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Weihnachtsgeschäft 2016 so gut wie noch nie

Es ist bereits Mitte Januar und alle notwendigen Retouren der Weihnachtsgeschenke sind bereits getätigt worden. Ein guter Zeitpunkt um das Weihnachtsgeschäft Revue […]

Es ist bereits Mitte Januar und alle notwendigen Retouren der Weihnachtsgeschenke sind bereits getätigt worden. Ein guter Zeitpunkt um das Weihnachtsgeschäft Revue passieren zu lassen. Unsere Partner von PAYONE haben dazu eine Studie veröffentlicht, auf die auch wir etwas näher eingehen wollen.

Der Weihnachtsshopping Rekord steht fest. Die Deutschen haben zu Weihnachten 2016 mehr Geld ausgegeben wie noch niemals davor – Online und offline. Die Daten aus der Studie wurden in Kooperation mit B+S Card und Statista aufbereitet. Die Studie basiert auf anonymisierten Transaktionsdaten. Somit ist der Vergleich von Online und Stationärem Geschäft sehr gut möglich. Lastschrift und Wallet waren und sind auch nach dem Weihnachtsgeschäft die beliebtesten Zahlungsarten im eCommerce. Im stationären Handel bleibt die Bankomatkarte das erfolgreichste und am meisten benutzte Zahlungsmittel.

Studien rund um das WEihnachtsgeschäftStatistik Weihnachten 2016 eCommerce

eCommerce Statistik Weihnachten 2016

Was hat sich der Handel nicht selbst gefeiert

Insgesamt 55,62 Milliarden Euro haben Konsumenten in Deutschland 2016 für Geschenke ausgegeben. Mehr als jemals zuvor, wie historische Datenerhebungen zeigen. Die Studie zeigt, dass sowohl im stationären als auch im Online-Handel die Umsätze gestiegen sind und einen neuen Rekord  erreicht haben. Der stationäre Einkauf dominiert und stagniert zwar immer noch in Umsatzzahlen hingegen kann man ein erneutes Wachstum des Online Anteils wie in den Jahren zuvor verzeichnen. Trotz alle dem steigt die Bedeutung des Jahresendspurts für den eCommerce immer weiter – der Anteil an den Gesamtausgaben liegt mittlerweile bei 28 Prozent. 2008 waren es noch 5,81 Milliarden Euro, die in Onlineshops für Geschenke „liegen gelassen“ wurden. 2016 waren es hingegen 14,3 Milliarden Euro – das entspricht einer Steigerung von 146 (!!) Prozent innerhalb von 8 Jahren.

Weihnachtsstudie PAYONE

Obwohl der durchschnittliche Warenkorbwert lediglich bei 68,22 Euro (online) und 55,11 Euro (offline) betrug, gab es umso mehr Transaktionen. Somit lässt sich ein Trend in Richtung „kleinere“ Warenkörbe und mehrere Einkäufe beobachten. Elektronikartikel waren dabei offenbar die beliebtesten Geschenkideen für Kurzentschlossene. In den letzten Tagen von Heiligabend stieg der Umsatz gegenüber anderen Branchen überdurchschnittlich an. Beim stationären Handel brachten die Adventssamstage den größten Umsatz. Das Onlinegeschäft war hingegen über die Vorweihnachtszeit sehr gut verteilt. Besonders starke Umsatz-Tage waren der Black Friday und der 12. Dezember als umsatzstärkster Tag mit 374 Millionen Euro. Besonders geschätzt von Kunden wird die Flexibilität im Online Geschenkekauf. Zwischen 20 und 22 Uhr wurden 17 Prozent der Online Einkäufe getätigt – klassische Käufe nach Feierabend von der Couch aus.

Weihnachtsstudie 2016 – eCommerce Insight

Geografische & demographische Verteilung

Vor allem in Deutschland lassen sich regionale Unterschiede erkennen. Die Süddeutschen gaben mehr als 3,5 Milliarden Euro in Online Shops aus. Besonders spendierfreudig waren unsere Nachbarn, die Bayern. Vor allem im Endspurt vor Heiligabend hatten die Bayern in allen Onlinekäufen die Nase vorn‘. Bei den Bayern lag der durchschnittliche Einkaufswert pro Online Kauf bei 79,28 Euro und damit rund 29 Prozent über dem Bestellwert der Einwohner aus den Gebieten mit der Postleitzahl 0. Spitzenreiter sind natürlich die Münchner. Sie kauften Online für einen Warenkorbwert von 91,48 Euro und zahlten damit 81 Prozent mehr als die Online-Shopper in Koblenz (bspw.).

