werden. Hier bedarf es vor allem an Innovationskraft und weniger an Budgets. Was ist deine persönliche Meinung dazu?

Das Schöne am Sport ist, dass die Treue zu einer Marke in keinem anderen Geschäftsumfeld so hoch ist. Einmal Fan, immer Fan. Daher gebe ich dir recht, die Daten die hier generiert werden können, haben einen unfassbaren Wert. Ich denke, dass sich die Verantwortlichen schon darüber im Klaren sind, dass sie hier auf einem Schatz sitzen, so richtig wissen sie aber noch nicht, wie sie das auch monetarisieren können. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass der Sport hier eine Ausnahmestellung einnimmt –auch andere Branchen kämpfen damit.

Wo ich wieder widersprechen muss ist, dass das Management dieser Daten einfach und nicht budgetintensiv ist. Um Daten sauber nutzen zu können, bedarf es technischer Systeme die man bauen/kaufen/lizensieren muss und die man dann auch betreiben muss. Da muss schon Geld einfließen um die Daten zu kapitalisieren!

Zukunft Sport Commerce

Wenn du einen Wunsch an die Sportbranche hättest – wenn es um das Thema Digitalisierung geht – welcher wäre das?

Ich würde mir für die Sportbranche genau dasselbe wünschen, was ich mir für die gesamte Wirtschaft im Bereich Digitalisierung wünschen würde: Keine Berührungsängste mit digitalen Themen – die ganze Welt ist digital, man darf sich nicht davor fürchten sondern muss die Chancen sehen – auch wenn das damit einhergeht, dass gewisse Geschäftsmodelle vielleicht in Zukunft nicht mehr oder anders funktionieren werden.

Allgemein wünsche ich mir auch, dass aus regulatorischer Sicht – insbesondere aus dem Bereich Datenschutz – dieselben Spielregeln für alle gelten. Aktuell können die großen Player aus den USA einfach Dinge tun, die wir in Europa nicht tun können. Das in Kombination mit der Eigenschaft der digitalen Wirtschaft natürliche Monopole zu fördern, ist ein fundamentaler Wettbewerbsnachteil den wir in Europa irgendwie ausgleichen müssen.