Studie Weihnachtsgeschäft Statista

Überraschend ist die Online-Affinität der weiblichen Shopper. Bisher ist man davon ausgegangen, dass das starke Geschlecht die Geschenkeauswahl im Netz trifft um überfüllte Einkaufsstraßen zu meiden. Offensichtlich war es 2016 nicht so. Mehr Frauen waren von der Artikelauswahl im Netz begeistert und brachten in der Weihnachtszeit einen Frauen-Anteil von 58,3 Prozent zusammen. Der einzige Unterschied zwischen den Geschlechtern war, dass die Männer spendabler waren als Frauen – ganze 19 Prozent höher war deren Warenkorb.

Zahlarten im Weihnachtsgeschäft

Im Weihnachtsgeschäft kann und muss es sehr schnell gehen. Die Wichtigkeit der richtigen Zahlart ist hier nicht zu unterschätzen. Vor allem bequem und einfach muss es sein. 32,8 Prozent der Einkäufer bezahlten ihre Einkäufe in Deutschland per Lastschrift. 32,1 Prozent via Wallet, PayPal und Co. 17,9 Prozent bezahlten ihren Einkauf mit der Kreditkarte und Liesen sich Geschenke und Besorgungen durchschnittlich 114 Euro kosten. Mit steigendem   Warenkorb gingen die Konsumenten nochmals auf Nummer sicher. Einen durchschnittlichen Rekordwarenkorb von rund 235 Euro erreichten sie bei Zahlungen auf Vorkasse. 2,3 Prozent der Weihnachtsshopper entschieden sich für diesen Online-Zahlungsweg. Im stationären Handel dominierte wie schon 2015 die girocard mit einem Anteil von 77,9 Prozent vor Kreditkarten. Dabei liegt der durchschnittliche Einkaufswert bei Kreditkarten wie Visa und MasterCard im Vergleich zur girocard teilweise fast bis zu doppelt so hoch.

Payment Studie PAYONE

 

How hard can it be?

Ich weiss wir leben hier in Österreich, und es gibt in diesem Land einige Gewohnheiten, die so fest in den […]

Ich weiss wir leben hier in Österreich, und es gibt in diesem Land einige Gewohnheiten, die so fest in den Menschen hier verankert sind, dass sie selbst unsere moderne und schnelllebige Zeit nicht aus Ihnen heraus bekommt. Dennoch frage ich mich immer wieder, ob Menschen mit diesen speziellen Gewohnheiten in unserer Branche richtig aufgehoben sind.

Welche Gewohnheiten ich meine? Heute eine ganz Spezielle – wer mich schon länger kennt weiss, dass ich oft darüber Geschichten erzähle – aber es ist mir gerade letzte Woche wieder passiert: Ich sitze in einer Besprechung mit einem Vorzeige-Unternehmen aus Österreich, welches seit vielen Jahren in seiner Branche hoch aktiv ist, welches durch aussergewöhnliche Produkte mit Premium-Qualitätsanspruch auch international den Durchbruch geschaffen hat. Soweit – so gut, der Gründer bzw. sein Team scheinen sehr viel richtig gemacht zu haben.

Doch dann in unserer Besprechung mit dem Team zu den möglichen Verbesserungen im Bereich eCommerce Strategie kommt der Satz, der für mich eine komplette Bankrot-Erklärung im Hinblick auf emotionale Bindung zum eigenen Unternehmen aufzeigt: „Wir warten einmal, was unsere direkten Mitbewerber tun und beobachten diese für ein bis zwei Jahre – wenn sie dann mit der neuen Strategie erfolgreich sind, werden wir uns intern überlegen, ob wir auch diesen Weg gehen wollen.“

Wie bitte? Abwarten was die Mitbewerber machen und dann schauen, was wir tun?

Ich muss ehrlich zugeben, ich bin fast vom Sessel gefallen und konnte mich nur schwer zurückhalten. Wir befinden uns in einer der sich am schnellsten entwickelnden Branchen der Welt. Durch den internationalen Warenverkehr und damit der Grundidee der eCommerce Branche heisst es schon lange nicht mehr, dass nur die grossen Marken überleben werden, sondern jene Unternehmen, die sich an neue Gegenheiten, neue Ideen und auch neue Möglichkeiten bestmöglich anpassen und so für den eigenen Vorteil, aber noch mehr für den Nutzen ihrer Kunden ausnutzen

Gerade für mittelständische Unternehmen war es niemals wichtiger als heute, über den Tellerrand hinaus zu blicken und neuen Ideen & Visionen eine Chance zu bieten, um eben auch noch in mehreren Jahren als essentieller Teil der Wirtschaft bestand zu haben.

„Abwarten & Tee trinken“ ist die Todeserklärung für jedes Unternehmen, welches vor hat auch noch in den kommenden Jahren von seinen Kunden ernst genommen zu werden.

Bankrott Erklärung für Unternehmer

Ich bin selbst seit nunmehr mehr als 4 Jahren Unternehmer und weiss daher (leider) aus eigener Erfahrung, dass auch ich nicht immer offen für neue Ideen oder Möglichkeiten bin – aber genau aus diesem Grund hab ich ein Team rund um mich herum aufgebaut, welche zu ihren Ideen stehen und auch für mich verständlich argumentieren können, warum neue Wege für uns essentiell sind bzw. warum man auch bestehende Prozesse und Produkte vollkommen neu überdenken muss.

Wenn ich mich allerdings mit Teams umgebe, die innerlich schon aufgegeben bzw. gekündigt haben oder ich gar andere Ideen als meine Eigenen nicht zulassen würde, dann würde mein Unternehmen sehr schnell am Ende sein – und das geschieht derzeit in vielen mittelständischen Unternehmen in Österreich.

Zusammenarbeit mit Experten

Gerade unsere eCommerce Branche ist so komplexx geworden (siehe meine Keynote am A-COMMERCE Day), dass für viele Teilbereiche externes KnowHow benötigt wird. Gerade bei den externen Experten ist es aber extrem wichtig, dass die richtigen Leute zu Rate gezogen werden – und auf keinen Fall diejenigen, die gerade den günstigsten Preis anbieten.

Denn externe Experten sollen nicht nur schnell bei der Umsetzung eines Projekts helfen, sondern sichern im Idealfall auch den Übergang des KnowHows ins eigene Haus, indem interne Mitarbeiter eben dieses fehlende Wissen Schritt für Schritt aufbauen

Stolpersteine im eCommerce

Es gibt genügend Stolpersteine, welche Online Händlern tagtäglich in den Weg gelegt werden und nur von echten Experten rechtzeitig erkannt und damit in die eCommerce Strategie des Unternehmens korrekt eingebunden werden können.

Als Beispiel können hier nicht nur die Abmahn-Gefahren in Deutschland genannt werden, sondern ganz aktuell dass die Bezeichnung „Black Friday“ als Marke eingetragen wurde und somit jene Händler, die keine offiziellen Partner geworden sind, nun mit hohen Lizenzstrafen rechnen können. Genau solche Stolpersteine können aber Mitarbeiter nur wissen, wenn man regelmässig Weiterbildung bzw. eben den von mir erwähnten KnowHow Transfer ermöglicht.

Es kommt auf das Team an

Daher hier nochmals mein Aufruf an die Geschäftsführer und Manager von Unternehmen hier in Österreich: Hört auf, euch Ja-Sager an Bord zu holen – holt euch die richtigen Mitarbeiter, Personen die eigene Vorstellungen haben, die neue Ideen ausprobieren wollen und damit auch durchaus bei euch anecken.

Helft Ihnen dabei, sich selbst weiterzuentwickeln und bietet Ihnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen – denn durch Abwarten & Tee trinken wurde noch kein einziges grosses Unternehmen jemals aufgebaut!

Im September fängt der Weihnachtsmann schon an zu packen

In vielen Einzelmärkten in Deutschland (in Österreich haben wir sie noch nicht gesichtet) stehen bereits die ersten Weihnachtsnikoläuse in den […]

In vielen Einzelmärkten in Deutschland (in Österreich haben wir sie noch nicht gesichtet) stehen bereits die ersten Weihnachtsnikoläuse in den Regalen. Der stationäre Handel ist somit bereits perfekt gerüstet für das Weihnachtsgeschäft. Doch wie sieht es im Online Handel aus? Sind sich Online Händler bewusst, dass ihr Weihnachtsgeschäft und jegliche Vorbereitungen dafür bereits im Sommer beginnen?

Philipp Schrader, Leiter Vertrieb bei idealo meint, dass spätestens (!!) im September die Weihnachtszeit für den Online Handel beginnt. Diese ist nämlich für den eCommerce sehr umsatzstark. Die Kunden sind bereit Geld auszugeben – die Aussicht auf das 14. Gehalt ist bereits in allen Köpfen festgehalten – somit beginnt der Kauf von Weihnachtsgeschenken bereits im Oktober. Man weiß anhand von Daten, wann und wonach Kunden suchen und ementsprechend auch, zu welchen Zeiten Online Shops am meisten Umsätze generieren.

Eine gute Vorbereitung ist Pflicht!

Zu dieser gehört die Auswahl von Produkten, welche für das Weihnachtsgeschäft am besten geeignet sind. Verfügbarkeiten und Lieferanten prüfen – Achtung, hier sind besonders Lieferfristen wichtig. Verlässlich und genau sollte der Lieferant garantieren, dass die Waren auch wirklich pünktlich ankommen! Produktdaten müssen aufbereitet werden und auch Marketing- und Vertriebskanäle bekommen ein Refresh. Die diesbezüglichen Kampagnen sollten bereits im Sommer (vor Beginn der Vorbereitungen) fixiert und das Budget aufgeteilt sein – so der Vertriebsleiter. Bei idealo legen die rund 250 Content-Mitarbeiter beispielsweise schon in den Sommermonaten Produktdaten für das Weihnachtsgeschäft an.

Shoppingverhalten zu Weihnachten

Online Marktplätze sind im Weihnachtsgeschäft ein wichtiger Umsatzfaktor für Händler. Zu diesem Schluss kam bereits im letzten Jahr eine Studie von ECC Köln und Ebay. Und dieses Ergebnis macht durchaus Sinn, denn “Einer für Alles” ist für den Kunden eine bequeme Einkaufsoption. Den Aufwand, sich bei mehreren Shops zu registrieren und direkt beim Händler zu kaufen tun sich die wenigsten noch an. Der Preisvergleich bleibt aber vor allem im Weihnachtsgeschäft nicht aus, im Gegenteil – hier wird besonders stark auf den Preis geachtet. Genau aus diesem Grund bietet idealo mittlerweile Direktkauf als zusätzlichen Vertriebskanal an. Seit einem Jahr gibt es die Möglichkeit, ein auf dem Preisvergleichsportal gesuchtes Produkt direkt kaufen zu können. Eine Anmerkung an Händler – vielleicht wäre die Präsenz auf Preisvergleichsplattformen doch keine verkehrte Idee.

Die Weihnachtssaison kommt jedes Jahr „überraschend“

Philipp Schrader und sein Team haben gesehen, dass ab Anfang Oktober bis zum vierten Advent die Verkaufszahlen (über idealo) deutlich ansteigen. Die stärksten Kalenderwochen sind dabei die Wochen 48 bis 51. In der Weihnachtszeit haben sie rund die Hälfte aller Verkäufe des gesamten Jahres 2015 verzeichnet. Die Conversion Rate ist in dieser Zeit um 50 Prozent höher. Außerdem lässt sich eine Steigerung der Einkäufe über Smartphones erkennen.

Das Weihnachtsgeschäft ist auch die Zeit der Last-Minute Einkäufe. Nicht nur Urlaub sondern vor allem Geschenke werden oft noch kurz vor knapp gekauft. Daher ist es für Händler besonders wichtig, im Bereich mobile gut aufgestellt zu sein. Schade ist nur, dass es viele Händler bis heute nicht schaffen, eine ordentliche und einwandfrei funktionierende Umsetzung des mobilen Online Shops zu gewährleisten. Es sind Zeit-, Kosten- und Ressourcengründe, welche Händler daran hindern. Trotz Mehrwert, wissen viele Händler hier nicht weiter. Die idealo-App wurde mittlerweile 3,5 Millionen Mal heruntergeladen und konnte vor allem in der letzten Weihnachtszeit eine verstärkte Nutzung von rund 20 Prozent gegenüber dem Restjahr verzeichnen.

Was ist dann noch zu tun?

Eine gute Vorbereitung ist enorm wichtig! Diese kann für die Händler aber sehr divers aussehen. Grundsätzlich gehört eine gute Aufbereitung des eigenen Sortiments und vor allem auch der Marketing-, Kommunikations- und Vertriebskanäle dazu. Wer keine eigenen Ressourcen für umfangreiche Maßnahmen hat, sollte von bestehenden Strukturen profitieren um sich erfolgreich zu platzieren.